Ungleichbehandlung Zwillinge

    • (1) 30.10.16 - 09:57
      kischkuchen

      Hallo

      ich bin total traurig wegen meinem Mann wie er unsere Zwillings behandelt. Wir haben einen Jungen und ein Mädchen und er macht total die Unterschiede. Der Junge darf alles er ist stolz auf ihn egal was er macht und bekommt alles und seine Schwester läuft so nebenher. Ich finde das unmöglich aber er sieht das nicht ein. Er wollte immer einen Jungen und zuerst hieß es es werden zwei Jungs. Er war stolz wie Oskar und hat überall von seinen zwei Jungs erzählt. Als dann die Tochter geholt wurde war er total enttäuscht und hat gesagt na wenigstens ein Sohn. Das war schon der erste Klopper im OP. Ich dachte das wird noch besser aber es wurde nur schlimmer. Die Zwillis sind jetzt 5 und es ist immer das gleiche. Jetzt ist er am Wochenende mit unserem Sohn bei seiner Familie. Meine Tochter ist hier. Wenn er zurück kommt wird er einen Haufen Geschenke haben, für sie wird nichts dabei sein. Ich versuche natürlich alles etwas auszugleichen was schönes mit ihr zu machen aber es macht sie ganz traurig und sie sagt oft sie will gerne ein Junge sein. Weil der Papa sie dann auch lieb haben würde. Seine Familie unterstützt das auch noch alles. Er versteht nicht was er ihr antut. Wenn die beiden streiten versuche ich fair zu bleiben, mein Mann sucht immer die Schuld bei unserer Tochter. Sie muss nachgeben und Verständnis haben. Das kapiert mein Sohn langsam und nutzt es total aus. Weil er weiss er darf bei Papa alles. Mich ärgert es sehr. Doch es ist kein reden mit ihm. Er sagt das ist normal dass Väter und Söhne ein spezielles Verhältnis haben. Wie kann ich ihm klar machen wie unfair das für unsere Tochter ist? Kennt jemand das Problem dass Kinder ungleich behandelt werden? Bin über jeden Tipp dankbar.

      Danke.

      • Woah wenn ich das lese krieg ich echt ne wut... Sowas geht gar nicht! Ich würde ordentlich aufn tisch hauen und tacheless reden. Wenn mein Mann so wäre und es sich nicht bessert, wäre ich glaub ich genauso unfair zu ihm bis hin zur Trennung.

        Deine arme Tochter...

        • (3) 30.10.16 - 10:19

          Ich habe ihm oft gesagt es geht so nicht. Er sagt er kann nichts dafür er kann mit Jungs mehr anfangen. Alles was der Junge malt ist super, LKW, Traktor, Bagger. Alles was meine Tochter malt ist eben Mädchenkram und wird nicht beachtet. Er geht auch mit ihm zum Fußball und Judo und er war noch kein einziges Mal mit unserer Tochter beim Tanzen. Er sagt dafür hat sie doch mich, die Aufteilung ist fair. Er merkt nicht dass meine Tochter darunter leidet. Eine Trennung deswegen? Damit mein Sohn seinen Vater auch noch verliert?

          • "Er sagt er kann nichts dafür er kann mit Jungs mehr anfangen."

            Natürlich kann er was dafür, wenn er das Mädchen ungerecht behandelt und den Jungen ständig vorzieht.

            "Eine Trennung deswegen? Damit mein Sohn seinen Vater auch noch verliert?"

            Ich kann dir jetzt schon dafür garantieren, dass eure Tochter einen (wahrscheinlich irreparablen) psychischen Schaden erleiden wird. Durch eine Trennung könnte das insofern abgemildert werden, dass sie wenigstens nicht täglich vor Augen haben muss, wie ihr Bruder auf den Sockel gehoben und sie abgelehnt wird.

            Warum verliert euer Sohn bei einer Trennung seinen Vater? Wenn dein Mann so an ihm hängt, wird ja wohl weiterhin Kontakt stattfinden. Andere Möglichkeit: Der Junge bleibt bei ihm und das Mädchen bei dir.

            Ich würde meine Tochter so einem "Vater" definitiv nicht länger aussetzen und mich auch trennen, wenn er nicht zur Vernunft kommt.

      Oh je, Dein Mann scheint ein ziemlicher Arsch zu sein. Ist er vielleicht aus einem anderen Kulturkreis? Bei uns hier sollte es sich doch rumgesprochen haben, dass es keinen Unterschied in der Wertigkeit von Jungen und Mädchen gibt.
      Es ist aber auch normal, dass man als Elternteil vielleicht mehr auf der Wellenlänge von einem der Kinder ist. Das darf sich aber nicht bemerkbar machen, sonst läuft etwas total schief. Wenn Du das Deinem Mann nicht klar machen kannst, wird es früher oder später erhebliche probleme geben.
      Ich würde versuchen, von meiner Seite der Tochter viel Zuneigung zu zeigen, natürlich auch dem Sohn. Wenn der aber mit seinem Vater unterwegs ist würde ich versuchen, ganz für die Tochter da zu sein. Der Geschenkeberg käme dann von meiner Seite. Wenn Dein Mann dann meckert, würde ich ihm unzweideutig sagen, dass beide Kinder die gleichen Rechte auf Liebe und Zuwendung haben. Wenn er das nicht kapiert, würde ich z.B. mal mit der Tochter alleine einen Kurzurlaub planen.
      Ist zwar blöd, denn der Sohn soll ja nicht unter dem dummen Verhalten seines Vaters leiden, auf der anderen Seite sehe ich keinen Weg, wie Du Deiner Tochter helfen kannst, wenn sich das Verhalten des Vaters nicht ändert.
      Wenn Dein Mann mosert wegen Deines Verhaltens der Tochter gegenüber, würde ich auch einen großen Krach nicht aus dem Weg gehen. Deine Tochter kann sich nicht gegen ihren Vater durchsetzen, da bist Du gefragt.
      Gruß Bernd

      • (6) 30.10.16 - 10:26

        Er ist eigentlich kein Arsch. Nur was die Ungleichbehandlung angeht benimmt er sich unmöglich. Er sagt von selbst ich soll mich dafür doppelt um unsere Tochter kümmern. Mache ich auch. Mir liegen die Mädchensachen auch viel mehr als immer Fußball oder Autos zu spielen. Aber trotzdem beschäftige ich mich auch mit unserem Sohn. Das macht er nicht anders herum. Und ich habe nicht das Geld so viele Geschenken zu kaufen wie seine Familie das für unseren Sohn macht. Da steht sie immer blöd da. Was mir vor allem Sorgen macht ist wenn ich nicht da bin und die 3 alleine sind. Dass er dann unfair zu ihr ist. Sie muss immer alles aufräumen und so Sachen. Oder als erste ins Bett und er spielt mit dem Sohn Autorennen. Natürlich rede ich ihm nicht rein wenn er für sie zuständig ist und ich arbeite aber das ist unfair.

        • Ist ja auch von der Familie voll daneben, nur für ein Kind Geschenke zu kaufen. Kann man da nicht mal das Thema ansprechen?! Was denken die sich nur?

          • (8) 30.10.16 - 20:18

            Die denken sich nichts. Für sie existiert eigentlich nur der Junge. Die Schwester ist leider unwichtig :-( Und sie haben sie vielleicht 5 oder 6 Mal in den 5 Jahren überhaupt gesehen. Weil der Papa immer nur mit dem Sohn hin fährt. Und wenn sie mit war, hat sich eigentlich niemand darum gekümmert dass sie auch da ist. Nur der Junge hier und der Junge da, was tut er, usw. Das habe ich nicht mehr ausgehalten und deswegen fahren wir zwei eigentlich nicht mehr mit.

    Hallo.

    Es tut mir so leid für dich, dass du sowas im Leben erfahren musst. Es ist mehr als bitter...Ich finde es nur nicht so in Ordnung von dir, dass du es 5 Jahre bisher mitgemacht hast. Und für mich persönlich wäre es weit mehr als ein Trennungsgrund. Aber das muss du für dich entscheiden. Für mich stehen die Kinder, hier insbesondere auch deine Tochter, immer vorne an. Und ehrlich gesagt, könnte ich neben solch einen Menschen wie deinen Mann und seinen Angehörigen nicht leben.
    Da wäre mir die Zeit zu schade, sowas mit ansehen zu müssen. Nun gut, es ist deine Entscheidung.

    Ich denke, dass es für doch nur 2 Varianten gibt, soweit sich dein Mann weiter uneinsichtig zeigt und sich nichts ändern wird. 1.) Du nimmst es weiter so hin oder 2.) Du ziehst die Reißleine.

    Denn hier ist dein Mann in der Pflicht sich und sein Verhalten zu ändern. Weder Du noch deine Tochter. Und wie du geschrieben hast... sie leidet und im schlimmsten Fall wird sie das ein Leben lang begleiten. Da nützt auch dein Ausgleichen nichts. So bitter wie es ist. Zumal r noch Rückendeckung seiner Familie bekommt, kämpfst du vermutlich gegen Windmühlen.

    Ich wünsche dir alles Gute, vor allem im Sinne deiner Tochter.

    Also, um ehrlich zu sein, kenne ich das eher so, dass die Papas, auch wenn sie sich einen Jungen wünschen letztlich das bessere Verhältnis mit den Mädels haben und die Jungs eher an Mama hängen - als wär da ne gewisse Rivalität zwischen den "Männern", die das wirklich gute Verhältnis behindert. Natürlich gibt es bestimmt Fälle wo es anders ist - und Kulturen, in denen nur der männliche Nachwuchs wirklich wichtig ist... Auch der Vater meines Großen wollte mit dem Kind erst etwas zu tun haben, als er erfahren hat, dass es ein Junge wird... #contra

    Wie stehts es denn sonst um eure Ehe? Könnt ihr normal miteinander reden? Vielleicht hilft es dann ja etwas weiter, wenn du ihm mal vor Augen führt, wie fatal sein Verhalten seiner Tochter gegenüber ist, wie ungeliebt sie sich jetzt schon fühlt und wie negativ es vielleicht/vermutlich ihr späteres Beziehungsverhalten beeinflussen wird. Vielleicht kannst du auch Fachleute dazuholen, die deine Befürchtungen untermauern (z.B. Kita-Erzieherin, Beratungskräfte etc.).

    Die Zeit, die du mit deiner Tochter allein bist, solltest du nach Möglichkeit positiv belegen - ich denke, da bist du schon drüber, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Wenn er wirklich nicht gesprächsbereit ist, dann fällt mir leider auch nichts mehr ein - zumal eine Trennung wohl keine Verbesserung wäre, wenn du dann wüsstest, dass er nur seinen Sohn holt und die Tochter jedes zweite Wochenende heulend auf ihren gepackten Koffern sitzt, weil sie nicht mit darf...

    Ich wünsche dir viel Kraft. Es tut mir sehr leid, sowas zu lesen...#liebdrueck

    • (14) 30.10.16 - 11:33

      Er hat schon gesagt wenn wir uns trennen würden dann würde er wollen dass unser Sohn bei ihm lebt und die Tochter kann bei mir bleiben.ich denke er würde sie nie wieder sehen wollen. Das möchte ich auch nicht. Dass er meinen Sohn zu sich nimmt. Und ich ihn nicht mehr sehe. Oder auch wenn er bei mir bleiben würde dann hätte er keinen richtigen vater mehr wie er es jetzt kennt. Und ich glaube aber er würde nicht bei mir bleiben wollen. Egal wie es ist scheisse.

Mein Ex-Mann hatte, beziehungsweise hat schwerste psychische Störungen, von Geschlechtsidentitätsstörung bis hin zu schwerer chronischer Schizophrenie, nebst allen anderen Misständen in seiner Herkunftsfamilie war einer der ganz gravierenden Gründe, dass er als Jüngster nach ein paar Jungs nicht das Prestigemädchen war, welches die Familie erwartet hat.
Als dann das erste Enkelkind geboren wurde, meine älteste Tochter wurde vor Freude geweint und getanzt, ein Mädchen, ein Mädchen.

Als das nächste Enkelkind nochmal ein Mädchen war, war mein Exmann der unfähige Versager der keine Knaben zeugen kann.....in meinem Fall handelte es sich tatsächlich um Menschen mit Migrationshintergrund (Italiener), also ohne dass die Integration denn jemals stattgefunden hätte, aber sie lebten/leben seit Jahrzehnten hier.

Wenn ich deinen Text so lese, mit meiner persönlichen Lebenserfahrung, du kannst dir gar nicht vorstellen wie schnell dein Mann von mir ganz sachlich und trocken das Messer am Hals hätte entweder eine Beratung in Anspruch zu nehmen um sein krankes Weltbild und Verhalten zu revidieren inklusive klarer Position seiner Familie gegenüber, alternativ dazu würde meine "Liebe" ihm gegenüber wohl äusserst schnell und elegant in Ekel und Ablehnung umschlagen, eine Trennung wäre die klare Folge.
Bedenke, nicht nur deine Tochter leidet, auch dein Sohn wird auf die Art und Weise ganz schnell zum klassischen Arschlochkind. Willst du das?

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