Wie wertet ihr solche Aussagen?

    • (1) 02.05.18 - 10:50
      Kraftlos11

      Guten Morgen, ich würde gerne mal wissen, wie ihr folgendes seht.

      Bei Sohmenann mittlerweile (11) hatte man schon seit dem 3. Lj die Vermutung von ADHS, Wahrnehmungsstörung, LRS..... ! Vor ca 3 Jahren haben wir dann angefangen Medis zu nehmen.

      Mein Mann 16 Jahre älter, sieht das ganze nicht so. Egal was ich, die Schule, die Ärzte sagen. Lust etwas daran zu tun hat er aber nicht. Damit meine ich: mit ihm etwas Unternehmen und ihn nicht vor der ps4 Parken, lernen usw. Er bekommt die Krise, wenn er mit dem Sohn lernen soll und die Buchstaben so aussprechen soll wie sie heißen und nicht welche Geräusche sie von sich geben. Zb. B und nicht BEE. Diktat üben grauenhaft..... jetzt war ich am WE auf einem Lehrgang und er war gezwungen mit ihm zu üben. Als ich nach Hause kam und fragte ob der Sohn geübt hätte sagte er:" irgendwas hat er gemacht!! Ich fragte: Wie irgendwas? Hast du nicht nachgeschaut, diktiert......?! Die Antwort:" von wo soll ich wissen was er gelernt hat.🤔

      Stille. Sonst wäre ich aus der Haut gefahren und hätte mich nicht kontrollieren können. Das besonders sein, hat mein Sohn von mir geerbt bekommen.

      Als wir vorgestern mit Freunden weg waren kamen wir auf das Thema und er sagte nur:" Haushalt und kinder machen keinen Spaß! Ich schaute ihn an und fragte nochmal nach, ob ich richtig gehört habe. Er sagte nur:" willst du mur sagen, das dir dieses Theater, der Stress usw jeden Tag Spaß macht.! Nein, es ist nicht immer schön aber trotzdem habe ich jeden Tag Spaß mit meinen Kindern!!! Seit dem ist Funkstille weil ich das Gefühl habe, seine Aussage passt zu seinen Handlungen. Wie seht ihr das?

      Wir haben noch eine 13 jährige Tochter die mitten in der Pubertät steckt und Epilepsie hat.

      • Hallo,

        also mir macht Haushalt auch keinen Spaß... Meine Tochter ist 14 und phasenweise hat das gemeinsame Zusammenleben nun wirklich auch nichts mit Spaß zu tun... #augen

        Für die Schule üben empfand ich jetzt nicht so anstrengend, allerdings tat sich meine Tochter auch nicht so schwer und ich habe nicht oft mit ihr üben müssen (außer Lesen 1./2. Klasse). Aber mit 11 Jahren WOLLTE sie auch gar nicht mehr mit mir zusammen lernen. Ich habe nach dem Wechsel auf die weiterführende Schule versucht, sie etwas zu unterstützen, Vokabeln abzufragen usw. - sie war aber eher genervt davon und froh, als ich sie allein hab machen lassen.

        An Eurer Stelle würde ich vielleicht eher nach professioneller Nachhilfe schauen (vielleicht sogar mit Erfahrung im Bereich LRS). Das nimmt vielleicht auch den Druck, die Anspannung aus der Vater-Sohn-Beziehung.

        Viele Grüße
        H.

        Hallo

        du reagierst empfindlich auf diese Aussage weil du sie wertend empfindest. Er bezieht sich vermutlich auf das anstrengende was für dich eben dazugehört.

        Da du das Gefühl hast (oder es ist tatsächlich so) das er sich nicht so einbringt und eigentlich keinen Bock hat ist für dich natürlich eine Bestätigung.

        Ich habe für mich schon vor langer Zeit gelernt das mein Mann in bestimmten Bereichen einfach eine Niete ist. Er kann das nicht sehen und bekommt dann Aufgaben zugeteilt als wäre er ein minderbemittelter Trottel. Manchmal schimpft er mit mir deswegen aber wenn ich möchte das er eine meiner Aufgaben übernimmt und ich doch schon weiß das er das nicht wirklich kann dann eben so. Und das funktioniert.

        Und ja nach drei Kindern (19, 18, 10) kann ich auch sagen das macht keinen Spaß. Wir haben tolle Zeiten und es läuft auch gut. ABER im großen und ganzen ist es eine Arbeit die einem schon auf den Wecker gehen kann und wenn man dann gefühlt zum 100. mal das gleiche gesagt hat kann einem schon alles vergehen.
        Das schöne am Mensch ist das er rückblickend das alles immer etwas verklärt. So denke ich mittlerweile gerne an die Zeit zurück als die großen noch klein waren ABER nochmal machen NEIN DANKE!

        Unterhalte dich mit deinem Mann wo er seine Aufgaben sieht und was ihm innerhalb der Familie wichtig ist. Wir haben bei solchen Gesprächen festgestellt das wir sehr unterschiedliche Auffassungen haben wie wir bestimmte Dinge gestalten wollen oder in welche Richtung es gehen soll. Bei uns hilft nur reden und auch mal ordentlich streiten um dann eben in eine Richtung zu gehen oder eben vielleicht auch in eine ganz Neue.

        LG
        Corinna

        Hallo

        neutral werte ich das.
        Haushalt macht auch selten Spaß, manche mögen auch keine Gartenarbeit, andere lieben sie.Dein Mann mag Hausarbeit und Nachhilfe halt nicht.
        Wenn euer Sohn Förderbedarf hat ,würde ich das Fachleute machen lassen ( erkundige dich mal beim Jugendamt, es gibt/gab einkommensunabhängige Lernhilfen)und sucht euch umgehend eine spezialisierte Nachhilfe für euren Sohn.
        Wenn dies allein die Eltern übernehmen, belastet das bekanntlich auf Dauer das Verhältnis zum Kind.
        Willst du deinem Kind das zumuten?
        Üben mit dem Vater, der das ungern und gezwungenermaßen macht? Da kommt nichts Gutes bei rum.

        L.G.

      • Hallo,

        Wenn bei uns jedes Mal, wenn ich so einen Spruch belanglos ablasse eine Ehekrise ablassen würde, wäre dies wohl dauerhaft bei uns der Fall.

        Habe einen 12 Jährigen, mit extremen Schulproblemen. Asperger spielt bei ihm mit rein und obwohl er Teilhochbegabungen hat, ist er nicht imstande sein Wissen angemessen zu nutzen (zumindest nicht für schulisches). Lernen ist also ein absoluter Krampf, anstrengendste und nervenaufreibende Arbeit und ja... manchmal kapituliere ich und gebe es für 1-2 Tage tatsächlich auf und habe dann keine Ahnung was und wie er diese 2 Tage dann gelernt hat.
        Und wenn mich jemand fragt, dann antworte ich auch damit, dass es derzeit einfach nur anstrengend ist und nervt.

        Ich liebe alle 4 Kinder gleich und ich bin gerne Mutter und wir haben auch viel Spaß zusammen, aber Erziehung ist NICHT ausschließlich spaßig und macht Freude.
        Ich finde also schon das man jemanden solche Aussagen zugestehen kann.
        Wichtig sind doch nur die Taten, wenn er jetzt dauerhaft ständig vor dem Familienalltag flüchtet und sich mit den Kindern nicht auseinandersetzen will, dann ist das was völlig anderes und das würde mir zu denken geben.

        Bei schulischen Dingen teilen wir im übrigen das ganze auf. Ich bin eine klischeehafte Niete in Mathe und darum kümmert sich mein Mann bei den Hausaufgaben darum, ich dagegen bei Fremdsprachen etc.
        Wenn man das Berufsbedingt nicht leisten kann und ein Elternteil einfach kein Händchen und den Nerv dafür aufbringen kann, sollte anderweitige Nachhilfe ran.
        So hat ja niemand was davon und lernen wird dein Kind damit auch nicht besser.
        Aber darüber solltet ihr einfach offen kommunizieren, dann muss man sich auch nicht über solche Aussagen so sehr aufhängen.

        LG

        (6) 02.05.18 - 13:01

        Dein Mann scheint ziemlich unreif zu sein. Schluck' einfach das MPH (?) deines Sohnes selbst. Dann hast du genügend Energie, alles selbst zu stemmen und den Jungen zum autogenen Training, zum Sport und zur Verhaltenstherapie zu schleppen. OK, bevor jetzt editiert wird: Der Aufruf zum Drogenmissbrauch war natürlich NICHT ernst gemeint. Kindern würde ich so ein Zeug allerdings auch nicht verabreichen. Abgesehen von heftigen körperlichen Nebenwirkungen, resultieren aus dem Dauergebrauch von Stimulantien gerne mal noch ganz andere psychische Störungen.
        Ärzte sind m. E. oft viel zu leichtfertig im Verschreiben von Psychopharmaka und Stimulantien. Habt ihr überhaupt andere Therapieansätze verfolgt?

      • Ich empfinde deinen Text als inhaltlich unstrukturiert/unklar. Es fehlen vielleicht auch schlicht einige relevante Informationen.
        Was heisst, dass man bei euren Sohn schon ab dem 3. Lebensjahr den Verdacht hatte, er habe ADHS oder diverse andere "Störungen"? Wurde der Verdacht erhärtet? Diagnostisch bestätigt? Was genau hat er denn nun?
        Weiter: vor drei Jahren habt ihr deswegen begonnen Medikamente zu nehmen: wer? was?

        Einem 11jährigen Buchstaben noch als Laut ohne Vokale diktieren/vorsagen müssen? Dann scheint aber etwas ganz grob im Argen zu liegen. Besucht er eine entsprechende Förderschule?

        Sind die Schwierigkeiten eures Sohnes im Alltag so raumfordernd, ist euer gesamtes Denken derart auf seine Defizite ausgerichtet wie es im Text rüberkommt, oder ist die Problematik vielleicht bei nur bei dir so raumfordernd, aber nicht bei deinem Mann?
        Besteht eine grosse Diskrepanz zwischen subjektiver und objektiver Wahrnehmung?

        Die Pubertierende mit Epilepsie, wie sieht es dort aus, ist die Epilepsie Alltagsrelevant, das heisst hat sie aktuell noch Anfälle und/oder Einschränkungen, oder ist es eine subjektive Raumforderung, bezogen auf Vorfälle in der frühen Kindheit?

        Du unterstellst deinem Mann Gleichgültigkeit. Ich könnte mir vorstellen, dass er diesen Fokus auf die Defizite BEIDER Kinder als sehr abschreckend empfindet, und dadurch tatsächlich den "Spass" am Familie haben nicht mehr wahrnimmt.

        Aber nochmal, dies sind Interpretationen aufgrund deines Textes, beziehungsweise seiner Wirkung auf mich.

        Als Kontrast: unsere Kinder sind auch nicht gerade ohne Spezialanforderungen ( unter anderem Autismusthematik), aber unser Fokus richtet sich primär auf die Stärken jedes Einzelnen, die da wären Wortwitz, Humor, Intellekt und erst sekundär auf die autismusbedingten Schwierigkeiten. Das führt dazu, dass es hier so viel gelacht wird, Wortgefechte geführt werden, der Spassfaktor ist für jeden spürbar.

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