Leben vor den Kindern und nach dem Auazug der Kinder, was hat sich geändert

    • (1) 14.03.18 - 22:24
      Nachdenklich und so

      Hallo,
      Meine Kinder sind groß und werden bald ausziehen.
      Jetzt habe ich quasi mal Bilanz gezogen, in inwieweit mein Leben sich durch die Kinder verändert hat und was vorher anders war bzw.was wieder anders ist, seit sie selbständig sind und keine ständige Betreuung mehr brauchen.
      Für mich war diese Zeit eigentlich ziemlich überschaubar, also vielleicht insgesamt 10 oder 12 Jahre ,wo ich immer schauen musste, dass ich die Kinder untergebracht bekomme wenn ich Termine hatte oder alleine weg wollte.
      Seit das älteste Kind ca.12 war, hab ich die Kinder auch regelmäßig allein zu Hause gelassen wenn ich nachmittags oder abends weg wollte.
      Ich muss sagen, ich hab im Grunde nach der Geburt der Kinder gar nicht viel anders gelebt als vorher.
      Ich bin weiter Vollzeit arbeiten gegangen, im Haushalt hatte ich Hilfe auch schon vor den Kindern, ich habe weiterhin auch Zeit für mich beansprucht, so dass ich auch weiterhin 1 bis 2mal die Woche zum Sport gegangen bin und auch regelmäßig, wenn auch seltener ,mit guten Freunden Abende verbracht habe, teilweise bei uns zu Hause, teilweise auswärts.
      Urlaub konnte ich immer so machen, dass es auch für mich erholsam war, meist hab ich Familienhotels mit Kinderbetreuung gebucht, so dass ich auch mal was für mich machen konnte wie wandern oder Wellness.
      Seit die Kinder in der Schule sind, haben wir Urlaub mit dem Wohnmobil gemacht, das hat auch immer gut geklappt und wir sind viel rum gekommen.
      Seit 3 Jahren fahre ich jetzt wieder alleine bzw.mit meinem Freund und das ist auch schön, im Grunde hat sich also da nichts verändert.
      Ich hab auch jetzt noch meine Hobbies , bin insgesamt natürlich wieder freier, aber insgesamt sehe ich jetzt zu meinem Leben mit kleinen Kindern keine großen Veränderungen.
      Ich frage mich halt, warum ich doch des Öfteren höre,dass das Leben vor den Kinder so viel anders war bzw.dass sich durch die Kinder so viel ändert.
      Und dann kommt auch oft so ein Satz: wenn die Kinder groß sind, dann mache ich xy...meist irgendwelche beruflichen Dinge oder Reisen.
      Hm..warum ist das so?
      Wird das Leben eingeteilt in “vor“ und “nach“ den Kindern und das Leben mit Kindern ist voller Beschränkungen?
      Wie gesagt, für mich hat sich da gar nichts gravierend geändert weder als die Kinder kamen, noch jetzt wo sie groß sind.
      Meist höre ich das von Frauen , warum kann man angeblich viele Dinge mit Kindern nicht tun?
      Beruflich oder auch privat ?
      Männer machen da nicht so ein Thema draus und tun auch trotz Kindern noch genug für sich und bleiben sie selbst.
      Verwirklichen berufliche Ziele und gehen zumindest teilweise ihren Hobbys nach, treffen sich mit Freunden.
      Und bei Frauen geht das nicht? Jahrelang nicht?
      Ich hab selbst zwei Kinder groß gezogen und kann das nicht verstehen.
      Daher meine Frage, wie ihr euer Leben so seht, vor, mit und nach den Kindern.

      • (2) 14.03.18 - 22:48

        Naja vor meinem Kind hatte ich lediglich die Verwantwortung für mich selbst. Wenn ein Job doof war, habe ich mir einen neuen gesucht, habe mein Leben eben gelebt.
        Jetzt habe ich ein Kind, 4 Jahre, und bin ohne Partner. Mein Job ist wichtiger den je. Er sichert nicht nur mir, sondern auch meinem Kind unser Leben.
        Ich muss schon gucken, wann ich mich verabreden kann, ich muss im Job eben auch mal den Stift fallen lassen, weil mein Kind geholt werden muss. Urlaube plane ich so, dass eben Alltagsaufgaben weg fallen - in die Kinderbetreuung will mein Sohn nicht und ich denke mir, dass Urlaube eben eine wichtige Zeit mit meinem Kind sind. Auch ist das Geld knapper.
        Wie es sein wird, wenn er mal aus dem Haus ist, werde ich sehen. Da mache ich mir keine Gedanken drum. Mein Leben ist jetzt anders als vorher, aber es ist gut so.

        • (3) 14.03.18 - 22:55

          Dein Kind ist ja auch erst 4, das ist noch ein langer Weg bis es soweit ist wie die Kinder der TE.
          Meine Tochter ist 13. Kann nachmittags und abends schon mal allein bleiben. Wird selbstständiger.
          Das Leben mit ihr empfinde ich allerdings als deutlich schöner als das zuvor als Single. Sie hat mein Leben ungemein bereichert, auch wenn ständig was ist, jetzt z.B, die Pubertät.
          Ich sehe wie die Zeit rennt und irgendwann wird sie auch ausziehen.
          Keine Ahnung wie es dann ist.

      Na ja

      Ich hatte noch nie eine Hilfe im Haushalt, und hatte 80 qm zu Zweit mit Vollzeitjob.

      Dann 30 qm alleine mit Hausbau und Vollzeitjob.
      Dann 120 qm Haus, als Wochenendbeziehung und Vollzeitjob.
      Dann 3,5 Jahre lang, 3 Personen und Teilzeit, dann 4 Personen und Teilzeit.

      Meine Eltern müssen ran, wenn die Jungs krank sind, für Freizeit verzichte ich dann auf die Betreuung, sind ja mittlerweile 79 und 80, die Jungs schon 11,5 Jahre und 8.

      Aber nur auf die Überschrift hat sich geändert:
      40 Kilo mehr
      dann 18 Jahre älter
      0 Nerven
      keinerlei Ersparnisse
      der immerwährende Gedanke, das hätte ich so nicht mehr zu machen

      Meine Hobbys vor den Kindern waren Motorrad und Rad fahren, Geschenke einpacken und basteln, lesen.
      Bastelzimmer wird jetzt halt zu dritt genutzt, der 8 jähriger fährt immer noch kein Rad, er fährt Bobby Quad und sonst nichts. Kein Roller, Kein Kettcar, Kein Traktor, damals Kein Traktor ..........ich habe hier eine Abschleppstange fürs Rad, für nix.

      Motorrad steht seit 6 Jahren herum und wartet auf die Inspektion. Fürs Lieblingsfahrrad mittlerweile zu schwer, das von meinem Mann ist doof und nur für eben gedacht. Wir wohnen aber hügelig.

      Seit 4 Jahren trommel ich auf Regentonnen. Das ist alle 4 Wochen Samstags und die Zeit nehme ich mir auch. Gewalkt wird jeden Samstag morgen. Vor dem Hausbau, bin ich jeden Tag 13 km oder 25 km Rad gefahren.

      Meine Schwester hat einen Finanzbeamten. Der ist jeden Tag um 15.30 Uhr daheim und Freitags um 12 Uhr. Meiner war nie vor 19 Uhr daheim, auch Freitags. Jetzt 16 Uhr, muss aber auch 6 Uhr auf der Arbeit sein, 53 km einfach.

      Da konnte meine Schwester schon ganz anders sich ihre Zeit einteilen. Ich war die ersten 7 Jahre den ganzen Tag alleine mit den Kindern, Haus usw.

      Es kommt halt immer drauf an. Eine Bekannte begluckt ihr 12 Jähriges Mädchen noch so, die hat nicht mal Zeit, mit mir Trommeln zu gehen, wenn sie größer ist, OOOOkay, denk ich mir nur.

      Sei doch froh, daß Du Dich nicht so aufgeben musstet, oft ist es anders.

      Gruß

      • (5) 15.03.18 - 07:20

        Warum schreibst du, dass du keine Rücklagen hast? Ihr habt ein Hais gebaut! Das ist doch im Alter dann ein menge Geld, wenn ihr keine Miete zahlen müsst! Ist doch mehr wert als etwas auf der hohen Kante.

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      • Hallo

        Wir kennen uns schon ewig. Ja mit mehreren Kindern ist immer was. Ich war eigentlich immer entspannt. Die letzten zwei Jahre waren die Hölle. Aber wir sind da rausgekommen. Wir sind auch recht jung Eltern geworden, und trotzdem noch ein paar. Einige Stunden ohne Kinder gehen auch oder mal ne Nacht im hotel.

        Wichtig finde ich das man sich als paar nicht vergisst und noch wichtiger sich selbst. Das man selber allein sein kann ohne einzugehen.

        Lg

    Alles hat seine Zeit!

    Exakt:-)

(10) 14.03.18 - 23:55

Hallo,
jetzt geh ich einfach mal davon aus, daß dein Beitrag kein Fake ist, obwohl manche Sätze darauf schließen lassen.

Was hat sich geändert:
Vor den Kindern ging ich weitaus unbeschwerter durchs Leben, ging viel öfters aus, war durchaus spontaner, obwohl ich immer noch spontan bin.
Damals als die Kinder klein waren, hatten wir uns ein Eigenheim geschaffen - das Geld war knapp - jährlicher Urlaub war nicht drin und wenn, dann ging es für eine Woche nach Österreich oder Italien.
Großeltern waren zwar vorhanden, doch meine Eltern wohnten zu weit weg, um die Kinder mal für zwei Stunden dort abzugeben. Meine Schwiegermutter hatte vor diesen zwei Enkelsöhnen unsererseits bereits vier Enkelkinder, da war sie nicht mehr sonderlich erpicht drauf, die Oma-Rolle zu "Spielen" - zumal sie ja auch zwei Enkeltöchter hatte, die für sie sowieso besonderer waren als Enkelsöhne.
Unsere Kinder waren geplant, mir hat es dadurch auch wenig ausgemacht, auf vieles zu verzichten. Dreieinhalb Jahre war ich insgesamt komplett zuhause (von Mini-Job abgesehen).
Ich erinnere mich noch an manche Stunden, die mich schier verzweifeln ließen als die beiden klein waren, schlaflose Nächte, wenn wir alle zusammen an Magen-DArm-Grippe litten und die Bettwäsche aber trotzdem zum fünften Mal gewechselt werden musste, oder der Winter, wo sich Scharlach das dritte Mal wiederholte.
Dann im Alter zwischen 16-18 J. drohte unser Jüngster auf eine komplett schiefe Bahn zu geraten - Da hatten die schlaflosen Nächte ein anderes Gewicht - Das war im Nachhinein betrachtet, die schlimmste Zeit!!
Beide hatten im Jugend- bzw. jungen ERwachsenenalter den Tod eines Freundes zu betrauern - da war es mitunter schwer, sie aufzufangen.

Trotz allem möchte ich meine Jungs, die heute beide eine nette Freundin haben und ihr Leben auf der Reihe haben, keineswegs missen.
Trotzdem bin ich ein Stück weit ernster geworden. Auch wenn ich mittlerweile wieder absolut entspannt und befreit durch den Tag gehen kann.

Mein Mann war mir im Erziehungsalltag oftmals nicht die Hilfe, die ich mir gewünscht hätte.

Ja - und die 40 kg mehr, die "Moulfrau" beschreibt, die habe ich auch. Daran kämpfe ich vehement...

LG

Freizeittechnisch hat sich bei mir nicht wirklich was verändert.
Geh in sport, regelmäßig abends aus und sogar mit Freundinnen übers Wochenende weg.

Da es mir aber wichtig ist, daß ICH für meine Kinder das sein möchte ( also keine ganztagesbetreuuung, bzw Schlüsselkinder), bis sie " aus dem gröbsten "raus sind , habe ich natürlich beruflich zurückgesteckt.
aber das hab ich sehr gern getan u bereue es nicht.

Vor dem Kind und der Ehe war ich einfach nur und ausschließlich für mich verantwortlich. Alles, was ich tat, hatte ausschließlich Konsequenzen für mich. Mit kind muss man immer noch für jemanden mit denken. Jede Handlung hat nicht mehr nur für mich sondern auch für mein Kind und meinen Mann Konsequenzen. Vor dem Kind war ich oft feiern, blieb mal die ganze Nacht wach, war bis 5 Uhr morgens unterwegs und konnte den Tag darauf rumgamneln und bis um 15 Uhr im Bett bleiben. Geht mit kind nicht mehr. Man muss imner auf Abruf verfügbar sein, jede Handlung überdenken, welche Konsequenzen sie für das Kind haben werden. Ich kann nicht mehr spontan sagen, ich tue dieses oder jenes. Ich muss ja immer schauen, wo mein Kind in der Zeit betreut wird und wer es betreut, wenn nicht ich. Ich kann nicht mehr einfach sagen, ich bin mal das Wochenende weg, das muss abgesprochen werden. Ich war vor meinem Kind unbeschwerter und egoistischer, weil eben niemand sonst mit dran hängt. Job technisch konnte ich spontan mal 3 Stunden länger bleiben, wenn jemand ausfiel. Geht jetzt natürlich nicht mehr. Denn ich habe Verantwortung und muss organisieren. Ich vermisse manchmal dieses unbeschwerte, sich nicht ständig sorgen machen müssen und sich nicht immer denken zu müssen, welche Auswirkungen mein Verhalten auf mein Kind oder mann hat. Das sind eben die wesentlichen dinge, die sich verändern, wenn msn plötzlich nicht mehr nur für sich allein verantwortlich ist.

  • (13) 15.03.18 - 09:16
    Nachdenklich und so

    Das stimmt schon, aber ich hab das nie so empfunden.
    Lag wahrscheinlich daran, dass ich immer noch ziemlich spontan war auch abends mal spontan weg konnte.
    Auch flexibel arbeiten war möglich, da es in meinem Job einfach notwendig ist und feste Arbeitszeiten nicht gegeben sind.
    Daher hab ich von vorne herein die Betreuung so geplant, dass ich die nötige Flexibilität hatte.
    Unbeschwert war und bin ich durch die Kinder erst geworden.
    Vor den Kindern hab ich alles immer geplant und mir Sorgen gemacht und war ziemlich verbissen.
    Das ist schon anders geworden, ich bin bei unvorhersehbaren Ereignissen nicht mehr so von der Rolle sondern reagiere gelassener.
    Meine Kinder waren auch wenig krank, da hatte ich Glück und musste nur ein paar Mal wirklich alle Termine um werfen.
    Es isteinfach auch davon abhängig, wie viel Entlastung man im Alltag hat bzw. sich leisten kann und ob die Kinder sich problemlos entwickeln oder nicht.

Ich glaube, ich bin einfach ein anderer Frauentyp, obwohl ich auch Freundinnen habe, die diesen Beitrag geschrieben haben könnten.
Die machen im großen und ganzen ihr Ding weiter, arbeiten voll, verfolgen ihre Hobbies, fahren häufig am WE weg, die Kinder sind viel bei Oma etc.

Das schaff ich so nicht, schon gar nicht emotional, aber auch kräftemäßig nicht.

Ich denke mir immer: meine Kinder sind JETZT klein, also widme ich mich ihnen ausgiebig, die Zeit kommt nicht wieder. Meine Hobbys laufen mir nicht weg und die Arbeit schon gar nicht. Alles auf einmal kann ich nicht. Mein Leben wäre ohne meine Kinder schon sehr viel anders als mit.

Das heisst nicht, dass ich zu Hause versauere, aber der Tag gehört definitiv meinen Kindern.

(15) 16.03.18 - 02:08

Naja. Deine Frage kann man nicht pauschal beantworten.
Es hat ja nicht jeder die gleichen Bedingungen.
Die Kinder sind unterschiedlich, die Bedürfnisse der Mütter sind andere und auch Belastungsgrenzen sind individuell.

Eine Mutter, die ohne Hilfe von Großeltern für Kinderbetreuung auskommen muss, wird das anders bewerten, als eine, die mindestens ein komplett freies Wochenende jeden Monat hat.

Dazu kommt der Beruf. Nicht jeder Job ist kompatibel mit Kindern (und den Betreuungszeiten)
Hat eine Mutter einen 8 bis 16 Uhr Job ist das sicher unkomplizierter als Schichtarbeit.

Vor den Kindern ist man frei und jede Entscheidung betrifft nur das eigene Leben.
Mit Kindern ist dies eben anders.

Und WIE frei man vor den Kindern war, bemerkt man oft erst wenn sie da sind.

Deshalb kann man doch Träume haben, die man aus oben genannten Gründen eben oft erst verwirklichen kann, wenn die Kinder groß oder aus dem Haus sind.

(16) 16.03.18 - 10:54

Du bist ein ganz anderer Typ als ich, allerdings auch wie jemand der ich nie sein wollte, was ich aber auch vollkommen ok finde.

Man kann alles machen ohne sich/was verlieren zu müssen, nur jeder auf seine Art.

Es gibt natürlich die Extremen die sich vergessen, es nicht anders lernen oder können....die es vielleicht irgendwann lernen, dennoch sollte man auch erst in deren Schuhen laufen um Unverständnis zu präsentieren oder sich als taff hinzustellen.

Denn die das machen, denen fehlt oft eine gewisse Gabe die Andere haben und genau DAS erlernen diese erst später, wenn überhaupt.In der Regel verstehen sie dann oft nicht was ihnen fehlt und sind nur halb so zufrieden wie sie es verkaufen möchten.

Es dann zu erklären, bringt nichts, denn sie werden es nie verstehen, weil wohl nie gelernt....leider

Ich habe meine Kinder sehr früh bekommen. Das erste mit 20 und das zweite mit 25. Mit 29 hatte ich dank Patchwork dann vier Kinder. Ich habe Vollzeit gearbeitet, wie mein Mann auch. Allerdings haben wir gleitende Arbeitszeit und sind weitestgehend frei zu entscheiden, wann wir arbeiten.

Inzwischen bin ich 50, das jüngste Kind ist auch ausgezogen und ich genieße es, mein Leben wieder zu haben. Keins der Kinder möchte ich missen, aber es war nicht immer einfach, auch in der Partnerschaft.

Zwischenzeitlich hatte ich 25 kg mehr, die sind jetzt wieder weg, ich mache Sport, gehe laufen (das aber leider unregelmäßig) spiele Theater und singe. Die Hobbies sind sehr zeitintensiv und wären mit Kindern nicht möglich gewesen.

Insofern - es ist jetzt schon wirklich anders, entspannter als mit Kindern.

LG Lea

(18) 22.03.18 - 11:42

Wie soll das denn deiner Meinung nach gehen?
Ich habe ein Kleinkind (2) und ein Baby (7Mon.). Mein Mann arbeitet Vollzeit, irgendwoher muss das Geld kommen.
Ganztagsbetreuung gibt es hier nicht wirklich, nur Vormittagsbetreuung ab 1 Jahr. Damit ich auch arbeiten kann, muss das Kleine also alt genug sein. Wir wohnen auf dem Land, nur hier können wir uns die Miete leisten und ist es einigermaßen kinderfreundlich. Wir können uns aber nur ein Auto leisten. Ich muss also jetzt schon Fahrdienst übernehmen, Mann zur Arbeit, Großer in den Kindergarten.
Auto und Kindergarten müssen bezahlt werden. Familie gibt es hier nicht, die aufpassen könnte.
Also muss ich die ersten Jahre verzichten und kann weitermachen mit meinen Bedürfnissen, wenn die Kinder älter und selbstständiger sind. Babysitter ist hier nämlich auch nicht günstig, Stundenlohn 10€ aufwärts und mit einer Stunde einmal in der Woche ist es nicht getan.
Ein Wocheneinkauf kostet mich 50-65€, davon können wir eben eine Woche von leben. Da überlegt man sich das nochmal mit dem Babysitter...

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