Trennungsgrund Wohnort

    • (1) 06.02.19 - 21:38

      Ich schreibe hier, weil ich gerne Meinungen hören würde, von Menschen, die mich nicht kennen, die also objektiv auf die Sache schauen.

      Ich habe meinen Mann vor knapp 10 Jahren über das Internet kennen gelernt. Ich war damals in den letzten Zügen meines ersten Staatsexamens, er arbeitete bereits fest in einem wirklich gut bezahlten Job im Ruhrgebiet. Da ich nach dem Examen die Unistadt sowieso verlassen wollte (der eigentliche Plan war wieder in die Heimat zu ziehen), entschied ich mich recht spontan zu ihm ins Ruhrgebiet zu ziehen. Frei nach dem Motto: Das Referendariat dauert 2 Jahre, wenns mit ihm nicht klappen sollte, kannst du danach einfach wieder gehen."
      Die Beziehung funktionierte super, das Ruhrgebiet und ich funktionierten eher nicht so gut. Deshalb suchten wir uns nach den ersten 2,5 Jahren zusammen eine Wohnung in Ruhrgebietsrandlage auf der Mitte zwischen unseren Arbeitsorten. Soweit so gut. Mittlerweile sind wir 9,5 Jahre zusammen, haben zwei Kinder und ein Eigenheim.

      Leider werde ich hier nicht warm. Auch nach so langer Zeit ist dieser Ort nicht mein zu Hause, ich fühle mich unwohl, habe kaum Anschluss, bin immer irgendwie die, die nicht von hier ist. Es kotzt mich an. Dazu kommt, dass ich hier beruflich keine Möglichkeiten habe. Ich arbeite seit 6 Jahren an einem Arbeitsplatz der grauenvoll ist und kann leider nicht wechseln (ich bin verbeamtet, eine Versetzung geht nicht durch, darauf müsste ich noch weitere 3 Jahre warten).
      Ein Umzug kommt für meinen Mann aber kategorisch nicht in Frage. Jeder Versuch meinerseits ihn zumindest dazu zu bewegen, vielleicht mal nach anderen Stellen zu schauen, wird abgelehnt mit den Worten: er arbeitet dort gerne und wird übertariflich gut bezahlt, überall anders würde er sich verschlechtern.

      Ich verstehe seine Argumente sogar. Sie sind ja rational. Ich trage mich allerdings mit der Frage, ob ich dafür den Preis zahlen muss? Muss ich deswegen an einem Ort leben, den ich richtig kacke finde? Ohne wirklich Freunde und vor allem mit einer täglichen Arbeit, die mich zermürbt? Ich finde nicht.

      Würde ich umziehen, zurück in meine Heimat (100km entfernt), würde meine Versetzung an eine andere Stelle sofort durchgewunken werden, da die Distanz zum Arbeitsort dann zu groß wäre und ich ja zwei kleine Kinder habe. Ich könnte also woanders wohnen und arbeiten für den Preis meiner Ehe. Und hier haben wir das Dilemma.

      Mein Mann und ich streiten im Prinzip nur noch. Die Kinder leiden darunter. Sie merken, dass etwas nicht stimmt. Ich leide. Natürlich möchte ich meine Ehe nicht einfach wegwerfen. Wir waren lange ein Dreamteam.

      Wie seht ihr das? Würdet ihr euer persönliches Glück für Kinder und Mann hinten anstellen? Denn auch die Kinder wären dann Trennungskinder.

      Danke fürs Lesen :-)

      • Du unterliegst möglicherweise einem Denkfehler: Die Kinder dürftest Du nicht mitnehmen, sofern Dein Mann damit nicht ausdrücklich einverstanden ist. D.h. auch die Versetzung wäre nicht sicher. Dass Deine Arbeit Dich zermürbt scheint das Hauptproblem zu sein. Du machst jeden Tag etwas, was Du nicht magst. Wieso änderst Du nicht erst einmal diesen Umstand?

        • Mein Mann würde dem Mitzug der Kinder nicht widersprechen. Er kann sich aufgrund seiner Arbeitszeiten gar nicht um sie kümmern und das weiß er auch.

          Ich kann an meiner Jobsituation nicht wirklich aktiv etwas ändern. Kennst du dich mit Beamtenrecht aus? Als Lehrerin wählst du deinen Arbeitsplatz einmal, danach entscheidet die Bezirksregierung im Prinzip wo du arbeitest, in dem zum Beispiel Versetzungsanträge bis zu 5 Jahre in Folge abgelehnt werden können. Ich kann mich auf andere Beamtenstellen bewerben, zum Beispiel an der Uni oder in der Lehrerausbildung, aber auch hier muss meine Schulleitung zustimmen, was sie nicht tut, denn im Bereich Sonderpädagogik gibt es viel zu wenig Leute. Jede Schule hält ihre Sonderpädagogen zusammen, komme was wolle.

          Bliebe mir nur die Kündigung. Hierbei gehen mir 8 Jahre Pensionsansprüche verloren. Auch kein Pappenstil.

          Allerdings ist es so, dass ich mich nach anderen Beamtenstellen umsehe, die es hier im näheren Umkreis einfach nicht gibt. Die nächste, im Moment offene Stelle, ist 75 km entfernt. Das pendelt man auch leider nicht mal eben so durchs Ruhrgebiet...

          • Also wäre die Trennung geklärt, Du ziehst um, mit den Kindern, die dann selber wiederum schlimmstes Heimweh entwickeln könnten, weil sie entwurzelt werden? Da kann ich Dir aus Erfahrung sagen, ich weiss, wie das ist. Wenn sie noch sehr klein sind, wird das weniger schlimm, als wenn sie schon die Schule wechseln müssen und alle Freunde und den täglichen Kontakt zum Vater verlieren. Bei mir war es vierte Klasse und sogar ein Bundeslandwechsel.

            Abgesehen davon sagst Du ja selbst, geht die Ehe drauf. Also statt einem traurigen Menschen in der Familie gibt es dann schlechtestenfalls drei.
            Da würde ich lieber auf Beamtenansprüche verzichten und mich mehr engagieren, um mein eigenes Heimweh zu verarbeiten. Hast Du unter dem Umzug immer schon so stark gelitten oder verschlimmert sich das mit der Zeit?

            • Unsere Kinder sind noch klein. Vielleicht wähle ich deshalb jetzt auch den Zeitpunkt, denn die große hat noch anderthalb Jahre Kindergarten vor sich, bevor sie in die Schule kommt.
              Ich fand es hier nie schön, habe es mir aber schön geredet. Immer gedacht, es braucht eben auch seine Zeit, bis man irgendwo ankommt. Vielleicht wird es mit Eigenheim besser oder man bekommt über die Kinder Anschluss...aber nichts davon hat geholfen. Ich komme mit dem Schlag Mensch hier nicht klar (und umgekehrt) und das wird schlimmer. Und die Sehnsucht nach Hause zu ziehen wird größer. Jeden Tag. Ich bin viel in meiner Heimat, meine Eltern und mein Bruder wohnen dort, meine besten Freundinnen. Das fehlt mir alles sehr.

              • Nachvollziehen kann ich das alles, aufgrund der Erfahrungen als Kind würde ich aus meiner Gegend nie wegziehen. Und ich führe auch deshalb seit sechs Jahren eine Wochenendbeziehung. Allerdings ist mein Partner bereit, auf mich zuzugehen, weil "Job ist nur Job, Du bist mir wichtiger".

                Frag Deinen Mann doch mal, ob eine Wochenendbeziehung in Frage käme. Noch leichter wäre es natürlich, wenn er Homeoffice machen darf.

              • >> meine besten Freundinnen <<

                Vergiss nie, dass sich nach so langer Zeit "in der Heimat" viel verändert hat und dass es dort - vor allem mit den Freundinnen - nie wieder so sein wird, wie es war.

                Mitunter setzt du deine Ehe und die Beziehung der Kinder zum Vater auf´s Spiel für ein paar ehemalige Freundschaften, bei denen du auch nach ein paar Monaten feststellst, dass "es nicht mehr passt".

      Ich finde jetzt 100 km nicht wirklich eine unüberbrückbare Entfernung, daran würde ich keine Ehe scheitern lassen und nicht die Kinder entwurzeln. Deine Kinder wären dann unglücklich und hätten Heimweh und Sehnsucht nach Papa. Willst Du das wirklich ihnen antun, nur damit DU kein Heimweh mehr hast?

      Was vermisst Du denn genau? Freunde und Familie kann man bei 100 km Distanz doch locker trotzdem regelmäßig besuchen. Das mit dem Job ist natürlich Schei..e, da wäre vielleicht auch die Überlegung, ob der in Teilzeit erträglicher wäre. Dass Du Stunden reduzierst, bis was Anderes drin ist.

      Ansonsten glaube ich, stehst Du Dir selbst im Weg. Ich komm selbst aus dem Ruhrgebiet, wir sind bekannt dafür, wie gastfreundlich und kontaktfreudig wir sind, das ist nicht Hamburg oder Hannover, wo man als Fremder nicht willkommen ist. Aber mir ging es genauso wie dir mal, bin aus der Heimatstadt weggezogen und war nach 10 Jahren noch nicht heimisch, vermisste alte Freunde, Familie etc.! Dann sind wir innerhalb der Region umgezogen und ich fühlte mich am neuen Wohnort plötzlich nach nur 3 Monaten endlich angekommen. Habe über die Kinder schnell neue Kontakte geknüpft und aufeinmal war der Knoten geplatzt. Das ist jetzt weitere 10 Jahre her und im Leben möchte hier nicht mehr weg.

      Von daher stimmt der Satz "Zuhause ist, wo Deine Leute sind". Vielleicht kannst Du ja versuchen, über regionale Facebook-Gruppen Kontakte zu schließen, Sportverein, irgendwas derart. Die Leute klopfen nicht von selbst, man muss schon selbst offen auf andere zugehen, dann wird man auch Kontakt knüpfen.

      Vom Gedanken zurückzuziehen würde ich allein der Kinder zuliebe Abstand nehmen, bevor die erwachsen sind. Und auch wenn Dein Mann sich nicht um die Kids kümmern kann, muss er nicht zustimmen, dass Du sie 100 km weit wegnimmst. Da kann er auch verlangen, dass Du vor Ort mit ihnen bleibst, es bräuchte triftige Gründe, dass ein Gericht dann zusagt, dass du sie so weit weg nimmst, und dein Heimweh ist kein triftiger Grund, denn als Konsequenz hätten deine Kinder dann ja Heimweh.

      • Ich möchte auch niemandem aus dem Ruhrgebiet auf die Füße treten 😊 ich weiß, dass hier eine Menge toller Menschen wohnen. Das soll auch nicht feindlich klingen, es ist einfach nur so, dass ich hier nicht zurecht komme.
        Ich bin übrigens sehr aktiv, unter anderem im Tierschutz, Sport etc. Also ich versuche es täglich. Aber hier ist es eher dörflich. Ich bin immer die von "außerhalb".

        (10) 07.02.19 - 10:43

        >> das ist nicht Hamburg oder Hannover, wo man als Fremder nicht willkommen ist. <<

        Kann ist nicht bestätigen. Wir sind zugezogen und - egal welcher Ort - es liegt immer an einem selbst, ob man willkommen ist.

        • (11) 07.02.19 - 19:36

          Ja, das stimmt schon, dies waren nur zwei Beispiele für Städte, denen man nachsagt, dass man da als Fremder ohne Connections eher einen schweren Start hat.

    Im Grunde könnte man sagen, dass nach so vielen Jahren Kompromiss deinerseits jetzt mal dein Mann dran wäre, dir den Vortritt zu lassen bzw. Dir entgegenzukommen! Ich verstehe zwar, dass er keine Lust hat, was zu ändern, aber zu einer Beziehung gehören immer noch zwei.
    Er zieht in gewisser Weise einfach sein Ding durch und hat wahrscheinlich gehofft, dass du dich schon arrangierst und nicht viel drauf gegeben, wenn du Zweifel geäußert hast.
    Jetzt ist die Katze aus dem Sack und du willst endlich weg. Versteh ich auch. Das Problem ist, dass ihr nicht dasselbe wollt und es jetzt auf einen Machtkampf hinausläuft, wenn keiner von seiner Position abrückt.
    Ich persönlich finde 100km einen Klacks, da könnte er locker jedes Wochenende in seine alte Gegend fahren... im Zweifel könnte er sogar zur alten Arbeit pendeln.

    Schwierig...

    Ehrlich gesagt glaube ich immer Probleme mit dem Wohnort sind Probleme die man an jeden anderen Ort mitnehmen wird. Sich deswegen zu trennen? Niemals.

    Ich denke, dass man das Glück in sich trägt, unabhängig von Wohnort. Ich würde versuchen, mir ein soziales Netzwerk am jetzigen Wohnort zu schaffen, so dass ich da mein Glück finde.

    Du hast dort alles und willst alles wegwerfen für 100 km. Ich kann dich nicht verstehen. Ändere lieber die Umstände, die dich unglücklich machen, ohne gleich wegzuziehen. Das muss doch möglich sein.

    (15) 07.02.19 - 00:15

    Ich kann verstehen, dass du etwas ändern möchtest.

    Die Versetzung als Lehrkraft ist wirklich Mist. Bei dem Lehrermangel werden kaum Freigaben erteilt.

    Aber du weißt dennoch nicht, wie du es an einer anderen Schule antriffst.
    Ich habe in den letzten 10 Jahren viele Lehrer kommen und gehen sehen, die von sehr unterschiedlichen Erfahrungen an div. Schulen berichteten - gute wie schlechte. Abhängig von der Schulform, den jeweiligen Schulleitungen und dem Klientel der Schulen. . Und das waren keine Stellen in unterschiedlichen Bundesländern.

    Bei dir hört es sich an als seist du in einem völlig anderen Kulturkreis gelandet und nicht innerhalb Deutschlands. Das halte ich für ziemlich übertrieben.

    Ihr habt euch für eine Existenz mit Haus und Hof dort entschieden. So einfach ist ein Verkauf auch nicht. Müsst ihr noch Kredite abzahlen? Dann kommen u. U. nicht unerhebliche Vorfälligkeitszinsen auf euch zu.
    Und dein Mann verdient womöglich in einer anderen Region tatsächlich weniger. Dazu kommt, dass er bei Null anfängt - mit Probezeit, er wäre einer der 1., der gehen muss, wenn es betrieblich nicht läuft. Er weiß auch nicht vorher, ob er am neuen Arbeitsplatz glücklich wird. Ein Wechsel ist immer ein Risiko. Hat dein Mann auch keine sozialen Kontakte am jetzigen Standort, die er aufgibt?

    Ehrlich gesagt finde ich es in Summe an Risiko, dass ihr mit einem Umzug auf euch nehmt, nur wegen deiner fehlenden Kompetenz mit einem anderen Menschenschlag innerhalb Deutschlands klarzukommen, ziemlich albern.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Menschen um dich herum - von Nachbarn, über Freizeitbegleiter und Kitaeltern bis hin zu Kollegen (die z. B. an meiner letzten Schule aus ganz verschiedenen Bundesländern ursprünglich zusammenkamen) - alle so völlig daneben sein sollen.

    Ich glaube, du bist ein großer Teil des Problems.

    Es geht um 100 km? Bitte was soll denn poplige 100 km weiter so gravierend anders sein? Wenn es um Nord-/Süddeutschland oder 2 verschiedene Länder ginge, könnte man es vielleicht nachvollziehen. Aber deine Probleme, keinen Anschluss zu finden und dich nach 9 Jahren nicht einzuleben, liegen wohl eher nicht an 100 km.
    Sorry, aber ich bin entsetzt, wie leichtfertig manche ihre Ehe und Familie aufgeben.
    (100 km ist übrigens die tägliche (einfache) Fahrstrecke zur Arbeit meines Mannes.)

    • (17) 07.02.19 - 15:24

      Heute trennt man sich für jeden Pups.
      Aber mal zu überlegen, Warum man nicht glücklich ist, aktiv was am Netzwerk, etc. zu ändern....
      Und wenn ihr der Job kein Spass macht, soll sie halt was komplett anderes machen und den Beamtenstatus aufgeben. Es gibt keine Garantie, das es woanders besser sein wird.

      Hi,

      auch wenn ich nicht meine Ehe dafür aufs Spiel setzen würde - aus eigener Erfahrung weiß ich, dass 30 km reichen, um bei einem Menschenschla g zu landen, mit dem man nicht kann.
      Wir sind da ganz schnell wieder weggezogen.

      Allerdings würde ich der TE empfehlen, aufzuhören damit zu hadern, dass sie die "von woanders" ist. Ist sie ja auch, das ist doch nichts schlimmes.

      Täglich 200 km zu pendeln käme für mich nicht infrage.

      Lg

      • Hmm ich weiß nicht, findet man nicht in jedem Ort (neben Leuten, mit denen man einfach nicht warm wird) nicht wenigstens 2 nette Leute? Und wenn nicht in dem Wohnort, dann wenigstens im Nachbarort? Meine Freundinnen wohnen teilweise 20 oder 50 km entfernt. Trotzdem kann man sich doch treffen, ausgehen, telefonieren etc.?!

        (Nein, mein Ding wäre so ein weiter Fahrweg auch nicht. Aber manchmal geht es halt nicht anders. Irgendwie kann man sich doch immer arrangieren... und auf bessere Zeiten hoffen. ;-) )

        • Grundsätzlich sehe ich es auch so - wenn ich nicht diese Erfahrung gemacht hätte... es war furchtbar und ich fahre bis heute mit Bauchschmerzen durch diesen Ort.

          Allerdings waren die Voraussetzungen auch andere und ich war nah genug an meinem Freundeskreis dran.

Hallo,

"Würdet ihr euer persönliches Glück für Kinder und Mann hinten anstellen".

Ja, und ehrlich gesagt, bin ich entsetzt, dass du deine Ehe wegen lächerlichen 100 km aufs Spiel setzen möchtest und deine Kinder deshalb zu Trennungskindern machen würdest.

Du solltest eher daran arbeiten, deine Lebenszufriedenheit zu verbessern.

Im Übrigen kannst du davon ausgehen, dass sich dein "Zuhause" auch verändert hat. Du müsstest dort genau wie an deinem jetzigen Wohnort deinen Alltag leben. Das deine Eltern, Verwandte, Freunde leben, mag dir jetzt vielleicht verlockend erscheinen, dein Leben müsstest du dann - ohne Mann - trotzdem allein wuppen.

Wirf nichts leichtfertig weg, was du hinterher stark bereuen könntest.

Alles Gute

Nici

(22) 07.02.19 - 09:31

Du würdest viel aufgeben. Die Distanz von 100 km rechtfertigt das nicht.

Gruss
agostea

(23) 07.02.19 - 09:42

Ist das jetzt dein Ernst? Wegen lächerlichen 100 km so ein Fass aufzumachen. Sorry aber das sind hausgemachte Probleme. Wenn ich innerlich zufrieden bin kann ich mit meiner Familie leben egal wo. Ich denke, dass du selber gar nicht wertschätzt was du alles hast. Wirf das nicht weg.

LG Gabi

(24) 07.02.19 - 10:24

Es wäre schön und fair für alle, wenn ihr eine gemeinsame Lösung finden könntet. Möglicherweise hilft euch ein professioneller Berater dabei.
Jedes Familiengefüge funktioniert anders. Nicht selten überträgt sich jedoch die Stimmung der Mutter oder auch Unstimmigkeiten zwischen Mann und Frau auf die Kinder.
Vielleicht ist eine glückliche Mama und ein Pendelpapa mehr wert, als ein gemeinsamer Wohnsitz und ein Haus.
Vielleicht könntet ihr so auch einfach etwas “Luft schnappen” und sehen, was in ein, zwei Jahren ist. Man muss sich ja nicht gleich trennen.

Mit glücklichen Eltern kann man sich (im Kindergartenalter) eigentlich überall auf der Welt wohlfühlen.
Zuhause ist da wo dein Herz wohnt. Kinder sind viel flexibler als wir manchmal denken und zu viel Interpretation ist oftmals eher lähmend.

Ich wünsche dir viel Kraft und eine gute gemeinsame Entscheidung.

Hallo!

Wie wäre es denn, wenn sich Dein Mann eine kleine Wohnung bei seiner Arbeit nimmt, und Du mit den Kindern wegziehst, er euch aber dann jedes Wochenende besuchen kommen könnte? Also statt kompletter Trennung nur getrennte Wohnungen?

Oder wenn Du erst mal umziehst, dir vor Ort eine neue Stelle suchst, und ihr dann mittelfristig gemeinsam in die Mitte zwischen beiden Orten zieht - mein Mann und ich arbeiten auch ca. 95km voneinander entfernt, entgegengesetzte Richtungen, wohnen dabei aber so, dass jeder von uns normalerweise vernünftige Pendelzeiten hat.

Was ist denn mit euren Gefühlen füreinander? Ist da nur noch so wenig übrig, dass so eine Entfernung wirklich die Ehe kaputt macht?

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