Wenn einem alles über den Kopf wächst. (langer SiLoPo)

    • (1) 15.08.18 - 09:13
      ...uff...

      Hallo urbia-Gemeinde,

      ich weiß gar nicht, ob ich hier wirklich richtig bin, aber da mein Anliegen unter anderem mit dem Thema Partnerschaft zu tun hat, versuche ich es mal in dieser Kategorie.

      Kennt ihr das, wenn ihr das Gefühl habt, dass euch das Leben zu "erdrücken" scheint?
      Das man keine wirkliche Atempause bekommt so sehr man es auch versucht?
      Also ob irgendwer im Universum sitzt und sich ins Fäustchen lacht...

      Man, bei mir ist gerade so ein Punkt erreicht.

      Erwachsen sein ist doch echt Mist manchmal. Gefühlt bin ich seit Monaten nur am Probleme lösen und wälzen. Habe schon Haarausfall und Schlafstörungen.
      Ich weiß es kommen auch wieder ruhigere Zeiten, aber manchmal ist es doch echt verlockend den Kopf einfach mal in den Sand zu stecken.

      Kurz zu mir: Mitte 30, 1 Kind, alleinerziehend, Vollzeit beschäftigt plus Nebenjob 2-3 Mal im Monat am We, Partner vorhanden, aber getrennt lebend.

      Was mich im Moment so beschäftigt:

      -Job nervt seit Ewigkeiten, Veränderung läuft (wenn auch mit Hürden)

      -Wohnungssituation hat sich durch neue Nachbarn seit ein paar Monaten extrem verschlechtert. Gespräche bringen wenig bis gar nichts und wir würden gerne umziehen, aber jeder weiß wie der Markt im Moment aussieht... Auch hier klemme ich mich dennoch hinter.

      - Kind brauch im Moment etwas schulische Unterstützung. Nachhilfelehrer ist mitterweile glücklicherweise gefunden, aber dieser kommt zu uns nach Hause, also muss die Bude an den Tagen pickobello sauber sein (zumindest ist das mein Anspruch ;-) ) Sonst hab ich in der Woche Kleinigkeiten gemacht und am We gemeinsam den Großputz.
      Stresst mich also zusätzlich.

      - Durch eine chronische Erkrankung habe ich seit Wochen starke Schmerzen, Op Termin steht zwar, aber durch die Schmerzmittel bin ich gefühlt nur noch ein halber Mensch.

      - Mein Partner muss eventuell im nächsten Jahr für mehrerer Jahre ins Ausland. Leider wirklich weit weg, so dass eine Fernbeziehung eigentlich unmöglich ist. Ich kann aus vielen Gründen nicht mit. Wir sind am hin- und herüberlegen, aber wie das so ist mit ungelegten Eiern, wirklich bringen tut es nichts. Das macht mich sehr traurig und belastet mich emotional stark.

      Was nun das Faß zum Überlaufen gebracht hat war, dass auf dem Weg zur Arbeit die Motorkontrolleuchte an meinem Auto ansprang. Eine Kleinigkeit, aber ich hätte heulen können.
      Ich habe gerade so schön sparen können, dass mein Kind und ich demnächst einen größeren Urlaub machen können und nun habe ich schon wieder Panik, dass es alles für eine eventuelle Reparatur draufgeht.

      Ich möchte mich gerade einfach nur noch unter der Bettdecke verkriechen...
      Ich versuche schon Zeit für mich zu nehmen, aber irgendwie hilft das nicht wirklich.

      Was macht ihr in solchen Situationen?
      Was gibt euch wieder Kraft die Schultern zu straffen und einfach weiterzugehen?

      Entschuldigt bitte das große Jammern, aber irgendwo musste es jetzt raus.

      VG
      ...uff...

      • Hallo,

        es ist im Moment viel aber Du schreibst ja selber, dass Du den einen oder anderen Stein (Job, etc) schon ins Rollen gebracht hast.

        Genauso mit der Wohnung, klemm Dich dran, suche intensiv und binde ggf auch Freunde, Bekannte, Kollegen etc mit ein, dass Du was neues suchst.
        Oft ist es ja so nach dem Motto: der Kollege hat eine gute Freundin und in dem Haus ihrer Schwester wird demnächst eine hübsche Wohnung frei usw.

        Dein OP-Termin steht und auch der Nachhilfelehrer ist gefunden.

        --> also sind hier einige Steine bereits ins Rollen gebracht und eine Besserung wird sich garantiert in allen Bereichen zeigen. Zwar nicht sofort aber es wird kommen.

        Mit Deinem Partner muss man eben sehen, wie es weiter geht.
        Du hast recht, dass es momentan keinen Sinn macht, sich über ungelegte Eier den Kopf zu zerbrechen. Lasst es sich entwickeln und vielleicht ergibt sich ja eine ganz neue Lösun, an die Ihr jetzt gar nicht groß denkt.

        So und das mit der Motorleuchte, das kenne ich zu gut - ich hatte auch schon mal Situationen, wo ich etwas geplant habe und dann muckt das Auto oder irgendwas blinkt auf.
        Jetzt erst mal "ruhig Blut" und lass es mal anschauen.
        Vielleicht geht es ja auch über eine freie Werkstatt, die sind meistens nicht so überteuert wie die Vertragswerkstätten.
        Und vielleichht ist es ja auch nur eine kleine Kleinigkeit, dass z.B. das Öl oder ein Filter gewechselt werden muss und sowas hält sich ja noch in Grenzen.

        LG und Kopf hoch.

        • (3) 15.08.18 - 10:54

          Danke für deine Worte! #blume

          Ja, es wird hoffentlich bald ruhiger. Gefühlt bricht aber irgendwo immer was neues auf, sobald ein Problem gelöst ist. Das macht echt mürbe...

          Aber durchhalten. Was anderes bleibt einem ja nicht übrig #schwitz

      Hallo,

      lass Dich mal #liebdrueck!
      Du kennst Deine Probleme und gehst sie an. Das ist viel mehr wert, als die sofortige Lösung selbst. Bleib am Ball, für Dein Kind und für Euch! Es gibt immer mal solche Zeiten, aber es kommen auch wieder Bessere!

      LG und alles Gute!

    Hallo!

    Fühl dich Mal gedrückt. Solche Phasen gibt es einfach, aber Gott sei Dank sind es meistens wirklich nur Phasen.

    Vielleicht ist ja auch nur zu wenig Öl im Auto?

    • "Fühl dich Mal gedrückt." Danke #liebdrueck
      Irgendwie tut das gut, wenn auch viruell und anonym.

      Ja, mein Partner war gerade hier und hat festgestellt, dass das Auto echt fast trocken ist. Dabei hab ich vor ein paar Wochen noch geprüft, da hab ich wohl nicht richtig aufgepasst, obwohl ich schwören kann, dass alles noch im grünen Bereich war. #klatsch
      Ich hoffe es nichts anderes Schaden genommen, er ist jetzt zur Werkstatt um den Fehler auslesen zu lassen.

Also eigentlich kann ich nur den Hut vor dir ziehen! Du packst doch alles an und alleinerziehend ist Mega schwer. Sei stolz auf dich. Ich hoffe sehr für dich, dass das Auto nichts schlimmes hat und kann verstehen, dass es einem zu viel wird. Es wird auch wieder bessere Zeiten geben.

  • (9) 15.08.18 - 19:08

    Danke auch dir für den Zuspruch!
    Ich bin gerne stark, für meine Tochter und aber auch für mich. Aber manchmal braucht man anscheinend doch mal einen Schulterklopfer.
    Am Auto war zum Glück nichts schlimmes. Zu früh in Panik geraten.
    VG

Erst einmal Hut ab wie organisiert du bist und wie du das alles stemmst.

Du wirkst auf mich unglaublich klar und strukturiert. Du erkennst Probleme und nimmst sie in die Hand. Das ist doch schonmal super.

Jeder hat mal einen Punkt an dem er einfach keine Lust mehr hat auf Probleme.
Weißt du ich habe einen Partner an meiner Seite mit dem ich die Probleme zusammen lösen kann. Und ich habe auch mal die Schnauze voll. Bei uns in beiden Familien ist irgendwie auch das Motto "wenn Scheiße dann Scheiße mit Schwung". Will heißen wenn dann kommt es dicke. Du meisterst alles allein.

Mir hilft es tatsächlich mir vor Augen zu halten was wir schon alles hinbekommen haben und das immer in absehbarer Zeit. Ich weiß, dass es irgendwann vorbei sein wird und wofür wir alles tun. Ich habe immer das Ziel vor Augen.

Ich weiß nicht ob es dir hilft aber fühl dich gedrückt.

Ich habe chronische Schmerzen, die OP hat es verbessert, aber nicht geheilt.

Wenn es allzu schlimm ist, verkrieche ich mich sehr wohl ein paar Tage ins Bett.

Das ist eigentlich eine ganz normale Reaktion und du solltest nicht so hart zu dir sein, das macht es nur schlimmer.

Wenn es dir schlecht geht, lass dich mal eine Woche krank schreiben, Kauf dir ein Buch oder eine DVD- Serie und erhole dich.

Dann werden die Nerven auch wieder besser!

LG

Top Diskussionen anzeigen