Wer lebt mit einem Partner, der eine narzisitische Persönlichkeitsstörung hat?

    • (1) 24.04.18 - 21:04
      Eine Frage

      Hallo,
      meine Frage steht ja schon oben.
      Mir fällt es so schwer, auch wenn er in Behandlung ist.
      Aber diese Strukturen sind so verfestigt.
      Bleibt wirklich nur eine Trennung?
      Liebe Grüße

      • Ich habe keinerlei Erfahrungen mit narzisten. Aber nach allem, was ich über diese persönlichkeitsstörung gelesen habe, ist die einzige Möglichkeit selbst nicht daran zu Grunde zu gehen wirklich eine Trennung. Und ganz besonders dann, wenn auch noch Kinder involviert sein sollten. Mit solchen Menschen Henry ist ein miteinander nicht möglich. Sie manipulieren, nutzen aus, tun alles um toll da zu stehen und interessieren sich eintn Dreck für andere. Das können Sie nicht. Soweit ich weiß wird bei dieser persönlichkeitsstörung ein Teil des Gehirns, der für Mitgefühl und Emotionen zuständig ist nicht genutzt. Sie können nicht msl etwas dafür aber man kann es eben auch nicht abstellen. Und ohne Einsicht, und die fehlt narzisten, kann keine Besserung eintreten.

        • (3) 25.04.18 - 07:09

          Hallo,

          ich finde die Etikettierung psychischer Störungen echt ungeheuerlich. Nichts für Ungut.
          Auch, wenn das in Mode ist gerade, Narzissten, Borderliner usw. zum Übel der Welt zu erklären.
          Man sollte sich vielleicht auch mal in die Betroffenen, welche eine solche Störung aufweisen, hineinversetzen und was das mit denen macht, ständig damit konfrontiert zu werden, wie schlimm sie doch sein sollen.
          ...Besonders, wenn derjenige bereits therapeutisch angebunden ist.

          LG

          • hast du einen partner (gehabt) der narzisst oder borderliner ist?

            wenn nein, wär ich ganz schnell still wenns um das thema geht.

            diese ettikettierung existiert, weil eine funktionierende beziehung mit einer psychischen störung quasi unmöglich ist, sofern man sich nicht zur gänze selbst opfert. man kann sich das als nicht betroffener nicht mal im ansatz vorstellen. und ich trau mich zu sagen, dass zumindest unter den borderlinern die allerwenigsten soweit einsichtig sind, dass es überhaupt zu einer therapie kommt. realität und selbstwahrnehmung liegen da oft kilometerweit auseinander und als partner/nebenstehender ist man machtlos.

            wer sein leben für die psyche eines anderen opfern will, ohne aussicht auf besserung, nur zu. aber es ist auch völlig legitim zu sagen "nimm die beine in die hand und lauf."

            • (5) 25.04.18 - 08:24

              Hallo,

              wieso sollte ich mir den Mund verbieten lassen, nur weil ich nicht allein subjektiv erfahrungsbasiert argumentiere?
              Wieso sollte ich ganz schnell still sein, wenn es um das Thema geht, nur weil ich nicht auf den Zug aufspringe und eine Runde psychische-Störung-Bashing mitfahre?

              Falls du schlechte, schlimme Erfahrungen gemacht hast, dann ist das für dich bedauerlich und tragisch.
              Die Übertragung eines Einzelschicksals auf alle anderen Fälle ist trotzdem nun einmal nicht möglich und auch nicht sonderlich empathisch denen gegenüber, welche eine solche Störung aufweisen.

              ....früher wurden Menschen mit Schizophrenie weggesperrt und unter grausamsten Bedingungen festgehalten. Wir sollten doch aus der Geschichte lernen, was den Umgang mit psychischen Krankheiten angeht.

              LG

              • ^^ du legst mir worte in den mund. nie hab ich verlangt, dass irgendwer weggesperrt werden soll.

                es ist kein bashing zu sagen: tu dir das nicht an, du gehst ziemlich sicher zu grunde dran.

                und echt: ich hab dir nicht den mund verboten, du hast das gleiche recht hier zu schreiben wie ich und jeder andere auch. aber bei autoproblemen frag ich zb auch lieber einen mechaniker als eine marktfrau. und bei fragen zu babies und achwangerschaft frag ich wen vom fach oder jemanden der zumindest selbst ein kind hat und nicht meine gewollt kinderlose nachbarin. und genauso finde ich, dass zum thema beziehung mit einer psychischen erkrankung, eben keine antworten passen (bzw komplett an relevanz verlieren) von menschen die sowas maximal von aussen kennen. du hast da wirklich leicht reden.

                • (7) 25.04.18 - 08:43

                  Deine Argumentationslogik wird seltsam. Wenn sich also jemand "vom Fach äußert" - dann kennt er das maximal von außen und hat leicht reden. In anderen Situationen, beschreibst du ja selbst, legst du Wert auf entsprechende Fachkompetenz. HÄ?!

                  Ich denke, ich habe in meiner direkten Antwort an die TE alles Relevante gefragt, was man in einem Forum auf die Schnelle erfragen kann.

          Ich will da wirklich nichts dämonisieren. Und ich selbst habe wirklich keine persönliche Erfahrungen damit. Nur habe ich mich, weil narzistische Persönlichkeitsstörungen hier im Moment sehr verbreitet scheinen, auf einigen Seiten im Internet schlau gelesen. Psychologische Seiten. Und meine Antwort ist das Fazit, das ich aus dem Lesen von fachlichen Seiten ziehen konnte. Denn auch dort wird geraten, sich einen narzisten soweit wie möglich zu entziehen, da diese Art von Störung wirklich andere zerstört.

          • (9) 25.04.18 - 08:59

            Fachliche Seiten befassen sich neutral und objektiv mit dem Thema. Ich denke nicht, dass du einschlägige Studien meinst oder vielleicht sogar einen Fiedler, der ausdrücklich vor Labelling warnt.

            Wenn du auf jene Internetseiten anspielst, welche schlechte Beziehungserfahrungen mit psychischen Störungen integrieren, dann wird daraus eine sehr einseitige Sicht der Dinge. Für betroffene Beziehungspartner, die unter emotional oder körperlich misshandelnden/missbrauchenden Anteilen litten, kann das hilfreich sein. Keine Frage. Es entlastet diejenigen, die sich in einer solchen Beziehung befinden/befunden haben in dem es ein Erklärungsmodell anbietet.

            ...Aber: Nicht in jeder Beziehung prägen sich eventuelle destruktive Anteile einer Störung aus. Das ist so individuell verschieden wie paardynamisch.
            Und daher war dein Beitrag wirklich nicht stehenzulassen.

            • Das ist richtig. Diese einschlägigen Internetseiten sind zudem voll von Leuten, die ihre ehemaligen Partner selbst "diagnostiziert" haben, um zu vermeiden sich mit ihrem eigenen Anteil am Zerfall der Beziehung auseinanderzusetzen. Ist doch viel bequemer dem Anderen alle Schuld zuzuschieben und ihn als Geisteskrank darzustellen, als mal ehrlich in den Spiegel zu schauen.

              • (11) 25.04.18 - 15:04

                So hart würde ich das nicht ausdrücken wollen. Viele der ehemals Betroffenen müssen das Erlebte ja auch irgendwie bewältigen und Erklärungen finden, was da genau mit ihnen in der Beziehung passiert ist.
                Eine andere Art von Wiedergutmachung gibt es häufig nicht.

                Kritisch wird es natürlich, wenn man immer wieder in solche dysfunktionalen Beziehungen gerät - dann ist der ehrliche Blick in den Spiegel auf Dauer durchaus hilfreicher, als sich über die Geisteszustände seiner (Ex)partner auszulassen.

                LG

                • Absolut. Die, die tatsächlich in einer Beziehung mit einem an einer Persönlichkeitsstörung leidenden waren brauchen diesen Raum zur Bewältigung. Wobei da auch Therapie besser wäre als ein Internetforum. Besonders im Falle von Wiederholung. Ich bin so ein Beispiel. Meine Mutter ist Narzisst. Und dann habe ich einen geheiratet. Meine Therapie war bitter nötig. Ein Internetforum allein hätte mir nicht langfristig weitergeholfen.

                  Aber was ich meine sind Leute, die diese Foren oder Selbsthilfegruppen quasi infiltrieren um in ihren Lebenslügen Bestätigung zu finden. Ich habe das leider schon öfter erlebt.

                  Natürlich trifft das bei weitem nicht auf alle zu, die in solchen Foren oder Gruppen agieren, aber es ist schon auch keine Ausnahme.

                  Was ich damit eigentlich sagen wollte, ist dass man die stigmatisierenden Aussagen, die i solchen Gruppen gerne getroffen und perpetuiert werden, sehr kritisch lesen und hinterfragen muss, und dass man daraus keine tatsächliche generelle Dämonisierung ableiten sollte. Was aber leider sehr häufig passiert.

              (13) 25.04.18 - 15:19

              Wer sich vor einem Borderliner oder Narzissten in Sicherheit bringt und die psychische Störung mit allen Begleiterscheinungen als Hauptgrund benennt, stellt also jemanden <<als Geisteskrank>> dar? Ist das nicht eine typische Sichtweise von Borderlinern und Narzissten, das man sie lediglich als krank "hinstellt"?

              • Nein, ich rede hier von Menschen, die sich in diesen Gruppen bewegen, obwohl sie in der Realität nicht aus einer solchen Beziehung kommen, sondern aus einer ganz normalen, die an einer breiten Variation von Gründen zerbrochen ist. Statt sich damit aber richtig, ehrlich und selbstkritisch auseinanderzusetzen, diagnostizieren diese Menschen ihren Ex-Partner schnell als borderline oder narzisstisch und weisen somit alle Schuld von sich selbst und kassieren das Gruppenmitleid zur Selbstbestärkung.
                Ich sage nicht, dass das auf alle in diesen Foren schreibenden zutrifft. Ich sage es auch generell nur um zu illustrieren, dass man diese Foren mit einer Prise Salz lesen muss und das Gelesene besser kritisch hinterfragt, statt blind der generalisierten und extremen Stigmatisierung aller Personen mit BPS und/oder NPS zu folgen.

      Oh...ja...die armen Narzisten, Borderliner...bekommen ja sooo wenig Verständnis von ihrem Partner, der Familie der Umwelt...*Ironie off...eine Schei...muss man, diese Menschen haben alles ausgereizt, was andere Menschen an Verständnis Rücksichtnahme etc..möglich ist!! Sie zerbrechen Menschen, machen ganze Familien fertig und zerstören sie und die Kindheit ihrer Kinder!
      Ich sag nur eins, wer mit so jemanden zu tun hat, lauf so schnell du kannst...das isr sonst lebenslänglich!

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