Spagat Familie / Beruf / Kinderwunsch / Vasektomie

    • (1) 19.08.18 - 20:38
      ZweiZwerge2018

      Ich bin fast 36 und habe 2 Kinder von 4 und 6 Jahren, -habe mich beruflich bereits vor den Zwergen schön hoch gearbeitet und liebe meinen Job.

      Ich arbeite 30-35 Stunden und das bereits immer nach je einem Jahr Elternzeit.
      Sogar in den insgesamt zwei Jahren Elternzeit war ich stundenweise freiberuflich tätig. Teilweise mit Baby im Tragetuch als Dozent. Ich will damit sagen -da hängt Herzblut mit drin.

      Aber ich liebe auch die Zeit mit meinen Kindern. Es ist so unglaublich toll dass sie da sind, Kinder geben so viel. Ich genieße jede Sekunde mit ihnen, möchte manchmal einfach die Zeit anhalten.

      Wenn es nach meinem Herz ginge hätte ich viel mehr Kinder!

      Aber der Verstand sagt Beruf und Finanzen sind wichtig. Weitere Fehlzeiten / Elternzeiten wären in meinem aktuellen Job nicht möglich.

      Wir leben ein schönes Leben und müssen nicht sehr auf das finanzielle achten. Können den Kindern eine gute Zukunft bieten.

      Dennoch kommen gerade in Zeiten wie aktuell -wo mein Partner und ich über eine Sterilisation / Vasektomie nachdenken- die Angst falsch zu entscheiden.

      Was wenn ich bereue meinem Herzen zu wenig Gehör geschenkt zu haben?

      Mein Verstand sagt es ist alles perfekt so wie es ist. Und eigentlich ist die Entscheidung zugunsten des Verstandes bereits gefallen.

      Wie ergeht/erging es euch mit diesem Thema?

      • Man sieht nur mit dem Herzen gut, das wesentliche ist für die Augen unsichtbar... Daran z. B. halte ich mich.

        ich denke es kommt darauf an was für eine Art von Mensch du bist, wie entscheidest du normalerweise wichtige Dinge, Job, Hausbau, finanzielle Ausgaben usw. "überlegst" du lange oder entscheidest du mit dem Bauch? Ich bin z.b jemand der so lang ich denken kann alles "zerdenkt" wie würde sich diese und jene Entscheidung auf mein Leben auswirken was würde passieren wenn ich so entscheide, was wenn ich anders entscheide. ich zerdenke tatzächlich jede Möglichkeit und entscheide dann für die Möglichkeit in die ich mich besser "hineinfühlen" kann...weiß nicht ob ich das jetzt gut erklären konnte. ich versuche es mit einem Beispiel. ich hab ein Nebenjob, der mir ansich gut gefällt, die Arbeit ist nicht schwer, die Kollegen nett, nun bietet mir jemand anders eine andere Stelle an, ich überlege also, mache so zu sagen eine pro und Contra Liste im Kopf. dann werde ich in den neuen Job gehen und mir das ein Tag anschauen und werde dann vermutlich nach Bauchgefühl entscheiden. selbst wenn der neue Job etwas mehr Contra als Pro bieten würde, würde ich mich da wohl füllen bzw mein Bauch dann würde ich die Stelle annehmen. Wenn du also jemand bist dem das Gefühl wichtiger ist als die Vernunft dann wirst du wohl unglücklich wenn du deinem Gefühl nicht folgst.

        (4) 19.08.18 - 21:20

        Wir haben 3 Kinder. Als die Jüngste geboren wurde, war die Älteste noch keine 4, der Mittlere eben genau dazwischen.

        Ich liebe meinen Job mit den Kindern zu Hause - meine Beruf ist halt da...da steckt nicht wirklich Herzblut drin, er ist da. Ja, es ist Mega anstrengend die kinder, Haushalt und Garten unter einen Hut zu bekommen. Aber ich liebe diesen Trouble.

        Ich fänd auch 4 Kinder toll, sehe da aber „Schwierigkeiten“,...fangen wir bei Auto und Kinderzimmer an. Vermutlich hätte ich immer gerne ein Baby und ein Kleinkind im Haus. Entschieden haben wir sie Vasektomie vom Verstand, nicht von Herzen. Ja klar reden wir mal dadrüber, was wäre wenn, aber es war eine der besten Entscheidungen überhaupt.

      • Wenn alles perfekt ist, dann solltest du „aufhören“ mit dem Kinderbekommen.
        Alles, was du dir jetzt aufgebaut hast, kannst du im positiven Sinne für deine vorhandenen Kinder einsetzen.
        3 Kinder bedeuten noch mehr Termine, wieder eine anstrengende (wenn auch schöne) Babyzeit -die aber schnell vorbei ist- und evtl auch Streitigkeiten...
        Ich kenne viele Familien, in denen sich die Geschwister nicht so gut verstehen und irgendjemand ist immer das 5. Rad am Wagen... muss nicht immer so sein, aber.... ach ich glaube eure Entscheidung ist einfach die richtige 🙂

        Ich würde dem Gedanken und Wunsch nachgeben, bei dem dein Herz aufgeht.

        :-)

      • Ich würde erstmal auf Verhütung setzen. Vielleicht in den nächsten 2-4 Jahren....

        Hi,

        ich habe meinen absoluten Traumjob mit Traumhgehalt wegen Kinderwunsvh aufgegeben und ich bereue es nicht eine Sekunde. Mit Familie kann ich diesen nicht mehr ausführen.
        Und das Leben ist super toll wenn man finanziell normal gut gestellt ist, Familie hat und neben dem Job noch genügend Freizeit hat.

        Auch als Mutter habe ich viel gearbeitet und im letzten Job mich 1000% eingebracht, Überstunden geschoben, Wochenenden auf Kundenveranstaltungen, Messen, etc. verbracht und meinte, ich kann wieder durchstarten. Tja, ich habe gelernt, das Chef und Job nicht unbedingt auf Lebenszeit suuuuper toll ist, das ab und zu ein Tiefpunkt kommt und man vieles wieder überdenken muss.

        Job und Familie ist toll aber ich würde niemals den Job über den Kinder stellen, egal wieviel Herzblut dran hängt.
        Wenn irgendwie noch der Gedanke an einem dritten Kind da ist, dann verhütet lieber weiterhin

        Höre auf Dein Herz, denn damit triffst du die besten Entscheidungen

        lg
        lisa

        Wenn man sich nicht absolut sicher ist, dass man das für sich Richtige macht, sollte man lieber nicht Unwiderrufliches machen.

        Deine Gefühle sind genauso wichtig wie deine nüchternen Überlegungen. Stell dir vor, du entscheidest dich für eine Sterilisation, weil es objektiv betrachtet das Richtige ist, aber du bekommst dann Depressionen, weil du es nicht mehr rückgängig machen kannst.

        Ich würde auf andere Art und Weise verhüten. Du bist dir nicht sicher genug und das könnte nach hinten losgehen.

        (10) 20.08.18 - 08:37

        Huhu
        Wir haben 7 Kinder.
        Mein Mann und ich haben beide studiert. Unsere Prioritäten sind klar: Wir brauchen nicht 2 x im Jahr einen Luxusurlaub. Auf verschiedenen Inseln in der Nordsee waren wir ebenso glücklich. Wir schweben nicht im Luxus, den Kindern fehlt es aber dennoch an nichts. Wir wohnen in einem schicken Vorort, haben einen großen Garten und jedes Kind hat ein eigenes Zimmer. Auch auf 2 Autos (7 Sitzer) wollen wir nicht verzichten.
        Aber wir müssen schon aufs Geld achten.
        Die Frage ist doch, was euch glücklich macht. Man sollte immer auf sein Herz hören. Die Zeit zum Kinder bekommen ist begrenzt. Und bei manchen Leuten bleibt immer eine Lücke, wenn sie sich eigentlich noch ein Kind wünschen. Ich glaube nicht, dass ich es je bereuen werde so viele Kinder zu haben. Sie sind für mich mein Leben. Das ist für mich mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen. Da verzichte ich freiwillig auf den Luxus. Und ich habe nicht das Gefühl, meinen Kindern nichts bieten zu können. Es kommt halt drauf an, wofür man sein Geld ausgibt. Eine gesunde Ernährung und Sport ist uns wichtig. Wir machen viele Ausflüge und der Familienzusammenhalt ist gut. Kinder brauchen aber nicht viel Geld, Kinder brauchen Wurzeln.

        • Kinder sollten aber auch von ihren Eltern genug Zeit und Aufmerksamkeit bekommen. Und das sehe ich bei 7 Kindern wirklich kritisch. Ich komme selbst aus einer großen Familie (5 Kinder) und obwohl meine Mutter Hausfrau war und sich durchaus viel mit uns beschäftigt hat, fand ich (und auch meine Geschwister) es oft zu wenig Zeit und Aufmerksamkeit, weil sie sich eben um so viele Kinder gleichzeitig kümmern musste und "Exklusivzeit", wo man seine Eltern mal nur für sich hatte, eigentlich kaum vorkam. Man musste sich halt die Aufmerksamkeit immer mit 4 anderen Kindern teilen und da kommt das einzelne Kind oft zu kurz, gerade, wenn dann auch noch der ein oder andere irgendwelche (schulischen, persönlichen,...) Probleme hat. Von daher sollte man sich als Mutter und Vater auch immer noch die Frage stellen, ob man wirklich allen Kindern gerecht werden kann.
          (Nicht falsch verstehen: Das soll kein Vorwurf an Dich sein, das meine ich nur allgemein als Überlegung, die man sich durchaus stellen sollte.)

          • (12) 20.08.18 - 10:59

            Natürlich braucht jedes Kind Aufmerksamkeit und auch Exklusivzeit. Die meisten Eltern arbeiten. Ich aber habe durch die Elternzeit die Möglichkeit, viel Zeit mit meinen Kindern zu verbringen. Und auch mein Mann hat seine Stundenanzahl reduziert, um viel für die Kinder da sein zu können. Er hatte auch ein Jahr Elternzeit. Keins meiner Kinder war in einer Krippe. Klar hätten wir dann mehr Geld gehabt, aber grade die ersten Jahre finde ich so wichtig. Viele berufstätige Frauen verbringen sehr wenig Zeit mit ihren Kindern. Das finde ich eher traurig. Ich glaube nicht, dass meine Kinder das Gefühl haben zu kurz zu kommen. Sie haben ein sehr inniges Verhältnis zueinander aber auch alle einen eigenen Freundeskreis. Wir haben nun 3 Kinder auf dem Gymnasium, 2 in der Grundschule, eins im Kindergarten und der Jüngste ist noch daheim. Nachmittags mache ich also mit den Kindern Hausaufgaben und übe mit ihnen für Arbeiten. Aber auch hier helfen die Kinder sich gegenseitig, sodass ich mich mal auf einzelne Kinder konzentrieren kann. Da kommen dann auch persönliche Probleme der Kinder nicht zu kurz. Natürlich läuft nicht immer alles perfekt. Die Kinder können auch zanken, quengelig sein oder die ganze Familie wird von einer Magen Darm Grippe heimgesucht. Das heißt aber nicht, dass Kinder in einer Großfamilie grundsätzlich zu kurz kommen. Wichtig ist doch, dass Kinder sich geliebt und geborgen fühlen. Und grade bei einer großen Familie ist das
            ja wie ein Nest. Sie haben sich auch gegenseitig und halten zusammen. Und selbst wollen sie später ebenfalls viele Kinder haben. Ich glaube ja eine große Familie nimmt den Kindern nichts, sondern gibt ihnen einfach ganz ganz viel.
            Familie ist einfach das Schönste auf der Welt

            • Hallo!

              Ich finde deinen Beitrag so toll. Für mich wäre auch kein Job der Welt so wichtig wie meine Kinder. Familie ist das Beste. Erst durch meine Kinder habe ich gelernt was wirklich im Leben zählt. Mein Mann arbeitet 100% und ich halbtägig. Unsere Kinder sind jetzt 12 und 10 Jahre. Ich genieße es wirklich jeden Mittag nach Hause zu können und dann die Familie zu genießen. Kein Geld der Welt kann mir das geben was Familie bedeutet.


              LG Gabi

              • (14) 21.08.18 - 11:25

                Danke :-)
                Genau so ist es! Jeder muss für sich selbst entscheiden, was glücklich macht und uns macht die Familie glücklich!!! Mein Mann könnte seine Stundenzahl erhöhen und ich wieder arbeiten gehen. Momentan sind wir aber so zufrieden, wie es ist. Wir sind gerne bei den Kindern und ich genieße die Elternzeit. Die Zeit, in der die Kinder klein sind, geht so schnell vorbei

        Guten Morgen,

        Kleine Kinder verursachen wenig kosten, je älter die Kinder werden, desto teurer werden sie.

        VG

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