Wir streiten so viel ­čś¬

    • (1) 09.06.18 - 21:12

      Hallo zusammen,

      mein Partner und ich sind schon lange zusammen, 19 Jahre. Im letzten Jahr kam unsere Tochter zur Welt. Ein absolutes Wunschkind.

      Nun zu meiner aktuellen Situation. Ich bin ungl├╝cklich mit ihm. Wir streiten so viel und auch ├╝ber so viel Quatsch. Wer macht genug im Haushalt und k├╝mmert sich genug um unsere Tochter, wer darf sich mal etwas hinlegen und schlafen, wer ist wann und wie lange weg.... und und und.

      Irgendwie finden wir nicht mehr zueinander. Mal ein k├╝sschen zum Abschied aber das war es dann. Seit ├╝ber einem Jahr keine Z├Ąrtlichkeiten. Er schl├Ąft auch nicht mehr im Bett, ziemlich genau seit Geburt. Er ist ein Schnarcher und kommt schlecht hoch wenn der Wecker klingelt und will uns damit nicht zus├Ątzlich belasten.

      Die Streitereien belasten mich. Ich merke das ich gleichg├╝ltig ihm gegen├╝ber werde. Ich finde das so schlimm. So alt sind wir noch nicht und ich beginne mich zu fragen ob es das nun gewesen ist. Werde ich so den Rest meines Lebens verbringen?
      Wie soll es weiter gehen?

      Gru├č Muckelchen2017

      • Gerade im ersten Babyjahr ist f├╝r viele die Umstellung auf ÔÇ×Eltern UND LiebespaarÔÇť von 18 Jahren ÔÇ×nurÔÇť Liebespaar nicht so einfach. Ich w├╝rde nicht aufgeben und erstmal versuchen einander n├Ąher zu kommen. Ich w├╝rde schauen dass ihr schnell wieder in einem Zimmer schlaft. M├╝digkeit und Haushalt nicht kleinlich aufrechnen, Babysitter nehmen und mal 2 Stunden essen gehen, mal abwechseln ausschlafen (Schlafmangel ist zu recht eine Foltermethode), ...

        Hallo, wir haben in den ersten Monaten nach der Geburt unserer Tochter (erstes Kind) auch ├╝ber genau die Themen diskutiert.
        Wir haben dennoch immer wieder zueinander gefunden und lieben uns jetzt mehr denn je. Was uns geholfen hat, war die regelm├Ą├čige Betreuung unserer Tochter durch Gro├čeltern am Wochenende. So konnten wir uns auch immer wieder auf uns konzentrieren, als Paar, als ein sich liebendes Paar. Es hat uns entspannt und uns neue Energie geschenkt. Dann ist man auch lockerer und spielt wieder mehr miteinander, statt gegeneinander.
        Alles Liebe

        • (4) 10.06.18 - 16:05

          Und was machen nun die Leute deren Eltern die Enkelkinder nicht nehmen?

          Weder f├╝r 2 Stunden, noch ├╝ber Nacht?

          Babysitter finden ist auch nicht so einfach. Und vor allem ├╝ber Nacht?!

          Hat man dann Pech gehabt und muss sich zus├Ątzlich noch anh├Âren wie andere diesen Luxus genie├čen.

          Dieser Rat kommt immer und ist ei Schlag ins Gesicht aller Paare, die ALLEINE mit den Kindern klar kommen M├ťSSEN.

          • ├ähm, ich wohne an einem sehr einsamen Fleck Erde. Und selbst hier habe ich einen Babysitter gefunden. Vielleicht nicht ├╝ber Nacht, aber f├╝r 2-3 Stunden...

            (6) 10.06.18 - 20:42

            Auch die Leute die keine Oma und Opa zu bieten haben, haben Freunde/Verwandte oder Nachbarn die sicher gerne mal zwei Stunden um das Baby k├╝mmern. Bzw. Nur mal den schlaf ├╝berwachen da die Eltern ja meist eher Abends wegwollen. Ich habe auch nicht all zu viele gute Freunde, denen ich mein Baby anvertrauen wollte aber ich bin sicher, das ich jemanden gefunden h├Ątte, wenn es meine schwiegereltern nicht gegeben h├Ątte.

            Aus dem was ich ├Âfter so mitbekomme wollen aber viele Eltern das nicht das ihr Kind bei anderen ist oder trauen es keinem anderen zu. Das ist dann eben ihre Entscheidung aber danach gibt es dann auch keinen Grund zu n├Ârgeln denke ich. Ich wollte auch die ersten sechs Monate nicht, das meine Tochter bei irgendwem anders ist. Es begann dann mit einem knapp zweist├╝ndigen Besuch alleine bei Oma und ich konnte gar keine Sekunde abschalten. Das war eben mein Problem. Oma und Opa haben das gut gemacht aber ich habe es niemanden zugetraut. Wir steigerten es dann langsam und nun ist meine Tochter gerne mal ein Wochenende bei Oma und Opa und mir und meinem Mann geht es gut damit.

            Liebe TE,

            Ich hoffe das ihr einen guten Weg findet euch als Paar nicht zu verlieren. Ich w├╝rde meinen Mann zu allererst zur├╝ck ins Schlafzimmer holen oder sollte das gar keine Option sein, ihn wenigstens ab und zu mal in seinem schlafgemach besuchen kommen.

            Abends wenn das Kind im Bett liegt ist man ja meist auch K.O. aber ein gemeinsames Bad nehmen oder zusammen kochen um sich wieder n├Ąher zu kommen w├Ąre vielleicht erstmal ein kleiner Schritt.

            Und reden. Sag ihm f├╝r wie sinnlos du eure streitereien empfindest und vielleicht wirklich mal w├Ąhrend eines Streits dar├╝ber nachdenken, ob sich dieser streit lohnen w├╝rde, wenn du morgen sterben solltest. Denn meistens lohnt sich das nicht.

            Grade als unsere damals so ein bis anderthalb war, war ich manchmal auch einfach ├╝berfordert denke ich im Nachgang, da gab es auch unsinnige streitereien. ├ähnliches sehe ich auch bei meiner Schwester jetzt. Sie streitet momentan auch oft mit ihrem Mann. Ich wei├č ja nicht ob es vielleicht auch ├ťberforderung bei euch ist oder halt nur die Umstellung auf Familie oder halt einfach etwas, dass zwischen euch ist aber ich denke es ist wichtig das herraus zu finden um dagegen zu steuern.

            Alles Gute euch.

          • So einen Kommentar hatte ich bef├╝rchtet.

            "Und was machen nun die Leute deren Eltern die Enkelkinder nicht nehmen?"

            Am hilfreichsten w├Ąre es dann, sich ein funktionierendes soziales Netzwerk aufzubauen. Liebe und zuverl├Ąssige Freunde finden, die das Kind mal ├╝bernehmen. Vertrauensw├╝rdige Nachbarn ausfindig machen und kennenlernen. Die gesamte Verwandtschaft durchgehen und ├╝berlegen, ob wirklich niemand verf├╝gbar ist und Zeit und Lust h├Ątte mal einzuspringen (Tanten, Onkel, Cousins,...), eine Leihoma ├╝ber das Internet oder soziale Vereine finden, die machen das zumeist ehrenamtlich oder tats├Ąchlich sich die M├╝he machen und einen Babysitter suchen (Studenten, Erzieher, M├╝tter, Jugendliche) und gegen Bezahlung sich eine Auszeit g├Ânnen.

            "Hat man dann Pech gehabt und muss sich zus├Ątzlich noch anh├Âren wie andere diesen Luxus genie├čen. "

            Wenn alle genannten M├Âglichkeiten fehlschlagen- ja, dann hat man wohl Pech gehabt und man muss sich das anh├Âren #schock
            Und was kann ich nun dazu?!

      (8) 09.06.18 - 22:07

      Hey

      Unbedingt ansprechen! Auch das dir die N├Ąhe und Zeit f├╝r euch fehlt.
      Bei uns ist es ├Ąhnlich, wir haben ein ernstes Gespr├Ąch gef├╝hrt und einen Plan gemacht wie wir zu mehr Kontakt im Alltag kommen.
      Die Abende geh├Âren uns, Gespr├Ąche ├╝ber Baby sind tabu (au├čer es geht um wichtiges), wir verbringen die Zeit tats├Ąchlich zusammen und gucke nicht stumpf tv, nehmen uns aber auch beide jeweils Zeit f├╝r uns selbst, machen uns auch mal fertig und gehen zu zweit eine Kleinigkeit essen ohne Baby.


      Liebe Gr├╝├če

      Danke das baut mich etwas auf.

      Ich werde versuchen noch einmal ein Gespr├Ąch mit ihm ├╝ber die Situation zu f├╝hren. Ich bin ├╝berzeugt das es ihm ├Ąhnlich geht. Ich hoffe wir bekommen das hin

      (10) 11.06.18 - 16:14

      ... meine Tochter ist verstorben bei einem Unfall... das bringt viel durcheinander und ich verstehe nicht, warum ich mich ├╝ber vieles fr├╝her aufgeregt habe und was ich alles pers├Ânlich genommen habe...

      du bist frei
      mach, was du willst
      f├╝r alles zahlst du einen Preis, wenn du bleibst und wenn du gehst

      was ist DIR wichtig im Leben und wof├╝r lohnt es sich, konkret zu werden und das umzusetzen, was einem wichtig ist? Willst du dein Leben mit Vorw├╝rfen leben oder hast du Lust, andere L├Âsungen zu finden?

      Fragt euch doch beide, was ihr wollt und was zu geben ihr bereit seid? Wollt ihr euch an einer Stelle treffen? Oder k├Ânnt ihr das nicht?
      Darf jeder genug sein, wie jeder ist? Wird die Wertsch├Ątzung genug zum Ausdruck gebracht? Was habe ich an dem Menschen von Anfang an geliebt? Sehe ich das noch?

      Wir verlieren uns zu schnell in Nebens├Ąchlichkeiten und schimpfen ├╝ber das, was nicht ist. Und vergessen dabei, dass der Ursprung die Liebe war. Und wir vergessen, dass es gilt, diese Liebe wach zu halten und immer wieder neu zu finden...

      es muss nicht mit dem selben Partner sein... aber die Motivation sollte Liebe sein... und der Wunsch, Liebe zu leben... ob alleine, mit Kind oder mit Partner...
      alles Gute

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