Trennung - ziemlich verzweifelt

    • (1) 16.10.18 - 17:44

      Hallo liebes Forum,

      ich bin zum ersten Mal hier und ziemlich mit den Nerven am Ende.
      Ich würde mich über Meinungen sehr freuen.
      Fange mal ganz von vorne an.

      Ich bin 53 Jahre alt und habe vor 8,5 Jahren einen zauberhaft netten Mann kennen gelernt. Nach 4 Jahren guter Beziehung haben wir uns entschlossen zusammen zu ziehen - in das Haus seiner Eltern, welches auf ihn überschrieben ist.
      Eine Zeitlang ging alles ganz gut, seine Mutter war jedoch von Anfang an für mich sehr schwierig im Umgang. Sie betrat nach kurzem Klopfen und ohne Warten auf "Herein" einfach unsere Wohnung. Haben wir auf das Rufen nicht reagiert, ging sie manchmal einfach weiter und hat geschaut wo wir sind.
      Für mich war das nicht mehr tragbar, ich habe es hundertmal gesagt, es hat ihn nicht interessiert. Irgendwann war dann meine Geduld am Ende und ich habe eine Klingel außen an der Wohnungstür angebracht. Nach ein paar Tagen hatte sie das auch verstanden und seitdem klingelt sie wenn sie hoch kommt.

      Sie betüddelt seit dem Tod ihres Mannes vor ein paar Jahren ihren lieben Sohn bis zum geht nicht mehr - manchmal legt sie ihm morgens früh schon nette Kleinigkeiten auf die Treppe, damit er nicht verhungert; sie macht ungefragt etwas zu essen obwohl ich sie vor einer Feier bitte, dieses nicht zu tun weil ich das Essen aufeinander abgestimmt habe. Es interessiert sie einfach nicht.

      Das Söhnchen hängt leider sehr am Rockzipfel von Mama, der erste Weg nach der Arbeit geht zu Mutti; der erste Weg nach Dienstreise geht auch zu Mutti - und überhaupt geht er jeden Abend mindestens 3 x zu Mutti nach unten.

      Er hat sich anscheinend nie gelöst, und sie hat nie gelernt, ihn los zu lassen. Sie gibt ständig ihren Senf dazu - er nimmt sie jedes Mal in Schutz, egal was ich tue und sage.
      Vor ein paar Wochen konnte ich mir dann anhören "Ich halte sowieso immer zu meiner Mutter, die Familie ist wichtiger". OK habe ich gedacht - ich musste erstmal Luft schnappen.
      Es ist egal um was es ging, ich habe immer und jedes Mal den kürzeren gezogen, und glücklich ist man damit nicht gerade, denn wenn ein Mann sich ständig so verhält leidet auch die Beziehung.
      Aber die Liebe machts möglich, und man bleibt. Vor zwei Wochen sind wir aus dem Urlaub zurück gekommen, welcher sehr schön und harmonisch war.

      Am Freitag nachmittag war er mit Mutti einkaufen - danach liefen unsere Uhren anders rum, er benahm sich total seltsam.
      Am Samstag morgen hat er sich dann von jetzt auf gleich von mir getrennt - ich war wie vor den Kopf geschlagen. Die Gründe waren sehr fadenscheinig und unglaubwürdig. Gestern erzählte mir dann die Nachbarin, dass Schwiemu ihr wohl auf Nachfragen erzählt hat, dass ich ja die ganze Familie kaputt machen würde und alles durcheinander bringe, und das hätten die anderen auch schon gesagt und nun müsse ich eben ausziehen. Hallo????? Auf den Gedanken, dass ihr Sohn mit der Entscheidung unglücklich wird kommt sie anscheinend nicht.

      Tja, nun habe ich dezent angefangen zu packen und räume in 4 Wochen das Feld.
      Ich bin total unglücklich, habe keine Chance gegen diese blöde Kuh und stehe auf verlorenem Posten. Nun ziehe ich mich jeden Abend zurück, er sitzt unten alleine und ich schaue oben Fernsehen, dann kann er sich schon mal daran gewöhnen.
      Aber es ist verdammt schwer, weil man diesen Mann ja liebt und viel lieber mit ihm weiter zusammen leben würde - wenn da nicht Mutti wäre, die sich ständig einmischt.

      Ich bin zwar vernünftig und sehe, dass es nicht viel Sinn hat unter einem Dach, solange er nicht klare Grenzen zieht, und ich werde auch gehen - aber es tut mir unendlich weh und ich leide ganz furchtbar.

      Wir reden kaum miteinander, ich gehe ihm aus dem Weg, weil ich in einer Unterhaltung im Moment keinen Sinn sehe. Ich bin erstmal für Ruhe und etwas Abstand.

      Was meint ihr? Hat schon mal jemand so etwas erlebt mit einem Hausdrachen?

      • (2) 16.10.18 - 18:08

        Auch, wenn Dir die Trennung jetzt wahnsinnig weh tut- aber, im Grunde haben sie Dir einen Gefallen getan!

        Denkst Du nicht, dass die ganze Situation mit der Mutter im Haus für Dich mit der Zeit schlimm gewesen wäre?
        Sie hätten Dir die Luft zum Atmen genommen!
        Ihr seid ja so in Eurer Privatsphäre eingeschränkt- und dann rennt Dein Partner auch noch ständig zu Mutti und kommuniziert offen, dass Sie die Nr. 1 ist!

        Du wärst irgendwann Selbst an dem Punkt der Trennung gewesen!
        Jetzt stehst Du im besten Alter, kannst nochmal neu durchstarten- nutz die Chance!
        Genieße Deine Freiheit!


        Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft #klee

        (3) 16.10.18 - 18:35

        Hallo!

        Nummer Hausdrachen kenne ich selbstverständlich aus der dörflichen Umgebung bei meinem Mann. Da ist JEDER Haushalt ein Mehrgenerationen-HH und es gibt nur genau 2 Möglichkeiten:
        Als Zugezogener / Angeheirateter bist Du entweder der unfähigste Knecht im Haus, ODER es geht von den Eltrern aus, dass die ein klärendes Gespräch über getrennte Lebensräzume führen UND umsetzen.
        Ich habe nie erlebt, dass die Jungen den Alten die Regeln diktieren.
        Ich habe aber auch erlebt, dass die Jungen das Haus verlassen haben und sich was eigenes gesucht haben.

        In dem Kontext muss ich sagen, hat Dein Partner keine Eier in der Hose und bekennt sich nicht zu Dir. Habt ihr in 8,5 Jahren Beziehung nie über diese Situation diskutiert? Hast Du nie von deinen Nöten gesprochen (dann kann er den Braten - als Mann - auch nicht riechen!)? Wenn Du nur schmollst wenn er durch die Türe kommt von der Arbeit / Dienstreise, weil er bei seiner Mutter war, meint er Du würdest schmollen, weil er überhaupt hier ist!
        Ich kann Dir nur empfehlen REDET nur ihr beide miteinander! Gib ihm die einzig wahre Lösung an: IHR beide zieht gemeinsam in EUER Heim - was anderes wäre inakzeptabel! Gib ihm Bedenkzeit und gibt auch noch mit, dass seine Mutter nicht ewig leben wird ....

        LG, I.

        • (4) 16.10.18 - 18:58

          Oh danke für die schnellen Antworten.
          Ich habe nicht geschmollt wenn er dann hoch gekommen ist.
          Aber ich habe auch gesagt, dass ich es schlimm finde am Wochenende, dass er morgens erst zu Mutti rennt und vergisst, mich mal in den Arm zu nehmen.

          Für ihn ist es glaube ich vorbei, aber 4 Wochen wohne ich noch hier, auch wenn das hart ist. Ich habe meine Tiere und die sind abends bei mir. Das tut gut. Ihm bleibt nichts. Er sitzt alleine.

          Jedes Gespräch ist zwecklos, er würde es nicht verstehen und ausziehen wird er hier auch nicht.

          Vor zwei Jahren waren wir schon mal an dem Punkt. Da ist er nach zwei Tagen gekippt. Dieses Mal kann ich es nicht einschätzen.
          Es ist alles verdammt schwer.
          Am Samstag muss er weg bis Donnerstag. Ob er mal anruft, keine Ahnung. Ich werde es nicht tun.
          Dann kann ich Luft holen und Schränke ausräumen.

          Was ich so gar nicht verstehe, am Freitag sagt er, dass er mich liebt und Samstag ist alles vorbei.
          Und ich muss nicht sofort ausziehen und kann mir die Zeit nehmen, die ich brauche. Muss man das verstehen?

          • (5) 16.10.18 - 19:23

            Verstehen muss man daran nur: Mama hat gewonnen. Gönn ihr den schalen Sieg, er wird Beide nicht glücklich machen. Sie wird irgendwann sterben und dann ist er allein, ob ihr das dann gefällt, dass sie ihn allein zurück lassen muss und er niemanden mehr hat? Und er? Er wird Dir ewig nachtrauern - und seinen Eiern, die er irgendwann mal verloren hat.

            An Deiner Stelle würde ich es mir auch nicht nehmen lassen, genau DAS den Beiden zum Abschied zu sagen. Und dann erhobenen Hauptes gehen. Such Dir einen richtigen Mann, nicht so ein Weichei.

      (8) 16.10.18 - 19:33

      Die Mutter ist nicht das Problem, nie gewesen. Dein Ex ist das Problem. Denn sie kann nur das machen, was er zulässt. Und Du hast ganz richtig erkannt, dass er sich von ihr gar nicht lösen will.

      • (9) 16.10.18 - 19:48

        Da habt ihr wohl recht. Für mich ist das unendlich bitter. Er ist nämlich ansonsten ein gestandener und intelligenter Mann.

        Bis jetzt ist der Auszug so geplant, dass er an dem Wochenende weg ist und nach seiner Rückkehr den Schlüssel auf dem Tisch findet. Nur mich findet er dann nicht mehr...

        • (10) 16.10.18 - 19:56

          Mach Dich nicht so klein, trauere ihm nicht nach - er sollte lieber DIR nachtrauern, denn Du bist das einzig Normale in seinem Leben und er ist so schwach und dumm, Dich gehen zu lassen, obwohl er Dich scheinbar liebt, weil seine Mama ein Problem mit Konkurrenz hat um seine Gunst. Das ist nur nach außen hin ein gestandener Mann, Du hast doch hinter die Fassade geblickt und weißt, dass das alles nur Blendwerk ist. Der könnte genauso gut noch mit Rotznase und aufgeschürften Knien vor Dir stehen, weiterentwickelt hat er sich innerlich seit der Zeit nicht mehr. Ehrlich gesagt könnte ich so einen Mann nicht für voll nehmen, ich finde sowas total unsexy.

          (11) 16.10.18 - 19:59

          P.S.: Mir kommt vor, dass Du insgeheim darauf wartest und hoffst, dass er es sich noch mal anders überlegt. Das kann ich ehrlich nicht verstehen, ich wäre zu stolz dazu - wer mir sagt, dass ich gehen soll, der sagt das nur EIN Mal, und dann gehe ich, ob er es sich dann wieder anders überlegt oder nicht.

          SOLLTE er es sich anders überlegen und Dich bitten, doch nicht zu gehen, dann solltest Du dafür Deine Forderungen klar machen: Gemeinsames Ausziehen bei Mutti! Ist er dazu nicht bereit, würde ich gehen.

          • (12) 16.10.18 - 20:24

            Es ist erst drei Tage her.
            Mein Verstand schreit "geh" aber mein Herz spielt noch nicht richtig mit.
            Tief in mir weiss ich, dass es besser ist zu gehen. Aber Liebe lässt sich nicht einfach abstellen. Er war ja nun auch mal anders.
            Das ist noch ein Stück Arbeit.

            • (13) 16.10.18 - 20:43

              Du sagst, es war mal Anders...
              War es denn wirklich jemals Anders?
              Er hing doch sicher schon immer so an seiner Mutti. Und durch den Zusammenzug hat sich das einfach verdeutlicht.

              Lass etwas Zeit vergehen- dann wird auch Dein Herz erleichtert sein!
              Die 2. Geige hast Du nicht verdient.

              Ich persönlich hätte vermutlich schon jeden Respekt vor meinem Partner verloren, wenn er so ein Muttersöhnchen wäre, sorry!

              (14) 16.10.18 - 21:57

              Liebe lässt sich nicht abstellen, das stimmt, aber das sollte auf ihn genauso zutreffen wie auf Dich, oder? Ich wäre an Deiner Stelle auch verletzt und supertraurig, aber auch sehr sehr wütend auf ihn, dass er DIR das antut und zumutet, dass er sich selbst das antut. Schmerz sorgt bei mir immer schnell dafür, dass ich auf dessen Verursacher eine sehr große Wut kriege, wenn ich der Meinung bin, dass ich das nicht verdient habe! Und er hat sowas ja schon mal mit Dir gemacht, beim 2. Mal wäre ich echt richtig bedient. Naja, da ist wohl, jeder anders, aber ich sitz dann erst da und heule mir die Augen aus dem Kopf, bis ich an einen Punkt komme, wo ich mich selbst frage "Was mach ich hier eigentlich?", und dann kommt die Wut! Und ich muss sagen, ich begrüße die Wut, denn mit ihr zusammen kommt auch Kraft und Stolz zurück. So toll und lieb er auch war, das, was er dir antut, das hast Du nicht verdient, und Du hast jedes Recht, darüber tierisch wütend zu sein, dass er mit diesem Hausdrachen zusammensitzt und auf deinen Auszug wartet, während Du um ihn weinst und Dein Leben auseinanderfällt! Das ist einfach nur niederträchtig und unfair von ihm! Ich hoffe wenigstens, dass ihm das schlechte Gewissen das Herz in Stücke reißt, wenn er zwischendurch in deine rotgeweinten Augen schauen muss. Halt die Öhrchen steif! #herzlich

          (15) 16.10.18 - 20:32

          Ich kann bei Deinen Antworten immer nur den Daumen heben #pro

          Sehr gute Einstellung, tolle Frau, klasse #pro

(17) 16.10.18 - 20:57
Mama-von-3-Kids

Ich wundere mich gerade sehr. Du bist mit 53 Jahren eigentlich keine unerfahrene Frau mehr, du weißt doch sicher um den Sinn und die Notwendigkeit der Loslösung von den Eltern, bevor man sich bindet. Es ist ein wichtiger Entwicklungsschritt im Leben jedes Menschen, der normalerweise so in dem Alter von 16-25 stattfindet - je nach Umständen. Aber so mit 25 würde man erwarten, dass ein junger Mensch abgenabelt ist. Was nicht heißt, dass man dann keinen Kontakt mehr zu den Eltern haben dürfte, aber auf einer anderen Ebene als die vorige Mutter-Sohn, oder auch Vater-Tochter oder Mutter-Tochter-Beziehung ect.. Auf einer Erwachsenenebene kann man sich wieder neu begegnen.

Wie kann es sein, dass du diesen Mann (das "Söhnchen") ganze 4,5 Jahre kanntest, ohne zu merken, dass er nicht abgenabelt ist? Und wie kann es sein, dass du nochmal 4 Jahre mit ihm im Haus seiner Eltern zusammengelebt hast und das jetzt merkst? Entweder war es nicht so schlimm, oder ....?

Nun greifst du seine Mutter an, nennst sie blöde Kuh, Mama, Mutti. Das ist immerhin noch die Frau, die diesen wie du schreibst zauberhaft netten Mann geboren, aufgezogen und zu dem geprägt hat was er ist. Sie hat es nicht verdient, von dir verachtet zu werden. Mit Liebe hat das auch nichts zu tun. Ein Teil des Partners ist zauberhaft nett, ein anderer Teil ist in der Entwicklung steckengeblieben und noch immer ein Söhnchen, der seine Mutterbeziehung pflegt und sich um sie kümmert. Immerhin ist sie auch Witwe, irgendwo verständlich.

Ich finde, es ist reichlich "mutig" von euch beiden gewesen, ins Haus der Mutter zu ziehen - vermutlich eine sehr günstige, sehr bequeme Lösung. Habt ihr denn nie VORHER dran gedacht, dass so wenig räumliche Distanz zur Schwiegermutter eurer Beziehung schaden könnte? Ich fände es auch auf 5 km, oder 10 km Abstand immer noch nah. Wir hatten zu meinen Schwiegereltern 600 km Abstand und näher wäre nicht gut gewesen.

  • Das Haus gehört ihm. Ich bin 4 Jahre ein- und ausgegangen ohne Probleme zu haben.
    Dann bin ich eingezogen. Alles gut.
    Dann starb der Vater und das Theater ging langsam los.
    Ich muss ihr doch nicht 50 Mal sagen dass sie nicht einfach hier in die Wohnung kommen soll.Ich habe selber zwei erwachsene Söhne mit denen ich mich gut verstehe. Aber ich mische mich nicht ein und gehe auch nicht ins Haus ohne zu klingeln selbst wenn die Tür offen steht.

    Ich habe so oft was gesagt, sie hst meine Meinung nie respektiert und immer gemacht was sie meint. Ich habe mich oft genug zurück gehalten.

    Jetzt macht sie mich in der Nachbarschaft schlecht und lügt auch noch. Der Ausdruck " blöde Kuh" ist schon gerechtfertigt. So etwas macht man nicht.

    • (19) 16.10.18 - 21:20
      Mama-von-3-Kids

      Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein vorher abgenabelter, voll erwachsener Mann - der sicher nicht mehr 20 oder 30 J alt ist - nach dem Tod des Vaters plötzlich an Muttis Rockzipfel hängt.

      Entweder war er schon vorher nicht abgenabelt oder es ist jetzt nur eine Krise.

      Die Frage war nicht beantwortet: war dir das nicht bewußt, dass diese Nähe ein riesiges Konfliktpotential beinhaltet. Es ist IHR Haus, wo ihr hineingezogen seid. Überschrieben zwar, aber dennoch IHR Haus. Klar dass es seltsam anmutet, an der eigenen Türe klopfen zu müssen.

      • Ich habe damals wirklich nicht damit gerechnet, dass er sich auf Dauer so verhält. Das war absolut nicht zu merken. Sie hatten ein gutes Verhältnis aber nicht so ein Rockzipfelgedöns.

        • (21) 16.10.18 - 21:48
          Mama-von-3-Kids

          Wie lange geht das Rockzipfelgedöns jetzt schon?

          • Knapp 2 Jahre sind das jetzt.
            Manchmal habe ich selbst schon über Trennung nach gedacht.

            • (23) 16.10.18 - 22:42
              Mama-von-3-Kids

              Eine schwere Trauerphase kann auch 3 Jahre dauern. Vielleicht geht es der Schwiegermutter langsam wieder besser, wenn sie den Verlust verarbeitet hat. Da wäre es gut, wenn sie Anschluß an Freunde, Vereine, Kirche etc finden könnte, und nicht nur an den Sohn klammert. Da kannst du nichts machen. Ich will damit nur sagen, es könnte eine vorübergehende Krise aufgrund des Todes ihres Mannes sein. Man muss ja nach so langer Zeit nicht gleich den Löffel hinwerfen. Aber sprechen solltet ihr drüber, wenn euch an eurer Beziehung was liegt.

              Dein Teil ist, leg die abwertenden Ausdrücke und Gedanken ab und sprich so nicht von ihr. Du willst auch nicht als doofe Gans bezeichnet werden.

(24) 16.10.18 - 22:33

Ich kann die Meinungen hier nicht ganz nachvollziehen. Für mich klingt es eher so als wärst du im Konkurrenzkampf mit der Mutter deiner Freundes.
Du ziehst in IHR Haus und erwartest, dass sie klingelt. Du beschwerst dich darüber, dass sie ihm morgens nette Kleinigkeiten hinlegt. Mein Gott, lass sie doch! Sie kocht, ohne zu fragen??? Ist auch nett von ihr. Du musst es ja nicht essen. Du könntest es ja auch einfach wegschmeißen.
Dass dein Freund nach der Arbeit zu seiner Mutter, warum nicht. Ist ja nicht so, dass er ne halbe Weltreise dahin macht. Ich fände es komisch, wenn er dies nicht tun würde, obwohl ihr im gleichen Haus wohnt.
Die Frau hat ihren Mann verloren. Da kann es schon sein, dass man Eigenarten entwickelt.

Ein bißchen mehr Verständnis für die Mutter deines Freundes wäre meines Erachtens angebracht!

  • (25) 16.10.18 - 23:00

    Die Mutter hat keine sozialen Kontakte, keine Bekannten, kein Verein. Sie will nicht zum Seniorenkaffee, sie hat noch nie anders gelebt. Sie hat nur ihren Sohn hier.

    Also mein Sohn wohnt mit Frau über ihren Eltern weil das Haus ihr gehört. Da stand auch ständig jemand in der Wohnung ohne zu klingeln. Das ist so eskaliert, dass sie sich trennen wollten. Jetzt hat die Tür einen Knauf und es ist Ruhe.
    Man ist doch mal im Bett oder in der Dusche und man hat ein Prvatleben. Ich gehe unten auch nicht einfach rein. Die kann da auch msl nackig sein.

    Und wenn man sich anhören muss, dass der Sohn immer zu seiner Mutter hält und ich immer in der 2. Reihe stehe, hat man irgendwann echt die Wut.

    Wenn ich hier eine Kommunion ausrichte, dekoriere und alles fertig mache und 10 Mal sage, dass sie bitte nichts zu essen machen soll, kann man das nicht respektieren? Nein, das kann man nicht. Man macht dann zum Grillen Tiefkühlfisch.
    Tut mir leid, aber bei sowas werde ich echt sauer.

Top Diskussionen anzeigen