Ungewollt Kinderlose und ihr Neid... Seite: 3

          • In 30 Jahren bin ich 80.
            Und gefühlt mit angezogener Handbremse gefahren zu sein, kann einen schon fertig machen.
            Diese Zeit gibt mir keiner wieder.

            Boah, dieses Selbstmitleid und die Geringschätzung dessen, dass du (vermutlich gesunde) Kinder bekommen durftest, ist kaum zu ertragen. Hast du die Zeit, die du den Kindern gewidmet hast, denn damit vergeudet? Haben deine Eltern die Zeit, die sie für dich geopfert haben, vergeudet?

            Nach dem das letzte Kind hier ausgezogen ist bin ich bestenfalls 60, schlimmsten falls ü 70.

            Und mit 70 gehört man zum alten Eisen?

            Was bleibt mir dann noch von meinem Rest des Lebens ?
            Nichts mehr denn dann bin ich alt, das bin ich ja jetzt schon.

            Ach ja, alte Menschen sind wertlos?! Ballast? Das ist dann kein Leben mehr wenn man 70+ ist? Dann gibts eben ne Kugel oder einen Strick, was?

            Meine Freundin hat tolle berufliche Erfolge, verdient ne Menge Geld, ist überall auf der Welt unterwegs, hat viele Freunde, kennt interessante, erfolgreiche Leute, bewegt was, hilft anderen ein besseres Leben.zu führen

            Das liegt garantiert nicht (nur) an ihrer Kinderlosigkeit. Wahrscheinlich hat sie im Gegensatz zu dir eine positive Einstellung zum Leben und zu Menschen.

            Und alles was sie statt dessen will ist ein Kind?

            aha, es gibt nur entweder ein langweiliges, sinnloses Leben mit Kindern oder ein erfülltes erfolgreiches Leben ohne Kinder? Das ist dein Denkfehler, und der ist fatal.

            Das muss ich nicht verstehen
            Was habe ich, drei Kinder, und weiter ?
            Wo ist da die Relation?

            Was soll man bei so viel Realitätsverlust noch sagen? Du hast aus all den Antworten bisher noch null komma null dazugelernt. Deine Kinder und dein Mann tun mir sehr leid.

      (52) 01.11.17 - 07:54

      Bei solchen Menschen muss man fast froh sein, dass sie keine Kinder haben. Die Erwartungen an sie könnten die Knirpse im Leben nicht erfüllen.

      Kinder sind nicht der Schlüssel zum Lebensglück. Das das darf man ruhig mal ansprechen. Und man darf auch mal explodieren, wenn die eigene Geduld am Ende ist. Übertriebene Rücksichtsnahme nährt und pflegt den empfundenen Verlust, hilft aber nicht bei der Bewältigung.

      (53) 01.11.17 - 09:39

      Hallo
      wenn deine Schwester so gern Kinder hat,kann sie dir ja auch zur Hilfe gehen und die Kids mal zu sich nehmen über Nacht? Oder deine Freundin. Wie ist das bei euch?

      • (54) 01.11.17 - 10:41

        Meine Kinder sind zwischen 18 und 8.
        Diese Hilfe mit Kindern mal nehmen hab ich nie erwartet, dafür hatte ich Opas und Omas die mir da geholfen haben.
        Die Pubertät ist und war heftig, hier sind Sachen abgelaufen...ohne Worte.
        Und jetzt mit fast 50 steht mit das nochmals bevor.
        Es ist nicht so dass ich mich bei meiner Freundin aus heule dafür habe ich andere Leben.
        Aber sie bekommt ja mit was hier los ist und was sagt sie.?
        Sei froh. Danke, sehr hilfreich, wenn die Polizei gerade deinen Sohn fest genommen hat.
        So was geht gar nicht.
        Ich würde liebend gerne meinen Sohn bei der Polizei abholen, so was haut sie dann raus.
        Wer hat denn hier die Empathie einer Bahnschwelle? ich hab Sorgen und sie wäre froh das alles erleben zu dürfen?
        So ein Blödsinn.

        • (55) 01.11.17 - 11:29

          Nachdem jetzt peu peu solche Details aus Eurer Erziehungsbiographie benannt werden, nötigst Du dem Leser mehr und mehr Differenzierung ab. Und möchtest mehr Verstãndnis für Deine Haltung und Position.

          Es ãndert aber nichts an dem Geschrieben. Wenn jemand sich etwas so sehr wünscht, dass er das Negative und Belastende nicht sehen kann oder will, ist er einfach - aus Deiner Sicht - nicht ernst zu nehmen. Totale Verklärung vs. Brettharte Realität vertrãgt sich nicht.

          Entweder Du schluckst solche Sãtze in Zukunft oder maulst sie eben an. Je nach dem, wo Du meinst, womit Du besser fährst.

          Gute Freundschaften sollten das aushalten.

          Ich sehe nicht den Riesenunterschied zwischen dem Neid der ungewollt kinderlosen auf Dein Leben mit Kindern, und Deinem Neid auf das vermeintlich selbstbestimmte Traumleben Deiner Freundin und in Abstrichen das Deiner Schwester. Von daher verstehe ich die Vehemenz Deiner Verärgerung nicht so ganz. Ihr hättet jeweils gerne das Leben und die Probleme der anderen, aber Deine Haltung ist doch keinen Deut besser, als die Deiner Schwester/Freundin.

        • Du hast null Wertschätzung dafür, dass du Kinder bekommen durftest und null Wertschätzung gegenüber deiner Mutterrolle. Kinder sind Ballast und Sorgen, Muttersein ist wertlose, verschwendete Zeit, in der du deine Selbstverwirklichung, praktisch dein ganzes Leben verpaßt hast.

          Bei dieser Einstellung können Kinder keinen Selbstwert entwickeln. Es würde mich jetzt eher wundern, wenn deine Kinder seelisch gesund herangewachsen wären und du sie nicht bei der Polizei abholen müßtest.

          • (58) 01.11.17 - 12:06

            Bedauerlich, dass die offene Art der TE, ihre momentane Unzufriedenheit über ihre Lebenssituation zum Ausdruck zu bringen, in solch' zweifelhafte und unfreundliche Prognosen über ihre Erziehungsleistung, oder besser, ihr Unvemögen, münden muss.

            • (59) 01.11.17 - 12:18

              Sie ist ja nicht nur momentan unzufrieden, sie schreibt seit Jahren unter unterschiedlichen Blau- und Schwarznicks, wie unglücklich sie mit ihren missratenen Kindern ist. Das erste Post ist meistens noch "normal ", und wenn User drauf anspringen wird es immer extremer.
              Für mich ist das entweder ein Fake oder eine schrecklich bedauernswerte Userin, die langsam mal verstehen könnte, dass ein Forum ihre Probleme nicht lösen kann.

              • Das habe ich mir auch gedacht. Wie unglücklich muss eine Mutter nur sein, dass sie über Monate hinweg hier immer wieder die gleichen Post eröffnen muss, dass sie sie unglücklich mit ihren 3 Kinder ist, dass sie ihr Leben und ihre Karriere zerstört haben. Man erkennt sie sofort an der Schreibweise, egal um welches Thema es gehen soll. Sobald sie anfängt über ihre Kinder und die aufgegebene Freiheit zu sprechen, weiss man direkt dass sie es wieder ist.

                Oder aber sie ist ein Fake die immer und immer wieder aufhetzen will mit Themen um das verpfuschte Leben wenn man Kinder hat.

                So oder so... krank ist es allemal!

            (61) 01.11.17 - 12:32

            Das kann keine momentane Unzufriedenheit sein. Das sind sehr tiefsitzende, langanhaltende Probleme. Ihr ältester Sohn ist 18, ihre Schwester konnte "nur" ein Kind bekommen. Ihre Freundin ist kinderlos, sie ist 50. Die Unzufriedenheit ist vermutlich 1-2 Jahrzehnte andauernd.

            Und da spricht sie von Neid der anderen (in der Überschrift).

            Es ist der blanke Neid der TE auf das gelungene Leben der kinderlosen Freundin, die es trotz Kinderlosigkeit geschafft hat, aus ihrem Leben das Beste zu machen.

            • (62) 01.11.17 - 16:39

              "Es ist der blanke Neid der TE auf das gelungene Leben der kinderlosen Freundin, die es trotz Kinderlosigkeit geschafft hat, aus ihrem Leben das Beste zu machen. "

              Das stimmt wohl nicht. Denn anhand der Äusserungen der Freundin, empfindet die ihr Leben wohl ebenfalls als vergeigt.

              (65) 01.11.17 - 21:24

              Das Gras ist eben oft grüner auf der anderen Seite.

              Es gibt ein schönes italienisches Sprichwort:

              Wer nicht zufrieden ist mit dem was er hat
              Wäre auch nicht zufrieden
              Wenn er das hätte
              Was er nicht hat.

              Da ist sehr viel Wahres dran.

              LG

Ich kann verstehen, dass es dich nervt, wenn du das Gefühl hast, deine Probleme MIT Kindern sind nichts wert. Jeder sollte irgendwie Verständnis für die Situation des anderen aufbringen können. Jetzt kommt das aber: du hast dich aktiv und freiwillig für deine Kinder und das Leben mit ihnen entschieden. Dass das auch stressig ist, ist ja klar. Aber deine Freundin und deine Schwester haben diese freie Entscheidung nicht gehabt. Und das ist doch wohl viel härter zu akzeptieren als stressige Momente mit den Kindern. Vor allem wirst du ja auch viele entschädigende Momente mit ihnen haben. Und das wird deine Freundin z.B. niemals erleben. Meine Schwester hat auch ungewollt keine Kinder, weil es keinen passenden Mann gab. Und sie sagt, das Schlimmste ist, wenn jemand sagt "sei froh, dass du keine Kinder hast."
Du würdest dir doch nie ernsthaft deine Kinder wegwünschen, oder? Deine Freundin würde aber sicher gerne etwas von ihrer Freiheit einbüßen, um ein Kind zu haben.
Fakt aber ist, dass jeder dem anderen Verständnis entgegen bringen muss. Ansonsten werdet ihr nicht mehr lange Freundinnen sein bzw. du kein gutes Verhältnis zu deiner Schwester haben. Ich denke, auf etwas neidisch sein ist okay und menschlich, aber es darf niemals missgünstig sein und in Vorwürfen enden. Das ist eine Abwärtsspirale. Ich würde an deiner Stelle mal in aller Ruhe mit den beiden sprechen und ihnen sagen, wie du dich fühlst. Dass du verstehst, dass es für sie schwer ist, aber dass du auch gerne mentale Unterstützung brauchst, wenn du mal wieder genervt bist. Keine Vorwürfe, einfach über deine Gefühle sprechen. Ich würde mich aber an deiner Stelle auch für deinen unsensiblen Spruch entschuldigen, dass deine Freundin froh sein soll etc. Du weißt doch, dass sie es eben nicht ist und deshalb verstehe ich, dass sie sehr verletzt war

Ungewollt kinderlose sind tatsächlich im Zweifel ihr ganzes Leben lang tief verletzt und sie würden alles dafür tun deinen "stress" zu haben. Es ist natürlich schwierig. Letztlich ist die ungewollt kinderlose auch selber für Ihr Glück verantwortlich, es gibt alternativen zum leiblichen kind wenn man von Herzen gewillt ist sein Leben mit Kindern zu teilen.

Du hast ja in weiteren Beiträgen erzählt, wie frustriert du teilweise bist wegen deinen Kindern. Daran siehst du, dass das Glück, dass man im Leben empfindet, wenig mit äußeren Faktoren zu tun hat.

Du bist nicht glücklich und deine Freundin ist auch nicht glücklich. Es ist nämlich eine Einstellungssache. Und ein Stück weit auch der Charakter, den man hat.

Es gibt Menschen, die haben alles und sind unglücklich. Wie oft bringen sich Stars um. Sie sind berühmt, sehen gut aus, haben Partner und Kinder und haben Geld und man könnte meinen, was fehlt ihnen denn? Und trotzdem sind sie todunglücklich.

Daran siehst du, es ist eine Sache des Charakters. Vielleicht die Gene, vielleicht das, was man erlebt hat. Oder vielleicht auch eine Mischung von beidem. Ist eigentlich auch egal.

Und dann gibt es Leute, die sind arm wie die Kirchenmäuse und sind total zufrieden mit ihrem Leben. Sie sind mit sich im Reinen. Oder Menschen, die vielleicht sogar schwere Schicksalsschläge erlitten haben oder Krankheiten haben, trotzdem sind sie zufrieden und glücklich.

Es ist eine Einstellungssache. Sowohl deine Freundin als auch du, ihr müsst beide an eurer Einstellung arbeiten.

Ihr müsst beide lernen euer Leben so anzunehmen wie es ist. Das, was man nicht ändern kann, muss man akzeptieren und annehmen. Das, was du ändern kannst, das solltest du auch ändern.

Und dann einfach das Leben genießen, die kleinen Dinge schätzen, dankbar sein. Das sind Dinge, die kann man auch ein wenig lernen.

Oder aber man muss sich ehrlich eingestehen, dass man vom Charakter her ein Typ ist, der niemals zufrieden sein wird. Solche Leute gibt es auch. Wenn Du so jemand bist, dann nimm Dich selbst so an und nimm es mit Humor.

Ich habe erst spät ein Kind bekommen. Meine Zufriedenheit ist so wie zu der Zeit ohne Kind. Sie ist unabhängig von meinem Kind. Ich bin zufrieden und glücklich wenn ich Dinge tue, die mir Spaß machen. Allgemein bin ich vom Charakter her ein gut gelaunter Mensch. Das war ohne Kind so und das ist jetzt mit Kind so. Das Lebensglück hängt also nicht unbedingt vom Kind ab.

Natürlich gibt es Momente im Leben, da ist man überfordert oder traurig oder gestresst oder sonst irgendetwas. Aber das Gefühl, das muss man einfach mal einordnen.

Ich bin doch nicht mein Gefühl. Ich bestehe doch aus mehr als aus dem Gefühl in dem Moment.

Es gibt Leute, die steigern sich zu sehr hinein. Und dann gibt es Leute, die können mit ihren Gefühlen viel besser umgehen. Sie lassen sich von ihren Gefühlen nicht zu Boden reißen. Sie wissen, es kommen auch wieder andere Tage im Leben. Das ist die Kunst des Lebens.

Es gibt Leute, die können ein negatives Gefühl aushalten und dann trotzdem z.B. einen Spaziergang im Wald machen und sich über die Natur freuen.

Das jetzt mal nur so als Beispiel. Man kann total übermüdet und gestresst und traurig wegen seinem Kind sein und dann aber eine schöne positive Kleinigkeit sehen und dann wieder sich beruhigen.

Oder man kann zu Tode verzweifelt sein wegen eines unerfüllten Kinderwunschs und dann trotzdem einen sehr schönen Sonnenuntergang genießen. Jetzt auch mal nur so als Beispiel.

Das ist die Kunst des Zufriedenseins.

(69) 01.11.17 - 21:43

Finde es ja persönlich etwas heftig, deine Sichtweise.

Ich denke nicht das es wirklich Neid ist. Beide hatten nicht die Chance zu wählen. Leider lässt sich manches einfach nicht beeinflussen, aber du solltest dennoch versuchen etwas mehr Verständnis aufzubringen, für beide.

Sie können dich nicht ganz verstehen, denn sie sind beide in anderen Situationen und wünschen sich was du hast.
Du kannst sie nicht ganz verstehen, denn du hast was sie wollen, findest aber sie sollten sich freuen mehr Freizeit zu haben und weniger Stress.

Ihr solltet darüber reden, es zumindest versuchen, denn ob das klappt oder wie es ausgeht, steht in den Sternen.
Viel Glück und versuch zu verstehen.

Ich finde das Verhalten deiner Freundin an der Grenze zum Krankhaften. Ja, es ist traurig, wenn man keine Kinder bekommen kann, obwohl man welche wollte, aber das ist auch etwas, das man verarbeiten kann und muss und das einen nicht noch Jahre später die Tränen in die Augen treiben sollte.

Es gibt viele Menschen, die keine Kinder haben, obwohl sie gerne welche gehabt hätten. Die meisten übrigens, weil sie einfach keinen Partner gefunden haben. Andere haben hingegen Kinder, obwohl sie besser keine hätten. Das ist das Leben, das ist nicht immer gerecht.

Wir kennen ein anderes Phänomen: Wir wollten nie Kinder, und müssen uns, sobald wir mal wagen, etwas zum schlechten Benehmen von Kindern in der Verwandtschaft sagen, anhören, dass wir ja nur neidisch sind. Auch das ist ermüdend.

Leider sind die wenigsten Menschen imstande, sich unterschiedliche Lebensentwürfte vorzustellen, nicht, dass sie selbst auch ohne Kinder glücklich sein können, nicht dass andere das können.

Engstirnigkeit sorgt da für viel unnötiges Leid.

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