neue Ehe und die Frage nach dem alten Ring Seite: 2

      • (26) 20.01.19 - 13:37

        Danke für eure Antworten.
        Ich war noch einmal alleine auf dem Friedhof und habe mir alles in Ruhe durch den Kopf gehen lassen.

        Jetzt trage ich meinen Ring an einer Kette um den Hals. Es ist ein seltsames Gefühl, eine "nackte" Hand zu haben, aber ich denke auch, dass es mir guttun wird, nicht einen Ring unmittelbar mit dem anderen auszutauschen. Außerdem habe ich (schon vorher) gesagt, dass ich dieses Mal keinen goldenen Ring möchte, sondern einen silbernen, bzw. weißgoldenen. Damit man wirklich auf den ersten Blick sehen kann, dass es ein anderer Ring ist. Mein Verlobter ist da zum Glück unkompliziert.

        Die Kette wird auch eine Übergangslösung sein. Jetzt gerade ist es so besser für mich, aber auf Dauer dann doch nicht alltagstauglich. Allein die Vorstellung, dass meinem Verlobten beim Sex der Ehering im Gesicht baumelt … #schock
        Ich habe so das Gefühl, den ersten Schritt gemacht zu haben, ohne dabei übereilt eine Entscheidung getroffen zu haben, was mit dem Ring geschieht. Vielleicht lasse ich ihn mir wirklich in irgendeiner Form umgestalten, vielleicht werde ich ihn auch einfach nur zu meinem Verlobungsring (also dem von meinem verstorbenen Mann) legen.

        Mein Verlobter hat bemerkt, dass ich den Ring jetzt an einer Kette trage, es aber nicht kommentiert. Das hat mir gutgetan. Ich weiß, dass es ihn freut, dass ich den Ring wenigstens ansatzweise abgelegt habe. Ich hoffe, dass ich relativ bald, spätestens aber bis zur Hochzeit im Juni eine endgültige Lösung gefunden habe.

        • Lach....gut, dass Du es selber erwähnst, ich wollte es nicht schreiben....den Ring des anderen vor Augen im Bett ist wirklich nicht der Brüller....da wären wir Frauen doch auch nicht anders im umgekehrten Fall#liebdrueck

          Ein kurzer Gedanke noch. Eine Userin schrieb, dass der Ring in ein Armband so eingearbeitet wurde, dass er voll erhalten blieb und wieder als Ring getragen werden könnte. Das finde ich eine schöne Lösung. Ich trage selbst den etwas umgearbeiteten Ehering einer Witwe aus der Familie. Sie hat uns ihren Ehering und den Ehering ihres verstorbenen Mannes überlassen und er bedeutet mir so viel. Vielleicht möchtest du sie ja auch erhalten, sodass später deine Kinder sie übernehmen können, wenn sie wollen. Aber vielleicht ist das auch schwierig, weil man dann eine Erwartungshaltung aufbaut.

      Huhu,

      wie wäre es, wenn du aus deinem oder euren (ich weiß nicht, ob du den Ring deines Mannes damals aufbewahrt oder "mitgegeben" hast) Ring/en Anhänger für die Kinder machst? Egal in welchem Alter, sowas tragen Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene oft für die Ewigkeit und die Erinnerung ist am richtigen Fleck :-)

      Ich persönlich könnte nicht damit leben, wenn mein (zukünftiger) Mann eine Erinnerung einer anderen Frau (ja tut mir leid, ob nun gestorben oder nicht, es ist und bleibt eine andere Frau!) für die weitere Zukunft mit sich tragen will.

      Alles Gute euch, es klingt, dass du noch einen guten Mann erwischt hast :-)

    • Ich kann sehr gut verstehen, dass Dein Verlobter nicht möchte, dass Du nach der Hochzeit den Ehering aus Deiner ersten Ehe weiterhin trägst. Gleichzeitig ist nachvollziehbar, dass es natürlich für dich ein weiterer Schritt ist, die Vergangenheit mit Deinem ersten Mann damit weiter "abzulegen".
      Mein Gedanke dazu ist erst einmal, dass Du eine neue Ehe erst schließen solltest, wenn Du wirklich mit einem guten Gefühl mit der anderen Ehe als solche abschließen kannst - auch wenn sie so tragisch und unfreiwillig enden musste.

      Vielleicht wäre es eine Idee für Dich, Deinem verstorbenen Mann ein anderes bleibendes Symbol zu geben (Bild, kleine bronzene Engelsfigur, was auch immer du passend findest) und dafür aber den Ring abzulegen. Oben wurde ja schon die Idee geäußert, daraus ein Kette oder ähnliches arbeiten zu lassen. Vielleicht kann daraus auch Schmuck für die Kinder entstehen, möglicherweise sogar ohne Einschmelzen, evtl. auch mit dem Gold aus beiden Ringen (seinem und deinem). Das wäre möglicherweise auch für deine Kinder ein Symbol für deine Wertschätzung für ihren Vater und die Zeit mit ihm.

      Das Gold (oder was es auch ist) aus dem Ring könnte man natürlich auch in so eine Engelsfigur (oder ein anderes Symbol, was zu Euch passt) einarbeiten lassen.

      Bestimmt findet ihr gemeinsam einen guten Weg.

      Alles Gute für Dich!

      Hey. Die Idee mit dem einschmelzen und daraus ein Anhänger zu machen ist doch super. Ich finde das hat nichts mit zerstören zutun. Somit hast du ihn immer um den Hals in der Nähe deines Herzens. Zwei Ringe tragen käme für mich auch nicht in Frage.

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