Wie Situationen entschärfen?

    • (1) 09.02.17 - 15:27
      radwechsel

      Hallo an die community!

      Ich suche Strategien wie man bei Streitigkeiten verhindern kann dass man sich gegenseitig hoch schaukelt und die Situation eskaliert. Wir (24/28) streiten in letzter Zeit sehr oft über Kleinigkeiten und schaukeln uns dann immer gegenseitig hoch bis kein normales Wort mehr möglich ist. Entweder der andere bekommt ein Wort in den falschen Hals, alle Versuche etwas zu erklären nutzen nichts sondern es will einfach missverstanden sein. So erscheint es mir. Als Folge wird dann ewig nicht gesprochen aber erwartet dass man trotzdem normal weiter den Alltag nach geht. Was wohl ein Irrtum ist. Paarberatung haben wir versucht aber ich habe es abgebrochen da es keinen Sinn machte. Wir haben auch versucht nach einem Tag Pause wieder darüber zu sprechen doch es endete wieder genau so wie am Vortag. Logisch weil auch die Meinung noch die gleiche war. Ein Teufelskreis. Was kann man tun um Konflikte objektiv zu besprechen und nicht emotional über zu kochen? Das fehlt uns leider beiden. Danke

      • << Paarberatung haben wir versucht aber ich habe es abgebrochen da es keinen Sinn machte. >>

        warum nicht? Erkläre das ausführlicher.

        << Was kann man tun um Konflikte objektiv zu besprechen und nicht emotional über zu kochen? >>

        Das sollte man in einer Paarberatung lernen.

        • (3) 09.02.17 - 15:37

          Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Therapeutin neutral war. So macht es meiner Meinung nach keinen Sinn. Wenn die "Schuld" einem Part zugeschoben wird.

          • Sollte die Therapeutin das tatsächlich eindeutig gemacht haben, wäre das unprofessionell.
            Außerdem kann man seinen Eindruck thematisieren.

            Kann es nicht sein, dass du einfach kein Recht bekommen hast?

            Wie viele Stunden waren das ?

            • (5) 09.02.17 - 15:46

              Eindeutig unprofessionell. Ich war 3 Stunden da. Habe good will gezeigt. Doch mehr muss man sich davon nicht geben. Es geht nicht um Recht bekommen oder nicht. Sondern um Lösungen. Leider war die Therapeutin nicht neutral und hat alles was meine Freundin sagt als völlig normal gedeutet und ich müsse mich damit arrangieren. Aha, danke für den Tipp.

              • Mein Ex-Mann hat auch nach der 4. Stunde abgebrochen.
                Vielleicht ging es ihm wie dir.
                Wir hatten allerdings einen Therapeuten.
                Für Lösungen muss man mitmachen ( inklusive eventueller Hausaufgaben ), nicht nur good will zeigen.
                Ich fand die Therapie trotzdem hilfreich.Die Trennung fiel mir noch etwas leichter.

              • Auch wenn du riskierst, dass es vielleicht der Großteil auch als normal ansieht hier, weil mehr Frauen im Forum sind...?
                Verrätst du, was das ist, was nicht normal ist in deinen Augen, in ihren aber schon?

                • Falls die Ironie jetzt nicht direkt erkennbar war...
                  Ich finde es auch nicht wirklich "professionell", der Therapeutin Unfähigkeit oder Parteinahme einfach nur auf Grund ihres Geschlechts zu unterstellen...

      >>>Was kann man tun um Konflikte objektiv zu besprechen und nicht emotional über zu kochen?<<<

      Als erstes mal nicht eine Paartherapie abbrechen. Von nichts kommt nichts.

      Wie wollt ihr das allein schaffen, ohne gute Strategien an die Hand zu bekommen?

      • (10) 09.02.17 - 15:40

        Es gab dort keine Strategien. Es wurde nur einseitig gesagt was ich alles falsch mache. Doch das ist keine Einbahnstraße und es gehören immer zwei dazu die etwas ändern müssen. Ich kam mir vor als sitze ich nur da um mir die Version meiner Freundin noch von einer zweiter Frau anzuhören. Nicht gerade sehr neutral.

        >>>Paarberatung haben wir versucht aber ich habe es abgebrochen da es keinen Sinn machte.<<<

        An dieser Stelle dachte ich mir, dass du ein Mann bist.
        Viele therapiestunden hattest ihr denn? Mehr als eine?
        Da wird eher die Therapeutin der Parteinahme beschuldigt, bevor man den Gedanken zulässt, selber nicht perfekt zu sein.
        Für viele Männer ist allein schon der Gedanke, sich von einer Frau etwas sagen zu lassen, abwegig. Sie hören höchstens auf die weibliche Stimme ihres Navis.

        Strategien können erst dann besprochen, erlernt und angewandt werden, wenn alles raus ist, auf dem Tisch liegt.
        Versucht es doch mal mit einem männlichen Therapeuten.

      Vielleicht hat die Therapeutin ihren Job verfehlt. Es könnte aber auch sein, dass sie recht hat und du der Geisterfahrer bist.

      Übrigens gibt es ja auch Praxen, bei denen ein gemischtes Team therapiert, das ist sicher ausgewogener (aber natürlich auch teurer).

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