An die, die sich ein 2.Kind wünschen, aber Partner nicht

    • (1) 26.04.19 - 15:20

      Hallo liebe Leute,

      Und schon wieder schreibe ich hier, obwohl ich nicht weiß, was es mir bringen soll, ich muss es einfach loswerden, sonst werde ich wahnsinnig. Ich habe auch viele Zusprüche und etwas Verstädnis bekommen, jedoch auch verletzende Worte von jemandem.
      Ich wünsche mir jetzt seit mehr als einem Jahr ein zweites Kind. Damals stimmte mein Partner noch zu und brach es aber wieder ab, mit der Aussage ihm reicht eins. Seitdem leide ich einfach wie ein Hund. Ich kann an nichts anderes mehr denken. Ich liebe meinen Sohn und er ist der einzige der mich in dieser Situation abklenken und mir Freude ins Gesicht zaubern kann. Ich bin gerne für meinen Sohn da, da mein Partner in Schichtdienst arbeitet. Für ein zweites wäre genug Platz. Wir haben ein Haus und auch genug Geld. Verdienen beide gut. Das frühe aufstehen und so macht mir garnichts aus. Ich würde mich gut um das zweite kümmern können. Mein Partner hat keine konkreten Argumente gegen ein zweites Kind, nur das eins reicht. In Wahrheit weiß ich ganz genau er möchte seine Freiheit( die er schon die ganze Zeit hat) nicht aufgeben. Und das müsste er auch nicht. Doch er hat mir schon Mehrmals mit Schluss machen gedroht wenn ich nicht aufhöre an den Kinderwunsch zu denken. Weil er mich nicht weinen sehen kann. Daher hatte ich jetzt mehr Als ein halbes Jahr nichts angesprochen, bis vor ein paar Tagen. Er sagte wieder : ich will kein zweites, eins reicht mir. Er kann weder Gründe noch Argumente entgegenbringen.
      Aber wenn er seine Nichte im Arm hält und von anderen hört dass sie ihr zweites bekommen, ist er immer total begeistert und sagt mir dann ins Gesicht: boah Schatz guck mal ist das Baby nicht süß, oder er drückt mir jedes Mal freudestrahlend seine Nichte in den Arm. Warum tut er das ? Er weiß ganz genau dass es mir wehtut.
      Wenn ich mit anderen darüber rede, sagen mir einige ich solle doch einfach die Verhütung Versagen lassen. So eine schei*ße möchte ich aber bestimmt nicht tun.
      Jetzt kam er heute zu mir und meinte: auf die schei*ße hab ich so langsam keinen Bock mehr. Ich habe geweint und bin gegangen. Er droht mir mit Schluss machen wenn ich nicht aufhöre Trübsal zu blasen. Glaubt mir, ich möchte nicht mehr daran denken niemals ein zweites Kind haben zu dürfen. Es fällt mir so verdammt schwer. Ich weiß einfach nicht wie ich damit klarkommen soll. Ich liebe ihn und möchte ihn nicht verlieren.
      Sorry für diesen langen Text. Ich weiß sonst nicht wohin mit meiner Verzweiflung.

      Traurige Grüße

      • Du tust mir Leid, ich kann mir gut vorstellen wie es dir geht.

        Alleine die Situation wo er dir das Baby in den Arm gedrückt hat muss so demütigend für dich gewesen sein. Das ist echt ein NoGo.

        Sei ganz ehrlich, wie viel liegt dir an deinem Partner? Es klingt danach, als ob du zumindest in der Theorie bereit sein musst, dich zwischen ihm und einem Baby zu entscheiden. Wenn er keine Argumente vorbringen kann, und danach klingt es, ist das wirklich schwierig. Im Falle einer Trennung - für wen wäre das schwieriger? Emotional? Finanziell?
        Es klingt als ob er sich sicher wäre über euch beide bestimmen zu können...

        Wie verhütet ihr denn? Wenn du die Pille oder die Spirale hast würde ich die als erstes mal absetzen, ihm das NATÜRLICH mitteilen und sagen, dass er in Zukunft für die Verhütung zuständig ist.

        • Danke für deine liebe Antwort.
          Mir liegt sehr viel an ihm. Ich habe ständig um diese Beziehung gekämpft. Ich habe nie gesagt dass ich Schluss machen werde wenn er kein zweites Kind möchte. Ist genau andersrum. Er droht mir wenn ich nicht aufhöre. Aber wie soll ich das anstellen?
          Ich versuche es herauszufinden, seit einem Jahr damit klarzukommen. Zumal du noch von Nachbarn, Eltern, Chef und Arbeitskollegen immer dieselbe Frage zu hören bekommst, wann denn ein zweites Kind kommt. Ich kann es nicht mehr hören. Das ist wirklich so. Ständig fragen irgendwelche Leute nach deiner Familienplanung. Wenn mein Partner dann daneben steht und dann so tut als würde ich kein zweites wollen. Er schiebt mir dann den schwarzen Peter zu, nur um gut dazustehen .oder er spricht für mich mit. „ ach eins reicht uns „
          Ich verhüte seit fast 3 Jahren mit der Spirale.
          Muss sie mir auch bald ziehen lassen. Er hat mich auch schon zweimal erwähnt dass ich doch schon bald die Spirale austauschen muss. Ich weiß nicht ob ich ihm die Verhütung überlassen muss. Denkst du es bringt was ?

          • Niemals würde ich einer Frau dazu raten, die Verhütung "versagen" zu lassen. Aber ich finde es total paradox, dass eine Frau mit Kinderwunsch verhütet, während ihr Partner, der kein weiteres Kind will, die Verantwortung abgibt.

            Teile ihm mit, dass Du in Zukunft nicht mehr für die Verhütung zuständig bist, sondern er. So könnt Ihr auch die Situation vermeiden, dass er Dir Absicht unterstellt, wenn bei von Dir durchgeführten Vethütungsmaßnahmen doch was schief geht.

              • Wenn Du die Spirale eh bald ziehen lässt, dann sag ihm halt, dass Du danach keine weiteren Verhütungsmittel nehmen wirst. Das würde ich ihm jetzt schon mitteilen. Dann kann er sich Gedanken machen, wie er zukünftig verhüten will.

                • OK. Dann müsste er halt Kondome nehmen. Möchte er wahrscheinlich aber nicht, da er keine Kondome mag. Es wird schwierig werden. Aber trotzdem danke

                  • Oder er lässt sich sterilisieren. "Ich mag keine Kondome, deshalb muss meine Frau verhüten, obwohl sie ein weiteres Kind will", den Zahn würde ich ihm ziehen.

                    Dann sag du ihm, dass du dich nicht mit Hormonen vollballern willst oder einen Fremdkörper in deine Gebärmutter getackert haben willst. Immerhin hast du jetzt Jahrelang alleine für die Verhütung gesorgt, da kann er sich auch mal Gedanken dazu machen.

      (11) 26.04.19 - 15:44

      Hallo Du Liebe,
      Vorab: ich verstehe Deinen Wunsch nach einem zweiten Kind gut.

      Dennoch handelt es sich um eine Entscheidung, die beide Partner gleichermaßen treffen müssen.
      Denn es bedeutet große Verantwortung und, ja, doppelt soviel "Arbeit".
      Natürlich würde Dein Partner mit einbezogen werden und natürlich hätte er auch weniger Freizeit, als jetzt mit 1 Kind, zur Verfügung.
      Bei 2 Kindern mit Altersabstand muss man "switchen", also den unterschiedlichen Bedürfnissen des jeweiligen Alters gerecht werden. In jeder Hinsicht muss man beiden Kindern gerecht werden.
      Das zweite Kind läuft also nicht einfach so mit.
      Es stellt auf jeden Fall eine Veränderung des Familienlebens dar.

      Dein Partner sagte klar Nein zum zweiten Kind, mehrmals.
      Das ist deutlich.
      Diesen Wunsch solltest Du, so schwer es fällt, respektieren.
      Alles Andere führt zu Nichts.

      • Genauso sollte doch ER ihren Wunsch respektieren!

        • (13) 26.04.19 - 17:09

          So kannst du das ja nicht sehen.
          Es geht um ein Kind.
          Hier geht es um die wohl größte Verantwortung, die man im Leben tragen kann: einen kleinen Menschen auf den richtigen Weg zu bringen, ihn zu erziehen, für ihn da zu sein.
          Das muss man wirklich wollen.
          Es wäre falsch,des Guten Friedens Willen, dem Wunsch der Partnerin zuzustimmen, dieses Kind aber nicht wirklich zu wollen.
          Es wäre auch dem Kind gegenüber nicht richtig.
          Er könnte ihren Wunsch aber respektieren, indem er sie frei gibt und ihr somit freistellt, diese Verantwortung mit einem anderen Partner zu tragen. Das hat er, laut Ausgangspost der TE, auch schon gesagt.

          Liebe Grüße

          • Ich stimme dir in so fern zu, dass ein ungewolltes Kind sei es auch nur von einem Partner schrecklich ist.
            Aber, ich denke auf seinen Kinderwunsch verzichten zu müssen ist ähnlich schlimm wie ein Kind zu haben, dass man nicht unbedingt wollte. Eine Partei wird nachgeben müssen. Aber ein Kategorisches, unbegründetes Nein von seiner Seite inklusiver dieser Aktionen von denen die TE spricht zeugt weder von Einfühlsamkeit noch von Kompromissbereitschaft. Vermutlich ist es dann tatsächlich besser wenn, wie du es schon gesagt hast, die beiden getrennte Wege gehen.
            Mir hat einfach nicht gefallen wie du in deiner ersten Antwort nur auf die Seite des Mannes eingegangen bist und ich wollte deinen Beitrag ergänzen ;)

            • Manchmal denke ich mir auch, es ist besser wenn wir uns trennen. Wir sind zu verschieden. Haben andere Zukunftsaussichten. Er ist nicht der Familienmensch. ( er hat 3 weitere Geschwister) und obwohl er kein Einzelkind ist, versteht er es einfach nicht. Ich hätte mir gerne ein geschwisterchen für unseren Sohn gewünscht und natürlich Weil Ich es mir von Herzen wünsche. Man lebt nur einmal.

              (16) 26.04.19 - 19:08

              Dann danke ich Dir für Deine Ergänzung, denn natürlich wollte ich mit meinem Beitrag durchaus auch Verständnis für die Situation der TE ausdrücken.
              LG #klee

      Ja das ist mir ja auch bewusst. Ich dachte immer, Partnerschaft ist etwas, wo sich beide Partner respektieren und auf deren wünsche eingehen. Ist das nicht so ? Was würde er dadurch verlieren ? Seine Freiheit ? Die hätte er schon immer, ich finde nicht, dass ich Zuviel verlange. Andere schaffen das auch, Warum wir nicht ?

      • (19) 26.04.19 - 17:15

        Wie schon Oben geschrieben, geht es in erster Linie um die große Verantwortung, die ein Kind bedeutet.
        Er sollte, genau, wie Du, dieses Kind wirklich wollen, es sollte kein Kompromiss sein.
        Es wäre Euer gemeinsames Kind, für das ihr gemeinsam da seid und es gemeinsam auf den richtigen Weg bringt.

        Ich wünsche Dir, dass er sich irgendwann auch ein zweites Kind vorstellen kann #blume
        Aber zum jetzigen Zeitpunkt sei ihm dankbar, dass er offen und ehrlich die Wahrheit sagt.
        Du kannst jederzeit für Dich entscheiden, ob Du mit seiner Einstellung klar kommen möchtest.
        Alles Gute #klee

(20) 26.04.19 - 16:03

Es ist nunmal etwas völlig anderes, dass Baby anderer Leute auf dem Arm zu haben, oder sich ein zweites Kind zu wünschen.
Ich beschäftige mich auch durchaus gerne mit den Säuglingen und Kleinkindern von Verwandten und Freunden, aber habe selbst überhaupt keinen Kinderwunsch. Das sind zwei völlig unterschiedliche paar Stiefel.

In deinem Text kann man sehr gut erkennen, wie du dir die Zukunft ausmalst, was du alles opfern und wie du dich kümmern würdest. Aber das Kind hat nun einmal auch einen Vater, der sich nicht komplett raushalten kann bzw. sollte.

Ich weiß aus eigener, früherer Erfahrung was Kinderwunsch bedeutet, aber ich weiß auch, dass man sich sehr reinsteigern kann.
An deiner Stelle würde ich versuchen, das Leben neu zu ordnen. Neue Hobbies und Bekanntschaften, die Interessen verlegen etc. und nicht jede Zuckung deines Partners auf deinen Kinderwunsch umzulegen.

LG

  • Das tue ich ja. Ich weiß, deine Meinung sehr zu schätzen, auch wenn es verdammt wehtut. Aber ich Hocke ja nicht den ganzen Tag rum und heule. Ich gehe meinen Beschäftigungen nach und kümmere ich mich gut um unseren Sohn. Und doch ist da etwas, was man sich so sehr wünscht. Und ja er kann seine Meinung ändern, aber dann hätte er sich eine Andere suchen müssen, die so denkt. Wir haben so oft über zwei Kinder gesprochen. Ich wollte immer zwei Kinder in meinem Leben . Verstehst du,? Ich fühle mich von ihm irgendwie auf irgendeine art und weise betrogen.

    • Ich verstehe dich schon, so ist das nicht. Bei mir stand lange im Raum, überhaupt keine Kinder bekommen zu können. Jahrelange Kinderwunschbehandlung usw. Irgendwann habe ich dann BEWUSST einen Schlussstrich gezogen. Keine Behandlungen mehr, keine wagen Hoffnungen etc. Absolut nichts mehr und habe mein Leben neu geordnet und was soll ich sagen: es war gut!
      Schlussendlich habe ich dann doch noch welche bekommen (beide ungeplant, das verstehe einer...), aber ich weiß, dass ich auch ohne glücklich geworden wäre. Man muss es eben auch wollen! Das sehe ich bei dir nicht. Man kann sein Glück nicht von anderen o von der Anzahl der Kinder abhängig machen. Woher willst du denn wissen, dass du nach dem zweiten Kind keinen Kinderwunsch mehr verspürst? Das kannst du überhaupt nicht ausschließen!
      Dein Mann möchte genauso wie du ein Kind willst, keins mehr. So aber, deiner Meinung nach, dir zu liebe nachgeben.
      Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, was das für das Kind bedeuten könnte? Liebe zum Kind entsteht nicht immer automatisch. Vielleicht lehnt er das Kind ab oder glänzt mit noch mehr Abwesenheit. Solche Geschichten liest man hier immer wieder.
      Möchtest du das wirklich einem Kind zumuten, nur das du deinen Willen bekommst?!

      Ich möchte dich nicht in die Pfanne hauen, auch wenn es vielleicht gerade so rüberkommt. Nur unterschiedliche Sichtweisen aufzeigen.

      LG

      • Ich verstehe das schon. Und ich denke nicht dass du mich in die Pfanne hauen willst. Aber als ich ihn kennenlernte und mein ganzes Leben hatte ich genaue Pläne. Und er war so anders. Man plante das Leben zusammen. Dachte, man plant daselbe. Und dann kurz vor Spirale ziehen, sagt er auf einmal nö, ich habe kein Bock auf ein zweites. Obwohl man immer davon geredet hat. Und es eigentlich klar besprochen wurde. Wie soll ich mich da fühlen ? Man fühlt sich verarscht. Und dann noch mehrmals mit Schluss machen drohen wenn ich nicht endlich ein anderes gesicht ziehe.

Hallo!

Also mein Mann wollte auch knapp 6 Jahre lang kein zweites Kind. Ich habe mich irgendwann mit der Situation abgefunden. Es müssen letztendlich beide wollen. Und auch wir hatten Diskussionen darüber. Er wollte einfach kein zweites Kind. Ein Kind würde ihm reichen. #blabla Wenn uns jemand fragte, dann sagte ich gleich: Mein Mann möchte kein zweites Kind. Dein Mann kann ruhig zu SEINER Entscheidung stehen.

Was mich stark gestört hätte wäre die Drohung die Beziehung zu beenden. Das finde ich absolut daneben. Er muss dir schon Zeit gegeben. Ich meine so ein bisschen Empathie würde deinem Mann echt nicht schaden.

Letztendlich wird dir nichts anderes übrig bleiben als seine Entscheidung zu akzeptieren. Wenn dein Mann schon so krass drauf reagiert, weil du wegen dem Kinderwunsch traurig bist, dann möchte ich nicht wissen wie er reagiert, wenn du auf ein Mal nicht mehr verhütest. Das kann auch nach hinten losgehen.

Trotzdem alles Gute für dich.

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