Bräuchte mal Ratschläge

    • (1) 20.01.19 - 15:37
      KeineEhe

      Hallo ihr lieben,
      ich bleibe heute mal lieber anonym. Also momentan weiß ich echt nicht weiter, meine Ehe macht mich einfach nur noch unglücklich.
      Ich fühle mich so, als müsste ich einfach nur noch funktionieren. Mein Mann tut nichts, außer sich MAL um den kleinen kümmern, auch da ist er ständig überfordert.
      Ich hab mir mein Leben nicht so vorgestellt, ich will LEBEN, nicht nur Kind, Haushalt und Küche.
      Aber ich habe das Gefühl, er bremst mich, er ist so Träge und es ist als hätte ich ein zweites Kind, alles ist selbstverständlich.
      Wenn er nicht da ist, haben wir einen super Rhythmus, der kleine ist ausgeglichen und ich auch. Aber sobald er zuhause ist und den ganzen Tag auf der Couch hockt und vor sich hin vegitiert, könnte ich kotzen.
      Er bekommt wirklich nichts NICHTS auf die Reihe, egal was es ist, man müsste es ihm am besten auf dem Silbertablet servieren.
      Ich bin wirklich am überlegen zu gehen und dann fange ich wieder an zu zweifeln, ob ich wirklich alles wegwerfen will.

      • (2) 20.01.19 - 16:24

        Ich frage mich doch immer wieder, wenn man jahrelang mit einem Mann zusammen ist sich bewusst entscheidet zusammen ein Baby zu bekommen, warum der Mann auf einmal so falsch ist.

        Der verändert sich doch nicht ab Geburt an.
        Klar ist er überfordert, wenn er sich nur „mal“ um das Kind kümmert. Für Dich ist ja alles normal, weil du eher die Hauptbezugsperson bist.
        Dann gibt es Klammer Mütter, die von Anfang an alles selber machen möchten und sich dann wundern, wenn der Mann sich zurück zieht und dann gar nichts macht.

        Wie arbeitet er denn, wenn er den ganzen Tag auf der Cluch hockt?

        Kannst du wieder arbeiten gehen?

        lg
        lisa

        lisa

        • (3) 20.01.19 - 16:43

          Vielleicht ist mein Text nicht ganz konkret formuliert, dennoch finde ich deinen Ton etwas unangemessen.
          Es ist nicht seit der Geburt so, er hat in der Anfangszeit wirklich super mitgemacht, wir haben uns auch abgewechselt und ich konnte mal schlafen.
          Es hat sich mit der Zeit aber immer mehr eingeschlichen.
          Mir geht es hauptsächlich um die Wochenenden, wir arbeiten beide und gerade dann finde ich es angemessen sich zu unterstützen, aber das will er einfach nicht verstehen. Ich verlange keinen super Hausmann oder Meisterkoch, aber zumindest dass man seinen Dreck wegräumt. Ich achte ja schon darauf, wenn beide alleine sind, dass gekocht und geputzt ist, aber ich habe einfach das Gefühl das wird nicht wert geschätzt. Ich komme nach Hause und es sieht aus, als hätte hier eine ganze Kindergarten Gruppe gespielt und gegessen, das Geschirr liegt auf der Spüle, der Tisch ist nicht abgewischt. Natürlich sind das Kleinigkeiten, aber diese kleinen Dinge geben mir das Gefühl, selbstverständlich zu sein.
          Und allgemein dieses nicht in die gänge kommen und Angst vor allem neuen zu haben, macht mich wahnsinnig. Ich möchte etwas sehen und uns etwas aufbauen, aber das scheint mit uns gemeinsam nicht zu funktionieren.
          Vielleicht erwarte ich auch einfach zu viel? Ich weiß es nicht, ich spüre nur diese unendliche Unzufriedenheit momentan.

          • (4) 20.01.19 - 21:45

            Ich kann deine Unzufriedenheit verstehen. Aber ich finde twins Beitrag nicht im Ton vergriffen. Im ersten Beitrag beschwerst su sich über deinen Mann, der wirklich NICHTS auf die Reihe bekommt. Und auf diese Aussage gemünzt, hat twins ihren Senf abgegeben.
            Der erste und der zweite Beitrag sind total unterschiedlich...

            Ich nehme an, das Kind ist ein Kleinkind. Ich nehme an, du hast das erste Lebensjahr zuhause verbracht, kennst das Kind gut, ihr habt einen Rythmus und eine Routine.
            Dein Mann hatte vermutlich nicht die Möglichkeit zuhause zu bleiben. Ihm fehlt der Rythmus und die Routine im Umgang mit dem Kind und parallel mit der Hausarbeit.

            Wie war es denn in den letzten Wochen und Monaten? Hast du oft gerne etwas übernommen, weil du dachtest, er bekommt es eh nicht hin, dann machst du es lieber gleoch selbst?

            Du musst diese Frage nicht beantworten. Aber für dich darüber nachdenken, ob daran was sein könnte. Wenn dem nämlich so srin könnte, dann kann ich mir vorstellen, dass er auch keine Lust hat, etwas zu übrrnehmen, wenn es dann doch nicht richtig oder vernünftig genug zu sein scheint.

            Das ist ekne Falle, in die viele Eltern tappen. Mutti reißt, ohne es zu wollen, die arbeit an sich und Vati reaigniert, nachdem seine guten Absichten zu oft / zu stark kritisiert wurden.

            Was hilft? Miteinander sprechen OHNE erhobenen Zeigefinger. Du könntest ihm z.b. erklären, wir du dich fühlst, wenn du heim kommst. So wie hier eben. Es ist kein Patentrezept, aber miteinander sprechen ohne zu kritisieren, aber svhon seine Wünsche zu äußern, ist ziemlich schwierig.

            Dabei würde ich auch fragen, wie er sich fühlt?

            Viel Erfolg!

            • Ich bin auch Mann, ich möchte dazu zwei Dinge sagen:

              Erstens: Ja, es ist sehr einfach, auf die Schiene zu kommen, dass die Mutter Kind und Haushalt im Alleingang macht, der Vater dafür die Erwerbstätigkeit. Gerade mit der Gesetzeslage in der Schweiz (wo wir wohnen), wo Väter keinen gesetzlichen Anspruch auf Vaterschaftsurlaub haben. Man muss sich als Vater aktiv dagegen wehren, in eine passive Rolle gedrängt zu werden, die am Anfang eigentlich auch ganz bequem ist. Ich bin mir bewusst, dass viele Väter keine Wahl haben, weil ihre Situation nicht erlaubt, dass sie ihr Pensum reduzieren oder ihr Arbeitgeber generell nur das gesetzliche Minimum an freien Tagen anbietet. Bei noch mehr Vätern gäbe es aber Wege und Möglichkeiten, wenn sie denn mit ihrem Arbeitgeber reden würden. Ich selbst arbeite in der IT-Branche und kenne viele Väter, die wie ich einen fortschrittlichen Arbeitgeber haben, der es ihnen ermöglichen würde, erheblich mehr mit ihrem Kind zu verbringen, die dies aber trotzdem nicht tun.

              Punkt zwei: Im Grunde genommen ist das mit dem Haushalt etc. ja alles nicht kompliziert oder schwierig erlernbar, sondern einfach zum Teil etwas unangenehm, anstrengend und mit wenig Prestige verbunden. Geschirr wegeräumen und spülen etc. kann jeder Depp.

              • Also 1. Ich bin eine Frau. Mit Erfahrungen. Ich habe selbst 2 Kinder, die gerade in die Pubertät kommen und erwarte nun mit Ehemann Nr 2 mein drittes Kind.

                Zum anderen bin ich Pädagogin, die beruflich mit dem einen oder anderen Mann-Frau Konflikt in Berührung kam. Zudem habe ich viele Freundinnen, mit denen Frau auch beim Kaffee gerne mal austauscht.

                2. Ja, viele Männer nutzen nicht ihre Möglichkeiten als Vater. Die Gründe hierfür sind allerdings vielfältig!

                3. Jeder kann etwas zum Haudhalt beisteuern. Aber wenn ich mir vorstelle, mein Mann würde mir regelmässig vorhalten, dass ich das saugen nicht gut gemacht hab, deshalb saugt er jetzt lieber nochmal, dass ich die Spülmaschine falsch einräume oder die Wäsche nicht ausreichend trenne...dann würde mir jegliche Lust vergehen!

                Ich sage nicht, dass das ok ist. Mein Mann und ich, wir teilen uns den Haushalt gerecht auf und binden die Kinder sogar täglich mit ein. So sollte es in der Regel überall laufen. Würde ich ständig kritisiert werden, dann würde ich mir denken...und das tun nun mal viele Männer "Dann mach soch den Scheiß alleine!" Und mich nur noch aufs Kind fokussieren, in den eh schon viel zu kurzen Momenten!

      Das hört sich nach meinem Nochehemann an. 😉
      Ich habe mich von ihm im April 18 getrennt und lebe jetzt viel freier und bekomme auch mehr Luft zum atmen.
      Sicherlich musst Du das für Dich entscheiden, aber manchmal ist es die bessere Alternative sich zu trennen.

      Wünsche Dir alles Gute. 😉🤗

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