Heute Erfahren, dass mein Mann mich vor 4 Jahren betrogen hat, was soll ich tun?

    • (1) 16.02.19 - 23:28

      Hallo Community,

      vor vier Jahren (damals noch unverheiratet) hatte ich bei meinem jetzigen Mann in seinem Handy fragwürdige Nachrichten von einer anderen Frau gefunden, die darauf hinwiesen, dass sie miteinander geschlafen hatten. Als ich meinen Mann damals darauf ansprach hatte er es natürlich abgestritten und gemeint sein Kumpel hat von seinem Handy mit dieser Frau geschrieben damit seine Freundin das nicht sieht und er wär ja nicht so blöd und würde die Nachrichten auf seinem Handy lassen wenn er mich betrogen hätte. Dumm wie ich damals war habe ich es dann einfach so stehen gelassen und nicht mehr erwähnt. Wahrscheinlich weil ich frisch schwanger war und es einfach nicht wahr haben wollte. Durch Zufall traf ich heute eine alte Bekannte die mit dieser Frau von damals befreundet ist. Und es stellte sich heraus, dass mein Mann mich damals doch betrogen hat. Nun ist das ja schon vier Jahre her und wir haben bereits geheiratet und zwei wundervolle Kinder. Ich weiß jetzt einfach nicht was ich tun soll. Natürlich bin ich total verletzt und enttäuscht. Aber soll ich deswegen jetzt unsere ganze Zukunft wegschmeißen wegen etwas das vier Jahre her ist? Soll ich ihn damit konfrotieren? Aber wie spreche ich ihn jetzt noch darauf an und was tue ich wenn er es wieder abstreitet? Oder soll ich einfach kein altes Fass mehr aufmachen?

      Was würdet ihr in dieser Situation tun?

      • (2) 16.02.19 - 23:38

        Ich würde sagen: "Du, ich habe heute Jeanette getroffen, die Freundin von Jennifer, du weisst doch, die Bettgeschichte von Roman damals, als er von deinem Handy geschrieben hat (Kunstpause) und jetzt RATE doch mal, WAS die mir erzählt hat?!"

        Und dann würde ich schauen was passiert. Und genießen, wie er kalkweiß wird.

        LG

        • (3) 18.02.19 - 12:10

          ... und in diesem Genuß lebte sie dann glücklich bis an ihr Lebensende. Erhaben über die Situation und in dem Gefühl als Siegerin des Lebens gegolten zu haben.

      (4) 16.02.19 - 23:42

      Ich würde es ansprechen! Warum todschweigen? Damit er glaubt sein Lügengerüst hätte funktioniert? Damit er sich weiter in Sicherheit wähnt?

      Ich hätte nicht nur mit dem Fremdgehen ein Problem (du warst auch noch schwanger!), das Lügen und so lange verschweigen fände ich noch schlimmer!

    • (5) 16.02.19 - 23:42

      Also ich würde ihn konfrontieren!
      Wer weiß wie oft er dich danach noch mit irgendwelchen Frauen betrogen hat/betrügt.
      Den Kopf in den Sand stecken bringt meiner Meinung nach nichts...
      Wenn es damals was einmaliges war, wäre es vielleicht möglich das zu verzeihen, ABER dafür sollte er jetzt schonungslos ehrlich sein und nicht wieder so tun, als wärst du die eifersüchtige Ehefrau!
      Lass dich nicht verarschen!

      (6) 17.02.19 - 00:37

      Ich würde ihn auch konfrontieren. Aber nicht als Szene, sondern ich würde ihm sagen, dass ich es bedenklich finde, dass er mich damals so überzeugend angelogen hat, scheinbar ohne schlechtes Gewissen 4 Jahre mit dieser Lüge gelebt hat mit mir, und ich mich aufgrund dessen jetzt natürlich schon frage, wie groß denn wohl das Vertrauen ist, das man in so einen Mann noch setzen kann. Dass ich z.B. mich auch frage jetzt natürlich, ob es die Einzige war, denn auch wenn er das beschwört, wieviel kann man ihm denn überhaupt noch glauben? Das wären meine Gedanken und Sorgen dabei und die würde ich auf den Tisch bringen. Und auch, dass man einen Seitensprung ja verzeihen KÖNNTE, aber doch nur, wenn er auch gestanden wird und man ihn nicht auf die Art erfährt. Ich meine, wer weiß das denn noch alles, außer Dir? Da kommt man sich doch doppelt betrogen und verarscht vor, das von "Fremden" auf der Straße zu erfahren, was der eigene Mann so getrieben hat.

    • (7) 17.02.19 - 09:17

      Hi,
      dieser Stachel würde immer stecken und irgendwann würde das Ganze dir doch nur um die Ohren fliegen.

      vlg tina

      (8) 17.02.19 - 09:32

      Hallo,

      ich antworte dir auch mal aus Sicht einer Betrogenen.
      Bei meinem Partner war der Betrug ein Jahr her als ich davon erfuhr (es ging um ein Vaterschaftstest den er machen sollte).
      Es war für mich natürlich ein Schock, denn ich habe nicht gemerkt! Niemand, wirklich Niemand hätte ihm das zugetraut. Umso härter fiel ich als es mit der möglichen Vaterschaft kam. Wir waren in dieser Zeit selbst dabei Nachwuchs zu zeugen....

      Im Nachhinein wäre es mir lieber gewesen ich hätte von diesen Betrug niemals erfahren und er hätte die harte Zeit mit der möglichen Vaterschaft selbst durchstehen müssen.
      In dem Moment war ich natürlich froh das er es erzählt hat, denn wäre das Kind von ihm gewesen hätte es für mich keine Zukunft gegeben. So haben wir durch Paartherapie wieder zu uns gefunden und sind mittlerweile auch verheiratet und erwarten unser erstes Kind (nun 4 Jahre her).
      Hätte er mich damals aber angelogen (er hat zb immer gesagt das er ein Kondom benutzt hat), wäre das das Aus gewesen. Also wäre er der Vater gewesen, dann hätte er mich in dem Punkt wohl angelogen.
      Wenn du ihm diesen einen Seitensprung verzeihen könntest, würde ich wohl keine alten Wunden aufreißen.
      Die Unsicherheit das er es wieder tun könnte, bleibt so oder so bestehen. Selbst in einer neuen Partnerschaft wirst du diesen Gedanken mit reinnehmen. Denn für mich gibt es kein 100%iges Vertrauen mehr in einem Menschen. Nichtmal ich selbst kann von mir behaupten das ich nichtmal in solch eine Situation komme. Man kann halt nie nie sagen. Das einzige was man sagen kann „ich kann es mir nicht vorstellen, dass mir das mal passiert“.

      • (9) 17.02.19 - 14:44
        Augenwischerei

        Welch eine Augenwischerei...

        Als wenn er kein Kondom benutzt hätte, du anders entschieden hättest wenn du so schon keine Stärke hattest.

        Aber Hauptache du bist jetzt glücklich und kannst vertrauen #niko

    (10) 17.02.19 - 12:09

    Ich bin in einer ähnlichen Situation. Mir hat mein Partner gerade gebeichtet, dass er vor 3-4 Jahren nach einem riesigen Streit im Puff war. Er könnte jetzt nicht mehr mit dieser Lüge leben.
    ich weiß jetzt auch nicht, was ich machen soll. Momentan spüre ich nur ekel....

    • (11) 17.02.19 - 13:57

      Was ist denn so schlimm an einem Puff? Beschwerst und ekelst du dich auch, wenn er zum Frisör geht oder sich an der Imbissbude etwas zu essen holt?

      • (12) 17.02.19 - 14:47

        Supi, ich wusste gar nicht das ne Friseurin oder die Bedienung in der Imbissbude einem gewisse Flüssigkeiten irgendwohin schmieren...Danke für die Aufklärung #augen

        • (13) 17.02.19 - 14:50
          Dienstleistungen

          Alles sind Dienstleister und auch Frisöre und Köche schmieren einem gewisse Flüssigkeiten irgendwohin. Oder isst du gerne alles ohne Soße und möchtest deine Haare trocken geschnitten? Übrigens dürfen Prostituierte überhaupt keine gewissen Flüssigkeiten hinschmieren, zumindest nicht die Flüssigkeiten, an die du denkst.

      (16) 17.02.19 - 15:21

      Der Vergleich hinkt.

      Bei keiner der von dir genannten Branchen wird die Vagina zum Arbeitsmittel gemacht.

      Für rein persönlich – und da spreche ich wirklich nur von mir selbst – ist die Zurverfügungstellung der Vagina gegen Entgelt ein fragwürdiger Umgang von Männern mit Frauen und ich meine, dass das auch viel mit alten Rollenbildern zu tun hat, dass das so selbstverständlich und normalisierend als „Arbeit“ bezeichnet wird. Andere sehen es als Zeichen einer Selbstbestimmung von Frauen, mir gelingt das nicht.

      Insbesondere auch deshalb nicht, weil ich berufliche Erfahrungen mit Aussteigerinnen habe.

      Es hinterlässt psychische Spuren, wenn Anzahl X an Männern täglich in den intimsten Bereich Bereich eindringt. Verdrängungsstrategien wie der Versuch einer Trennung von Körper und Psyche oder einfaches Schöndenken scheinen durchaus verbreitet zu sein, so haben es mir jedenfalls Aussteigerinnen berichtet.

      Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen Gewalterfahrungen in der Kindheit und Prostitution aufweisen.

      Über den Betrug hinaus wäre es für mich weitaus schlimmer, wenn der Mann einen so fragwürdigen Umgang mit der eigenen Sexualität pflegt, dass es ihm wurscht ist, ob die Frau nun wirklich selbstbestimmt handelt, beurteilen kann er es ja nicht, und es nicht um gemeinsam erlebte Lust von Mann und Frau geht.

      Hier noch ein interessantes Interview mit einer der Dienstleisterinnen, die für mich glaubhaft selbstbestimmt handelte, dafür aber die Kunden als arme Würschtel beschreibt:
      https://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/mit-jedem-dritten-freier-hatte-ich-keinen-sex/story/15428349

      • (17) 17.02.19 - 15:55
        Dienstleistungen

        Der Vergleich ist vielleicht nicht ideal, aber eine Dienstleistung bleibt es. Es hat einfach gar nichts mit Betrug gemeinsam, denn auch wenn es sich um Sex handelt, ist und bleibt es beruflich.

        • (18) 17.02.19 - 16:02

          Wenn ein Paar monogam lebt und damit Sexualität exklusiv vereinbart wurde, ist es selbstverständlich Betrug, wenn er diese - natürlich heimlich und hintenrum -anderswo ausgelebt wird. Die Bezeichnung als Dienstleistung ändert daran rein gar nichts.

          Auf meine anderen Argumente, die eine Wertung von Prostitution als Dienstleistung in Frage stellt, gehst du nicht ein.

          Es ist so ist jedenfalls kein Argument.

          • (19) 17.02.19 - 16:03

            Ich entschuldige mich für den misslungenen Satzbau - Urbia lässt leider auch kurz nach Einstellen des Beitrags Änderungen nicht zu.

        (20) 17.02.19 - 21:19

        Nö- also Du verwechselst da was: Du redest von emotionalem Betrug. Den hat er mit der Prostituierten nicht gemacht.
        Aber es gibt sehr wohl einen körperlichen Betrug. Und den hat er begangen, da er sich innerhalb einer monogamen Partnerschaft befand.
        Er hätte genauso gut mit einer Affäre, die ihm nichts bedeutet, schlafen können- das wäre auch körperlicher Betrug.
        Die Tatsache, dass er diese Frau bezahlt hat, macht den Betrug von ihm nicht wett.
        Und, dass die Prostituierte Sex als Dienstleistung anbietet, ist die Sache der Frau und hat gar nichts mit dem Betrug des Mannes an seiner Partnerin zu tun.

        Oder, findest Du es okay, wenn Dein Mann in den Puff geht?
        Es ist ja, laut Dir, eine Dienstleistung? Wie Haare schneiden auch?

    Lass, das ist doch eh nur wieder der alternde Gebrauchtwagenhändler mit seiner ekelhaften Sicht auf Frauen und Sexualität. Der rafft das nicht mehr.

    • Geht es Dir gut?

      Ich schreibe nie in schwarz.

      • (23) 17.02.19 - 19:49

        Ich bin gerade total überrascht, dass sich offenbar von dieser wenig schmeichelhaften Beschreibung jemand angesprochen fühlt. Mit der Vermutung, dass du schwarz schreibst, hast du ein Problem, aber der Rest passt?? Faszinierend. Aber ich bin ja auch noch recht neu hier bei Urbia - ich scheine einiges verpasst zu haben. 😆

        • (24) 18.02.19 - 13:57

          Da ich hier schon vielen aufgrund beruflicher Kenntnisse geholfen habe, hat sich das halt herumgesprochen.

          Der Rest ist natürlich die Auslegungssache mancher Personen hier.

Was für ein widerwärtiger Beitrag, der sämtliche Frauen auf "Loch ist Loch" reduziert. Hauptsache, was zum reinw*chsen, was?!

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