Muss der Partner einer Abtreibung zustimmen?

    • (1) 01.10.16 - 22:11
      Was ist möglich?

      Hallo,
      Ich bin mir sicher dass eine Frau letzten Endes alleine darüber bestimmt, ob sie ein Kind bekommt oder nicht.

      Aber ist das auch in jedem Fall so, wenn man verheiratet ist? Also wenn er es nicht weiß kann er natürlich auch nichts machen, aber wird der Arzt danach fragen, ob der Ehemann einverstanden ist?
      Kann der Ehemann seine Frau zwingen ein Kind auszutragen, also per Gerichtsbeschluss oder so?.
      Und wie sieht es bei einer Sterilisation aus, muss der Mann da unterschreiben, wird der operierende Arzt das verlangen?

      Und wenn ja, wo ist das Gesetz dazu, dass eine Frau in dem Fall nicht alleine über ihren Körper bestimmen darf?
      Wenn dem so ist, werde ich ins Ausland gehen, da ist es nicht so wie ich von einer Freundin weiß.

      • (2) 01.10.16 - 22:20

        Als ich eine Abtreibung hatte, haben weder Pro Familia bei der Beratung, noch der Arzt gefragt, ob ich überhaupt einen (Ehe)Mann habe (geschweige denn von wem das Kind ist). Interessiert niemanden und geht auch niemanden etwas an.
        Sterilisation kann jeder Erwachsene durchführen lassen. Du musst deinen Partner auch nicht fragen, ob er mit einer Nasenkorrektur einverstanden wäre (obwohl das bei dem Schönheits-OP-Wahn manchmal angebracht wäre, wenn man die eigene Partnerin nicht mehr wiedererkennt).

        (3) 01.10.16 - 22:33

        Hallo du!

        Es tut mir leid, dass du abtreiben möchtest und keine andere Chance für dich/euch siehst!

        Aber du wirst sicher gute Gründe dafür haben und es steht mir nicht zu darüber zu urteilen.
        Zunächst mal ist es so, dass dich niemand dazu zwingen kann ein Kind gegen deinen Willen auszutragen, genauso wie dich niemand zur Abtreibung zwingen kann.
        Ob du verheiratet bist oder nicht ist da völlig gleichgültig, keinen Arzt wird interessieren was dein Partner dazu sagt, rein rechtlich gesehen ist es allein deine Entscheidung.

        Bedenke aber, dass die ganze Geschichte eben nicht nur einen rechtlichen Aspekt hat und es nicht unwahrscheinlich ist, dass es das Ende für deine Beziehung ist, wenn du euer gemeinsames (?) Kind gegen den Willen deines Partners abtreibst.
        Vielleicht gibt es ja doch eine andere Lösung? Hast du dich da eingehend beraten lassen?

        Wenn du abtreiben willst musst du sowieso zur Beratung, da wird dir mit Sicherheit auch das rechtliche Drumherum nochmal genau erklärt, aber eben auch alternativen zum Abbruch.
        Vielleicht findet sich ja doch eine andere Lösung.

        Zu welcher Entscheidung du auch immer kommen magst, ich wünsche dir alles gute und dass deine Beziehung stark genug ist um das zu überstehen.

        Lg ...

        Hallo. Nein. Ich brauchte keine Zustimmung vom Ehemann zwecks Sterilisation und meine Schwester brauchte vom Partner kein ok für Abtreibung.

        Wichtig war den Ärzten: was will ich oder Schwester.

        Es wird gefragt und dann abgesegnet.

      • (5) 02.10.16 - 04:41

        Hey du, eine Frau entscheidet das ganz allein. Ich kenne weder deine genaue Situation, noch kann ich deinen Partner irgendwie einschätzen. Daher kann ich ein paar Dinge nur vermuten (also bitte nicht böse sein, wenn die Annahmen nicht zutreffen). Daher mal ganz allgemein ein paar Gedanken, die mir so durch den Kopf gegangen sind:

        1. Es sollte in erwachsenen Beziehungen normal sein, seinem Partner gegenüber mit offenen Karten zu spielen, was das Thema Familienplanung angeht - dazu gehören natürlich auch die Themen Abtreibung und Sterilisation. Seid ihr verheiratet? Dann habt ihr doch 100%ig schon mal über Kinder gesprochen - dafür bekommt man doch schon in der Anfangszeit einer Beziehung ein Gefühl, oder?

        2. Die Entscheidung trifft die Frau, aber das Ergebnis betrifft nunmal trotzdem beide Partner.

        3. Wenn die Vorstellungen im Punkt Familienplanung stark auseinander klaffen (klingt irgendwie so), dann kann jeder entscheiden, wie er/sie sich die Zukunft vorstellt. Das hat was mit Respekt dem Partner gegenüber zu tun.

        (Stell dir die Situation mal umgekehrt vor, z.B. Frau wünscht sich sehnlichst ein Kind und Mann hat sich heimlich sterilisieren lassen... das ist doch keine Basis.)

        Du brauchst theoretisch keine Zustimmung für Abtreibung bzw Sterilisation. Dein Körper, du bestimmst, was damit geschieht.

        Aber zumindest bei uns war es bei der Vasektomie meines Mannes so, dass der Arzt auch meine Unterschrift wollte und mich bewusst auch über eventuelle Risiken aufgeklärt hat.

        Keine Ahnung, ob er den Eingriff auch ohne meine Zustimmung durchgeführt hätte, er legte jedenfalls Wert darauf, dass es einvernehmlich geschieht.

      • (7) 02.10.16 - 13:09

        Hallo,
        Danke für eure Antworten.

        Bei der Beratung war ich schon, aber da ist das Thema nicht explizit besprochen worden.
        Die Beraterin hat zwar gefragt, wie mein Mann dazu steht aber ich sagte ihr, dass seine Meinung meine Entscheidung nicht beeinflussen würde.
        Daraufhin hat sie das Thema nicht weiter verfolgt.

        Erst zu Hause kam mir die Frage, ob der Arzt der die Abtreibung durchführt und auch direkt die Sterilisation macht, vielleicht eine Einwilligung meines Mannes möchte.

        Aber da das nicht so ist, kann ich den Termin wahrnehmen. Das muss ich auch denn ich bin schon relativ weit.
        Ich möchte das Kind halt nicht, selbst wenn mein Mann das anders sieht, was soll das ändern?
        Das Kind bekommen und es muss damit leben, dass die Mutter es nicht liebt und ablehnt?
        Es beim Vater lassen?

        Der trinkt und cholerisch ist?

        Der tagelang verschwindet?
        Nein. Dazu reicht mein IQ noch um zu wissen dass man einem Kind das nicht zumuten darf.
        Ich selbst bin null in der Lage eine Mutter zu sein.

        Hab weder die Geduld, noch die Opferbereitschaft, noch die Lebensumstände.
        Ich hab kein geregeltes Einkommen.
        Auch eine Wohnung kann ich mir nicht leisten.
        Ich denke, das klar ist, dass ein Kind so nicht aufwachsen sollte.

        Austragen und weg geben kommt nicht in Frage.
        Ich möchte keine Schwangerschaft auf mich nehmen für ein Kind was ich nicht will.
        Das nur zur Erklärung meiner Situation.

        Danke nochmals für eure Hilfe.

        • (8) 02.10.16 - 13:33

          Liebe TE die Schilderung deiner Lage erklärt einiges. Ich kann deine Entscheidung nun besser verstehen. Ich denke aber, dass du - wenn dieser Schritt erstmal getan ist - ernsthaft über deine Beziehung nachdenken solltest. Ich wünsche dir viel Glück.

          Hallo,

          warum willst du dich gleich sterilisieren lassen? Du kannst dich auch von diesem Mann trennen und mit einem anderen Mann glücklich werden.

          Diese Option würde ich mir an deiner Stelle offen halten.

          LG

          (10) 02.10.16 - 15:02

          Dann sollte dein IQ auch soweit reichen, dich zu trennen und keinen GV mehr zu haben...

          Ich werde es nie verstehen...

      Ganz sicher brauchst du dafür kein Einverständnis von deinem Mann, genau so wenig wie für eine Sterilisation. Bei der Steri musst du dir nur im klaren sein das dies ein Scheidungsgrund ist wenn er davon etwas mitbekommt, aber damit nicht einverstanden ist.

      • (12) 02.10.16 - 19:03
        Was ist möglich?

        Ich habe mich vor ein paar Tagen getrennt.

        Und da ich mich sterilisieren lasse, habe ich dann auch das Verhütungsthema gelöst.

        Es wird meine erste und letzte Abtreibung bleiben.

        Die Sterilisation ist mir sehr wichtig da ich mir sicher bin , keine Kinder mehr zu wollen.

        Leider hat das KH, in dem ich mein letztes Kind per Kaiserschnitt entbunden habe, aber gesagt dass ich noch zu jung wäre....mit 32...lächerlich.

        Ich hätte mich durchsetzen sollen mit meinem Wunsch, das werfe ich mir heute vor.
        Da ich jetzt 38 bin, ist es kein Problem mehr.
        Mein Gynäkologe sagte auch, dass es angesichts der Tatsache, dass ich jetzt abtreibe, natürlich besser gewesen, wenn er sich damals für mich eingesetzt hatte...er sagte er wäre davon ausgegangen, dass ich das Kind behalten würde. Er hat keine Ahnung und offensichtlich eine schlechte Menschenkenntnis.
        Leider nützt mir diese krasse Fehleinschätzung nichts mehr und ich hatte vor 6 Jahren mehrmals betont, dass ich ganz sicher niemals nie wieder ein Kind möchte und abtreiben würde.
        Wenn Ärzte Frauen in ihrer Meinung so wenig ernst nehmen, spricht das m.M nach nur für die Überheblichkeit der Ärzte, die sich rausnehmen besser zu wissen was gut für mich ist, als ich selbst.
        Ich weiß aber sehr gut was ich will und was nicht.
        Daher auch meine klare Entscheidung gegen das Kind und für die Sterilisation.
        Ich möchte nicht nochmal so was tun müssen.

        Und natürlich ist es allein meine Verantwortung, die ich trage.

        • Hallo

          Ich bin erst heute auf Deinen Beitrag gestossen.

          Ist die Abtreibung denn nun bereits vorüber? Die Zustimmung des Mannes brauchtest Du dafür ja nicht.

          In welcher Woche warst Du denn? In Deutschland kann man bis zur 14. Woche abtreiben (12. Wochen nach Befruchtung).

          Die Haltung des Krankenhauses hat nun zur Folge, dass Du abtreibst. Schade, dass sie Deinen Wunsch nach einer Sterilisation nicht nachgekommen sind.

          Wünsche Dir alles Gute.

          Freundlichen Gruss

          tm

    Ganz klares nein!

    Außerdem fragt keiner nach dem Familienstand

    Pina

    Bei der Steri meines Mannes wurde er zwar gefragt ob ich einverstanden wäre, aber geprüft ob das stimmt wurde nicht. Also er hat gesagt "Klar" und das war es.

    Allerdings finde ich es sehr schade und deinem Partner gegenüber auch unfair da einfach ohne sein Wissen machen zu lassen. In einer guten Beziehung sollte man über ALLES reden können und gemeinsam einen Weg finden.

    Und heimliche Sterilisation finde ich genau so einen Vertrauensbruch wie heimlich Pille absetzen und dem Partner so ein Kind "andrehen"

    Eine Frau bestimmt alleine darüber.

    Auf der einen Seite absolut richtig....auf der anderen Seite wird die Beziehung vermutlich den gleichen Weg nehmen wie das Kind, sollte der Mann gänzlich anderer Meinung sein.

    <<<wird der Arzt danach fragen, ob der Ehemann einverstanden ist?....Kann der Ehemann seine Frau zwingen ein Kind auszutragen>>>

    Nein....zu beiden Fragen.

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