Oma mit Anfang 40, so unvorstellbar?

    • (1) 04.03.18 - 15:08
      Nicht normal

      Hallo,
      Bin 46, mein Mann 49 und wir sind vor 4 Jahren Großeltern geworden.:-)
      Überall werden wir für die Eltern gehalten, ist es so unvorstellbar, dass man mit Mitte 40 schon Oma und Opa ist?
      Ich höre schon mal, dass Eltern für Großeltern gehalten werden und sich darüber ärgern, umgekehrt ist es auch nicht besser.
      Ist es mittlerweile normal mit über 40 noch Kinder zu bekommen, aber nicht, dass man jung Eltern wird und dadurch in dem Alter schon locker Enkel hat?
      Man muss doch nur mal ein wenig überlegen, wenn eine Frau mit Anfang /Mitte 20 Mutter wird, was ja genauso möglich ist, wie Mütter mit 40, dann ist es doch eine simple Rechenaufgabe dass sie dann mit Anfang 40 auch Oma sein kann.
      Meine Mutter ist 69 und mit 65 Uroma geworden, wenn meine Enkelin.auch mit 20 Mutter wird, könnte sie mit 85 noch Ururoma werden und ich mit 62 Uroma.;-)
      Ist es gesellschaftlich heute eher akzeptiert, spät Mutter zu werden und junge Mütter sind exotisch?
      Hab ich da was verpasst? Ich hab den Eindruck, dass späte Mütter “in“ sind, während junge Frauen eher komisch angeschaut werden, wenn sie sich früh für Kinder entscheiden, was ja biologisch gesehen durchaus sinnvoll ist und viele künstliche Befruchtungen aufgrund nachlassenden Fruchtbarkeit überflüssig machen würde.
      In meinem Umfeld sind einige in meinem Alter, die schon Großeltern sind.
      So ungewöhnlich ist es doch nun nicht.
      Habt ihr damit Erfahrungen?
      Gibt es hier andere junge Großeltern und wie seht ihr das?

      • (2) 04.03.18 - 15:33

        Jeder so wie er mag, oder?

        Bei sehr jungen Müttern denke ich nur immer, dass hier das klassische Rollenmodell gelebt wird: Sie ist, womöglich auch noch ohne abgeschlossene Ausbildung, für Kind und Haushalt zuständig, während der Mann das Geld verdient. Damit gibt man sich aber als Frau in eine Abhängigkeit, die ich tatsächlich anachronistisch finde.

        Außerdem hat man sich, etwas älter, vielleicht schon besser gefunden (gut, einige suchen sich auch mit 40 noch oder wieder). Mit 20 ist man zwar biologisch kein Kind mehr, aber in unserer heutigen Gesellschaft hat man nun in der Regel auch nicht viel Chancen gehabt, viel Erfahrungen als Erwachsene zu sammeln.

        Die 20jährigen, die ich kenne, wirken häufig noch sehr unreif. Den gönne ich von Herzen noch ein paar Jahre ohne die Verantwortung für ein Kind tragen zu müssen.

        Das alles heißt nicht, dass ich ausschließe, dass junge Mütter tolle Mütter sein können. Das sind nur so die Gedanken, die mir durch den Kopf gehen, wenn ich so junge Mütter sehe.

        • (3) 04.03.18 - 15:48

          Ich war auch Anfang 20 als ich meine Tochter bekommen habe. Man wächst mit seinen Aufgaben . Und auch mit 30, 40 kann man in die klassische Rollenverteilung rutschen . Ist eine Einstellungssache. Im übrigen haben mein Partner und ich gearbeitet und uns den Haushalt geteilt.

          An die TE . Meine Mutter war demzufolge mit 43 auch Oma und fand und findet es immer noch toll

          (4) 04.03.18 - 20:29

          Nun ja, ich habe eher den Eindruck, dass gerade viele Frauen mit Anfang 30 sich bewusst in diese Abhängigkeit begeben, haben ein paar Jahre gearbeitet und das wars.
          Letzten Endes ist es ja auch keine Frage des Alters sondern der Einstellung und des Anspruches.
          Da wird häufig von den meisten Frauen, egal welchen Alters, erst mal Elternzeit genommen und danach nur noch in Teilzeit gearbeitet.
          Ich habe meine Kinder im Studium bekommen, hab ohne Unterbrechung weiter studiert, und als mein zweites Kind 4 Monate war, hatte ich mein Diplom in der Tasche und stand Vollzeit im Job und musste meine berufliche Laufbahn auch nicht mehr unterbrechen wegen der Familienplanung bzw.mein Mann.
          Ich musste keine beruflichen Nachteile in Kauf nehmen, durch Erziehungszeiten, mein Mann auch nicht.
          D.h ich arbeite seit 21 Jahren ohne Unterbrechung Vollzeit und habe immer sehr gut verdient, gerade wenn man jung Kinder bekommt, ist das doch durchaus vorteilhaft in Bezug auf die spätere Berufstätigkeit.
          Meine Mutter und mein Vater haben mich auch im Studium bekommen und beide immer gearbeitet und was erreicht, meine Mutter war nie abhängig, hat immer ein eigenes Ingenieur Büro gehabt.
          Meine Tochter hat es genauso gemacht und steht jetzt im Beruf ohne Teilzeit arbeiten zu wollen oder in Elternzeit zu gehen. Sie ist Informatikerin bzw Mathematikerin wie ich und kann sich ihre Stellen aussuchen und kann entsprechend Gehalt verlangen, da kommt ihr Mann als Assistenzarzt nicht mit.
          Sie wird die Vorteile gegenüber Kollegen, die jetzt erst Kinder bekommen, sicher nutzen um vorwärts zu kommen und sich gute Projekte zu sichern.
          Meine Schwester ist eine von den anachronistisch Teilzeit arbeitenden Frauen, hat mit 30 ihr Kind bekommen und seitdem keine beruflichen Ziele mehr.
          Und das trotz Studium und super Stelle vor dem Kind.
          Sie ist tatsächlich abhängig von ihrem Mann und zwar völlig freiwillig und völlig unnötig.

        • (5) 04.03.18 - 23:53

          Diese Meinung vermittelt die Gesellschaft. Ich wurde mit 22 zum ersten Mal Mutter. Geplant. Ich hatte Abitur, eine abgeschlossene Ausbildung und stand im Berufsleben. Ich war zu dem Zeitpunkt auch schon verheiratet. Ich wollte immer 3 Kinder und möglichst unter 30. Jetzt bin ich Ende 30, habe 3 Kinder und die aus dem gröbsten draußen. Während die Kinder klein waren habe ich noch studiert und hatte mit Mitte 30 meine Kinder in dem Alter, dass ich beruflich durchstarten könnte. Während andere mit Mitte 30 anfangen Kinder zu bekommen, es wegen mangelnder Fruchtbarkeit nur bei einem bleibt und sie dann wegen des Alters schwer wieder in den Beruf finden, kann ich jetzt durchstarten und bin in den besten Jahren. Die Kinder sind selbständig. Ich muss mir keine Gedanken um Ferienbetreuung, Kinder-Krank-Tage oder Kita-Schließzeiten machen. Nicht jede junge Mutter wird ungeplant schwanger und endet als Heimchen am Herd. Es gibt auch welche, und davon bestimmt einige, die dies gut durchdacht haben.

          • (6) 05.03.18 - 08:49

            Solche Ausnahmen habe ich ja auch nie ausgeschlossen und wenn es für eine junge Frau passt, soll sie tun, was sie meint. Es hat sicherlich auch Vorteile.

            Ich habe nur mein Leben in den 20ern sehr genossen, Wein, Mann und Gesang gehuldigt und nebenbei Berufserfahrung gesammelt, so dass ich nach der Elternzeit wieder auf das Standing zurückgreifen konnte, dass ich mir schon vorher erarbeitet habe. Für MICH wäre es fatal gewesen, früher ein Kind zu bekommen als mit Mitte 30, weil ich noch zu viele Hummeln im Hintern hatte.

      junge Frauen eher komisch angeschaut werden, wenn sie sich früh für Kinder entscheiden, was ja biologisch gesehen durchaus sinnvoll ist und viele künstliche Befruchtungen aufgrund nachlassenden Fruchtbarkeit überflüssig machen würde.

      Hast du dafür eine gesicherte wissenschaftliche Quelle?

      (8) 04.03.18 - 16:09

      Hallo!

      Meine Mutter war Anfang 20 als sie mich bekam und ich bekam ebenfalls das erste Kind mit Anfang 20. Sie fand es schlimm mit Anfang 40 Oma zu werden. Meine Oma wäre auch mit Mitte 40 Oma geworden, wäre sie nicht ein Jahr vorher verstorben.

      Hier in der Stadt sind die meisten Ü35 beim ersten Kind und tatsächlich wurde ich bei den ersten beiden sehr seltsam angesehen. Ich war das absolute Küken unter den anderen.

      Ich hatte tatsächlich das Studium nicht abgeschlossen. Nun im November beginne ich das Ref und bin nicht sooo viel älter als andere Referendare. Ich habe allerdings den Vorteil, dass die Familienplanung abgeschlossen ist...

      Alles Gute

      Hi,

      kommt sich auf den Lebenslauf an...wenn man lange in der Schule ist, Abi macht und studiert, dann möchte man ja auch im Beruf Fuß fassen....dann kann es schon bis Mitte 30 dauern. Zumal ja auch noch der geeignete Partner gefunden werden muss.
      Ich habe Abi gemacht, 3 Jahre studiert und 4 Jahre in meinem Beruf gearbeitet, bevor ich zum ersten Mal Mutter wurde. Da war ich 27 und mit Abstand die jüngste Mutter in meinem Umfeld und die erste Mutter in meinem Bekanntenkreis.
      Da sind die meisten erst mit 30 + schwanger geworden.

      lg

      Das ist doch jedem selbst überlassen, oder? Allerdings, wenn ich hier im Forum quer lese und ich permanent auf Bienchen, Bauchiiis, Vieren etc. treffe, bin ich mir bei den meisten nicht sicher, ob sie wirklich der Aufgabe "Muttersein" gewachsen sind.

    Weiss gar nicht, was du meinst...

(24) 04.03.18 - 16:46

Das hat aber eher nichts mit dem Alter zu tun....

Hallo
Ich wurde sehr jung Mutter und dann mit Mitte 30 nochmal. Etwa zeitgleich wurde ein Mädel aus dem Jahrgang meiner ältesten Mutter. Ich kenne ihre Mutter, sie ist ein paar Jahre älter als ich, und fand es dann schon irgendwie komisch als sie voll in ihrer Rolle aufging und fragte wann es denn bei meiner Tochter soweit wäre. Der Fakt dass ich selbst wieder kleine Kinder im Haus hatte, hatte sicher etwas damit zutun. Aber auch generell fände ich den Gedanken jetzt Großmutter zu sein/werden wirklich gewöhnungsbedürftig. Ich bin sicher einfach etwas von dem Bild der Bilderbuch Oma geprägt und weiß ja wie es für meine Mutter war jung zur Großmutter zu werden. Wobei jung oder unter 18 & in der Schule da sicher auch einen Unterschied macht ;-)
Mein Mutter wurde übrigens nun auch schon öfters für die Mutter von mir UND meinen Kindern gehalten. Auch nach dem Motto „schön dass sie sich so spät noch getraut haben“. Naja, es muss jeder wissen wie und wann er Kinder bekommt.
Je jünger, desto höher ist natürlich die Chance jung Großmutter zu werden insofern das Kind Kinder will.

LG

Top Diskussionen anzeigen