Streit mit dem Partner wegen Alkohol

    • (1) 17.10.16 - 11:55

      Hallo, liebe Leute.

      Ich hab niemanden, mit dem ich über mein Problem reden kann und hoffe, dass ich hier Menschen finde, die ähnliche Probleme haben. Mein Freund(40) meine beiden Kinder (8 und 11)und ich(41) leben seit gut drei Jahren in meiner Wohnung zusammen. Wir arbeiten beide, er Vollzeit, ich halbe Tage. Nach der Arbeit trinkt er zum runterkommen immer zwei, drei Bier und am Wochenende mehr. Viel mehr. Dann sitzt er da mit Bier und Handy und findet kein Ende. Ich muss dazu sagen, dass ich auch ab und zu mal was trinke, weiß aber meine Grenzen. Er oft nicht. Deswegen gibt es regelmäßig Streit zwischen uns und er schiebt jedes Mal die ganze Schuld auf mich. Ich sage ihm zum Beispiel, er soll mal was anderes machen, als nur zu zocken und saufen und er rastet gleich aus, weil er ja schließlich so eine schlimme Woche in der Arbeit hinter sich hat. Im Haushalt muss er nur minimal helfen, hat also keine weiteren Verpflichtungen nach der Arbeit. Ich bin meistens mittags daheim(arbeite an sechs Tagen in der Woche) , kümmere mich aber um meine Kinder und alles andere. Er nörgelt nur an den Kindern rum, weil sie z.B. ihren Teller nicht wegräumen usw.... Die Kinder respektieren ihn wegen der Trinkerei gar nicht mehr und würden ihn auch nicht vermissen, wenn er ausziehen würde. Mein Problem ist nur, dass er nüchtern ein ganz lieber und hilfsbereiter Mensch ist und wir uns die meiste Zeit sehr gut verstehen. Seine Sucht geht mir aber dermaßen auf den Senkel, dass ich mittlerweile bereit bin, ihn rauszuschmeißen. Gestern war es wieder soweit... Ich schäme mich vor meinen Nachbarn, weil sie schon oft mitbekommen haben, wie betrunken und asozial er sein kann.hat jemand hier ähnliche Probleme? Ich stehe grad einfach vor einer Wand! Danke... ????

      • Basierend auf deinem Text kann man eigentlich nur einen Rat geben,. Setz ihm die Pistole auf die Brust, Beratungsstelle bzw. Therapie oder Trennung.
        Ich bin sicher kein Moralapostel und lasse es durchaus auch mal krachen, aber die Betonung liegt auf “mal“. Wenn er keine andere Strategie zum entspannen hat, wird's eben leicht gefährlich.

        Hallo.

        >>> dass ich mittlerweile bereit bin, ihn rauszuschmeißen. <<<

        Tu das ... besser gestern, als morgen ... auch Deinen Kindern zuliebe.

        LG

        Du hast ja schon erkannt das er alkoholkrank ist. Er wird sich aber nicht ändern wenn du meckerst und ihm weitestgehend ein schönes Leben ermöglichst (fast keine Aufgaben im Haushalt ect)

        Trenn dich (zumindest räumlich am besten komplett) von ihm und sag ihm ruhig warum. Das du mit seinem Alkoholkonsum nicht klar kommst und er eine Therapie braucht. Vllt wacht er ja sogar auf und lässt sich helfen.....und vllt wenn du das dann noch willst gibt es auch wieder eine Chance für euch.

        Aber jetzt musst du handeln gerade weil du auch für deine Kinder verantwortlich bist. Du kannst ja nicht wirklich wollen das sie mit einem Alkoholiker aufwachsen oder?

      • <<<Nach der Arbeit trinkt er zum runterkommen immer zwei, drei Bier und am Wochenende mehr. >>>

        Wann trinkt er mal nicht? Hört sich so an, als ob er es anders bei dir/euch nicht mehr aushält. Nicht böse gemeint. Du machst den Haushalt etc. und er kann sich sein Feierabendbier und Wochenendgelage genehmigen. Sowas brauchst du nicht. Schlag ihm eine Therapie vor (zeitnah), sollte er sie abblocken, setz ihn vor die Tür. Sollte er es nicht wahrnehmen, dann hör auf, für ihn mitzukochen etc. Ignoriere ihn. Deine Kinder machen es richtig, sie meiden ihn schon und vermissen tuen sie ihn auch nicht. Sie wissen schon, was richtig ist. Was hält dich noch an ihm.

        Mein Ex hatte zwei Therapien hinter sich. Die erste nur "mir zu Liebe", die nicht lange anhielt. Und die zweite, wo er vielleicht jetzt noch trocken ist. Ich weiß es nicht, da ich seit 10 Jahren getrennt bin von ihm.

        Alles Gute.

        Hi,

        mein Mann arbeitet auch Vollzeit. Wir haben drei Kinder, eine Katze, ein Aquarium und ... achja, ein Haus ... und er braucht kein Bier, weil alles so anstrengend ist!

        Dein Partner hat ein Alkoholproblem und das wird sich von selber nicht lösen. An erster Stelle muss er das als solches erstmal erkennen. Wird er so schnell nicht, "Bier ist ja kein Alkohol" (mein Schwiegervater - alkoholkrank) ... vorher wird ihm niemand helfen können.

        Ich könnte und wöllte nicht mit einem Alkoholiker zusammenleben und ihn klar vor eine Entscheidung stellen!

        Ich wünsch Dir viel Kraft.
        VG A.

      • (7) 17.10.16 - 13:22

        Du stehst vor keiner wand. Nimm die beine in die hände und lauf!

        Das wird ein dauerthema für das ganze leben mit ihm.
        Du kommst doch auch ohne ihn zurecht.

        Möchtest du das deine kids in so assi Verhältnissen aufwachsen?
        Am ende traumatisiert usw.

        <<<Mein Problem ist nur, dass er nüchtern ein ganz lieber und hilfsbereiter Mensch ist und wir uns die meiste Zeit sehr gut verstehen. >>>

        Das scheint ja nicht so oft der Fall zu sein.

        Ich könnte mit so einem Mann keine Partnerschaft führen.

        (9) 17.10.16 - 14:22

        hallo,

        ich kenne zwei Beziehungen, da hat sie gesagt: zwei Möglichkeiten hast du:
        1. du hörst auf zu trinken und bleibst oder
        2. ein weiterer Schluck - und du bist raus.

        der Satz kam so klar und überzeugt, der saß... und beide Männer trinken heute nichts mehr, höchstens alkoholfreies Bier. Keinen Sekt, kein Abendbier, nichts...

        umso klarer du bist und dein Ding durchziehst, umso besser für eure Kinder und für dich und euer Familienleben.
        viel Glück

        Du kannst deinen Kindern nicht zumuten, mit einem Alkoholiker zusammen zu leben. Entweder er wird trocken oder er geht.

        Hallo! Ich antworte mal als ehemals betroffenes Kind. Mein Vater hat so lange ich mich erinnern kann immer getrunken und war betrunken. Ich wäre damals froh gewesen, wenn meine Mutter den Schritt zur Trennung gegangen wäre. Doch dafür hatte sie nie die Stärke. Inzwischen trinkt mein Vater nicht mehr aber die Beziehung ist durch die Vergangenheit natürlich belastet... Ich merke noch heute, was ich auf Grund meiner Erfahrungen in der Kindheit teilweise für ein verschrobenes Männerbild habe.

        Ich kann dir nur sagen, handel für deine Kinder! Wenn er euch liebt, wird er die Trennung als Grund sehen was zu ändern. Ansonsten ist ihm nicht zu helfen.

        Wenn er betrunken und asozial sein kann dann mach dich nicht nur Co-Abhängigen!

        Ela

        Ganz ehrlich und wohlwollend!... Wie kann man seinen Kindern nur so einen Alkoholiker antun??

        Wie kann man als Mutter seinen Kindern so etwas "präsentieren" und ihnen damit ihre Kindheit prägen! Dank mal drüber nach!

        Schämen solltest du dich übrigens nicht vor deinen Nachbarn, sondern vor deinen Kindern.

        > Mein Problem ist nur, dass er nüchtern ein ganz lieber und hilfsbereiter Mensch ist und wir uns die meiste Zeit sehr gut verstehen.<

        Wann ist denn das? die Zeit zwischen aufstehen und zur Arbeit fahren?

        weil sobald er nach Hause kommt, trinkt er und sitzt auf dem Sofa und zockt. Wo ist da der liebe und hilfsbereite Mensch? Wie sieht eure gemeinsame Freizeitgestaltung aus? Vielleicht täten ihm "Verpflichtungen nach der Arbeit" durchaus mal gut?

        Sorry, ich erkenne hier nicht, wieso man sich sowas "antut" als Frau mit Kindern.

        Lichtchen

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