wochenendbeziehung und arbeitsaufteilung

    • (1) 18.12.16 - 10:29
      Zu viel...

      Hallo,

      Mich würde interessieren wie ihr euren Alltag in einer Wochenendbeziehung gestaltet und damit meine ich vor allem Pflichten und ähnliches.
      Ich lebe seit fast 1,5 Jahren in einer Beziehung mit einem Partner der etwa 100 km weit weg wohnt. Ich bin Alleinerziehend mit einer 12- jährigem Tochter, wir beide arbeiten voll und verdienen ganz gut/überdurchschnittlich. Letztes Jahr habe ich mir ein Haus gegönnt und so kommt er immer zu uns, erstens weil ich ein Kind habe, zweitens weil ich sehr viel mehr Platz habe und drittens weil er ein Firmenwagen hat und somit keine Kosten.

      Ich merke seit ein paar Wochen, dass ich immer mehr überfordert bin, es ist so viel und ich einfach keine Zeit habe. In der Woche nicht weil ich arbeite und mein Kind versorge und den kleinen Alltag manage, am Wochenende ist mein Freund da und da will ich natürlich auch Zeit mit ihm verbringen.

      Aber irgendwie kommen alle zu kurz und auch im Haushalt bleibt immer mehr liegen....

      Wie macht ihr das? Ist das fair, Unterstützung vom Partner zu verlangen, auch wenn es hier nicht seins ist und er auch nur am WE da ist...? Wann macht man den Haushalt in so einer Konstellation? Puh, ich bin im Moment so müde...

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      • Klar kannst du um Hilfe bitten. Was ich allerdings nicht verstehe ist, warum du nicht mit dem Haushalt hinterherkommst. Dein Kind ist schon 12 und sollte auch mithelfen. Selbst wenn sie es nicht täte, ist es doch zu schaffen den Haushalt unter der Woche zu machen. Du hast ja nach der Arbeit wirklich Feierabend. Anders wäre es, wenn du kleine Kinder hättest (selbst das ist zu schaffen).

        An deiner Stelle würde ich deiner Tochter ein paar feste Aufgaben geben, die sie nach der Schule zu erledigen hat und du machst den Rest unter der Woche. Jeden Tag ein bisschen, dann stapelt sich die Arbeit nicht und du kannst mit deinem Partner am we noch ein paar Kleinigkeiten erledigen, die du nicht geschafft hast. Gewöhne ihm das ruhig an, denn sonst wird er dir in Zukunft auch nicht helfen. Wehret den Anfängen!

        • (3) 19.12.16 - 06:11

          Vielen Dank für deine Antwort. Ich weiß selber nicht warum ich nicht hinterher komme, aber manchmal wird es einfach zu viel. 5 Zimmer, 2 Bäder, garten, Auto, Einkauf, Weihnachtsgeschenke, Fenster. Es ist einfach viel, ich kann mich nicht dran erinnern wann ich das letzte mal die Ruhe hatte um ein Buch zu lesen.

          K

      Du machst den ganzen Haushalt komplett alleine, trotz Tochter und Partner? Was machen die Beiden denn, während Du das Haus putzt? Es klingt so, als würde weder das Kind noch der Freund ihre Mitarbeit als selbstverständlich ansehen, was ich sehr merkwürdig finde. Ich habe auch eine Wochenendbeziehung und fast das Erste, was mein Partner macht, wenn er am Wochenende herkommt ist, zu schauen, wo er noch mit anpacken kann.

      • (5) 19.12.16 - 06:16

        Nein, nicht komplett. Natürlich helfen die beiden, Tisch abräumen, Geschirrspüler ein und aus, Einkauf. Mein Freund "bedient" mich auch sehr gerne, jocht Kaffe, bringt Wasser, schneidet für mich Apfel.

        Ich war mir nur nicht sicher wie weit ich ihm um Hilfe bitten "dürfte", im Haushalt, der eigentlich nicht seins ist. Deswegen habe ich versucht das ganze in die Woche zu legen was mir einfach über den Kopf wächst...

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    Was fällt bei euch denn jeden Tag im Haushalt inkl. Kochen so an?
    Ich finde jedenfalls nicht, dass dein Partner am WE großartig was im Haushalt machen sollte. Er hat ja noch seinen eigenen und du putzt bestimmt auch nicht sein Bad, oder?

    Kannst du dir keine Putzfrau leisten, die drei oder vier Stunden pro Woche kommt? Und deine Tochter kann in ihrem Alter ja auch schon saugen, Staub wischen etc.

    Meine Mutter hat jahrelang in der gleichen Konstellation gelebt und hatte den Haushalt fertig, wenn mein Vater nach Hause kam, inkl. Gartenarbeit und Hund. Sie hatte aber normale Arbeitszeiten. Du arbeitest ja vielleicht sehr viel oder pendelst lange, weiß ich jetzt nicht.

    • (7) 19.12.16 - 06:20

      Ja, ich arbeite viel und es sind einfach 150 m2. Wir sind vor 10 Monaten eingezogen und 2 Zimmer sind einfach immer noch nicht fertig weil ich nicht dazu komme...
      Ja, eine Putzfrau muss tatsächlich her, ich hab aber das Gefühl, ich brauche vorher noch eine "Grundordnung" die ich im Moment nicht habe.... Dami meine ich zum Beispiel den Vorratsraum, Akten. Ach ich denke einfach ich brauche Urlaub!

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Hallo!

Warum hast Du keine Putzfrau? Alleinerziehend mit Vollzeitarbeit ist das doch ganz verständlich, wenn man die wertvolle Freizeit nicht auch noch mit Putzen verbringen will, und vom Einkommen her müsstest Du es dir doch leisten können. "gemeinsam" am Wochenende putzen ist immer noch putzen.

Hi,

du arbeitest Vollzeit, dein Partner ist unter der Woche nicht da und dein Tochter ist schon 12.....
was habt ihr eigentlich großartig an Arbeit?

Wenn du nicht hinterher kommst, nimm dir eine Putzfrau, bring die Bügelwäsche weg, lass dir die Einkäufe anliefern, mach einen Paln mit deiner Tochter zusammen

Mein Mann ist auch nur fast am Wochenende zu Hause, da habe ichin der Regel alles erledigt. Und außerdem gehen wir dann oft zu Essen, bevor ich stundenlang in der Küche stehe,,,,

lg
lisa

Hallo

Putzhilfe heißt das Zauberwort.#aha

L.G.

(11) 18.12.16 - 17:47

Nicht jede ist so eine Überfrau die "das bisschen Haushalt" mit links erledigt. Selbst als Single mit 45 Quadratmetern habe ich häufig den halben Samstag zum putzen und die andere Hälfte zur Wäsche gebraucht.

Auch ich hatte zu dem Zeitpunkt eine Fernbeziehung, mein Partner war ab Freitagnacht bis Sonntag Abend meistens bei mir.

Am Anfang hab ich noch meistens geschaut dass ich freitags abends so viel wie möglich gemacht bekomme, irgendwann war es, vor allem meiner unorganisiertheit geschuldet, dann doch wieder Samstag.

Ich hab nie um Hilfe gebeten und bekam die Quittung als ich zu ihm zog. Er war nämlich genauso ein Faultier und hat nur das allernötigste gemacht und sich daran gewöhnt. Ihm ist es egal wie schmutzig es ist. Wenn ich putzen will ist das mein Ding.

Also habe ich jetzt einfach für mich einen Haushaltsplan und die Freizeit die ich mir damit schaffe ist auch meine Ding.

Das ist aber ein Konflikt den ich im nachhinein gerne eingegangen wäre bevor wir zusammen gewohnt hatten und ich die Zelte abgebrochen habe. Es belastet mich schon sehr und ist auch nach 10 Jahren noch ein Abtörner.

  • "Es belastet mich schon sehr und ist auch nach 10 Jahren noch ein Abtörner. "

    Aber wieso hältst Du das 10 Jahre aus und hast Dir nicht dann wieder eine eigene Wohnung gesucht? Bei einem bekannten Pärchen hat genau das die Wende gebracht und er hat sich mächtig ins Zeug gelegt, weil er doch wieder mit ihr zusammen wohnen wollte. Er ist zwar sicherlich heute noch kein Putzteufel, aber er hält sich an seine Aufgaben und er weiss genau, sie würde es wieder tun. ;-)

    Mein Freund ist auch so, von Haus aus eher schmutzblind bzw. wird nur das gemacht, was offenkundig nötig ist. Aber wenn wir bei mir sind packt er mit an, genauso, wie ich anpacke, wenn wir bei ihm sind.

Also ich kann dir erzählen, wie das bei uns so läuft.
Ähnliche Situation. 1 ½ Jahre Fernbeziehung über 150 km.
Allerdings habe ich 3 Kinder (4,5 und 13), bin aktuell schwanger und habe einen Teilzeitjob.

Bei „mir“ zuhause erledige ich alle Arbeiten zum Größten Teil alleine. Kochen, Wäsche, Abwasch ect. Allerdings sind meine Kinder schon sehr selbstständig und packen auch selbst mit an. Mein 13-jähriger Sohn trägt mal den Einkauf rauf, oder bringt den Müll runter, die beiden Mädels räumen allein (!) ihr Zimmer auf. Für Sonderaufgaben (Auto saugen o.ä) winkt dann auch mal ein Bonus, in Form von einem Zusatz-Taschengeld – da sind die immer ganz heiß drauf.

Mein Freund wohnt dann Samsatg bis Montag bei uns.
Er erledigt eigentlich alles handwerkliche, was so ansteht, wie Klopfen, Hämmern, Schrauben, Bohren – zu sowas bin ich einfach nicht gemacht :-p

Allerdings würde ich NIE von ihm verlangen, dass er sich auch noch mit am Haushalt beteiligt.
Er arbeitet schließlich auch bis zu 52 Std/Woche, hat seinen eigenen Haushalt und pendelt zwischen 2 Wohnorten. Da will er am Wochenende logischerweise Zeit mit Freundin und Kindern verbringen oder einfach mal ein wenig relaxen. - Abgesehen davon könnte er niemals so gründlich putzen, dass er meinen Anforderungen gerecht werden könnte :-D

Zeit für uns alleine haben wir ohnehin nur, wenn alle Kids im Bett sind und die Zeit genießen wir dann auch! Andernfalls wäre es keine Partnerschaft sondern eine Zweckgemeinschaft.

Wenn du gut verdienst, wäre dann nicht eine Haushaltshilfe eine Lösung?
Lasse mir für die Zeit der Schwangerschaft z.b. auch meine Getränke ins Haus liefern weil ich das einfach nicht schleppen kann und mein Freund ja meist erst nach Ladenschluss kommt.
Für den Kindergarten und die Schule haben wir Eltern Fahrgemeinschaften gebildet, sodass jeder mal morgens alles etwas lockerer angehen kann, weil er nicht extra Umwege fahren muss, bevor man zur Arbeit geht.

Das sind alles kleine Erleichterungen, die schon wieder Luft für was anderes schaffen.

Alleinerziehend ist nicht leicht, aber in anderen Familien fehlt der Vater auch, weil er z.B. beruflich viel unterwegs ist, teilweise tage- oder wochenlang. Alles eine Sache der Organisation und danach kannst du mit stolz sagen: Hab ich alles selbst geschafft!

Alles Gute

  • (14) 19.12.16 - 06:24

    Danke, das Gefühl habe ich auch, er kann dich nicht zu mir zum arbeiten kommen. Schließlich hat er auch sein Job, Haushalt und dazu noch die Fahrten zu mir.

    Meine Tochter macht natürlich auch mit, Geschirrspüler, das Kinderzimmer. Manchmal wird es aber trotzdem sooo viel!

    Gestern habe ich ihm unrigens um Hilfe gebeten, wir haben alle angepackt, gesaugt, geputzt, jetzt geht es mir schon besser!

    X

    (15) 19.12.16 - 07:58

    Darf ich dich fragen wie ihr das finanzielle aufteilt...? Habt ihr da überhaupt eine Reglung....?

    X

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