Pro Zusammenziehen?

    • (1) 05.08.17 - 11:15
      Inaktiv

      Liebe Schwarmintelligenz,

      könnt ihr jemandem, der völlig unentschlossen ist #schein und einfach ein bisschen Denkfutter/Input für den bevorstehenden Urlaub braucht um das mal in Ruhe und besonnen abzuwägen, paar Pro-Argumente liefern, weswegen man zusammen zieht? Ich habe auf meiner Liste etliche Kontra-Argumente stehen (nein. Fehlende Liebe ist es ganz sicher nicht. Fehlendes Bedürfnis nach Nähe auch nicht; eine Wohnung mit genug Platz wäre bald auch vorhanden, da ich umziehe; es hat bei mir andere Gründe), aber sehr wenig, wo ich für mich denken würde, ach toll, wird gemacht, wie schön, das wird sicher super.

      Oder vielleicht mal anders gefragt: Was findet ihr besonders schön am Zusammenleben mit Partner?
      Ich hab es nun schon eine ganze Weile hinter mir (Ehe), ich bin damals irgendwie nicht auf den Geschmack gekommen.

      LG

      • Hallo!

        Mir ist die gemeinsame Zeit wichtig. Klar ist das nicht immer "Qualitätszeit" sondern ich surfe bei Urbia und mein Mann guckt TV, aber wir sind trotzdem zusammen.

        Auch dass gemeinsame Einschlafen in einem Bett ist mir wichtig, auch wenn ich dank Schichtarbeit auch öfter alleine schlafe.

        Das Bedingungslose füreinander-da-sein, das WIR ist mir wichtig, kein mein und dein. nur unser.

        Aber das liegt sicher auch daran, dass wir da einen guten Weg zusammen gefunden haben. es muss nicht bei jedem Paar so harmonisch sein.

        • (3) 05.08.17 - 11:34

          Hallo,

          danke für die Antwort, das klingt in der Tat sehr angenehm. Wenn wir mal längere Zeit (2, 3 Wochen) am Stück hintereinander verbringen (uns trennen leider paar Kilometerchen), empfinde ich es auch als eher harmonisch und schön und der Abschied fällt dann viel schwerer, als wenn wir uns nur ein Wochenende gesehen haben.
          Hm. Schwierig. Seufz!

          LG

          P.S.: Und es nervt dich persönlich z.B. nie, ständig jemanden um dich zu haben? Freundinnen von mir sind da schon manchmal sehr genervt. Deshalb frage ich die auch nicht, die schrecken mich noch mehr ab.

          • Hallo!

            Naja, es gibt manchmal schon Momente. manchmal will ich auch einfach mal einen Nachmittag alleine sein.

            Aber durch die Schichtarbeit bei ihm und meinen Büro-Arbeitszeiten habe ich auch genug Phasen alleine. Man gluckt ja nicht zwangsläufig immer in jeder freien Minute zusammen, sondern hat weiter alleine Hobbys, das verschafft dem anderen ja auch mal "sturmfreie Bude".

            Man muss eben damit rechnen, den anderen auch mal mit was anderem als Sonntagsstimmung zu erleben, sondern einen Großteil der zeit tragen beide Jogginghosen, man ist auch mal krank, und muss sich in Sachen Hausarbeit arrangieren, aber das ist ja machbar.

            • (5) 05.08.17 - 11:58

              Bezüglich Haushaltsführung mache ich mir noch am wenigsten Gedanken... wir sind beide etwas zwanghaft ordentlich. Aber die anderen Sachen... Kann sein, ich habe auch Sorge, dass irgendwann dann eine gewisse Nachlässigkeit anfängt wieder. Die hat sich für mich damals in der Ehe z.B. nicht gut angefühlt.

              LG!

          Wenn man zusammenzieht heißt das doch nicht automatisch, dass man künftig nur noch aufeinander hockt.

          Jeder sollte doch noch seine eigenen Interessen haben und in einer guten Partnerschaft gesteht man sich normalerweise ja auch gewisse Freiheiten zu.

          Hilfreich wäre vielleicht auch eine Wohnung, die groß genug ist, um Rückzugsmöglichkeiten zu haben.

          Ich finde Zusammenleben prima, weil der ganze logistische Kram wegfällt (wer besucht wann wen wie lange, was muss ich fürs Wochenende alles packen etc.).

          Man kann seine Wochenenden auch mal wieder mit Freunden verplanen (gerade bei einer Fernbeziehung wird die gesamte WE-Planung auf den Partner ausgerichtet).
          Man ist füreinander da, wenn es einem mal schlecht geht. Man hat auch unter der Woche jemanden zum Kuscheln, Reden, Ausgehen, Auf-dem-Sofa-Gammeln, Essen.... ohne sich Gedanken zu machen, dass man spätestens am nächsten Morgen seine Plünnen wieder packen muss.

          • (7) 05.08.17 - 12:37

            Hallo,

            danke für deine Antwort.
            Leider bin ich ein sehr spezieller Mensch der Phasen absoluter Ungeselligkeit im Wechsel mit Remmidemmi hat.
            #rofl Von daher war ich eher oft froh darüber Leuten sagen zu können, sorry, am Wochenende bin ich bei meinem Freund...

            Nichts für Ungut, aber ich musste bisschen darüber lachen, weil das nämlich für mich Spezialfall eher ein Kontra-Argument wäre.

            LG

    Wenn du bei fremden Menschen Argumente "Pro Zusammenziehen" suchst, bist du selber noch weit davon entfernt, dich darauf einzulassen.
    Der Wunsch sollte aus dir kommen.

    Es ist zwar wichtig und richtig, auch mit dem Kopf eine solche Entscheidung zu treffen, aber der Wunsch sollte auch aus dem Bauch kommen und nicht per Pro- und Kontra-Liste entschieden werden.

    • (10) 05.08.17 - 11:50

      Hallo,

      da hast du vollkommen Recht. Ich bin nur leider sehr schwerfällig und kopflastig was solche Entscheidungen angeht besonders dann, wenn da so viel Verantwortung und auch ein gewisses Risiko dran hängt. Da zwinge ich meinen Bauch auch quasi dazu, Ruhe zu geben.

      Nur als Beispiel: Er müsste sich dann nämlich hier in der Region eine Arbeit suchen, er arbeitet seit 20 Jahren aber in der gleichen Firma und was seinen speziellen Bereich angeht, ist diese Region hier eher unterversorgt, was ggf. auf Leiharbeit hinausliefe, was für ein Rückschritt für ihn... und er würde aus seinem Ort wegziehen, wo er seit seiner Geburt lebt und seine ganzen Freunde, seine Familie hat.

      Leider ist die Situation so, wie sie jetzt ist, auch nicht das Wahre. Er fehlt mir immer sehr und umgekehrt.

      LG

Hey :)
Also mir geht es glaube ich ähnlich wie dir, von der ausgangssituation her. Ich war auch verheiratet und habe mich sehr eingeengt gefühlt, hatte nicht das Gefühl mich selbst verwirklichen zu können, war irgendwie nicht frei. Jetzt bin ich in einer neuen Beziehung, auch einer fernbeziehung und eigentlich dachte ich, es ist vielleicht ganz gut, wenn jeder erstmal seine eigene Wohnung hat, weil ich eben auch froh war meinen Freiraum zu haben. Jetzt merke ich aber, wie sehr es mir fehlt, neben meinem Freund einzuschlafen, ohne ihn zu essen oder ohne ihn Filme zu gucken. Ich wünsche mir den Alltag mit ihm zu teilen, nicht nur zeitweise sondern vollständig.

  • (14) 05.08.17 - 11:53

    Hallo,

    "Jetzt merke ich aber, wie sehr es mir fehlt, neben meinem Freund einzuschlafen, ohne ihn zu essen oder ohne ihn Filme zu gucken. Ich wünsche mir den Alltag mit ihm zu teilen, nicht nur zeitweise sondern vollständig"

    Ja! Genau!
    Und auch zu den anderen Punkten: Ja. Das trifft es gut.
    Mal abgesehen davon, dass ich ein komischer Mensch bin der seine komischen Rituale und störfreie Routinen braucht... #rofl

    LG

Als mein Mann und ich uns kennengelernt haben, haben wir auch erst mal gut zwei Jahre nicht zusammen gewohnt. Die Zeit zusammen war schön, aber jeder von uns brauchte noch seine Freiräume, und es war auch schön, sich aufeinander zu freuen.

Aber irgendwann war für uns klar (klingt vielleicht kitschig, aber so war es: Wir wollen eine gemeinsame Zukunft), also auch den Alltag teilen, viel Zeit miteinander verbringen, es sich zusammen schön machen, immer nebeneinander einschlafen und aufwachen ...). Freiräume und Rückzugsmöglichkeiten gibt es natürlich weiterhin, wir hängen uns nicht dauernd auf der Pelle (schon weil wir zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten)

VG

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