Partner und Hund..

    • (1) 10.03.19 - 17:38
      Inaktiv

      Hallo ihr Lieben,
      Es geht um folgendes, mein Lebensgefährte hat sich einen Welpen besorgt, obwohl ich dagegen war. Ich sagte ihm dass ich keinen Hund möchte,seine Antwort war, dass es ihm egal ist. Ich persönlich möchte mein Leben nicht an einem Hund binden, fahre gerne in den Urlaub, unternehme etwas mit meinen Kindern und mit Hund geht und will ich das auch nicht. Mein Lebensgefährte hat absolut kein Verständnis für meine Reaktion. Der Hund ist 10 Wochen, muss natürlich alles erst lernen, aber mich nervt es einfach, wenn er wohin macht oder die Tshirts meiner Kinder kaputt macht. Die Pfotenabdrücke auf dem Boden und dieser typische Hundegeruch. Ich war noch nie ein Hundefreund, ich bin eher dieser Katzenmensch. Unsere Katze mittlerweile seit 9 Jahren an meiner Seite findet das auch nicht toll. Zudem nervt es mich, dass mein Freund keinen Job hat und sich auch nicht darum kümmert, das heißt wiederum, dass er sich den Hund nicht leisten kann. Der Hund ist in meinen Augen arm, er spürt ja dass ich ihn eigentlich nicht möchte, obwohl ich ihm das nicht zeige, ich streichle ihn ja auch.. und dass er in einer Wohnung lebt finde ich auch nicht gerade toll. Es spielen einfach so viele Faktoren zusammen und ich bin so mega unglücklich mit der Situation. Ich überlege mir ernsthaft eine eigene Wohnung zu suchen.

      Was meint ihr, reagiere ich über?

      • Wenn Du Dir nur wegen des Hundes eine eigene Wohnung suchst, dann wäre das eventuell übertrieben. Wenn Du aber der Meinung bist, dass man in einer Beziehung auf Augenhöhe solche Dinge bespricht und nicht die Ansichten des Partners mit "ist mir egal" abbügelt bin ich ganz bei Dir. Ebenso, wenn die Arbeitslosigkeit bedeutet, dass Dein Freund generell sehr faul ist und der Hund von Dir versorgt wird (finanziell und auch in Sachen Futtergabe, Dreck wegputzen, spazieren gehen).

        (3) 10.03.19 - 17:50

        Wer kommt für die Kosten des Hundes auf wenn er gar keinen Job hat? Fressen, Tierarzt, Hundesteuer, Krankenversicherung, Risiko- Versicherung, Hundeschule, Leinen, Halsbänder, Spielzeug, Körbchen, Decken, Box fürs Auto etc...
        Hoffe nicht du. Du kannst die Sache aussitzen (lange kann er sich den Hund nicht leisten) oder du setzt ihm die Pistole auf die Brust und sagst: "Hund oder ich, entscheide dich."
        Im alleingang ein Tier anschaffen geht gar nicht. Tut man dem Tier keinen Gefallen mit. Jeder im Haushalt muss damit einverstanden sein.

        Ich finde nicht, dass du überreagiert, wäre selbst auch mega angefressen bei sowas. Dein Lebensgefährte wusste vermutlich, dass du keinen Hund willst - sich darüber einfach hinweg zu setzen, finde ich mega dreist, zumal vermutlich ein Teil der Kosten zu deinen Lasten geht, da er ja arbeitslos ist.

        Ich persönlich würde vermutlich ein ziemliches Fass aufmachen und ihm die Pistole auf die Brust setzen - entweder gibt er den Hund zurück oder du suchst dir mit deinen Kindern eine eigene bleibe (alternativ zieht er samt Hund aus). Bis dahin würde ich ihn auflaufen lassen - keinen hundedreck weg machen, nicht Gassi gehen, keine erziehungsarbeit am Hund!

      • Verantwortungsvolle Züchter geben ihre Welpen nicht unter einem Alter von elf bis zwölf Wochen ab. Aber da du ja erwähntest, dass dein Freund arbeitslos ist, kann ich mir schon denken, dass er ihn "aus liebevoller Hobbyzucht" von irgendeinem Vermehrer - Vollhonk auf Ebay Kleinanzeigen gekauft oder von irgendwelchen Freunden, die es für ne Spitzendidee hielten, Waldi mal über Lilli drüber steigen zu lassen, hat. Der gute Mann hat offenbar keine Vorstellung davon, dass so ein Tier im Ernstfall schnell mal vierstellige Tierarztkosten verursacht. Ganz zu schweigen davon, dass er in dem Alter sicherlich noch nicht alle notwendigen Impfungen und Wurmkuren erhalten hat.

        Ich würde nicht nur mein Zeug packen und mir eine eigene Wohnung suchen, sondern auch dafür sorgen, dass der Hund in vernünftige Hände kommt. Menschen wie dein Lebensgefährte sind der Grund, weshalb man endlich einen Hundeführerschein einführen sollte.

        • Da unterstreiche ich ich jedes Wort.
          Der arme Hund....und der Typ ist alles andere als ein verantwortungsbewusster Mensch und Partner, arbeiten ist auch nicht seins. Was binden sich bloß manche Frauen ans Bein?

          An die TE: Jemand, dem es so scheißegal ist, was ich möchte, möchte ich nicht geschenkt. Nein Du übertreibst nicht....und nicht nur wegen des Hundes, der in meinen Augen in keinen guten Händen ist.
          LG Moni

        • Das stimmt so nicht, die Züchter, die ich kenne (alles liebevolle und verantwortungsvolle Züchter, mich selbst auch eingeschlossen), geben die Hunde ab der 8. oder 9. Woche ab. Wenn ich einen Welpen zu mir nehme,dann möchte ich ihn auch gerne in diesem Alter haben, zwischen der 8. und 12. Woche findet eine ganz wichtige Prägung statt.

          Allerdings würde keiner dieser Züchter einen Hund abgeben ohne sich zu vergewissern, dass alle "Betroffenen" einverstanden sind.

          • Mit 8 Wochen ist aber ein Welpe voll in der Sozialisierungsphase, die er dann nicht mehr durch die Geschwister und Mutter/Eltern durchleben kann.
            Fragt sich also, was wichtiger ist, Prägung (was auch immer das heißen soll, mag der ältere Welpe seine Besitzer dann weniger?!) oder Sozialisierung ;-)

            • Ich finde beides wichtig... und muss natürlich neben der Prägung auch für die Sozialisierung des Welpen sorgen, keine Frage. Da in meinem Fall meine Hunde aber auch meine Arbeitskollegen sind, ist mir die Prägung durchaus wichtig - die Sozialisierung kommt hier bei mir durch das Leben im Rudel...

              • Naja das ist ja jetzt nicht gerade der Normalfall ;-)

                Wir haben leider auch unsere Hündin bereits mit 8 Wochen geholt, da es zeitlich einfach gepasst hat und der Züchter nichts dagegen hatte (eben auch wg. der Meinung über die Prägephase).
                Ich bereue das heute, denn unsere Hündin hat ein sehr unsicheres Verhalten gegenüber anderen Hunden (anfangs und auch nicht bei jedem), obwohl wir auch sofort in einer Welpenspielstunde und Hundeschule waren. Aber das reicht eben nicht.

                • Hi,

                  ich bin aus Erfahrung der festen Überzeugung, dass dafür nicht die Abgabe mit 8 Wochen verantwortlich ist, sondern dass das zum einen Charaktersache ist und zum anderen auch das, was der Züchter in diesen ersten 8 Wochen "geleistet" hat...

                  Mein allererster Hund ist mit 12 Wochen zu mir gekommen. Sie ängstlicher Charakter, Mutter sehr ängstlicher Charakter - wahrscheinlich hätten ihr 4 Wochen weniger mit der Mutterhündin besser getan.

                  Lg

                  • Ja das kommt vielleicht noch dazu.
                    Unsere Hündin war die kleinste im Wurf, wurde vermutlich auch von den Geschwistern unterdrückt.
                    Ändern können wir es jetzt nicht mehr, sie ist sonst ein zauberhafter Hund, kann man nicht anders sagen.
                    Nur würde ich keinen Welpen unter 10 - 12 Wochen mehr nehmen.

                    • Unsere Hündin war die kleinste im Wurf, wurde vermutlich auch von den Geschwistern unterdrückt.

                      Und was genau hättest du nun gewonnen, wenn die Hündin noch 4 Wochen länger von ihren Geschwistern unterdrückt worden wäre? ;-)

                      • >> Und was genau hättest du nun gewonnen, wenn die Hündin noch 4 Wochen länger von ihren Geschwistern unterdrückt worden wäre? ;-) <<

                        Na VIELLEICHT hätte sie sich mit zunehmendem Alter (und Größe) eher durchsetzen können, keine Ahnung.
                        Ist ja auch nur eine Vermutung und eine Entschuldigung ;-)

          Ich hoffe, jedes Tier hat Papiere, sie gehören dem VDH an, geben ihre Welpen geimpft, gechipt und mehrfach entwurmt (deshalb sollten Jungtiere eben nicht bereits nach acht Wochen abgegeben werden) inklusive Impfpass, Gesundheitszeugnis und Kaufvertrag ab. Ansonsten handelt es sich nämlich ebenfalls schlicht und ergreifend um Vermehrer.

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