12 jähriger und Oma machen "gemeinsame Sache" gegen meinen Mann

    • (1) 21.09.18 - 13:53
      Diedienimmerlacht

      Eigentlich möchte ich mir nur einmal meinen Kummer von der Seele schreiben. Ich glaube helfen kann mir keiner.

      Zu uns: Ich (w 31) lebe mit meinem Mann (32), meinem 12jährigen Sohn aus erster Ehe und meinem Baby (4 Monate) zusammen.

      Meinen großen Sohn habe ich acht Jahre alleine großgezogen. Da ich voll berufstätig war und auch noch einen Nebenjob hatte, um mich und meinen Sohn über die Runden zu bringen, habe ich sehr viel Unterstützung durch meine Mutter erfahren, worüber ich damals sehr dankbar war. Heute hasse ich mich dafür, dass so gehandhabt zu haben.

      Meine Mutter war schon mit mir alleinerziehend und ihr Enkel daher natürlich ihr Ein und Alles.

      Wir hatten natürlich in dieser Konstruktion sehr engen Kontakt und waren regelmäßig bei ihr unter der Woche, am Wochenende etc.

      Als mein Sohn 8 Jahre alt war lernte ich meinen jetzigen Mann kennen und lieben. Die beiden hatten sofort einen sehr guten Draht und mein Mann akzeptierte meinen Sohn wie seinen eigenen. Da er zu seinem leiblichen Vater keinen Kontakt hat, war dies auch für meinen Sohn eine sehr schöne Erfahrung. Auch meine Mutter verstand sich gut mit meinem Mann.

      Jedoch hatte ich irgendwann dann eine richtige Familie, man zog zusammen, haben mittlerweile ein Haus und ich war immer noch berufstätig. Die Zeit zwischen meiner Mutter und mir wurde logischerweise weniger, da ich immer mehr Verpflichtungen im Job, Haushalt etc. hatte. der Draht zwischen meinem Sohn und meiner Mutter veränderte sich jedoch nicht.

      Vor ca. 1,5 Jahren fing es dann an, dass sich "Sachen bewegten". Allerdings nur die Sachen meines Mannes. Ca. 1 mal wöchentlich. Werkzeug wurde entwendet, Sachen wurden geschmuggelt wie Stifte, USB-Sticks. Regeln wurden nicht mehr eingehalten etc.

      Vor ca. 1 Jahr starb mein Großvater, der Vater meiner Mutter. Dies war ihr letzter Verwandter außer mir und meinem Sohn. Seitdem ist es unerträglich. Jeden Tag ist irgendwas anderes.

      Jeden Abend ist das Duschwasser meines Mannes verstellt, sei es im Sommer auf kochendheiß, sei es im Winter auf eiskalt. Mein Mann besitzt eine Aufbissschiene. Entweder ist das Reinigungswasser weggeleert oder durch uns unbekannte Mittel gefärbt (lila, rot, grün). Jedes Wochenende verschwindet Geld aus dem Geldbeutel meines Mannes. Ich könnte ewig so weiterschreiben.

      Durch diverse Telefonate, die wir mitbekommen haben, wissen wir nun, dass meine Mutter hieran nicht unbeteiligt ist. Teilweise stachelt sie sogar dazu an. Auch die Diebstähle des Geldes weiß sie.

      Seit nun 4 Monaten haben wir einen kleinen Sohn, mein einziger Lichtblick momentan. In dieser Zeit des Krankenhausaufenthalts war mein Sohn bei meiner Mutter untergebracht, da wir leider überhaupt niemanden sonst haben. Seitdem ist alles im Arsch. Wir hatten dann den Kontakt zwischen Oma und meinem Sohn untersagt, da wir uns nicht mehr zu helfen wussten. Die beiden haben sich dann heimlich getroffen (in der Schulpause, zwischen Schule und Mittagsschule, in Hohlstunden etc.). Mit meinem Mann spricht mein Sohn mittlerweile nahezu garnichts mehr, auch mit mir wird der Draht immer schlechter. Ich kann auch nicht mehr hinstehen und auf "Lieb Lieb" machen, wenn jeden Tag nur Theater und Schikanen hier sind. Mein Mann schafft das noch eher. Erst vor ein paar Wochen haben die beiden ein Vogelhaus gebaut.

      Vor ca. 6 Wochen ist es dann eskaliert als ich meinen Sohn ansprach, dass er endlich diese Sachen lassen soll. Er ist natürlich nie irgendwas gewesen. Obwohl man ihn schon live erwischt hat. Er ist dann abgehauen, wohin ist wohl klar. Dort blieb er dann ca. 5 Tage. Er kam dann wieder nach Hause. Da war es dann ein paar Tage besser und auch keine "Attacken", mittlerweile wieder täglich.

      Wir wissen uns nicht mehr zu helfen. Ich kann einfach nicht mehr.

      Bei einer psychologischen Beratungsstelle war ich. Erst meinte sie meine Mutter hätte ein Trauerproblem und müsse sich behandeln lassen, allerdings sieht sie das natürlich nicht so. Sie würde meinen Sohn auf die Position des verstorbenen Opas setzen. Momentan habe ich zu meiner Mutter keinen Kontakt. Sie versteht mein Problem garnicht. Sie könne doch nichts dafür, wenn mein Sohn nichts mit meinem Mann zu tun haben will. Sie will unserer Meinung nach, dass es wieder wird, bevor mein Mann da war, als wir fast jeden Tag bei ihr waren etc.

      Meinen Sohn habe ich mal gefragt, ob er bei der Oma leben will. Ich würde ihn ja schweren Herzens gehen lassen, damit alle wieder zur Ruhe kommen. Nein will er nicht.

      Einmal darf er sich offiziell mit der Oma in der Woche treffen. Das war am Montag ausgemacht. Dienstag hatten wir mitbekommen wollte meine Mutter heimlich zur Schule kommen, gestern war ich unterwegs, was mein Sohn auch wusste (er hatte etwas mit einem Freund ausgemacht), das viel dann aus, also musste er .... richtig.... zur Oma, heute ist er "in der Bücherei" (als ob). Sie sehen sich also eigentlich jeden Tag (meine Mutter hat gerade Urlaub).

      Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Einen Therapieplatz für meinen Sohn bekomme ich spontan nicht. Überall stehen wir auf der Warteliste aber ich kann so lange einfach nicht mehr warten.

      P.S. An meinem 4 Monate alten Baby hat meine Mutter überhaupt kein Interesse. Sie war im Krankenhaus nach der Entbindung und hat ihn dann zufällig zweimal gesehen. Ist mir auch grad recht so.

      Ich fühle mich nun ein bisschen freier, mal alles aufgeschrieben zu haben. Wer solange noch gelesen hat, danke dafür.

      • Warum soll dein Sohn eine Therapie machen und welcher Art soll die sein? Lass ihm doch einfach die Oma und der Oma ihren enkel...

        • (3) 21.09.18 - 14:49

          Ich kann doch nicht einfach nichts tun und die beiden ihr Ding machen lassen wenn das Resultat ist, dass wir jeden Tag zuhause Schikanen ausgesetzt sind.

          Eine Therapie für meinen Sohn im Sinne von einem gesunden Umgang mit seiner Oma zu lernen. Wenn er mit ihr Sachen bespricht ist das, wie wenn Ehepaare das besprechen. Seine Freunde trifft er nur, wenn die Oma keine Zeit hat. Das ist keine gesunde Entwicklung für einen 12jährigen. Er soll sein jugendliches Leben leben und wenn er dann mal zur Oma geht ist das gar kein Problem, wenn wir dadurch nicht Probleme zuhause haben. Aber seine Welt darf sich doch nicht um die Oma drehen. Des weiteren einen Therapieplatz bezüglich des Klauens von Dingen, einhalten von Regeln usw. Er hat gar keinen Sinn von Recht und Unrecht.

                • (7) 21.09.18 - 15:00

                  Wir tun ja jetzt schon ewig "nichts". Das ist doch kein Leben mehr was wir führen.

                  Und dann? Bis wohin soll sich das ganze denn noch steigern? Und das tut es ja offensichtlich. Nichts tun und ignorieren ist hier wohl kaum noch angebracht. 🤷🏻‍♀️

                  Ich finde den Vorschlag etwas weiter unten, der Oma klar zu machen, wenn sie ihren Sohn weiterhin so triggert, wegzuziehen oder ähnlich nicht schlecht.

                  Dann würde ich vorerst, den Sohn tatsächlich kontrollieren, von der Schule abholen etc. Der Oma Hausverbot in der Schule erteilen lassen. Du bist jetzt noch zu Hause und hast die Möglichkeit genau das zu tun. Ich weiß das klingt drastisch.

                  Und dann der wichtigste Punkt. Nicht ihn alleine zu Therapie schicken, sondern eine familientherapie/Beratung anstreben. Und dem Grundproblem/ Auslöser auf den Grund gehen.

                  Verhält er sich anderen Männern gegenüber auch so?

                  • (9) 21.09.18 - 16:14
                    Diedienimmerlacht

                    Ich mache sehr gerne eine Familientherapie wenn das hilft, sofort. Die Wartezeiten hier bei uns sind bis ins nächste Jahr. Auf diversen Wartelisten stehen wir schon, aber so lange wollen wir nicht untätig sein.

                    Andere Männer hat er nicht so viele im Umfeld. Meinen Vater kennt er nicht, eigentlich gibt es nur den Vater meines Mannes, mit dem er ein sehr gutes Verhältnis hat. Diese wohnen nur 2 Stunden weg, sodass hier natürlich kein regelmäßiger Kontakt zustandekommt.

                    • Versuche es doch mal über den terminsevice der Krankenkasse. Wenn ihr ne Überweisung habt, müssen die euch glaube ich innerhalb einer bestimmten Zeit einen Termin beschaffen.
                      Meist geht es dadurch auch echt wesentlich schneller. Das einzige was passieren kann, dass ihr etwas fahren müsst.

                      Wäre ein Versuch wert.

                    Wenn du auf einen Termin bei einer Praxis die über die Krankenkasse bezahlt wird, wartest, kannst du ewig warten.

                    Wenn du bereit bist, die Therapiekosten selbst zu tragen, dann hast du eine große Auswahl an Therapeuten und bekommst schnell einen Termin. Aber wenn es was kostet, dann zucken die meisten dann doch zurück.

                    • Vielleicht haben "die meisten" auch einfach nicht das Geld dazu?! Wie bist du denn drauf??!

                      • Sie hat ein Haus, sie haben Jobs .... die Frage ist, was ist man bereit zu investieren für eine intakte Familie?
                        Sie hat den Jungen um der Jobs willen der Oma anvertraut, über viele Jahre.
                        Jeder muss seine Prioritäten selber setzen. Dann aber auch nicht jammern, dass die Dinge nicht so laufen wie man es gerne hätte.

                        • (15) 22.09.18 - 17:44
                          Diedienimmerlacht

                          Ich habe ihr meinen Sohn damals anvertraut um nicht von Hartz 4 leben zu müssen, nicht um im Luxus zu baden.

                          Außerdem habe ich auch zig Therapeuten angerufen, die nur privat zu bezahlen sind. Vergiss es. Selbst die, die 125 € pro 50 min. aufrufen sind so zu, dass sie nicht mal eine Warteliste führen.

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