Kontaktabbruch der Mutter

    • (1) 10.03.18 - 11:57
      Inaktiv

      ich möchte in dem Fall zwingend anonym bleiben, deshalb hier.

      Ich habe Mist gebaut. Finanziellen, grossen Mist, garniert mit ein paar Lügen. Keine Boshaftigkeit, sondern Überforderung, Vogel-Strauss-Taktik.
      Gestern hat es mein Mann rausgefunden und hat mir wider Erwarten nicht den Kopf abgerissen. Enttäuscht, traurig, fix und fertig - aber er hat begonnen, mit mir tabula rasa zu machen und versucht nun die Scherben irgendwie aufzulesen. Als erstes bei beiden Müttern beichten, die mit drin hängen, aber beide wohl mit einem blauen Auge wieder raus kommen. Meine war relativ gefasst, nach dem ersten Schock und Schimpfen... das Verhältnis ist nicht rosig, aber das kriegen wir irgendwie wieder hin, zumindest so, dass man sich in die Augen schauen kann.
      Seine Mutter... hat ihm erklärt, er hört vom Anwalt, sie will ihn nie wieder sehen/hören/reden, er hätte sich ja vorher schon X verschiedene, unverzeihliche Dinge geleistet (z.B. nicht zu ihr ans Krankenbett eilen, weil er selbst nach einem Unfall mit gebrochenen Knochen an selbiges gebunden war) und auch wenn wir mehrmals versucht haben ihr zu erklären, dass das meine Schuld ist (und es wäre in der Tat nie seine Art so zu handeln, wie ich es getan habe) hat sie nicht gehört - er wäre ja schon immer eine Enttäuschung gewesen - um mal die sehr nette Version zu nehmen.

      Zu den finanziellen Sorgen... der blanke Hass, lang aufgestaut mit vielen scheinheiligen Argumenten der letzten Jahre, der meinem Mann da gestern entgegen geschleudert wurde, hat ihn völlig fertig gemacht.
      Das Verhältnis der beiden war nie prall... sie war alleinerziehend mit schlechtem Männergeschmack, hat ihn mit 16 rausgeschmissen, weil sie sich eine Immobilie gekauft hat, wo für ein Kinderzimmer kein Platz mehr war, er war deswegen auch nie ein Mama-Kind oder besonders familienaffin.

      Mich interessiert eure Erfahrung/Meinung... renkt sich sowas nochmal ein? Kann man "den grössten Fehler meines Lebens" und andere Sprüche vergessen und irgendwann nochmal an einem Tisch sitzen? Kann man sich als Mutter nochmal als selbige fühlen, wenn man solche Sprüche gegenüber dem Kind gebracht hat?

      Dass ich am Auslöser schuld bin, daran besteht kein Zweifel.... aber meinen Mann haben die Worte seiner Mutter gestern so richtig getroffen, mehr als das Geld.

      • (2) 10.03.18 - 12:09

        Wenn du das so vage beschreibst, kann ich das nicht beantworten.

        Es gibt Fehler, die kann man vergeben. Es gibt welche, für die braucht man viel Zeit und Vertrauensarbeit, um es vielleicht wieder einzurenken. Und es gibt welche, bei denen geht nichts mehr.

        Zu welcher Kategorie deiner gehört, kann ich nicht beurteilen. Zumal da auf Seiten seiner Mutter noch andere Aspekte mit rein spielen.

        LG

        • Ehrlich gesagt finde ich nicht, dass mehr Infos nötig sind. Ausser man braucht es um sich dran hoch zu ziehen.

          Die Infos reichen doch aus. Sie hat finanziell richtig scheiße gebaut und die Mütter mit rein gezogen. Mehr muss man nicht wissen. Seine Mutter hat das als Auslöser genutzt ihren seit Jahren angestauten Frust abzulassen.

          • (4) 10.03.18 - 20:17

            Also, geliehenes Geld verzockt und nicht in der Lage zurück zu zahlen, wäre dumm, aber verzeihbar.

            Geld geklaut oder auf den Namen Bestellungen gemacht wäre kriminell und nicht verzeihbar.

            Für mich.

            Meine Antwort an die TE wäre also je nach "Vergehen" anders. Da ich keine Glaskugel habe, bleibt es dabei, ganz ohne sensationsgeil zu sein: Ohne ein bißchen mehr Details kann man m. E. keine sinnvollen Ratschläge geben.

            LG

            • Aber genau darum geht es ja gar nicht.

              • (6) 10.03.18 - 20:46

                Zitat aus dem Ursprungstext:
                "Mich interessiert eure Erfahrung/Meinung... renkt sich sowas nochmal ein? Kann man "den grössten Fehler meines Lebens" und andere Sprüche vergessen und irgendwann nochmal an einem Tisch sitzen? Kann man sich als Mutter nochmal als selbige fühlen, wenn man solche Sprüche gegenüber dem Kind gebracht hat?"

                Ob man sich an einen Tisch setzen kann hängt für mich von der "Schwere des Vergehens" ab. Ob das Vergehen eher das Geld oder den Umgang/Missbrauch meiner Person (wegen Geld) betrifft.
                Zumal hier, und das schrieb ich in meiner ersten Antwort auch schon, noch abgesehen von diesem Fehler noch ein weiterer Aspekt rein spielt (der generelle Konflikt mit dem Sohn).

                Wenn jemand meinen Angehörigen überfährt, weil dieser zB unbeleuchtet Rad gefahren ist und der Fahrer ihn nicht gesehen hat, kann ich verzeihen.
                Wenn jemand meinen Angehörigen überfährt, der bei grün über die Ampel geht und der Typ hat sich ein Rennen geliefert und ist bei rot über seine Ampel gefahren, kann ich ihm nicht verzeihen.
                Da ist für mich nicht tot = tot sondern die Umstände spielen eine sehr wesentliche Rolle, wie ich mit dem Fakt weiterlebe.

                LG

                • Bei der Hintergrundgeschichte spielt das keine Rolle und war in meinen Augen nur ein willkommener Anlass für die Mutter...

                  (8) 10.03.18 - 22:30

                  Nein, in unserem Fall war es ja so, dass ich den Angehörigen überfahren habe (aus Unachtsamkeit und mangelnder Kenntnis des Autos) und sie dafür den überfahrenen Angehörigen zur Sau gemacht hat, nicht mich. Und zwar, weil er schon immer ein Arsch war und unverzeihliches getan hat.

                  In meinem Fall: ein Immobilienbau, beide Mütter haben einen Teil gebürgt und ich habe es nicht geschafft, mich bei den Bauleuten durchzusetzen wo ich im Recht gewesen wäre und habe auch meinem Mann nichts gesagt, weil ich es irgendwie alleine schaffen wollte, nun sind Widerspruchsfristen abgelaufen. Das wird jetzt mit Sicherheit teurer, aber das Haus wird deshalb nicht abgerissen werden müssen, es ist nicht wertlos und wir sind nicht überschuldet, sofern mein Mann das jetzt in die Hand nimmt und so handelt, wie ihm von einem versierten Freund und Baurechtsanwalt geraten wurde.
                  SchwiMu hat uns nicht mal zu gehört, sie will sofort ihre Bürgschaft zurück ziehen, womit unser Kredit platzt und am Ende würden wir da mit Verlust rausgehen, der dann auch sie betreffen würde.

                  • (9) 10.03.18 - 23:10

                    Dein Mann ist also das beste Beispiel dafür, dass Söhne aus einer kaputten Mutterbeziehung sich eine ebensolche Frau suchen:

                    Ihn die Scheiße reiten und für nichts die Verantwortung übernehmen wollen.

                    Ich hoffe, ER findet seinen Weg raus. Weg von euch BEIDEN.

                    (10) 10.03.18 - 23:15

                    Eine Mutter, die für seinen Sohn mit Schwiegertochter eine Bürgschaft eingeht, damit diese einen günstigen Baukredit bekommen ist nicht doch nicht die allerschlechteste. Ich weiß nicht, ob ich das für meine (künftigen) Schwiegertöchter/-söhne tun würde. Es hängt so viel dran, wenn man bürgt.

                    Sie hat jetzt Angst ums Geld, um die Existenz und hat panikartig reagiert. In dem Moment wo man unter Angst und Panikgedanken steht, kann man nicht rational denken.

                    Insofern wird sie wieder rational denken können, sobald sie sich beruhigt hat.

                    (11) 10.03.18 - 23:35

                    Danke. Das fällt für mich unter Schaden aus Dummheit und nicht Schaden wegen krimineller Handlungen.
                    Es ist natürlich schon gewichtig, aber möglicherweise nachdem der Schaden begrenzt und etwas Gras gewachsen und ernst gemeinte entschuldigende Worte gefallen sind möglich, sich wieder anzunähern. Wenn der Konflikt zwischen Mutter und Sohn nicht generell dazwischen steht.

                    LG

                    (12) 11.03.18 - 08:38

                    deine schwiegermutter hat mit sicherheit geile schaflose nächte wegen dir. hat panik und angst um ihre existenz.

                    deinem mann geht es jetzt noch zusätzlich mega beschissen, weil seine mutter in ihrer wut sachen rausgehauen hat, die sie vielleicht nichtmal so meinte.
                    und du hast nichts besseres zu tun, als deine schwiegermutter wie den letzten drachen und die beschissenste mutter auf erden hinzustellen .
                    btw. was hat denn zum beispiel ihr angeblicher schlechter männergeschmack, den du erwähnen musst, mit dieser ganzen situation zu tun?

                    aber hauptsache jetzt schön in der scheiße rühren, für die niemand außer du, was kann.

                    warum hat eigebtlich dein mann seine mutter angerufen? warum bist DU nicht hingefahren und hast dich entschuldigt und erklärt?
                    du hast wohl keine ahnung was eine bürgschaft bedeutet, und trittst solch eine verantwortung auch noch mit füßen.

      (13) 10.03.18 - 12:53

      Um was geht es? Ich kann mit den Infos irgendwie nicht wirklich was anfangen.

      (14) 10.03.18 - 14:05

      Die Frage ist, ob Dein Mann nicht ohne so eine Mutter besser dran wäre. Das sollte er doch mal für sich klären, denn es klingt tatsächlich so, als hätte er keinen wertvollen Menschen verloren.

      Und nur ein Kind zu gebären macht einen nicht zur Mutter, die man lebenslang ehren muss.

      (15) 10.03.18 - 16:29

      Weißt du, Wut und Traurigkeit sind Zwillinge. Bei der Schwiegermutter hat sich die Traurigkeit in Wut geäußert, und das gab einen Ausbruch. Es ist aus meiner Sicht natürlich verständlich, dass man Gefühle von Wut haben kann, wenn die Schwiegertochter ihre Familie finanziell ruiniert.

      Es kann sich einrenken, wenn du weniger auf ihre als mehr auf deine Fehler schaust und konstruktiv an der Aufarbeitung und Lösung mitwirkst. Das wäre jetzt m.E. wichtiger als auf den Mutter-Sohn-Konflikt zu starren.

      Vielleicht hilft euch auch eine Familientherapie. Und du solltest dich fragen, was bei dir an Veränderung (auch psychisch) nötig ist, dass du im Umgang mit Geld verläßlich und treu und auch wahrheitsgemäß handeln kannst. Ein Ehepartner, der die Finanzen ruiniert ist eine sehr große Belastung für die Ehe. Die dazugehörigen Lügen und Tricksereien sind ein großer Vertrauensbruch deinem Mann gegenüber.

    (17) 10.03.18 - 18:00

    Hallo!

    Wie war es denn bisher mit der Schwiegermutter?

    Ich meine, sie hat deinem Mann schon sehr oft weh getan. Hat ihn als Teenager raus geworfen, hat seine Kindheit durch eine lange Reihe unmöglicher "Stiefpapas" auf ihn losgelassen, nie besonders viel Empathie gezeigt, war immer egoistisch...

    Hat dieser Kontakt deinem Mann wirklich GUT getan, oder ihn sowieso oft traurig gemacht?

    Eigentlich hätte dein Mann ja schon alle Gründe, den Kontakt zu seiner furchtbaren Mutter abzubrechen. Er hatte wohl einfach nur noch nicht die Kraft dazu, aber sorry, eine liebevolle Bindung war das doch noch nie, oder?

    Manchmal geht es einem viel besser, wenn man einen Kontakt der mehr Kraft nimmt, statt sie einem zu geben, endlich abbricht, statt ewig zu hoffen, dass ein Wunder geschieht und die Mutter einen irgendwann doch noch liebt. Ich glaube nicht, dass dein Mann jemals eine echte Chance auf Mutterliebe hatte. bei der Vorgeschichte wohl nicht. Auch wenn es weh tut.

    • (18) 10.03.18 - 19:04

      Er hat den Kontakt öfter von sich weggeschhoben, wenn dann war es oberflächlich... wenn sie was brauchte, war er immer da, aber alles nicht notwendige hat er versucht zu vermeiden. Wenn sie hier zu Besuch war, ist es immer irgendwie eskaliert... sie hängt etwas zu sehr am Alkohol und das wurde dann spätestens abends so oder so zum Problem. Trotzdem ist es seine Mutter... und ihre Vorwürfe ihm gegenüber waren wie Faustschläge ins Gesicht.

      • (19) 10.03.18 - 19:35

        Bei einer professionellen Beratung käme vor allem DEIN Fehlverhalten auf den Tisch, weniger ihres.

        Die Schwiegermutter hängt am Alkohol, aber woran hängst DU?
        Da hältst du dich bedeckt. Ist es Spielsucht, Konsumsucht, fehlendes Verantwortungsbewußtsein, Ratenkauf, Überschuldung, Drogen, eine hohe Geldstrafe?
        Du machst es geheimnisvoll und gibst vor, das sei in professioneller Behandlung. Aber ohne diesen Teil konkreter zu kennen, kann man zur Situation nicht ausgewogen Stellung beziehen.

        (20) 10.03.18 - 20:31

        Also wirklich Schade um die Beziehung zur Schwiemu ist es ja nun nicht. Vielleicht hilft es ihm, den Abstand auch durchzuhalten. Dann hätte der Mist langfristig vielleicht sogar Vorteile.

(21) 10.03.18 - 18:40

Hallo!

Um wie viel Geld hast du die Schwiegermutter denn gebracht? Wenn es eine bestimmte Summe ist und die Geschichte dahinter mies genug ist, kann ich das verstehen. Was heißt hier in der Schilderung "blaues Auge"? Also gar kein finanzieller Verlust für die Schwiegermutter? Falls doch, zahlt es zurück und lasst ihr Zeit. Selbst wenn sie nicht die perfekte Mutter war, muss sie ja nicht finanzielle Nachteile wegen ihrer Schwiegertochter haben.

Alles Gute

  • (22) 10.03.18 - 18:55

    Noch um keinen Cent. Wenn sie jetzt weiterhin den Kontakt halten würde, könnte man das auch gemeinsam so lösen, dass es dabei bleibt - also mein Mann könnte das.
    Da sie aber dicht macht und künftig nur noch über den Anwalt korrespondieren will und aktuell voll auf Konfrontation aus ist, kann es gut sein, dass sie am Ende auf höheren Kosten sitzen bleibt. Je nachdem wie der Anwalt jetzt drauf ist... ihr Sohn wäre nicht das erste Familienmitglied, dass von ihr verklagt werden würde... sondern der 3. Er wäre auch nicht der erste Kontaktabbruch...

    • (23) 10.03.18 - 19:16

      du bist diejenige, die mann plus mutter in die scheiße reitet, versuchst jetzt aber der mutter den schwarzen peter zuzuschieben.
      das ist doch echt irgendwie seltsam.

      ohne dich gäbe es diese situation doch jetzt gar nicht.

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