Beziehung nach Seitensprung?

    • (1) 09.08.17 - 21:53
      Camden

      Hallo
      Ich fand die Erfahrungsberichte im Thema weiter unten sehr interessant und sehr unterschiedlich. Deshalb will ich jetzt mal direkt alle mit diesem Schicksal ansprechen: wie ging es bei euch weiter? Hierbei ist natürlich klar dass das genau so individuell ist wie die Beziehung und deren Geschichten.
      Ich habe mich nach der Affäre meines Mannes mit schweren Herzen getrennt. Wir haben viel geredet und kamen am Ende gemeinsam zu dem Entschluss. Die eine oder andere Sache war nicht mehr so wie sie sein sollte, vielleicht hätte man dran arbeiten können. Ich weiß es nicht.

      Mein Vertrauen war in die Richtung einfach komplett zerstört und da auch Kinder im Spiel sind & ich das vor ihnen erst recht nicht gekonnt hätte, haben wir uns getrennt. Ich bin schon traurig dass es so kam, wenn ich aber schaue wie es jetzt läuft denke ich es war sicher die richtige Entscheidung. Wir verstehen uns als Menschen und Eltern toll und können den Kindern auch gemeinsam Eltern sein (gemeinsame Ausflüge usw. etc.). Die Kinder sind glücklich.

      Mit einer Art ausgesprochenen,offener Ehe wäre ,und würde, ich persönlich nicht klar kommen.
      Also, wie ist es bei euch?

      Liebe Grüße

      • (2) 09.08.17 - 22:13

        ICH bin diejenige mit einem
        Verhältnis und drücke mich schon lange vor einer Aussprache.

        Mir wäre, ehrlich gesagt, eine offene Beziehung sehr recht. Denn, bis auf den Sex, weiß ich, was ich an meinem Mann habe!
        Der Andere ist nur fürs Bett (oder so :-p), absolut nicht als zukünftiger Partner. Und auch sonst kann ich mir einen anderen Mann an meiner Seite nicht vorstellen.

        • (3) 09.08.17 - 23:45

          Hallo
          Wann hast du vor deinem Mann davon zu erzählen, bzw. willst du das überhaupt? Das habe ich jetzt auch gelesen, das abgemacht wurde nichts zu erzählen.
          Meinst du dein Mann ist generell auch eher wie ich (keine offene Beziehung) oder denkst du er wird negativ drauf reagieren wenn er weiß du hast schon längere etwas mit einem anderen?

          Liebe Grüße

          • (4) 11.08.17 - 21:11

            Tja, dieses "wann" ist eine gute Frage......

            Und wie er dazu steht, kann ich absolut nicht einschätzen.
            Wir haben seit fast 3,5J keinen Sex mehr zusammen. Ich glaube nicht, dass er mit der Situation glücklich ist.

      (5) 09.08.17 - 22:15

      Hallo,

      Wir haben uns auch getrennt und uns scheiden lassen. Das ist jetzt 5 Jahre her. Eine Beziehung war einfach nicht mehr möglich...Das lag aber vor allem daran weil ich mich in meinen "Seitensprung" verliebt habe und ich so keine Ehe mehr führen konnte bzw wollte.

      Es war die beste Entscheidung, ich bereue nichts...Meine Ehe ist zwar gescheitert, aber für unsere Kinder werden wir immer da sein, sie sind das Wichtigste für uns #verliebt!

      Lg

    Die Kinder sind glücklich ....
    Meine Meinung : Trennungskinder sind nicht glücklich Trennungskinder zu sein - niemals, weder mit 3 noch mit 13 noch mit 23.

    Das reden sich nur die Eltern ein um damit umgehen zu können, dass sie gescheitert sind.

    • (8) 09.08.17 - 23:41

      Hallo
      Klar ist es nicht ideal,aber genau so ist es nicht automatisch das ideale Leben wenn die Eltern zusammen sind.
      Ich denke nicht dass mir meine Kinder etwas vorspielen, ebenso rede ich mir nichts ein weil ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte dass ich gescheitert bin :-)

      Liebe Grüße

      (9) 10.08.17 - 08:15

      das sehe ich so nicht
      wenn die Eltern zu Hause leiden und zusammenbleiben der Kinder wegen, dann leiden die Kinder mindestens genauso
      wenn die Eltern sich gut verstehen - ob getrennt oder zusammen - und eventuell noch eine funktionierende Patchworkfamilie entsteht, dann können die Kinder davon sogar profitieren, weil es ein größeres familiäres Umfeld gibt und für verschiedene Probleme verschiedene Anlaufstellen existieren und von mehr unterschiedlichen Leuten gelernt werden kann - und nicht nur bei den Eltern vieles abgeguckt wird...

      • "wenn die Eltern zu Hause leiden und zusammenbleiben der Kinder wegen, dann leiden die Kinder mindestens genauso"

        das höre ich so oft hier bei urbia. kannst du das durch seriöse quellen belegen. oder ist das so ein (bauch)gefühl?

        es gibt zahlreich studien, die das gegenteil behaupten:

        https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugend-psychiatrie/risikofaktoren/trennungscheidung/psychische-folgen/

        http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13496707.html

        http://www.stangl.eu/psychologie/praesentation/scheidung-trennung-auswirkung.shtml

        http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2016-07/kinderarmut-erziehung-alleinerziehend-studie-bertelsmann

        lg, von jemanden, der gottfroh ist, das ihre eltern trotz gelegentlicher dissonanzen zusammen geblieben sind

        • (11) 10.08.17 - 12:58

          ich kann keine Quellen angeben, müsste ich suchen, ist jedoch nicht mein Bereich.
          Aber du sprichst auch von einem ganz anderen Fall: von GELEGENTLICHEN Dissonanzen!

          deinen ersten link habe ich geöffnet und das widerspricht meiner Meinung nicht:

          wenn Eltern die Kinder für ihre Streitereien missbrauchen, die Kinder in Loyalitätskonflikte bringen, dann leiden natürlich die Kinder darunter - auch unter den ewigen Spannungen.
          Da frage ich zurück: was ist denn besser daran, die Spannungen ein Kinder-Leben lang zu leben anstatt sie aufzulösen?

          Ich vermute, deine Eltern hatten nicht diese Dauerspannung, dass klar war, dass sie nie wieder zusammenfinden werden und sich nur in der Wolle haben. Und das ist ein Unterschied!
          Da geht es ja eher darum, ob Eltern zu früh aufgeben oder doch Willens sind, Wege immer wieder zueinander zu finden. Das meine ich aber nicht. Ich meine die Paare, wo keiner mehr ein gutes Haar am anderen lassen kann.

          Du hast meinen Text gar nicht richtig gelesen...

          Ich schrieb über Eltern, die einfach nicht zusammenleben können/wollen, mit anderen Partnern oder getrennt einfach glücklicher sind und die fähig sind, ihre Kinder aus dem Konflikt rauszuhalten...

          nun gut, sei weiter froh...

          • "ich kann keine Quellen angeben, müsste ich suchen, ist jedoch nicht mein Bereich."

            echt schade! hätte mich mal interessiert. ist das also mit den kindern, denen es nach der trennung besser geht, halt so ne meinung, so ein gefühl? wieso behauptest du denn dann sowas, wenn du es nicht belegen kannst? komisch ...

            und was du so über meine eltern vermutest, kennst du sie? so ferndiagnosen ohne jegliches hintergrundwissen sind ja schon recht schwierig. hast du eine ausbildung hierfür?

            und trotz allen spannungen, kinder leiden am meisten, wenn sich die eltern trennen. gewalt ok, dann ist trennung unvermeidbar. übrigens sind kinder robuste als man denkt.

            aber wir werden auf keinen grünen zweig kommen, so zwischen was du "fühlst" und was so in studien rausgekommen ist. tut mir leid, wenn diese nicht deinem weltbild/lebensgefühl entsprechen, ich weiss, das kann schon weh tun.

            lg

            • (13) 10.08.17 - 15:57

              ich zeige dir auf, dass es hier um Unterschiedliches geht:
              - dein Beispiel deiner Familie mit gelegentlichen Dissonanzen (deine Worte)
              und Familien in denen Dauerspannung herrscht (das wird in deinem ersten link geschrieben, wie sehr Kinder darunter leiden - ob das vor, während oder nach der Trennung ist - die Spannung und das Miteinbeziehen der Kinder in den Streitereien der Eltern ist das, worunter die Kinder leiden.
              - dann schreibe ich davon, dass Kinder weniger unter einer fairen Trennung leiden als unter Dauerspannungen der Kinder und du bringst Beweise, die zeigen, dass Kinder unter Trennungen leiden WEIL die Trennung nicht fair abläuft
              ... und du schmeißt anschließend wieder ALLES in einen Topf. Na dann, guten Appetit.

              dann habe ich dir erläutert, unter welchen Bedingungen Kinder sogar von gut funktionierenden Patchworkfamilien profitieren können. Vermutlich findest du in der systemischen Familientherapie Belege dazu. Darauf gehst du gar nicht ein, weil dir die Belege fehlen? Die Begründung war nicht genug?

              Und ein wichtiger Punkt: es gibt einen Unterschied zwischen zeitweiliges Leiden unter einer Trennung oder dauerhaftes Leiden unter Spannungen in der Familie. und ich bin in dem Fall von dauerhaften Spannungen ausgegangen - nicht wie DU SELBST über DEINE FAMILIE geschrieben hast um zeitweilige Dissonanzen. Mit bisschen Verstand ist das nachvollziehbar - auch ohne Belege...

              es geht hier nicht um "mein Gefühl"...

              Ich kann dir auch keine Quellen nennen, aber ich bin so eine Scheidungskind, dass nach der Trennung aufgeatmet hat. Ich war 14, habe damals viel mitbekommen ( obwohl mich keiner bewusst reingezogen hat ) und fand auch, dass mein Vater ein Arsch war, bzw. sich so gegenüber meiner Mutter verhalten hat.

              LG

              (15) 11.08.17 - 15:45

              ... man findet eigentlich ziemlich schnell etwas
              Wenn sich die Eltern scheiden lassen, leiden die Kinder extrem unter der Trennung. Diese Annahme ist weit verbreitet - aber vermutlich falsch.
              https://www.berlin.de/special/familien/3150679-2864562-scheidung-der-eltern-welche-folgen-hat-s.html

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