Wer hat seine Kinder mit 18 oder 19 “ raus geschmissen“

    • (1) 31.03.18 - 14:26
      Provokante Frage

      Hallo,
      Es ist provokant formuliert,daher möchte ich es hier nochmal präzisieren, was ich meine.
      Ich spreche mit meiner Tochter gerade über die Zeit nach der Schule, sie wird nächsten Sommer ihr Abi haben und will dann 1 Jahr ins Ausland.
      Über das danach haben wir uns auch unterhalten und sie sagte, dass sie dann studieren will, womöglich auch im Ausland, so dass sie wahrscheinlich mit 18 endgültig ausziehen wird.
      Ich bin darüber sehr erleichtert, denn ich hätte ihr auch so nahe gelegt auszuziehen, ich hab die Kinder gern hier gehabt, möchte aber endlich das Kapitel abschließen und wieder für mich sein, das Haus für mich haben, wieder “ungestört“sein.
      Mit meiner jüngeren Tochter kam das Gespräch jetzt auch auf und ich hab ihr sie gesagt, dass sie bleiben kann, ich es aber lieber sehen würde wenn sie nach abgeschlossener Ausbildung ebenfalls auszieht.
      Einige Freunde waren entsetzt, dass ich das so klar sage.
      Aber, es heißt ja nicht, dass ich die Kinder schlecht behandeln will, ich habe lediglich meine Vorstellungen und Wünsche klar geäußert, darf man das als Mutter nicht?
      Ich finde die Vorstellung halt nicht besonders verlockend dass die Kinder mit 25 immer noch hier sind.
      Und wer zum Studium nicht auszieht, tut es auch oft nicht, wenn das Studium abgeschlossen ist, denn zu Hause ist es ja bequem und man spart das Geld für Miete und Lebensunterhalt.
      So sehe ich es zumindest immer häufiger im Freundeskreis und ich finde das nicht ok und möchte das nicht.

      • Meine Mutter hat auch immer klar kommuniziert, dass Sie uns mit spätestens 25 rausschmeißt. Soweit kam es nicht, denn wir sind ja selbst - wie du schon sagst - nach abgeschlossener Ausbildung oder für die Ausbildung/Studium um- und ausgezogen.
        Ich werde das bei meinen Kindern auch genauso kommunizieren. Wenn man in der gleichen Stadt studiert, wie das Elternhaus ist, ist es finanziell natürlich Quatsch ne eigene Wohnungstür nehmen, die dann meistens ja eh die Eltern mitfinanzieren müssen. Also da würde ich es nicht so eng sehen. Aber ich werde schon auch hinterher sein, dass sich ein Job gesucht wird und das Leben selbst gemeistert wird. So wie wir es als Geschwister auch machen mussten/müssen. Das stärkt einen fürs Leben und man lernt einfach auf eigenen Beinen zu stehen. Diese verhätschelten Kinder, die mit 25 noch zuhause ausgehalten werden, weil sie ihr Leben nicht gebacken bekommen, haben’s auch im Beruf später bzw. allgemein nicht leicht. Also man tut den Kindern als Eltern damit keinen Gefallen.

        • (3) 31.03.18 - 17:26

          Meine Kinder ziehen aus, wenn sie auf eigenen Beinen stehen. Punkt.

          Ob das nun mit 18, 20 oder erst mit 25 so sein wird, ist mir herzlich egal.

          Es sind meine Kinder. Sie stören mich jetzt nicht ( trotz Studium und viel Lernzeit die ich benötige ) und werden mich auch in Zukunft nicht stören.

          • Mein Beitrag war nicht darauf bezogen, dass einen die Kindern stören würden. Sondern dass ich finde, dass man als Eltern hinterher sein sollte den Kindern, wenn nötig, einen kleinen Schubs zu geben und kein Lotterleben mit Mitte 20 zu unterstützen.

            • Hallo !
              Ich finde zwischen 18Jahre und 25Jahre gibt es ja auch noch etwas dazwischen.....
              Wenn ein KInd mit 25Jahre noch freiwillig zuhause bleibt ,ist wohl irgendetwas schief gelaufen. Ich habe für meine Kinder fast alles getan ,damit der WEg in die SElbstständigkeit geebnet ist , Studium oder Ausbildung begonnen ,eine bezahlbare Wohnung war gefunden ...ja und dann wird es Zeit.....
              Ich war immer eine Glucke ,meine Kinder sind mein Leben......aber irgendwann hab ich gemerkt ,bei jedem KInd ,jetzt wird es Zeit! Und wenn ich mir meine KInder so ansehe.....da muss ich einiges richtig gemacht haben...:-D
              Jetzt ist die Zeit für mich gekommen noch mal beruflich Fuß zu fassen.....ich genieße die Ruhe zuhause sehr..... Alles hat seine Zeit......
              Liebe GRüße Iris

        Meine Eltern haben ganz klar gesagt, dass wir so lange bleiben dürfen, wie wir möchten. Sie hätten uns nie rausgeschmissen. Sie haben uns aber auch ein positives Bild davon vermittelt, wie es ist, die Welt zu erkunden, sodass wir alle nach dem Abi zum Studium freiwillig ausgezogen sind. Halt mit dem Wissen im Hinterkopf, dass wir, wenn alle Stricke reißen, jederzeit im Elternhaus einen sicheren Hafen finden.

        Tatsächlich musste ich mit Ende 20 davon noch mal Gebrauch machen - viel Stress und Chaos, hektischer Umzug über 250 km, keine Bleibe, kein Geld, kein Anspruch auf Sozialleistungen. Ich war sehr froh, dass ich bei meiner Mutter unterschlüpfen konnte, bis ich mein Leben wieder sortiert und auf Linie hatte. Das war auch auf der emotionalen Ebene extrem wertvoll und unterstützend.

    Früh auf eigenen Beinen zu stehen ist super.
    Ich habe erst Abi gemacht und danach eine Lehre. Fertigt war ich mit knapp 22.
    Dann habe ich tatsächlich noch 2jahre zuhause gewohnt.
    Mit einer Art "Miete" und mehr unterwegs als zuhause.
    Ich war sehr eigenständig, hab mein Leben super geregelt bekommen. Meine Eltern hatten genug Zeit für sich und waren aber dann sogar traurig als ich in meine erste Wohnung zog. Von meinem eigenem Geld.

    Wenn sie mir gesagt hätten, dass ich versuchen sollte auszuziehen sobald ich 18/19 gewesen wäre, hätte ich das auch getan. Aber für mich hätte das etwas von: "Puh, gottseidank darf ich die jetzt rauswerfen. Keine Lust mehr auf das Mädel ".
    Mein Verhältnis zu meinen Eltern wäre bestimmt nicht so toll wie es jetzt ist.

    Es gibt nicht nur schwarz und weiß. Nur weil man mit Anfang 20 noch zuhause wohnt, ist man doch kein unselbständiger Schmarotzer der nicht im Leben klar kommen wird? Verstehe ich nicht so eine Aussage.

    Alleine die Tatsache, dass man jemanden, (wenn auch freundlich) die Tür zeigt, finde ich in diesem Alter fragwürdig.
    Ausziehen ist meiner Meinung nach nicht eine Frage des Alters, sondern der Lebensumstände.
    Mein Schwager "durfte" wie selbstverständlich mit 24 wieder in sein altes Zimmer ziehen, weil einiges schief gegangen war und er wieder neu Fuß fassen musste.
    Das waren 6 monate, die ihm unglaublich viel geholfen haben.
    Und das nicht nur im materiellen Sinne. (Er hat sich auch an den Kosten beteiligt).
    Sondern vor allem die seelische Unterstützung war ihm eine große Hilfe.
    Man hätte jetzt auch sagen können, dass er alt genug ist auf eigenen Füßen zu stehen.
    Ist er auch. Keine Frage.
    Aber was spricht gegen elterliche Unterstützung, wenn es machbar Ist?

    (Klar gibt es Ausnahmen, die die Eltern evtl. Ausnutzen und "nie wieder" ausziehen. Aber ich glaube um diese speziellen Fälle geht es hier nicht)

    Hallo,

    ich kann nur umgekehrt berichten. Bei uns war immer klar: nach dem Abitur zieht ihr aus. Auch gar nicht böse, eher so nach dem Motto "alles hat seine Zeit". Wir alle fanden diese "ewigen Elternhocker" immer ganz furchtbar.

    Mein Bruder ist geblieben bis nach dem Zivildienst, ich noch das erste halbe Jahr meiner Ausbildung. Dann war es Zeit zu gehen. Ich finde das vollkommen ok.

    Wir haben sogar beide eine Waschmaschine geschenkt bekommen, damit wir nicht zum waschen nach Hause kommen :-p (sonst sind wir natürlich immer herzlich willkommen).

    Lg

    Meine Tochter ist 11. Je nachdem ob sie zum lernen bzw studieren weg geht entscheide ich das dann. Vielleicht will sie aber auch irgendwann zu ihrem Vater ziehen... Von daher ist das noch Zukunftsmusik.
    Ich bin selbst mit 18 ausgezogen. Das war die beste Entscheidung für mich.
    Kenne auch Leute die mit 30 noch bei Mutti wohnen...kann ich nicht verstehen...

    Ich bin mit fast 19 während ich im 1. Ausbildungsjahr war ausgezogen. Freiwillig. Meine beste Freundin wurde quasi von ihrem Vater vor vollendete Tatsachen und somit vor die Tür gesetzt und ich wurde gefragt, ob ich mir vorstellen kann, mit ihr zusamnen zu ziehen. Da keine von uns beiden eine Wohnung allein hätte finanzieren können. Also zogen wir mit fast 19 zu hause aus. Wir waren beide in der Ausbildung. War cool! Wir wollten beide nicht wieder zurück. Einmal raus ist raus und man lernt die Vorzüge des allein Lebens kennen. Wir waren im Freundeskreis die ersten, die eine eigene Wohnung hatten. Mit 18/19 hatte man die Wahl: eigene Wohnung oder eigenes Auto. Beides konnte man sich in der Ausbildung ja nicht leisten. Da wir von Dorf kamen, hatten die meisten unserer Freunde sich für ein eigenes Auto entschieden. Wir hatten natürlich keins. Aber brauchten es auch nicht, da wir in eine Kleinstadt mit guten Anbindungen zogen. Also ich finde, ich habe damals alles richtig gemacht und würde es jedem empfehlen. Mit 19 ausziehen und für dich selbst verantwortlich sein ist einfach fantastisch.

    (11) 31.03.18 - 14:58

    Hallo,
    Ich bin aktuell mit meinen beiden Kleinen 500km weg gezogen und habe meinen Erwachsenen in Berlin gelassen.
    Ohne schlechtes Gewissen, es geht uns allen gut damit.
    floe

    Ich finde, es kommt ganz stark auf die Umstände an.
    Ich habe mit 19 meine Ausbildung angefangen, die nicht finanziert wurde (Erzieher müssen sogar noch Wohngeld zahlen:p). Selbst mit meinem Nebenjob war ein Auszug nicht möglich, da die Kosten für eine Wohnung in Berlin zu immens waren, staatliche Hilfe nicht bewilligt wurde etc.
    Ich hätte es finanziell also nicht geschafft.
    Ich zog in der Ausbildung noch inoffiziell zu meinem damaligen Partner, aber das war zwei Monate vor Beendigung der Ausbildung und daher zählt das wohl nicht :p.

    Raus war ich dann mit 22. Anpacken in Haushalt, eine gewisse Abgabe von meinem Nebenjob waren jedoch für mich selbstverständlich

    Mittlerweile wohne ich übrigens wieder im Elternhaus :p. Meine Eltern haben damals den Dachboden zu einer eigenen Wohnung (2 1/2 Zimmer) ausgebaut. Ich zog mit meinem Partner hier ein, um ihnen finanziell und vor allem auch in anderen Dingen zu helfen.

    Jeder hat eine eigene Wohnung, alle wohnen aber unter einem Dach. Gerade bei meinem kranken Vater ein Segen :).
    Denn falls was passiert, würden mein Partner oder ich definitiv ein Hilferuf hören !

    (13) 31.03.18 - 15:43

    Hallo
    Das kann man doch so überhaupt nicht sagen. Jemand der ü18/ü20 daheim wohnt muss nicht auf der faulen Haut liegen und von Mami betüttelt werden, genau so wie jemand der gleich mit 18 auszieht nicht automatisch ganz toll auf eigenen Beinen steht.
    Von „auf eigenen Beinen stehen“ hat wohl ohnehin jeder seine eigene Definition. Ich kenne junge Erwachsene die kein Verständnis für andere haben die daheim wohnen. Schaut man bei denen die große Reden schwingen und andere verurteilen näher hin... Naja. Alles in den Allerwertesten geschoben bekommen und alles und mehr voll finanziert bekommen, 99% auswärts essen gehen, Wäsche mit heim nehmen,... Aber Hauptsache „also ich habe natürlich meine eigene Wohnung“.
    Ich sehe es nicht so dass ich mit dem 18 Geburtstag von allem befreit bin und meinen Job getan habe. Meine Kinder dürfen, insofern sie das wollen, während Ausbildung/Studium gerne daheim wohnen. Auch danach würde ich sie nicht sofort mit dem Abschluss dessen raus werfen.
    Jedoch ziehe ich meine Kinder schon u18 in Verantwortung etwas zu unserem Leben beizutragen. Je älter sie werden, desto mehr Verantwortung können und werden sie hier bekommen. Ein Azubi/Student wird also genau so wie wir Eltern mal dran sein mit Bad putzen, einkaufen,...
    Auch zum Geld sparen hat wohl jeder seine Ansicht, gerade wenn wir von Studium/Ausbildung in der Heimat reden. Ob das Kind jetzt daheim bleibt und man so finanziell mehr oder weniger das gleiche „investiert“ und Kind die Möglichkeit gibt SELBST schon etwas anzusparen für sein Leben, oder dem Kind auswärts den Mindestsatz oder mehr zahlt... Gerade hier liest man ja oft von Familien die größeren Summen ansparen und dann schenken. Irgendwie ist es für mich komisch würde man gleichzeitig sagen nach dem 18 Geburtstag muss es raus.
    Generell kann ich diese Angst vor einem Unfähigen Kind nicht ganz nachvollziehen. Da denke ich mir wie läuft es in solchen Familien denn im Alltag???

    LG

    (14) 31.03.18 - 16:10

    Mhm... ich habe auch bis 25 zu Hause gewohnt und mit meinem ersten Job mir ne Wohnung gesucht.
    Ich sehe es also nicht so, dass man auf ewig dann im Hotel Mama hockt und mir wurde da auch wirklich nicht alles hinterher getragen.
    Aber ich gebe zu: es wurde dann auch Zeit, was aber für mich nicht bedeutet mit Volljährigkeit das Kind raus muss. Irgendwas dazwischen finde ich gut, aber je nach Möglichkeiten.

    Kann ich so überhaupt nicht bestätigen. Viele meiner Freunde haben während der Ausbildung bzw während des Studiums noch zu Hause gewohnt und alle sind sobald sie einen Job hatten ausgezogen.

    Ich hab während des Studiums mit meinem Vater alleine gewohnt und ihm dem gesamten Haushalt geschmissen, also nichts mit Hotel Mama oder so.

    Meine Kinder dürfen solange zu Hause wohnen, bis sie soweit sind auszuziehen. Natürlich setze ich voraus, dass sie mit anpacken und sich nicht nur bedienen lassen. Aber so eine Übermutter bin ich eh nicht..

    meine Freundin wurde auch zu Hause rausgeschmissen und leidet da bis heute drunter. Die Mutter wollte sie als Störenfried nicht mehr zu Hause haben und sie fühlte sich damals mit 20 extrem abgeschoben. Manche Kinder brauchen Nestwärme mehr als andere, auch das wäre mir bei meiner Entscheidung wichtig. Und das hat jetzt nichts damit zu tun, ob jemand selbst kochen oder waschen kann sondern mit Geborgenheit und so. Wir sind eine Familie und unterstützen einander, das ist für mich an kein Alter gebunden. Natürlich ist es auch ok, wenn die Kinder mit 18 ausziehen wollen. Im Grunde muss das jede Familie so machen, wie sie will. Nur es sollte für alle Beteiligten ok sein.

    Hallo,

    also ich finde das Megafon unhöflich, kann verstehen, dass Deine Tochter ins Ausland gehen/flüchten will? Nichts gegen Auslandserfahrungen, aber unter den Umständen. Meine Mutter hat uns auch immer angedroht (ohne es ernst zu meinen) uns mit 18 rauszuschmeissen.

    Ende vom Lied, sie sitzt jetzt als alte Frau alleine im Haus, meine Eltern sind geschieden und würde sich wahrscheinlich über nichts mehr freuen wenn wir wieder Kontakt hätten.

    Aber selbst versaut. Kinder vergessen nix.

    LG

    • (17) 31.03.18 - 18:47

      Woher willst du wissen, dass die Tochter ins Ausland geht/flüchtet, aufgrund des Verhaltens der Mutter? Manche Hobby Psychologen hier sind unerträglich. Ich finde nicht, dass sie unhöflich ist. Sie hat doch nirgends geschrieben, dass ihre Kinder raus fliegen. Sie freut sich bald wieder für sich zu sein. Nach ca 20 Jahren Kinderzeit ist das doch ihr gutes Recht.

      Was deine Mama vermutlich getan hat, muss nicht für die TE hier gelten

Ich habe mit 19 eine Ausbildung angefangen und wurde von meinen Eltern mehr oder weniger vor die Tür gesetzt, allerdings haben sie mir auch meine erste bescheidene Wohnung bezahlt. Ich war seinerzeit sehr enttäuscht und fühlte mich verlassen, ich wäre gerne noch eine Weile zuhause wohnen geblieben. Rückblickend war es jedoch gut, um selbstständiger zu werden und ich konnte mir nie vorstellen, zurückzukommen. Kritisch anmerken muss ich allerdings, dass eine eigene Wohnung für einen Berufseinsteiger oder Studenten eine große finanzielle Belastung ist, die einen noch dazu unflexibel macht - Auslandsaufenthalt, Weltreise oder neuer Job sind je nach Vermieter nicht so ohne weiteres möglich.

Ich habe 17 Jahre allein gewohnt, irgendwann kennt man das nicht mehr anders, dann wurde ich schwanger und lebe jetzt seit anderthalb Jahren mit meinem Partner und dem Kind zusammen.
Der Bruder von meinem Partner ist 37 und lebt trotz guter Ausbildung und gutem Einkommen immer noch in seinem Kinderzimmer bei den Eltern - das macht mich immer fassungslos, jemanden zu sehen, der so alt ist wie ich und noch nie allein gewohnt hat. So einen Mann als Partner könnte ich mir nicht vorstellen.

Ich selber bin mit 17 in Abwesenheit meiner Eltern von zuhause ausgezogen, schwanger. Hätte ich das nicht getan, hätte mich meine Mutter sowieso rausgeschmissen - das hat sie auch immer und überall schon Jahre zuvor propagiert.
Das hätte ich meinen Kindern nicht angetan. Beide konnten so lange zuhause bleiben, wie sie es brauchten - aus verschiedenen Gründen - beide waren beim Auszug Mitte 20.
Sie hatten ihr Zimmer außerhalb der Wohnung, beteiligten sich an den Unkosten je nach Verdienst und halfen auch bei allem mit, was im Haushalt anfiel. Also nix mit Hotel Mama, lebensuntüchtig waren sie ganz sicher nicht.
Als sie auszogen, wusste ich, dass sie nicht mit diesen Umständen kämpfen mussten, wie ich es musste - war nicht schön.
Nicht alle Kinder sind gleich und ihnen schon Jahre vorher anzukündigen, dass sie rausfliegen mit 18, finde ich fragwürdig.
LG Moni

  • (20) 31.03.18 - 18:25

    Wie kommst du darauf dass ich hier seit Jahren drohe , sie raus zu schmeißen.
    Ich schrieb doch dass das Thema kürzlich von.meiner Großen angesprochen wurde, dass sie gerne ins Ausland will und danach studieren und dass sie nicht mehr zurück nach Hause kommt.
    Das kam von ihr und ich dachte dann nur bei mir, dass mir das nicht unrecht ist.
    Nie hab ich gesagt, mit 18 fliegst du.#zitter
    Meine Jüngste kam daraufhin und frug mich wie ich es sehe, wenn sie eine Ausbildung machen möchte.
    Da sagte ich dann, dass sie so lange hier bleiben kann und soll , aber wenn sie dann genug verdient nach Abschluss der Ausbildung, denke ich, dass sie dann auch ausziehen sollte, aber wer weiß was dann ist.
    Mehr hab ich gar nicht gesagt, und ich renne hier sicher nicht rum und drohe meinen Kindern seit Jahren sie raus zu werfen.#kratz
    Das hab ich aber auch nirgends gesagt, daher ist es völlig am Thema vorbei mir das zu unterstellen.
    Wenn es tatsächlich Eltern gibt die das so tun, dann ist das für die Kinder sicher nicht angenehm ,aber das hat nichts mit mir und meinem Thema zu tun.

    • Bist Du die TE? Was soll ein anderer Name?
      Ist ohnehin komisch, dass Du in "Partnerschaft" schreibst, hat mit dem Thema doch garnichts zu tun. So schlimm ist das Thema ja nun auch nicht, dass man sich hinter "grau" verstecken muss.

      "Einige Freunde waren entsetzt, dass ich das so klar sage."

      Du kündigst ihr nun schon ca. 2 Jahre im voraus an, dass sie nach Abi und Ausland ausziehen sollte - selbst Deine Freunde finden das seltsam. Es kann noch soviel dazwischenkommen bei Deiner Tochter.
      Machen kannst Du sowieso, was Du willst. Du hast in einem Forum nach der Meinung anderer gefragt und hast sie bekommen. Du kannst doch nicht erwarten, dass alle so denken wie Du.

      • (22) 31.03.18 - 19:08

        Sie ist wohl mit ihren Graunicks durcheinander geraten, weil sie unter diesem auch noch einen zweiten Thread hat....

        Mal ehrlich, wenn man keinen Bock hat seine Kinder zu unterstützen soll man es doch einfach sagen. Wofür braucht man dann zwei Threads? Zur eigenen Rechtfertigung? Fürs Gewissen?

Ich selbst bin mit 18 ausgezogen, aber viele Jahre später aufgrund meiner Scheidung zurückgekommen in mein Elternhaus. Ich hätte mir in der Zeit (leider musste viel Finanzielles vorm Gericht geklärt werden) keine Wohnung in einer kinderfreundlichen Lage leisten können (also Gegenden wo man Kinder ohne Sorgen draußen spielen lassen kann) und meine Mama lebte nach dem Tod meines Vaters alleine in einem großen Haus mit Garten. So zog ich übergangsweise zurück (natürlich bezahlte ich die Hälfte der monatlichen Gesamtausgaben fürs Haus) und übernahm den größten Teil der Haushaltsführung. Ich fand es meine Art mich für ihre Hilfe zu bedanken und hätte außerdem ein schlechtes Gewissen gehabt, dass sie in ihrem Alter (kurz vor der Rente und herzkrank) putzen muss, wenn ich "junges Ding" da bin.

Inzwischen haben wir (mein neuer Partner und ich) selber ein Haus und wir haben beim Umbau extra drauf geachtet, dass man das Dachgeschoss bei Bedarf zur Einliegerwohnung umbauen kann. Sei es für meine Mama, wenn sie nicht mehr alleine leben kann bzw will oder für meine Tochter, wenn sie erwachsen ist. Ich sehe es nämlich so....wir leben zwar ländlich aber nah ein einer Großstadt (inklusive Uni)....wer dort studiert bzw eine Ausbildung macht kann sehr günstig die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen und dadurch echt sparen. Bafög muss zum Beispiel zurückgezahlt werden, also warum nicht dem Kind anbieten noch daheim zu bleiben, wenm es will, sodass ein Minijob zur Finanzierung des Lebens langt und man sich die späteren Bafögschulden spart?!

Hallo,

ich bin da zwiegespalten. Ich möchte meine Kinder nicht "rausschmeißen", aber ich habe auch wenig Lust, sie bis 30 im Hotel Mama zu versorgen. Ich hoffe einfach, dass es meinem Mann und mir gelingt, sie so zu erziehen, dass sie von selbst in die Welt gehen wollen, dass sie selbstständig werden und trotzdem gern zu uns zurückkommen.

Ich selbst bin sehr früh ausgezogen. Das waren aber auch andere Umstände. Ich bin tatsächlich eher geflohen, war dadurch aber auch schon sehr früh selbstständig. Ich WOLLTE mein Leben allein regeln und hatte ehrlich gesagt nie Verständnis für Freunde / Bekannte, die sich bis 25 von Mami die Wäsche waschen ließen. Ich kenne da einige, die es sich gerne einfach und bequem gemacht haben und in meinen Augen erst spät selbstständig wurden.

Sollte meine Kinder auch Ü20 noch zu Hause wohnen, dann mit Aufgaben und Pflichten, die zum Zusammenleben einfach dazugehören - aber das fängt ohnehin schon viel eher an.

LG

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