Schwiegermutter

    • (1) 30.10.18 - 18:52
      Harmonievorbei

      Hallo zusammen,

      Ich bin etwas verzweifelt und muss mir einfach mal Luft machen.

      Wir sind im April in unser Haus gezogen, die Schwiegermutter hat damals weit weg gewöhnt und in einer großen Wohnung, ganz allein. im 4og ohne Aufzug. nun, ich sagte damals zu meinem Mann sie könnte ja zu uns ziehen, nur solange bis sie etwas gespart hat für eine Kaution und wir in der Nähe was gemütliches, kleines finden. Alle Beteiligten waren einverstanden, ich setzte sogar ein "Vertrag" auf in dem das finanzielle geregelt ist und noch so paar Kleinigkeiten die mir wichtig sind z.b das der obere Bereich mein Bereich ist und nur der untere zusammen genutzt wird.
      Nun leben wir seit Mai zusammen und eigentlich klappt es ganz gut aber zunehmend nervt mich die Schwiegermutter mit...Hmm...ach einfach Kleinigkeiten. Ihre Art zu sprechen, vor allem mit unserer Tochter, ihre "komischen" Fragen oder auch einfach das nach oben gehen weil sie ein Wäschekorb braucht.

      Ich weiß gar nicht was ich mir hier erwarte. Ich habe meinem Mann nun mehrfach gesagt das ich will das sie auszieht, er sagt ja du hast vollkommen recht aber er tut nix! Er redet nicht mit ihr, keiner von beidem schaut nach einer Wohnung oder kümmert sich um sonst was. Ich mein es ist nicht so das wir streiten oder so und es hat auch Vorzüge das sie da ist aber es ist einfach zu "nah", keine Privatsphäre, Kommentare die mich nerven usw
      ich schau schon nach Wohnungen aber mit ihrem Budget und dem Wohnungsmarkt ist in der Nähe kaum was machbar. ich hab schon Panik das sie nun NIE auszieht 🙄

      • ich fürchte diesen schuh wirst du nicht so schnell wieder ausziehen können...

        solange kein streit ist und alles eskaliert, wird es schon nicht so schlimm sein und kein bedarf für eine neue wohnung sein

        es liegt an dir wie sich das weitere zusammenleben abspielt, setzt du klare grenzen bezüglich deinem bereich und gehst auf konfrontation, kann es anstrengend sein aber auch vorbei gehen....

        sagst du nix, wird es dich irgendwann auffressen und du wirst explotieren

        also entweder die sandalen am strand oder die high heels auf der wiese

        ich wünsche dir alles gute und einen langen atem

        Ich glaube, jede normale Familie würde mit der Zeit Stress bekommen, wenn man so dicht miteinander wohnt. Das geht einfach nicht. Ihr braucht getrennte Wohnbereiche. Mit Schlüssel abschließbar. Alles andere geht nur eine zeit lang gut, mit viel Glück.

        Das dumme ist, dass du dir diese Situation durch deinen unüberlegten Vorschlag selbst geschaffen hast.

        Nun müßt ihr euch zusammensetzen und die Dinge besprechen. Ihr braucht einen Masterplan, wie ihr an eine Wohnung für sie in der Nähe kommt. Sie hat nicht mal Geld für eine Kaution? Und so jemand läßt du bei dir einziehen? Was wurde aus dem Geld, das sie in der Zwischenzeit nicht für Miete brauchte? Hat sie bei euch Miete gezahlt? Sonst müßte ja Geld angespart worden sein.

        • (4) 30.10.18 - 21:15

          Sie hat 35 Jahre in der selben Wohnung gelebt, damals gab es sowas wie Kaution nicht. Ihr Mann ist vor einigen Jahren gestorben, er hat gut verdient, ohne ihn war es für sie schwer mit dem Geld, sie war und ist sparen nicht gewöhnt. ja sie bezahlt Miete und wir haben es so geregelt das sie pro Monat eigentlich 200 Euro für die Kaution weglegen könnte...ob sie das tut weiß ich aber nicht.

      >>>nun, ich sagte damals zu meinem Mann sie könnte ja zu uns ziehen, nur solange bis sie etwas gespart hat für eine Kaution und wir in der Nähe was gemütliches, kleines finden<<<

      😲 schwerer schwerer fehler

      • (6) 30.10.18 - 21:19

        Was hätte ich tun sollen, es ist seine Mutter. allein in einer 3 Zimmer Wohnung sehr weit weg von uns, mit Deabetis und über 60 im 4 og. sie rief mal an und sagte ihr ist schlecht sie fällt gleich um. wir waren total in Panik, haben ein Notarzt gerufen und sind los um dann im Krankenhaus anzukommen. Och Liebe meine Eltern sehr, wenn es meine Mama wäre hätte ich darauf bestanden das sie in meiner Nähe ist deswegen dieser Vorschlag.

        • Ich versteh dich echt total ... du hast aus guten motiven gehandelt und es ist ja auch richtig sich zu kuemmern! Aber trotzdem das mit dem einziehen ist (bei mir zumindest) ein grosses no-go! ICH liebe meine eltern und schwiegis, ICH wuerde definitiv helfen, aber mit einziehen??? Nein!!!!! Ich wuesste dass bei mir der zeitpunkt kommt, wo ich mich nicht frei in meinem eigenen haus fuehle und dass es mir zuviel wuerde und dann kann man die person nicht einfach "rausschmeissen" .... aber ich rede hier nur von meiner individuellen sicht. Du magst ja anders darueber denken und das ist ja auch okay. Ich haette in deiner situation wohl himmel und erde in bewegung gesetzt, deiner schwimu zu helfen DEFINITIV OHNE anzubieten einzuziehen und so dieses problem von vornehin vermieden. Das meinte ich mit meinem post. Auch wenn ich mir bewusst bin dass dir das jetzt wenig hilft ...

          Lg,
          Childofmine

          • (8) 30.10.18 - 21:38

            Und WIE hättest du ihr geholfen an meiner Stelle? Sie lebt weit weg, hat nix angespart und in der Nähe ist nix zu finden was in ihr Budget passt bzw immer eine mindestens 3 monatige Kaution verlangt wird, die sie nicht hat, eine Küche gebraucht wird die sie nicht hat und sich nicht leisten kann. WIE hätte ich ihr helfen sollen? Wir haben all unsere Ersparnisse ins Haus gesteckt, meine Eltern haben wir abgepumpt und meine Großeltern, beide fragten hilft seine Mama euch auch? Nein, wie auch? Aber gut das ist ein anderes Thema. will nur sagen das wir ihr nicht helfen konnten außer die da zu lassen wo sie ist und uns Sorgen zu machen ob sie nicht einfach irgendwann umkippt und nicht mehr schafft anzurufen.

    (9) 30.10.18 - 22:20

    Hast du dich einfach mal beiläufig nach der Wohnungssuche erkundigt? Ich würde das erst mal subtil versuchen und wenn sie dann ausweicht, ihr einfach freundlich sagen: "Gisela, du denkst aber bitte daran, dass das keine Dauerlösung ist?"

    Kennst du ihr Einkommen? Hat sie vielleicht Anspruch auf Wohngeld oder einen WBS? Es gibt auch Banken, die solche Mietkautionen stellen für kleine Monatsbeiträge, fällt mir gerade der Name nicht ein.

    Begleite sie zu Ämtern, zahlt ihr zur Not die Kaution.

    Bleib am Ball und wenn du was siehst, "nötige" sie dazu, dort anzurufen.

    LG

    • (10) 31.10.18 - 10:50
      harmonievorbei

      Ja ich schau noch schon um und hab meinem Mann gesagt das er mit ihr am Freitag zur Gemeinde fahren soll, ob sie ein wohnberechtigungsschein bekommt weiß ich nicht, sie bekommt Rente und arbeitet noch auf 450 was ihr Einkommen ist weiß ich nicht.

Hallo!

Ihr seid also bei der ersten Unterzuckerung (Vermute ich mal bei der Geschichte?)in Panik geraten aber die Dame kann trotzdem noch gut und gerne 20-30 Jahre leben. Das geht aber nicht gemeinsam im Haus. Ich verstehe die Panik durchaus, aber wenn sie jetzt statt euch anzurufen am anderen Ende des Landes, einfach was gegessen hätte, wäre alles schon wieder gut gewesen. Es war ja offenbar nichts weiter ernstes.

Trotzdem, sie kann nicht 20 Jahre bei euch im Haus wohnen, und das kann sie euch auch nicht übel nehmen.

Also setzt euch zusammen - jeden Samstag Morgen mitsamt der Zeitung - und schaut Wohnungsanzeigen an. Macht zusammen aus, welche Wohnungen sie anschauen will, du rufst an, dein Mann fährt sie hin. Nicht abwarten, bis sie aktiv wird, sondern sie soll Samstag zum Frühstück kommen, und du hast schon die zeitung parat.

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