Mutter fordert plötzlich Unterhalt

    • (1) 25.09.18 - 16:18
      Verweifelt2509

      Hallo,

      Ich weiß, das gehört eigentlich nicht hier her, wollte aber gerne anonym schreiben.
      Mein Mann hat eine Tochter aus einer früheren Beziehung, die kommendes Jahr 18 Jahre alt wird.
      Die Mutter hatte auf Unterhalt freiwillig verzichtet, da sie ihm das Kind absichtlich "untergeschoben" hat. Der Kontakt war immer freundschaftlich gut zwischen den Familien. (Die Mutter ist verheiratet und hat weitere Kinder, mein Mann und ich sind seit einigen Jahren verheiratet und erwarten Nachwuchs)
      Gerade eben kam ein Brief rein, indem sie auf einmal Unterhalt fordert angeblich "weil sie rechtlich nicht darauf verzichten darf". Wir vermuten es hat was damit zu tun, dass die Tochter nächstes Jahr eine Ausbildung/Studium beginnen wird und sie das nicht finanzieren möchte.
      Ich bin frisch schwanger und ehrlich gesagt seitdem nur noch am heulen, weil ich nicht weiß was jetzt auf uns zukommt und wie wir uns das leisten sollen.
      Kann mir einer sagen, was jetzt auf uns zukommt?
      Muss mein Mann jetzt ALLES für die 17 Jahre nachzahlen (sie hat ja freiwillig verzichtet) oder gilt das dann jetzt ab dem kommenden Monat?
      Wir werden uns so schnell es geht einen Anwalt nehmen.

      • (2) 25.09.18 - 16:37

        Ist er denn als Vater angegeben worden oder wie kann es sein das kein Unterhalt gezahlt werden muss?
        Denn einfach darauf verzichten Unterhalt bezahlt zu bekommen geht nicht!

        • (3) 25.09.18 - 16:39
          Verweifelt2509

          Er ist als Vater angegeben.
          Sie hat ihm damals versprochen auf Unterhalt zu verzichten und bis heute eben auch nichts gefordert. Mein Mann halt mal so Dinge bezahlt wie ihre Zahnspange oder aber die Schulfahrten, aber eben keinen regulären Unterhalt.

          • (4) 25.09.18 - 17:06

            Wie gesagt das ist mMn. so nicht möglich. Das Elternteil bei dem das Kind nicht lebt MUSS Unterhalt zahlen auch wenn darauf verzichtet werden will.
            Gibt es denn einen beglaubigten Wisch wo festgelegt ist, dass die Zahlungen intern Abgewickelt werden?
            Ob er jetzt die ganzen 17 Jahre nachzahlen muss, weiß ich nicht.
            Aber ist sehr wahrscheinlich, außer er hat halt den Wisch der besagt, dass die Zahlungen intern stattfinden.

    Was gibt es an schriftlichen Vereinbarungen - oder wurde alles nur mündlich "geregelt"?
    So schlimm es ist, aber wieder mal ein Paradebeispiel, wie man es nicht machen sollte - irgendwann kommt das dicke Ende.
    Evtl. ist anwaltlicher Rat dringend nötig, wenn er nichts Schriftliches hat. LG Moni

    • (8) 25.09.18 - 17:26

      An schriftlichen Vereinbarungen gibt es nichts, nur den Brief wo drin steht, dass sie eben freiwillig verzichtet hat auf Unterhalt.

      Anwalt haben wir schon angerufen, aber leider ist der erst morgen wieder zu erreichen.

Hallo,
der Unterhalt muss ab dem Zeitpunkt gezahlt werden, wo die Mutter des Kindes ihn einfordert.
Wenn gestern der Brief kam, muss dein Mann ab September Unterhalt zahlen. Nachzahlen für die letzten Jahre muss er nicht.
Warum und weshalb die Mutter Unterhalt fordert, ist dabei egal.
Wieviel zu zahlen ist, könnt ihr der Düsseldorfer Tabelle entnehmen.
Lg, mokli

  • (10) 25.09.18 - 17:30
    Verweifelt2509

    Danke.
    Im Brief steht auch ab September 2018. Das würde dann passen.

    Weißt du zufällig auch ob bei der Berechnung (die wir vornehmen lassen werden) einfließt, dass wir jetzt auch ein Kind erwarten und ich kein Gehalt habe?

    • Unterhalt kann erst ab Antrag geltend gemacht werden.. Wenn sie die Jahre davor darauf verzichtet hat, selber schuld.. Das muss nicht nachgezahlt werden!
      Und das Unterhalt ein MUSS ist, wenn die Kindesmutter drauf verzichten möchte, höre ich zum ersten Mal.

      Ich habe auch auf Unterhalt für meinen Sohn verzichtet und uns hat niemand gezwungen ihn zu nehmen.

      Bei der Berechnung fallen du und euer gemeinsames Kind mit rein, da er euch gegenüber natürlich auch unterhaltspflichtig ist.

      Liebe Grüße
      Steffi

      Huhu.

      Unterhalt muss erst ab dem Moment der Einforderung bezahlt werden.

      Euer gemeinsames Kind fließt nicht in die Berechnung mit ein, da ihr diesem gegenüber eine Betreuungsunterhaltspflicht habt, dem anderen Kind eine Barunterhaltspflicht.

      Wenn du wegen Elternzeit im moment kein Einkommen hast, kann das den Unterhalt schmälern da dein Mann dir gegenüber Barunterhaltspflichtig ist und dich ausgleichen muss. Allerdings zählt am Ende eh nur das Familieneinkommen und wenn dein Mann nicht unbedingt mit dem Gehalt in untersten Bereich liegt, solltet ihr mit 100 Prozent nach Düsseldorfer Tabelle rechnen.

      Das wären dann derzeit 467 Euro. Abzüglich der Hälfte des Kindergeldes.

      Allerdings, sobald die Tochter 18 wird sind beide Elternteile Barunterhaltspflichtig und der Unterhalt wird geteilt. Anteilsmäßig nach dem Einkommen der beiden.

      Eine genaue Berechnung könnt ihr über das Jugendamt einfordern. Die ist dann auch noch komplett umsonst 😉

(13) 25.09.18 - 17:31

Es ist ja so, dass der Unterhalt dem Kind zusteht. Das ist das Recht des Kindes, bzw. das Geld bezahlt der Vater ja dem Kind. Damit die Kinder die nur von einem Elternteil erzogen werde keine finanziellen Nachteile haben. Also selbst wenn die Mutter darauf verzichtet, kann sie ja nicht für ihr Kind sprechen. Das Jugendamt wäre in dem Fall dafür zuständig gewesen das Geld beim Vater einzufordern, egal was die Mutter gesagt hat 🧐. Daher versteh ich es nicht so ganz wie er all die Jahre da rum gekommen ist. Ich hätte jetzt gesagt dass er spätestens jetzt wenn so ein Schreiben kommt seine Pflichten auf jeden Fall nachkommen muss.
Vielleicht hat auch die Tochter ihren Anspruch geltend gemacht, ist ja quasi ihr Geld dass ihr Vater jahrelang nicht gezahlt hat. Wäre ihr gutes Recht 🤷🏻‍♀️

  • (14) 25.09.18 - 17:35

    Wie soll denn das Jugendamt mitbekommen, ob Geld von dem einen Konto auf das andere geht?

    Das interessiert doch nicht.

    Und nicht jede Trennung landet beim Jugendamt. Was denkt ihr hier eigentlich alle.

    (15) 25.09.18 - 17:38

    Nein, die Tochter war das auf jeden Fall nicht.
    Das Verhältnis meines Mannes und seiner Tochter ist sehr gut und das würde sie niemals machen ohne mit ihm darüber vorher zu sprechen.

    Die Mutter hat sich kurz nach der Geburt der Tochter einen anderen Mann kennengelernt, den geheiratet und ihm auch erzählt, dass sie meinem Mann das Kind unterschoben hat und deswegen ihm versprochen hat nicht zu zahlen, so dass von Anfang an der Stiefvater für sie mit aufgehkommen ist. Wie gesagt, das Verhältnis zwischen den Familien war bis jetzt auch sehr gut, so dass wir gerade nicht verstehen, warum sie nicht zuerst auf uns zugekommen sind.

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