Finanzielle Probleme

    • (1) 26.01.17 - 19:20

      Hallo,
      Bin neu hier angemeldet und hab direkt ein Anliegen.

      Wir haben bisher keine finanziellen Probleme gehabt, aber aufgrund einer psychischen Erkrankung meinerseits kann ich zurzeit nicht arbeiten, hab meinen derzeitigen Job verloren, es war ein befristeter Vertrag der nicht verlängert worden ist.

      Mein Mann verdient gut, aber unsere drei Kinder verursachen hohe Kosten, insbesondere unser Sohn, der eine Privatschule besucht, die wir selbst bezahlen, eine staatliche Schule ist für ihn auch aufgrund seines Autismus nicht geeignet.

      Verfahren zur Kostenübernahme läuft, sieht aber schlecht aus da wir Fakten geschaffen haben.und das Jugendamt sich übergangen vorkommt.

      Wie können wir die Durststrecke überbrücken, ich werde nie mehr Vollzeit arbeiten können, wenn überhaupt für ein paar Stunden in der Woche, je nach Verlauf.

      Unser Hauskredit läuft aufgrund der niedrigen Zinsen schon mit einer niedrigen monatlichen Belastung.

      Kleidung und Essen für die drei ist das wo ich sparen könnte, Urlaub ist schon gestrichen.

      Die Kinder sind 14, 12 und 7, den beiden Großen hab ich schon erklärt, dass wir uns einschränken müssen, hier gab es schon einen Aufstand weil das neue Handy zu Weihnachten ausfallen musste und jetzt auch noch der Sommerurlaub ausfällt.

      Unsere Kinder sind das nicht gewohnt, zu verzichten.

      Wir müssen echt knapsen.
      Freizeitaktivitäten, die Geld kosten wie Phantasialand o.ä gehen nicht mehr so ohne Weiteres.

      Bisher brauchten wir uns da keinen Kopf zu machen.

      Wo kann ich noch sparen und wieviel Verständnis kann ich von den Kindern erwarten?

      Mein Mann hat auch wenig Verständnis und sagt, dass er enttäuscht von mir ist und nicht mehr weiß, was er noch mit mir will...alles nicht schön.

      Kann mir jemand einen guten Rat geben?

      • Hallo,

        <<<< Kann mir jemand einen guten Rat geben? <<<

        Gesund werden und wieder arbeiten gehen. (eventuell eine Umschulung machen, falls du einen Beruf hast, der auf die Psyche schlägt)

        Was ist den mit Arbeitslosengeld/Krankengeld?

        Wieso wirst du denn nie mehr Vollzeit arbeiten gehen können?!

        Alles ist psychische ist doch behandelbar. Oder nicht?

        • Bei mir steht eine beginnende Demenz im Raum... angefangen hat es mit Depressionen.

          Ich werde nicht mehr arbeiten können.

          Kennt sich jemand mir Erwerbsminderungsrente aus?

          • beginnende Demenz steht im Raum.....

            Was sagt denn dein Neurologe? Die Diagnose ist noch nicht gesichert? Wie sieht denn die Therapie aus?

            Bevor es eine Rente gibt, wird alles versucht, um dich wieder fit und in Arbeit zu bekommen. (Therapien, Reha) Das kann dauern...

            Zu aller erst solltest du dich fragen mit welchem volldeppen du dein Leben teilst.

            Er ist Also enttäuscht und weiß nicht mehr was er mit dir soll!!??

            So geht man also mit seinem Partner um wenn er krank wird.

            Viel viel Kraft!

      (7) 26.01.17 - 19:50

      Ich finde es sehr Empathie los von deinem mann, was er zu dir sagt. Eine psychische Erkrankung sucht man sich ja nicht aus, die kann jeden treffen (Depressionen oder burn Out zum Beispiel). Da sollte Verständnis vom Partner vorhanden sein. Denn davor ist niemand gefeit. Treffen kann es jeden zu jeder Zeit. Ansonsten finde ich, dass ihr euren Kindern einfach Vorleben könnt, dass man auch mit wenig Geld gut auskommen kann. Dinge wie neues Handy oder Ausflüge ins phantasialand sind schon Luxus Güter, die sich eh nicht jeder leisten kann. Es tut auch ein älteres Modell beim smartphone (es muss nicht das s7 für 300 Euro dein sondern ein Vorgänger Modell tut es genauso), statt ins phantasialand gehen Ausflüge ins Spaß Bad, Jahreskarte für den Zoo o.ä. Kleidung muss keine Marke sein sondern c&a und h&m tun es auch. Essen kann man für mehrere Tage im voraus planen und aus Resten tolle Dinge kochen. Was bei euch fehlt ist das Verständnis für normale Dinge, die nicht die Welt kosten. Da kann man ansetzen.

      Hallo!

      Erst mal tut es mir sehr leid. Die Erwerbsminderungsrente bekommst Du, wenn absehbar ist, dass Du dauerhaft nicht mehr als 6 Std. am Tag bzw. nicht mehr als 3 Std. am Tag arbeiten kannst, das sind zwei Stufen. Wirklich viel Geld wird das nicht werden, aber es wird helfen.

      Hier findest Du die Anträge für Erwerbsminderungsrente:

      http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_und_antraege/01_versicherte/02_rente/_DRV_Paket_Rente_Erwerbsminderung.html

      Deine Kinder werden sich an die Situation gewöhnen, und zumindest der Älteste kann ja auch schon selbst ein bisschen was arbeiten, wenn ihr ihm kein großes Taschengeld mehr zahlen könnt und sparen müsst. Für ein halbwegs vernünftiges Smartphone für 120 Euro wird es reichen.

      Dein Mann ist aber auch echt keine große Hilfe, Du hast Dir das ja sicher nicht ausgesucht...

      (9) 26.01.17 - 20:39

      Hi,
      Dein Mann ist wirklich super.........................

      Die Großen Kinder können sich Jobs suchen, in jedem Ort gibt es Rentner, die Hilfe brauchen, da können sie sich Ihre Luxusartikel selbst kaufen, oder halt zu Weihnachten und Geburtstag Geld wünschen.

      Ihr müsst Euch erstmal dran gewöhnen, daß es nicht mehr so geht wie früher, das dauert.

      Bei uns ist es immer schon knapp. Die Jungs wissen das nicht jedes Jahr in Urlaub gefahren werden kann, und bei uns sind es 1.000 Euro pro Urlaub für 4 Personen, am Brombachsee.

      Schreib die Kosten auf. Bezahl nichts mehr mit EC Karte. Nur noch "kontrolliert" mit Einkaufszettel einkaufen gehen. Angebotsblättchen wälzen und danach den Essensplan wählen.

      Die Großen sollten es eigentlich verstehen, setzt Euch nochmal zusammen und redet miteinander.

      Alles Gute!
      Claudia

      (10) 26.01.17 - 22:56

      Dein Mann ist echt fies. Weiß nicht, ob ich mit so jemandem zusammenbleiben würde. Was ist eine Partnerschaft wert, wenn man in schlechten Zeiten keine Rückendeckung bekommt?

      Bekommst du kein Arbeitslosengeld?

      Sparen kann man, wenn man selbst kocht und keine Fertiggerichte kauft, nur noch Drogerie- und Discountereigenmarken nutzt.

      Kauf alles im Angebot und friere es ein, wenn es ein Lebensmittel ist, welches dafür geeignet ist. Sonst kochen und einfrieren. Nudeln, Reis und Kartoffeln kosten sehr wenig. Saisonales Gemüse dazu und du hast ein günstiges Essen, das satt macht. Nicht gerade toll, aber machbar.

      Unterwegs keinen Schnickschnack kauft (ich kaufe ständig Kaffee und so nen schnulli oder hier und da mal ein Brötchen oder Teilchen für die Kids, das geht ins Geld)

      Versicherungen prüfen, Auto verkaufen, falls ihr welche habt und sie nicht dringend benötigt werden.

      Kinder können sehr wohl lernen und wissen, dass das Geld nicht auf Bäumen wächst und es momentan knapp ist, weil du eben nicht mehr arbeitest. Selbst meine Kids, die wesentlich jünger sind, wissen das und können damit umgehen. Uns geht's gut, aber deswegen müssen wir das Geld nicht mit vollen Händen rauswerfen. Erkläre Ihnen, dass ihr sparen müsst, solange nicht klar ist, ob du eu Rente bekommst.

      Es tut mir sehr leid, dass du dich in so ner beschissenen Situation befindest. Ich wünsche dir alles Gute.

      (11) 27.01.17 - 00:01

      Sorry - aber das ist jammern auf hohem Niveau!
      Dein Mann verdient gut; die Hausrate ist niedrig - wo bitte liegt also das Problem? Dass deine Kids künftig keine Markenklamotten mehr bekommen oder das allerallerneuste Handy etwas warten muss? Dass der Urlaub gestrichen ist? Ich krieg bei deinem Gestöhne echt einen dicken Hals.

      Meine Putzfee ist alleinerziehend. Sie hat mehrere Arbeitsstellen, um überhaupt über die Runden zu kommen. Beispielsweise trägt sie ab 4.30 Uhr nachts Zeitungen aus, anschließend macht sie ihren Buben (8 und 6 Jahre) das Frühstück, um dann gleich weiter zu einer ihrer Putzstellen zu fahren. Und weißt du was? Ich habe noch nie gehört, dass sie jammert - noch nie!! Ihre zwei Buben sind wohlerzogen und können sich noch über Kleinigkeiten freuen.

      Oder hast du eine Ahnung, wie es bei uns vielen Rentnern geht, die nach einem langen Arbeitsleben mit einer Mini-Rente auskommen müssen?

      Nein, von mir kriegst du keinen Trost - aber absolut nicht!

      Linda

      • (12) 27.01.17 - 00:32

        hast du ihre Beiträge richtig gelesen ? Jammern auf hohen Niveau wenn eine beginnende Demenzkrankheit im Raum steht weiß du was das heißt ?! Für mich hört sich die Themenstarterin bei Laibe nicht danach an als hätte sie sich diese Situation durch ihre Krankheit ! ausgesucht deine allein erziehende Putzfee die sich mit mehreren Arbeitsstellen über Wasser hält und Zeitungen austrägt schön aber die Themenstarterin hat eine ernst zunehmende Erkrankung . Niemand kann voraussehen wenn er ernsthaft krank wird und auf einmal nicht mehr arbeiten KANN . Für sie ist die Situation neu die Buben der Putzfee kennen vielleicht von Anfang an wenig Extras bedingt durch die finanzielle Situation und sie sind "erst" 6 und 8 Jahre alt die Kinder der Themenstarterin sind aber z. T. schon Teenager das ist etwas anderes von jetzt auf gleich runter fahren zu müssen wenn es vorher nicht so war . Finde ich etwas übel sie macht sich doch schon Gedanken und sucht nach Ansätzen

        Ich finde Deine Antwort unverschämt!
        Vielleicht hast Du ja überlesen, dass die TE von einer Depression (die sicherlich auch kein Kinderspiel ist) gerade in eine vermutete Demenzerkrankung abrutscht und nie wieder voll arbeitsfähig sein wird.
        Noch dazu hat sie einen Ehemann, der sie kalt und rücksichtslos behandelt.
        Unter Jammern auf hohem Niveau stelle ich mir aber wirklich etwas anderes vor!

        <<<Sorry - aber das ist jammern auf hohem Niveau!>>>

        Ich würde Dir ansatzweise zustimmen, wenn es tatsächlich rein um das finanzielle ging, wo jemand der einen gewissen Standard gewöhnt ist sich darüber beschwert, sich nun eben einschränken zu müssen, weil die momentane (!) Situation etwas anders nicht zulässt, es aber sicher bald wieder bergauf geht wenn man nur mal den eigenen Arsch hoch bekommt.

        Dies scheint aber bei der TE nicht so zu sein....zumindest wenn man sich die Mühe macht, auch den Kontext zu lesen, und sich nicht nur geifernd an dem finanziellen Teil festbeisst.

        Ohne Dir Unrecht tun zu wollen gehe ich davon aus (und wünsche es Dir auch von ganzem Herzen, dass Du nie in so eine Lage kommen wirst), dass Du noch nie wirklich psychische Probleme hattest, die weiterführend auch zu einer Dauererkrankung geführt haben, die eben nicht so einfach "wegbehandelt" werden kann, und die für das künftige Leben eine ernsthafte Einschränkung für den beruflichen Werdegang/bzw. die Möglichkeit überhaupt einen auszuüben-, und somit auch für die komplette Lebensqualität führen.

        Wenn dann auch noch der Rückhalt der Familie fehlt.....nein, ich will nicht wissen wie das ist, wirklich alleine da zu stehen, und mir dann auch noch empathielose oder zumindest völlig undurchdachte Vorwürfe von allen möglichen Seiten anhören zu müssen.

        Es spricht für Deine "Putzfrau", dass sie sich durchbeisst, und dabei immer ein Lächeln für alle hat....solche Menschen sind bewundernswert, dennoch vergleichst Du hier Äpfel mit Birnen....besonders als Mensch der sich in einer Position befindet, sich überhaupt eine Putzfee leisten zu können, was ja mittlerweile auch nicht mehr selbstverständlich ist.

        Vom hohen Ross herunter lässt sich vieles belächeln oder vorschnell abfällig bewerten.

        Ich wünsche Dir einen angenehmen und sorgenfreien Tag.
        Tomm

      (17) 27.01.17 - 11:38

      Deine Putzhilfe hat einfach keine gute Ausbildung und deshalb keine vernünftige Stelle. Oder viele Jahre erwerbslos und die Rückkehr in den Job verpasst. Das sind Umstände,die man zum Teil selbst verursacht hat. Die TE hat normal gearbeitet und hat im schlimmsten Fall eine sehr ernste Erkrankung für die sie nichts kann!

(18) 27.01.17 - 06:22

Hallo,

zu kurzfristigen Sparmöglichkeiten wurde ja schon was geschrieben.

Ich würde Euch allerdings dazu raten, auch mittel- und langfristig zu planen. Dass Ihr jetzt eine kleine Rate für den Hauskredit habt, ist erstmal fein. Aber eine kleine Rate bedeutet eben trotz niedriger Zinsen oft eine geringe Tilgung und/oder eine lange Laufzeit. Und irgendwann ist eben mal die Laufzeit dieses Kredites rum, und Ihr habt dann die Summe X, für die Ihr eine Anschlussfinanzierung benötigt. Ob die Zinsen dann immer noch so niedrig sind, weiß man nicht. Also habt im Hinterkopf, dass Ihr irgendwann auch mal höhere Kosten für das Haus haben könntet.

Und ich würde nicht auf Teufel komm raus an den beiden Älteren sparen. Zumindest dann nicht, wenn sie es nicht 100% mittragen, dass der jüngere Bruder zwingend auf die Privatschule muss. Wenn die zwei sich ihr Taschengeld selbst verdienen sollen (wie hier vorgeschlagen), aber der Kleine weiter die Privatschule besucht, dann könnte das zu massivem Neid führen. Ich erkenne an, dass Ihr das Beste wollt für den Jungen, daher finde ich gut, dass Ihr dort nicht sparen wollt. Aber nehmt die beiden Großen mit ins Boot und redet offen darüber, appeliert an die großen Geschwister, damit sie Einschnitte zugunsten des Bruders zumindest hinnehmen.

Was für Ar...lö...er sind dein Mann und deine älteren Kinder!? Sorry, für die harten Worte, aber wie schei.e können Menschen sein?

Mir fehlen echt die Worte.

Wenn eine beginnende Demenz im Raum steht, ist die Diagnose noch nicht gefestigt. Dass du nie wieder arbeiten kannst, ist dementsprechend noch gar nicht sicher.

Ich würde anfangen, indem ich zuerst einen neuen Job suche, evtl in einer anderen Branche. Und indem ich den Egoismus der älteren Kinder angehe.

Die Äusserung deines Mannes ist auch seltsam. Ist er wirklich so herzlos oder kann es sein, dass er meint, du dramatisierst, eben weil die Diagnose noch nicht feststeht und in Wirklichkeit willst du nie wieder arbeiten?

(21) 27.01.17 - 08:37

Es tut mir leid, vor allem auch, dass von Seiten deiner Familie so wenig Unterstützung da ist.

Offensichtlich ist die Tragweite deiner Erkrankung noch nicht allen Familienmitgliedern klar. Gerade die Reaktion deines Mannes ist bitter. Solche Schicksalsschläge können einem als Familie im Idealfall enger zusammenschweissen. Ich hoffe für euch und vor allem für dich, dass ihr das hinbekommt.

Zum finanziellen: was soll man dir raten? Liegt noch Spielraum bei Versichrungen, Abos und ähnlichem drin? Oft haben Privatschulen ja auch einen Sozialfonds der im Notfall einen Teil der Schulkosten abdeckt. Habt ihr das abgeklärt?

Einkaufen nur mit Zettel und Barbetrag. Kreditkarten zu Hause lassen verhindert Spontankäufe.

Dass es den Kindern nicht passt, ist klar, wenn sie bisher nie auf etwas verzichten mussten. Macht nichts, ist vielleicht eine ganz lehrreiche Erfahrung. Sie könnten sich z.B. einen Wochenplatz suchen, der ihnen das Handy finanziert.

lg thyme

(22) 27.01.17 - 09:32

Wenn du nicht arbeiten kannst, dann könntest du Erwerbsminderungsrente beantragen.
Da gibt es verschiedene Formen. Manche Menschen können GAR nicht mehr arbeiten die bekommen, die volle Rente. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass dir bescheinigt wird, dass du nur noch eine bestimmte Stundenanzahl arbeiten kannst, dann bekommst du eine Teilrente.

Ein Versuch ist es allemal Wert.

(23) 27.01.17 - 11:51

Ohje, das tut mir so leid das zu lesen.

Die Diagnose steht aber noch nicht fest, also gibt es noch Hoffnung. Bei einer Freundin meiner Mutter stand auch mal der Verdacht auf Demenz im Raum. Da war die Frau 56. Die Diagnose hat sich nicht bestätigt. Sie litt an einer Nebennierenschwäche, die die Symptome ausgelöst hat. Übrigens kann auch die Schilddrüse auslöser sein. Such dir bitte unbedingt einen guten Endokrinologen und lass deinen Hormonhaushalt untersuchen. Bei der Freundin meiner Mutter wurden damals beim Hausarzt körperliche Ursachen ausgeschlossen. Erst der Endokrinologe stellte die Nebennierenschwäche fest.

Ich wünsche dir alles Gute!

(24) 27.01.17 - 12:45

Vielen lieben Dank für eure Tipps und aufbauenden Worte.

Die Psychiatrie hat verschiedene Tests gemacht, die eine stark eingeschränkte Merkfähigkeit fest gestellt haben, ich verliere mit und mit die Fähigkeit komplexe Zusammenhänge zu erfassen.

So ist das auch auf der Arbeit aufgefallen, ich hab Termine vergessen, konnte keine Meetings mehr organisieren, war desorientiert.

Mein Vatee ist mit 50 an Alzheimer erkrankt, ich muss damit rechnen dass ich es auch habe.
Das MRT zeigte leichte Auffälligkeiten , ich bekomme jetzt aber noch eine Punktion der RückenmarkFlüssigkeit um den Nachweis zu erbringen.

Ich habe studiert und promoviert und meine geistigen Fähigkeiten, komplexes Denken und Handeln sind essentiell für meinen Job.
Wenn ich Pech habe und die Krankheit aggressiv verläuft bin ich bald schon auf Hilfe angewiesen, ich weine nur noch, was wird aus den Kindern?
Mein Mann muss arbeiten und kann nicht wegen mir zu Hause bleiben, das wäre der Supergau.
Ich werde versuchen mir einen einfachen Job zu suchen so lange es noch geht.
Danke Euch.

  • (25) 27.01.17 - 17:30

    Der "Vorteil" in deiner Situation ist, dass ihr die Zeit habt zu planen: Unabhängig vorm Krankheitsverlauf könnt ihr euch auf alle Eventualitäten vorbereiten.

    Mit ein paar Einsparungen bei den Weihnachtsgeschenken ist es ja nicht getan. Ihr braucht Hilfen im Haushalt, mit den Kindern und von Ämtern. Ich weiss nicht, wie es in Deutschland läuft, in der Schweiz wäre die Invalidenversicherung die erste Anlaufstelle dafür. War deine Kündigung überhaupt rechtens?

    Ihr braucht wahrscheinlich auch psychologische Unterstützung. Die Kinder werden verstehen lernen, dass ihr gewohntes Leben in absehbarer Zeit vorbei und das nicht erhaltene Handy zu Weihnacht ein vergleichbar kleines Problem ist. Es wäre gut, wenn ihr Eltern sie auf die mögliche Entwicklung vorbereitet und ihnen reinen Wein einschenkt.

    Dann müsst ihr eure Optionen anschauen: Welche Möglichkeiten gibt es, wer kann mich unterstützen, wo bekomme ich Hilfe, was steht uns zu?

    Alles Gute, thyme

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