Guter Freund ist psychisch krank

    • (1) 16.04.18 - 22:13

      Ich habe einen guten Freund. Ich merke das er sich in den letzten Jahren sehr verändert hat. Er verweigert jede Hilfe. Er kommt hin und wieder zu mir und bleibt dann gerne bei mir. Er bekommt die alltäglichen Sachen nicht mehr hin.
      Bei mir aufnehmen kann ich ihn nicht.
      Wie kann ich ihn nur helfen?

      • (2) 16.04.18 - 22:23

        Die einzige Hilfe, die du ihm grbtn kannst ist ihm sagen, dass er professionelle Hilfe braucht. Mehr kannst du nicht tun. Wenn du ihn nicht bei dir aufnehmen kannst/willst (was ich verstehen kann, du bist ja selbst nicht ausgebildet in dem Gebiet und hast dein eigenes Leben), kannst du ihm nur sagen, dass er sich selbst Hilfe suchen muss. Wenn er die nicht annehmen will, kannst du ihm nicht helfen.

        • (3) 16.04.18 - 22:54

          Man muss den Kranken nicht mit "such dir professionelle Hilfe" allein lassen, man kann auch anstoßen, dass Profis mal bei ihm anklingeln.

          Echt, ich finde solche Aussagen "dass er sich selbst Hilfe suchen muss" inzwischen sowas von grausam. Viele sind dazu nicht in der Lage.

          • (4) 16.04.18 - 22:58

            Ich hab das überhaupt nicht böse gemeint. Nur er verweigert JEDE Hilfe, schafft den Alltag nicht mehr, ist aber ein mündigen Mensch. Das heißt, msn kann ihn zu absolut nichts zwingen. Wenn er selber sagt, er WILL keine Hilfe, ist sie leider eben selbst hilflos. Und genau das ist es ja. Er WILL keine Hilfe. Solange er selbst keine Hilfe will, sie nicht annehmen will, KANN sie nichts tun.

            • (5) 16.04.18 - 23:05

              "Solange er selbst keine Hilfe will, sie nicht annehmen will, KANN sie nichts tun."

              Und das ist so nicht richtig. Sie kann sich an Profis wenden, die geschult sind, ihre Hilfsangebote entsprechend vorzubringen. Deswegen finde ich das immer gleiche gebetsmühlenartig runtergeschriebene "du kannst nichts tun" so schlimm! Sie kann nämlich SEHR WOHL etwas tun!

                • (7) 16.04.18 - 23:06

                  Das steht im Eingangspost nicht und ich werde nicht über "wäre, hätte, könnte" diskutieren.

                  • (8) 16.04.18 - 23:08

                    Zumindest steht im Eingangspost "Er verweigert JEDE Hilfe. " was für mich der springende Punkt ist. Jemandem, der keine Hilfe will, dem KANN man leider nicht helfen.

                    • (9) 16.04.18 - 23:29

                      Ja das Problem ist das er überhaupt nicht einsichtig ist. Für ihn sind alle anderen an seiner Situation schuld.
                      Ich habe schon alles mögliche Versucht. Wir waren schon bei einer Beratungsstelle er hat jetzt auch eine Betreuung aber die lehnt er strickt ab.
                      Ich kann ihn nicht aufnehmen weil ich selbst ein krankes Kind Zuhause habe.

                      (10) 17.04.18 - 13:28

                      "Jemandem, der keine Hilfe will, dem KANN man leider nicht helfen."

                      Und auch das ist schon wieder so nicht richtig! Sobald jemand beginnt, sich selbst zu gefährden, kann man ihm sehr wohl auch gegen seinen Willen helfen.

                      Sorry, aber du kennst doch die Geschichte von mir und meiner Mutter, daher finde ich es gerade reichlich unmöglich, wie du mich hier zum Umgang mit psychsich Kranken belehren möchtest!

                      • (11) 17.04.18 - 16:28

                        Ja, ich kenne deine Geschichte. Genau darum glaube ich, das du das zu persönlich nimmst. Ich wollte hier im forum auch gar nicht darauf eingehen, weil das ja doch etwas privates ist.
                        Klar kann man jemanden 24 Stunden zwangseinweisen, wenn er sich selbst oder andere gefährdet. Aber beides scheint ja bei dem Freund der te nicht gegeben zu sein. Er ist psychisch krank, gefährdet aber niemanden und will sich aber nicht helfen lassen. Und solange er keine Gefahr für sich und andere darstellt, sind einem nun mal leider die Hände gebunden.

              (12) 16.04.18 - 23:08

              O-d: exakt!

              Ich bin erst zum Hausarzt, der hat den Betroffenen unter einem Vorwand eingeladen und sich dann im.Gespräch vorsichtig an das Problem herangetastet.

              Man kann also was tun.

              Grüsse
              Joso

      Psyschich kranke sind nicht mit Alkohol oder Drogenabhängigen zu vergleichen

      (14) 17.04.18 - 07:20
      Immerdasgleiche

      ... wenn du nur immer dein unqualifiziertes Halbwissen raushauen kannst! #augen

(15) 16.04.18 - 22:51

Zunächst kannst du dich für dich an den Psychosozialen Dienst wenden (über das Gesundheitsamt), dort kann man dich beraten, wie du selbst am besten mit der Situation umgehen kannst. Evtl. wird man anbieten, dass man Kontakt mit deinem Freund aufnimmt und ihm Hilfe anbietet, aber das wäre ja schon mal ein Anfang. Hol' Dir professionelle Hilfe mit an Bord!

LG
o_d

(16) 16.04.18 - 23:13

Falls er eine psychiatrische diagnose hat,
Könntest du mit ihm ambulant betreutes wohnen für psychisch kranke beantragen. Da gibt es verschiedene träger
Die das anbieten. Da würde dann jemand zu ihm kommen und ihn im alltag unterstützen:
Einkauf, haushalt, acht geben auf regelmässige hygiene, behördengänge, ärzte etc.

(17) 17.04.18 - 07:12

Ich habe für einen Bekannten in der örtlichen Psychiatrie angerufen und die haben mir dann etliche Telefonnummern von Anlaufstellen genannt. Bei ei nee habe ich dann einen Termin vereinbart und er ist hingegangen.

In deinem Fall würde ich ihn evtl. sogar begleiten.

Kommt vielleicht auf die Klinik an, aber in einer psychiatrischen Klinik anrufen und fragen, was du tun sollst, war bei mir gar nicht so doof.

Es gibt auch den sozialpsychiatrischen Notdienst (googeln in deiner Stadt), Caritas oder Diakonisches Werk, wo du nachfragen könntest.

Viel Erfolg und schön, dass du helfen willst!

(18) 17.04.18 - 08:41

Professionelle Hilfe würde ich auch empfehlen. Wenn er sie nicht selbst suchen kann/will, dann kannst du auch tätig werden. Es wurden ja schon einige Anlaufstellen genannt.

Was ich dir noch aus eigener Erfahrung empfehlen kann: Es gibt auch Hilfsangebote für Angehörige und Freunde von psychisch Kranken. Es kann nämlich eine ziemliche Belastung sein. Nicht nur die Krankheit bei einem guten Freund zu erleben, sondern auch sich selbst auf eine gesunde Art und Weise abzugrenzen. Gerade, wenn du auch noch ein krankes Kind zu Hause hast, brauchst du auch Abstand. Es ist nicht so einfach, "nein" zu sagen ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen.

Alles Gute 😊

(19) 17.04.18 - 13:54

Von welcher psychischen Erkrankung sprechen wir denn? Gibt es jemanden, der vom Fach ist und einen Verdacht geäussert hat bzw. Hinweise darauf, in welche Richtung das geht? Eine fundierte Diagnose wird es ja nicht geben, wenn er keine Hilfe annimmt.

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