Bin ich zu arrogant oder was ist los?

Hallo

ich muss vorweg schicken dass ich beruflich sehr erfolgreich bin. Ich hatte das Glück dass meine Eltern mich früh gefördert haben, ich war auf einem Privatinternat und konnte schon frühzeitig Netzwerke aufbauen, die beruflich hilfreich sein. Heute mit 38 arbeite ich bei einer Unternehmensberatung, verdiene weit überdurchschnittlich, führe eine Division von 80 Mitarbeitern und kann mir in der wenigen Freizeit sehr schöne Dinge gönnen, für die ich sehr dankbar bin. Die Schattenseite meines Lebens ist mein nicht vorhandenes Privat- und Liebesleben. ich habe zwar regelmäßigen sexuellen Kontakt zu Männern aber es ist fast niemand dabei, den ich mir als dauerhaften Partner vorstellen kann. Einige Männer stehen gehalts- und karrieremäßig unter mir und irgendwie reicht es nicht zum wirklichen Verlieben. Nicht falsch zu verstehen, ich schätze Männer mit Humor und Witz und Intelligenz aber ich möchte sowohl finanziell als auch beruflich mit einen Mann mindestens gleichwertig sein. Männer, die mit mir in dieser Hinsicht auf einer Stufe stehen, sind in der Regel verheiratet und haben Familie. Die interessieren mich, außer vielleicht für einen ONS auch nicht weiter. Auf irgendwelchen Dating-Portalen mich anzubieten, liegt mir nicht. Das empfinde ich als würdelos. So langsam bekomme ich das Gefühl, dass ich für die Karriere einen hohen Preis bezahle.
ich habe mich nach urbia verirrt weil meine Schwester hier regelmäßig unterwegs ist. Sie ist das genaue Gegenteil. Ist seit 11 Jahren verheiratet, hat 2 Kinder, ihr Mann arbeitet in der Veraltung und beide haben ihr kleines Reihenhäuschen. Manchmal beneide ich sie aber dann weiß ich doch meinen beruflichen Erfolg zu schätzen und ich würde meinen Job auch nie aufgeben für einen Mann. Aber meine biologische Ihr tickt irgendwie obwohl ich nie einen besonderen Kinderwunsch hatte.
Vielleicht sind ja hier auch andere Frauen denen es geht wie mir. Die das Gefühl haben, dass für manche Frauen nur die Wahl zwischen Karriere und Familie bleibt und Mr. Right einfach nicht mehr kommt.

Danke für eure Antworten und Entschuldigung das ich anonym schreibe. Aber das ist mir einfach lieber.

Ich empfinde dich bereits nach den ersten Sätzen als sehr oberflächlich und ja, auch arrogant.
Für mich sitzt du auf einem ziemlich hohen Ross und das wirkt sicher auch auf die meisten Männer so.
back mal kleinere Brötchen, denn Geld macht niemanden schöner, humorvoller oder sonst etwas.

Würdest du zustimmen, dass Neid und Missgunst keine schönen Eigenschaften sind?

Jawohl! Genau so unschön wie Arroganz und Überheblichkeit

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Hallo. Du hattest also genug Priviliegien und hast diese genutzt.
Dein Problem liegt darin, dass ein Partner mind. gleichwertig sein muss, lieber noch höher im Beruf als Du.
Du hast ein Problem mit Deinen Ansprüchen.

Ich habe von vielen gehört, die hatten die auch und letztlich heirateten sie einfach jemanden um überhaupt im gewissen Alter weg vom Markt zu sein. Am Ende war das kein höherwertiger Mann/ Frau sondern eher weit drunter und für Normalos schon zu "schlicht".

Daher: lieber glücklich mit einem Mann, der einfach stinknormal ist als ewig unglücklich Single und letzlich irgendeiner, den gar keiner wollte.

Ich bin Hausfrau; mein Mann verdient nicht viel und trotzdem haben wir : Glück, Kinder und leisten uns trotzdem was wir brauchen (Urlaube, Ausflüge, Kleidung) etc.
Ich bin nur 1 Jahr älter als Du und werde wieder arbeiten wenn mein Jüngstes selbstständiger ist.
Für uns ist es so perfekt.
Keiner von uns guckt von oben herab.

Ich hoffe Du kannst einfach einen Mann sehen und nicht nur statusfixiert sein.

Guten Morgen,
ohne dir nahe trehten zu wollen, ja ich finde aus deinem Post schwingt eine etwas arrogante "Note" rüber. Aber ob du es tatsächlich bist, kann ich natürlich nicht aus der Entfernung beurteilen.
Ich verstehe das du gerne einen Partner auf Augenhöhe haben möchtest, mit dem du dein erfolgreiches Leben teilen willst. Das ist vollkommen legitim. Aber es wird immer Punkte im Leben geben, die nicht kompatibel sind. Aus meiner Sicht ist eine langfristige harmonische Partnerschaft kaum möglich wenn die Erwartungen und Charaktere gleich sind. Vorallem wenn es ums Thema Karriere geht. Wer steckt für die Familie dann ggf zurück. Wäre es nicht schön einen Partner zu haben, der dir ggf für deine Karriere den Rücken freihalten möchte um sich um die zukünftige Familie zu kümmern? Nur weil man kein Abteilungsleiter mit xy Gehalt ist, heißt es ja nicht das man nicht erfolgreich sein kann.
Erfolg ist immer so eine auslegungssache.
Ich denke du bewegst dich ggf auch in Kreisen, wo sich nur erfolgreiche Personen befinden. Aber wie du schon schreibst, die meisten Männer sind verheiratet.
Deine Aussage zum Online dating finde ich etwas merkwürdig. Für viele ist es aber die letzte Möglichkeit evtl jemanden zu finden.
Natürlich gibt es auch extrem viele Härtefälle aber ich finde es trotzdem gut, daß es die Möglichkeit gibt.

LG

Ich habe 3 Freundinnen, die durchaus Karriere gemacht haben (Ärztin, Dozentin, Hauptgeschäftsführerin). Keine von denen hat/hatte Schwierigkeiten, einen Partner zu finden. Eher im Gegenteil: beruflich bedingt kommen sie jeden Tag mit so vielen unterschiedlichen, klugen und erfolgreichen Männern zusammen, dass die Partnerwahl kein Problem war.
Aber Erfolg im Beruf ist eben nicht alles. Vielleicht liegt es bei dir an anderen Dingen, warum du keinen Mann findest?

Dabei frage ich mich, warum hat man keine Schwierigkeiten jemanden für ne schnelle Nummer zu finden, dafür aber umso mehr Probleme jemanden zu finden mit dem man sein Leben teilen will??


Ich wüsste nicht wo ich eben mal so schnell jemanden fürs Bett finden sollte .... #kratz

Ich glaube auch das es eher am zwischenmenschlichen und der Empathie hapert, der Post klang sehr abgehoben.

In gewisser Weise ist es tragisch, dass erfolgreiche Frauen vielleicht noch ein Stück weit einsamer sind als erfolgreiche Männer.

Ich empfinde dich nicht als arrogant und dass du dich nun mal nicht verliebst beschreibt ja mehr einen fehlenden Hormonspiegel als einen charakterlichen Wesenszug.

Es muss ja etwas dran sein an der Legende, dass Chefärzte sehr wohl Krankenschwester heiraten aber wie viele Chefärztinnen heiraten wohl den Krankenpfleger? Mal abgesehen davon, dass es zu wenig Chefärztinnen gibt.

Vielleicht gibt es so etwas wie einen natürlichen Wunsch, bei Frauen vornehmlich, einen Partner zu haben, der beruflich mindestens auf einer Stufe steht, noch lieber darüber. Nicht immer und überall aber doch eben sehr oft. Und je höher man kommt, desto dünner wird die Luft und desto schwerer wird es einen gewissen Pool an Auswahlmöglichkeiten zu haben.

Hinzu kommt auf der anderen Seite vielleicht auch noch eine latente Angst bei manchen Männern, wenn die Partnerin die weitaus erfolgreichere "Versorgerin" ist. So wie einige Frauen nicht über dem Mann stehen wollen, möchten manche Männer nicht unter der Frau stehen.

Klar gibt es auch Frauen, die Partner haben, die, was den rein finanziellen Erfolg angeht, "unter" diesen stehen. Da fällt mir die (Ex)-Frau meines Bruders ein, die beruflich schon extrem erfolgreich als mein Bruder noch Student war, gesagt hat: "Geld habe ich selbst, ich will einen Mann, der für mich da ist, wenn ich ihn brauche und der Abends auf mich wartet wenn ich nach einem ewig langen Tag nach Hause komme."

Hilft dir alles nichts, ich weiß. Insofern kann ich dir nur Geduld wünschen und was anderes bleibt dir vermutlich auch nicht übrig, als dich in Geduld zu üben. Vielleicht passiert ja einmal etwas in deinen seltenen aber exklusiven Urlauben.

Ein weiterer Weg wäre natürlich, dass du doch nochmal darüber nachdenkst, eine Auszeit zu nehmen, eine Art Sabbatical und die Möglichkeiten eines Lebens außerhalb deiner bestimmt sehr anspruchsvollen Arbeitswelt kennenlernst. Wer so erfolgreich ist wie du, wird auch über die entsprechenden Referenzen verfügen, später wieder zurück zu kehren.

Eine Auszeit wollte ich wirklich mal nehmen aber nach Möglichkeit wenn ein Kind da ist. Es kann schon etwas dran sein, an dem was du sagst, dass ich selbstverständlich auch ein bisschen aufschauen möchte zu meinem Partner. Bei vielen Männern, die ich kennengelernt habe und die in ganz in durchschnittlichen Gehaltsklassen arbeiten, stellen sich ganz andere Alltagsfragen ein als bei mir. Bei mir ist Zeit der Mangel, nicht Geld. Deswegen funktioniert es auch nicht weil ein Mann mehr Zeit mit mir verbringen möchte. Diese Zeit habe leider oft nicht.

Hättest du diese Zeit dann für ein Kind?

Ohne böse sein zu wollen, warst du schon mal richtig verliebt? Oder hast geliebt? Denn dann will man nichts mehr als Zeit mit dem Partner zu verbringen. Dabei ist es auch egal, ob dieser ein 'einfacher' Handwerker oder ein CEO ist..

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Man zahlt für die Karriere immer einen gewissen Preis.

Allerdings würde ich behaupten, dass Geld und Status keine Rolle mehr spielen, wenn es sich wirklich um Mr.Right handelt.

Wahre Liebe kennt solche Dinge nicht. Du wirst es wissen, wenn er tatsächlich vor Dir steht.
Bekomme jetzt mit 38 aber keine Torschusspanik und suche nicht aktiv - auch Du wirst Dein Gegenstück finden.
Oft findet man die wahre Liebe, in dem Moment, wenn man gar nicht damit rechnet.

LG

"Allerdings würde ich behaupten, dass Geld und Status keine Rolle mehr spielen, wenn es sich wirklich um Mr.Right handelt."

Ganz genau, richtig gesagt! :-)

Und wegen der biologischen Uhr: Da gäbe es ja noch die Adoption, Samenspender....

So einfach ist es mit einer Adoption nicht!!
Alleinstehende Frauen bekommen in Deutschland kein Adoptivkind!

In einer Ehe muss ein Partner ganz Zuhause sein, und sich ganz dem Kind wiedmen, dass einer Adoption zugestimmt wird!!
Außerdem gibt es auch Altersgrenzen für die Mutter für eine Adoption.

Also ich finde deinen Post absolut nachvollziehbar und nicht arrogant.

Jeder hat eben seine Wünsche und Einstellungen und muss sein Glück halt finden.

Diejenigen mit weniger Anspruch oder weniger klaren Vorstellungen müssen sich eben oft verbiegen oder arrangieren... Das macht auch in keinem Fall glücklich.

Wenn man klare Ziele hat und Anforderungen benennen kann, die ein potentieller Partner erfüllen soll, ist es einfacher, jemand wirklich passenden zu finden, als sich immer wieder neu auf enttäuschende Wundertüten einzulassen.

Ich persönlich kann nicht verstehen, warum so was als arrogant empfunden wird, denn in der Regel ist es doch genau so, als wenn Frau keine kleinen Männer als Partner in Erwägung ziehen mag. Ist eine Frau deshalb gleich oberflächlich, weil sie zu ihrem Partner aufschauen will?

Ich denke nicht!

Die TE möchte nun mal einen ebenbürtigen Partner ....mindestens auf Augenhöhe...Finanziell und vom eigenen Status ausgehend.

So schwer wird dies nicht sein liebe TE.

Du hast private und berufliche Netzwerke. Auch dort wird es Veranstaltungen geben, wo sich Menschen der höheren Erfolgsriege treffen und kennenlernen können.

Habe deine Antennen auf Empfang und du wirst dann sicherlich bald den Richtigen finden.

Wenn du natürlich denkst, dass es eh schwierig wird, dann wirst du das auch ausstrahlen.

So eine negative Ausstrahlung ist grade für erfolgsverwöhnte potentielle Partner ein No-Go und verscheucht diese schnell.

Also alles positive an Dir bei Partys oder Veranstaltungen zeigen und keine Selbstzweifel. Dann hältst du bald das Glück in deinen Händen

Es geht mir natürlich nicht ums Geld. Das habe ich selbst wie ein User geschrieben hat. Aber ich möchte einfach auch jemanden, der sich auf meinem Level bewegt, der nicht jammert wenn ich mal 3 oder 4 Tage kaum Zeit habe. Es ist schwer das zu beschreiben.

Dass es dir nicht ums Geld geht, habe ich in deinem Eingangspost schon verstanden. Ich denke mal, dass du zu jemanden Aufschauen möchtest, aber niemanden durchfüttern möchtest, der an deinem Geldhahn hängt. Sowas ist immer extrem unsexy.
Besonders krass ist es dann, wenn dein Umfeld dich nach dem beruflichen Wirken deines Partners befragt. Die meisten deiner Bekannten sind sicher ebenso erfolgreich wie du selbst im Beruf und auch im Einkommen. Da Frau sich auch dort im Wettbewerb befindet, sollte man da eben auch jemanden als Partner vorweisen können, worüber das Umfeld nicht die Nase rümpft, sondern anerkennend den Partner zur Kenntnis nimmt.
Vor allem sollte man bei der Partnerwahl als Frau schon in seiner "Kaste" bleiben.

Er sollte schon in Sachen Lebensart und Kultur aus dem gleichen Stall kommen.

Was nutzt dir jemand, der grad mal über die Runden kommt und den seine Alltagssorgen mangels Einkommen zeitlich und kopfmässig blockieren?

Nein, man sollte sich da schon auf einem Level befinden.

Für mich käme es nicht mehr in Frage, mich näher für eine Frau mit großem Einkommen oder Vermögen zu interessieren.

Das menschliche Umfeld derer Damen ist meist gnadenlos und hat mit menschlich meist wenig gemein.

Dazu muss man schon ein dickes Fell haben, wenn einem dort so einiges unterstellt wird. Ich bin dazu zu straight und hab da ein zu festes Standing..Vielleicht sehen das viele Männer ähnlich und behelligen dich daher auch nicht mit Anfragen nach einer Partnerschaft, weil sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Zum Spaß und für unverbindlichen Sex wäre das was anderes. So jemanden stellt Frau ja auch nicht dem inneren circle vor.

Daher entkräfte ich mal deine These, dass Männer aus dem unteren Erfolgssegment jammern, dass sie dich 3 oder 4 Tage nicht sehen. Die halten sich aus oben genannten Gründen einfach selbst fern von einer Beziehung mit einer Frau mit Geld.

Wer möchte schon als Toy-Boy gelten?

Sorry ....meine Einstellung

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Bevor du weiter die Fehler bei dir suchst - könnte es nicht einfach umständehalber so sein, dass du eben eine vielbeschäftigte Frau bist, bei der Zeit und Gelegenheit eine sehr große Rolle spielt, bzw. gerade letzteres ein Mangel an Gelegenheiten? #klee

"Nicht falsch zu verstehen, ich schätze Männer mit Humor und Witz und Intelligenz aber ich möchte sowohl finanziell als auch beruflich mit einen Mann mindestens gleichwertig sein"

Vollkommen in Ordnung. Wenn man einen gewissen Lebensstandard erzielt hat möchte man auch dahingehend in einer Partnerschaft Dinge miteinander teilen können.

Ich habe wirklich sehr wenig Freizeit und die Gelegenheiten halten sich in Grenzen. Oft habe ich auch gar keine Augen für Männer. Ich arbeite rund 60- 70 Stunden die Woche plus sehr oft am Wochenende. Ich empfinde das nicht einmal als Stress aber es bleiben wenige Momente für Privates. Im Juni nehme ich mir 2 Wochen Urlaub und der Laptop bleibt zu Hause und das Firmenhandy aus. Meine Mitarbeiterinnen wissen das auch. :-)

Ich hatte vor ca. 1,5 Jahren mal eine kurze Beziehung zu einem Mann, der sehr nett war. Er arbeitete im sozialen Bereich und habe ihn zufällig auf dem Geburtstag meiner Schwester kennen gelernt. Gescheitert ist es aus seiner Sicht weil ich zu wenig für ihn da war. Leider. Ich kenne in meinem Bereich viele Männer, deren Ehefrauen wohl weniger ein Problem damit haben, wenn der Mann kaum zu Hause ist.

Wäre es denn eine Option für dich, dir etwas mehr Freizeit zuzugestehen?
Das mit dem Urlaub ist doch schon einmal super - wo geht's hin? P.S.: Tagestouren in Gruppen... Nur so als Gelegenheitstipp :-D
Ich habe bei einem Kochkurs auf Sizilien mal einen sehr :-) netten Mann kennengelernt. Leider trennten uns dann viel zu viele Kilometer. :-)

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Sieh Dir dazu mal die Theorie von Eckard von Hirschhausen an:

https://www.youtube.com/watch?v=quZ5v5T6G88

Du hast zwei Optionen:
- Du schraubst deine Ansprüche auf ein realistisches Niveau herab.
- Du lässt deine Ansprüche wie sie sind und bleibst mit deinem Beruf liiert.

An den Ansprüchen ist objektiv gesehen nichts unrealistisch

Naja offensichtlich nicht realistisch im Umfeld der TE sonst hätte sie ja nicht so Probleme jemanden zu finden.

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>>Die das Gefühl haben, dass für manche Frauen nur die Wahl zwischen Karriere und Familie bleibt und Mr. Right einfach nicht mehr kommt. <<

Ich bin sofort bei Dir, wenn wir darüber reden, dass Frauen immer noch in vielen Bereichen kämpfen müssen und/oder benachteiligt sind. Aber: in dem Punkt ist das Dein höchst eigenes Problem, denn die allermeisten Männer waren sich noch nie "zu schade" dafür, eine Frau zu wählen, die nicht ihr Einkommen oder die gleiche Karrierestufe hat. Ansonsten wären wir entweder schon lange ausgestorben oder gleichberechtigt.

Die meisten Männer haben auch kein Problem damit, ihr Einkommen einfach mit in einen Pott zu werfen und daraus uneingeschränkt Familieneinkommen zu machen....

Letztlich stellt sich natürlich auch die Frage, was zwei Workaholics voneinander wollen, wie sie miteinander eine Beziehung oder noch schöner, eine Familie gründen wollen.
Ich bin mit meinem Mann seit fast 14 Jahren zusammen. Ich verdiene deutlich weniger, ich arbeite an Sollzeiten etwas weniger. Beide haben wir Spaß an unserem beruflichen Alltag. Beide haben wir Hobbies und Interessen. Ich nehme ihm viel an organisatorischem Kram ab, ich halte ihm den Rücken frei, ich mache das familiäre zu einem großen Teil... wenn wir das nicht so handhaben würden und ich genauso oft mal eben spontan auf Dienstreise, Überstunden etc. machen würde wie er, dann wäre unsere gemeinsame Zeit noch viel viel knapper, viel stressiger - ach und kennengelernt haben wir uns online und zu einer Zeit als er arbeitslos und ich kurz vor meinem akademischen Abschluss war.

Gegenfrage: Wie hast Du Dir das denn vorgestellt mit dem Kinder kriegen? Mit dem Mann der Dir beruflich und finanziell ebenbürtig ist? Nach dem Wochenbett wieder voll arbeiten und fürs Baby eine rund-um-die-Uhr Betreuung finanzieren? Denn wenn weder Dein Mann noch Du zurückstecken wollen, wer soll sich denn darum kümmern?

Natürlich kenne ich auch Paare, die gleichberechtigt ihre Lasten verteilen - und ich verrate Dir was: von den machen eben beide nicht so richtig viel Karriere. Sind im öffentlichen Dienst, leben in einer Genossenschaftswohnung, im Beamtentum, spezialisieren sich oder sehen andere links und rechts an sich vorbei ziehen.

Ich würde an Deiner Stelle über Sozial Freezing nachdenken. Das ist zwar keine Garantie, nimmt der Partnersuche aber etwas den Zeitdruck.

Ich denke, dass das Problem ist, dass du den Personenkreis sehr einschränkst, wenn du nur nach Männern Ausschau hältst, die genauso viel verdienen wie du. Ich empfinde dieses Kriterium auch als unsinnig, denn bei einem Partner sind andere Dinge wichtig als Geld. Ich kenn das Thema gut, denn ich verdiene auch sehr viel mehr als der Durchschnitt und habe einen Partner, der sehr viel weniger verdient hat anfangs. Mittlerweile hat er auch Karriere gemacht.

Internet schliesst du auch aus, obwohl gerade da sehr viele Menschen ihre Partner finden.

Deine Ansprüche sind für diese Altersklasse durchaus hoch.
Er muss beruflich sehr erfolgreich sein
Was im Kopf haben etc.
Online dating schließt du als Möglichkeit aus.

Und da ist der Markt dünn gesät.

Wenn ich so an meine Bekannten denke ist es sowieso nicht einfach in dem Alter. 38,40,41,44,46. Alle Single. Die 38 jährige hat jetzt vielleicht jemanden an der Angel. Ihr ist die Optik sehr wichtig (finanziell ist der Mann eine Katastrophe).

Alle zusammen sagen: es ist schwierig. Auch ohne Top Ansprüche.

LG

Ich glaube, wenn Mr. Right kommt, dann ist es egal, wie viel er im Portemonnaie hat oder welche Bildung er genossen hat.

Ich hab mal gehört, auch Männer, deren Jahreseinkommen nicht im 6-stelligen Bereich liegt, können witzig, niveauvoll und intelligent sein. ;-)

Klar kann jeder seine Ansprüche haben. Genau wie jede sagen kann, sie will keinen Mann der blond ist oder klein ist oder dick ist. Ob das in der Realität dann noch eine Rolle spielt, wenn Liebe im Spiel ist, ist fraglich.

In meinem beruflichen Umfeld finden sich übrigens sehr viele sehr erfolgreiche und gebildete Frauen (Professorinnen), die nahezu alle verheiratet sind. Die einen mit einem ebenbürtig gebildeten Mann mit ebenso gutem Einkommen. Andere mit einem ebenbürtig gebildeten Mann ohne ebenbürtiges Einkommen. Und nochmal andere mit einem ganz normalen bürgerlichen Mann mit ganz normalem Job. Scheint mir irgendwie kein Problem darzustellen.

Ich selbst bin auch Akademikerin und verheiratet mit einem Mann, der "nur" eine Ausbildung gemacht hat und in diesem Beruf arbeitet. Er ist dennoch intelligent und unser Humor ist auf gleicher Linie. Ich halte ihn aufgrund seines Bildungsweges nicht für weniger intelligent als mich selbst. ;-)

>> Ich halte ihn aufgrund seines Bildungsweges nicht für weniger intelligent als mich selbst. ;-) <<

Ja, sich nicht an solchen intellektuellen Äußerlichkeiten festzuhalten, kann enorm helfen.

Es ist vermessen, zu glauben, dass das Glück eines privilegierten Elternhauses, einer gehobenen Schul- und Berufslaufbahn und beruflichen Erfolges mit Intelligenz gleichzusetzen sind.
Hätte ich das getan, hätte ich die Liebe meines Lebens verpasst.

Und ja, in der Hinsicht sehe ich bei der TE auch eine gewisse Arroganz. Zumindest aus dem, was aus dem Text herauszulesen ist.
Jeder kann seine Ansprüche so hoch setzen, wie er möchte. Die Degradierung der Schwester, das ständige Verweisen auf den beruflichen Erfolg und was man nicht alles erreicht hat und dazu der kategorische Ausschluss einer Beziehung mit einem Mann nicht gleichen Standes halte ich jedoch für arrogant.

Der intelligenteste Mensch in meinem direkten Umfeld ist ohne Frage mein Vater. Dieser hat einen Volksschulabschluss, ist gelernter Elektriker und arbeitet bis heute in diesem Beruf mit mäßigem Gehalt. Er verfügt über ein unheimliches Allgemeinwissen in allen Bereichen, hat schon die ein oder andere Frage für mich gelöst und wird allgemein im Bekanntenkreis als "Der Telefonjoker" bezeichnet. ;-)

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"Bin ich zu arrogant"
-Nein, gaaaaar nicht :-)! Ironie off.

Was ist denn das Gegenteil von "Ist seit 11 Jahren verheiratet, hat 2 Kinder, ihr Mann arbeitet in der Veraltung und beide haben ihr kleines Reihenhäuschen."?

Hallo,

ich würde zu allererst die Ansprüche etwas herunter schrauben und mich vielleicht doch mal nach Männern umsehen die etwas weniger verdienen und nicht so arg karriereorientiert sind wie du. Irgendwer muss sich ja später um die Kinder kümmern.

Außerdem würde ich an deiner Stelle Eizellen einfrieren, die Uhr tickt langsam.

LG

Ich denke, mehr Chancen hättest du, wenn du dich damit auseinandersetzt, was wirklich du willst und was du willst. Weil es eben den tradierten Rollenbildern im Kopf entspricht.

Ich glaube, es ist verdammt hart, sich endgültig vom klassischen Bild zu verabschieden, dass der Mann vom Status her (und körperlich große Frauen haben es, denke ich, aus ähnlichen Gründen schwer) mindestens gleichauf, besser noch überlegen sein sollte. Vielleicht willst du das auch gar nicht, fände ich für mich aber schade, da eine Paarbeziehung aus mehr besteht als den äußeren Parametern Einkommen/Erfolg...

Ich zumindest glaube nicht, dass man am Ende eines Lebens die Qualität einer Beziehung im Rückblick nicht daran misst, wie erfolgreich beide waren. Augenhöhe wäre für mich in anderen Bereichen wichtig: emotional, intellektuell, in Sachen Humor....

Ich sehe aber auch in meinem Umfeld, wie schwer es die Paare haben, in denen sie mehr verdient als er. Die sind viel mehr damit beschäftigt, ihr Verhältnis zueinander auszudiskutieren...

Und dann musst du ja auch noch einen Mann finden, der Ego genug hat, eventuelle Einkommensunterschiede auszuhalten...

Schwierig, das alles.

Mir hilft es in anderen Situationen tatsächlich immer, mein Leben vom Ende her zu denken. Ist dann der Mann mit Erfolg und Geld tatsächlich so wichtig? Oder wünscht du dir auf dem Sterbebett jemanden, der dich geliebt hat und den du liebtest?

Vielleicht tanzen deine Hormone erst, wenn Du auf jemanden triffst, zu dem du aufblicken kannst?
Ich lese in diversen überregionalen Zeitungen immer mal wieder Anzeigen von erfolgreichen Männern, die auch keine Frau gefunden haben, weil sie mit Karriere beschäftigt waren... Vielleicht wäre das ein Weg? Dann müsstest du nicht so aktiv werden als wenn du dich selbst auf Datingportalen feil bietest.

Alle Achtung du bringst das wirklich gut auf den Punkt. ich überschlage mein Leben auch immer öfter in letzter Zeit, fange an. Bilanz zu ziehen. Wahrscheinlich habe ich auch deshalb hier gefragt. Ich glaube auch nicht dass man am Ende seines Lebens die Bankkonten vergleicht sondern einen Menschen als Ganzes bewertet. Aber ich finde Männer, die Ehrgeiz und Elan haben ziemlich reizvoll. Dabei brauchen die auch nicht das dicke Konto haben. Aber ich habe auch feststellen müssen, dass denen vielleicht mein Konto zu dick ist.
Ich will nicht undankbar sein denn ich habe ein sehr gutes Leben und wenn ich sage, dass es privilegiert ist, dann sage ich das aus Dankbarkeit. Aber ich neige vielleicht auch das zu vermissen, was ich nicht habe.

Wenn ich am Ende kinderlos bleiben sollte, dann wäre das eben so. Ich habe mich schon mit Social Freezing beschäftigt und es kann gut sein, dass ich auch ohne Mann mit einer Samenspende ein Kind haben werde. Mit Mann wäre es aber schöner.

Wo passt denn in deinen Alltag überhaupt noch ein Mann rein, ausser für "seltene schöne Stunden" ;-)

Da würde ich zuerst ansetzen.

Was hat ein Mann von dir, ausser dir deine wenigen freien Tage versüßen zu dürfen (und gemeinsam mit dir Luxusdinge zu konsumieren?).

Eigentlich müsstest du viele Leute kennen lernen, so wie du dein Berufsleben beschreibst, nicht nur Verheiratete oder Friseure ;-) )

Hallo, einen Partner auf Augenhöhe möchten viele Menschen haben. Die Frage ist doch aber, woran macht man es letztendlich fest? Diese Frage muss sich jeder selbst stellen und meine Antwort ist definitiv: Nicht an der beruflichen Qualifikation bzw. am Gehalt! Es gibt so viel mehr zwischen zwei Menschen. Vielleicht solltest Du auch für Männer offen sein, die zwar keinen Porsche fahren und Dich nicht wöchentlich ins Luxus-Restaurant einladen werden, aber ebenso mit beiden Beinen fest im Leben stehen, gebildet sind (auch ein Handwerker kann gebildet sein :-D) und einfach ehrliche Menschen sind. Setze den Fokus mehr aufs Menschliche, als auf Zahlen und Zeugnisse.
Alles Gute

Erst mal meinen Glückwunsch zu deiner beruflichen Entwicklung. Du hast viel erreicht, erlebst auf deiner Position Anerkennung, erntest den verdienten Erfolg und kannst stolz auf dich sein.

Dass sich dein Wunsch nach einer Partnerschaft bisher nicht erfüllt hat, ist traurig. Das gilt umso mehr, als du auch eine Familie mit Kindern haben möchtest.

Andere haben weder das eine noch das andere.

Damit will ich nicht sagen, dass du froh sein sollst, dich beruflich zu verwirklichen. Aber auch Frauen ohne besondere Karriere oder Erfolg finden nicht unbedingt den richtigen Partner bzw. heiraten und haben Kinder und sind dann am Ende womöglich doch alleinerziehend.

Jetzt ist bei dir so, dass du ganz klare Vorstellungen hast: Der Mann soll sowohl beruflich als auch finanziell gleichwertig sein. Du schreibst weiter: "Einige Männer stehen gehalts- und karrieremäßig unter mir und irgendwie reicht es nicht zum wirklichen Verlieben."

Aber auch wenn du einen solchen Mann mit gleichwertigen Eigenschaften vor dir stehen hättest: Das heißt ja nun auch nicht, dass damit die Wahrscheinlichkeit eines Verliebens größer ist, sondern eben nur, dass er deine Anforderungen erfüllen würde.

Klar ist aus meiner Sicht jedenfalls, dass die Luft oben dünner ist, dh. du legst ein hohes Maß an, das den durchschnittlich erfolgreichen Mann ganz unabhängig von Charaktereigenschaften durchs Raster fallen lässt. Und da könntest du vielleicht doch in Erwägung ziehen, diese Vorstellungen zu ändern.

Ein Beispiel: Auch ein auf seinem Gebiet erfolgreicher Akademiker erreicht nicht unbedingt deine Einkommensgruppe, ein aus Berufung in einem schlechter bezahlten Beruf tätiger Mann schon gleich gar nicht.

Was konkret würde dich z.B. konkret davon abhalten, hier eine Beziehung nicht einzugehen?

Daher lege ich dir ans Herz zu hinterfragen, ob du wirklich die Kritierien "Beruf" und "finanzieller Erfolg" als maßgeblich sehen möchtest. In Schablonen kann man Menschen ohnehin nicht packen.

Ein Beispiel: Als ich meinen Partner kennenlernte, hatte er erheblich mehr finanziellen Erfolg, hatte aber den sogar wesentlich niedrigeren Bildungsabschluss. Später war ich dann auch aus verschiedenen Gründen Alleinversorgerin. Der Mensch ist derselbe.

Ob man auf einer Wellenlänge liegt, gut harmoniert, ähnliche Werte und Lebensvorstellungen hat und sich dann eben verliebt - das ist ein Zusammenspiel und eine Mischung aus vielen Faktoren. Er ist auch nicht weniger gebildet als ich, das kann man am Abschluss ja auch nicht festmachen.

Vielleicht siehst du ja doch für dich eine Möglichkeit, den Maßstab Geld und beruflichen Erfolg als nicht gar so relevant zu sehen und das auch gar nicht so sehr bei einem Kennenlernen zum Thema zu machen.

Von Interese wäre noch, wie du mit Männern in Kontakt kommst. Dating-Portale sind nichts für dich, das kann ich gut verstehen. Fehlt es vielleicht auch an ausreichenden Möglichkeiten, überhaupt Kontakte zu knüpfen oder sind diese da, die Männer fallen aber durchs Raster?

Ergänzung zu einem deiner anderen Beiträge:

Du schreibst:
"Nichts gegen einfach Handwerker. Da gibt es bestimmt tolle Menschen darunter? Aber über was soll ich mich mit ihm unterhalten? Ich hatte schon Barkeeper, Polizisten, Texifahrer, Künstler, einen Friseur und andere "normale" Männer im Bett bzw. auf der Datingliste. Das waren z.T. einfach andere Welten, in denen sie gelebt haben."

Warum waren das denn andere Welten?
Ob man sich gut unterhalten kann, hängt doch nicht von Geld und Beruf ab? Das sind doch im Umgang mit Menschen gar keine interessanten Themen, die sich im Kontakt groß bemerkbar machen, es sei denn, man macht es zum Thema und damit hätte ich als Gesprächspartner eher ein Problem.

Oder anders gefragt: Was fehlt konkret in einer Partnerschaft eben z.B. mit einem Handwerker?

>>>Oder anders gefragt: Was fehlt konkret in einer Partnerschaft eben z.B. mit einem Handwerker?<<<

Vielleicht denkt sie, dass man mit einem Handwerker keinen Staat machen kann. Wenn sie sich mit "ihresgleichen" trifft, wäre es ihr vielleicht peinlich, wenn sie ihn nur als Michael vorstellen kann und nicht als "Michael, Geschäftsführer (oder Besitzer) der Firma XY.
Kann allerdings auch sein, dass sie noch nie mit einem Handwerker geredet hat außer als Kundin.

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Dein Problem hast du im Prinzip schon erkannt. Ich bin selbst Mann und weiss, dass viele Männer ihre Karriere mit dem Privatleben bezahlen. Es liegt letztlich an dir, deine verschiedenen Bedürfnisse zu gewichten und je nach Gewichtung irgendwo Abstriche zu machen. Ich selbst könnte karrieremässig sicher weiter kommen, hätte ich mich nicht dafür entschieden, möglichst viel Zeit mit der Familie zu verbringen.

Hallo bessernicht,

ich habe die anderen Kommentare auf dein Post noch nicht durchgelesen, deshalb kann es sein, dass etwas in meinem Post doppelt steht, was bereits geschrieben wurde. :-)

Also, ich denke jeder Mensch hat im Leben die Entscheidung wie er sein Leben, seine Zeit und sein Geld verbringen möchte!
Ob als single, mit Reisen, mit Familie, Karriere, Kinder... usw...
Ich verurteile keine diesen Lebensentwürfe!
Es ist DEIN Leben und DEINE Entscheidung!

Ich äußere meine Gedanken zu deinem Post:

1.) Biologische Uhr
Bei Frauen ist die Entscheidung mit Kindern leider zeitlich begrenzt. Ich finde 38 schon sehr, sehr alt, wenn man noch Kinder möchte und noch keinen Mann hat. Man braucht ja mindestens 1-2 Jahre bis man den Mann kennengelernt hat, zusammenzieht, vielleicht heiratet. Mir persönlich wäre eine Hochzeit vor einer Familie wichtig. Dann dauert ein Kinderwunsch auch oft bis 6 Monate und dann ist man ja 10 Monate schwanger. Also wärst du ca. 41 bei einem ersten Kind, vielleicht 43 Jahre bei einem zweiten Kind und 45 Jahre bei einem dritten Kind. Mit höhrem Alter steigen die Risiken - leider auch für Fehlbildungen beim Embryo. Außerdem muss man leider z.B. nach einem Kaiserschnitt ein Jahr pausieren und Fehlgeburten sind leider auch keine Seltenheit in den ersten Wochen.
Ich war jetzt 34 Jahre beim ersten Kind und muss nach einem Kaiserschnitt 1 Jahr pausieren... also bin ich frühstens 35 beim zweiten Kind. Ich finde das schon spät.
Wenn du keine Kinder möchtest, sind diese Überlegungen und der Punkt irrelevant!

2.) Job /Geld versus Familie
Wenn man sich für eine Familie entscheidet, steckt man ganz automatisch im Beruf zurück. Ich dachte früher auch immer, ich trete im Job nicht kürzer wenn ich ein Baby habe (habe auch studiert und viel in den Job investiert). Seit ich ein Baby habe, ist mir der Job nicht mehr so wichtig und das Wohlergehen meines Babys steht an erster Stelle. Früher dachte ich immer, die Arbeit ist das Wichtigste im Leben. Seit ich eine Familie habe, habe ich wirklich das Wichtigste gefunden.... einen lieben Ehemann und ein gesundes Kind!
Wahrscheinlich lässt sich dein Job auch nur schwer mit einer Familie vereinen, oder?
Man ist ja als Frau automatisch ca. 4-8 Monate mindestens aus dem Job draußen.
Und wenn du später stillen möchtest, wird eine Vollzeit-Tätigkeit im ersten Jahr schwer.

3.) Kompromisse beim Traummann
Ich denke, den "Traummann" gibt es nicht. Und trotzdem kann man zu 100 Prozent glücklich werden - genau WEIL man sich liebt und unterstützt, obwohl der andere nicht perfekt ist! Vielleicht merkt man erst mit den Jahren, dass man den Traummann geheiratet hat, wenn er z.B. in einer Krankheit oder in einer schweren Lebensphase zu einem steht.
Bei mir hat sich z.B. die Liebe erst verstärkt, seit mein Mann und ich ein Kind haben!
Du selber (und ich und alle) haben ja auch Fehler und sind nicht perfekt, deshalb finde ich es NICHT wichtig, dass "Mr. Right" kommt, sondern dass man an einer Beziehung arbeitet.

4.) Kompromisse im Leben
Bei deiner Entscheidung kannst du bedenken: Wie willst DU leben?
Was ist DIR wichtig?
Wo bist du bereit, Kompromisse zu schließen?
Möchtest du lieber die schöne Dinge gönnen, anstatt ein Kinderzimmer einzurichten, möchtest du im Job immer Vollzeit arbeiten, Verantwortung im Job haben, schöne Fernreisen machen, möchtest du Kinder, möchtest du Geborgenheit Zuhause?

4.) Alter bedenken
Ich persönlich glaube nicht, dass man mal einen Kompromis, den man mit Kindern eingeht bereut! (Du fragtest ja nach persönlichen Meinungen.)
Aber ich hätte es bereut, ohne Kinder geblieben zu sein... dann hätte ich irgendwie "umsonst" gearbeitet und gelebt. Diese Entscheidung kannst du nur schwer rückgängig machen (vielleicht mit künstlicher Befruchtung oder ähnlichem).

Natürlich muss ich deshalb auch Kompromisse machen...ich bin vielleicht nicht mehr so frei im Moment schöne Reisen zu machen.

5.) Dating-Portale
Warum möchtest du nicht auf Dating-Portale auf die Suche gehen?
Ich denke in deinem Alter, sind viele Männer, die eine Familie möchten bereits vergeben oder verheiratet.
Eine gute Alternative finde ich single-Urlaube.
Aber niergendwo hast du so eine "Auswahl" wie im Internet.
Wo willst du denn sonst single-Männer kennenlernen?

Alles Gute!

Hallo,

ich spiele zwar beruflich alles andere als in deiner Liga, kann deine Gedankengänge aber sehr gut nachvollziehen.

Und nein, ich finde dich nicht arrogant.
Deinen beruflichen Erfolg hast du dir sicher hart erarbeitet. Meine Meinung ist, dass beruflicher Erfolg und Karriere ihren Preis haben. Und der heißt oft: sehr wenig Zeit für das Privatleben.

Ich kann dir keinen Tipp geben, wo du Mr. Right suchen solltest. Ich wünsche dir aber, dass er dir in der nächsten Zeit über den Weg läuft. Sollte sich daraus ergeben, dass du irgendwann ein Kind bekommst, verschieben sich m. M. nach die Prioritäten und du nimmst dir mehr Zeit für dein Privatleben. Karrieretechnisch hast du ja schon sehr viel erreicht, vermutlich wärst du deshalb auch eine sehr entspannte Mutter.

Alles Gute

Nici