Streitthema stillen….

Hallo,

eine andere Art von Streit die plötzlich mein Mann und ich entwickelt haben…

Ich möchte zu erst anmerken dass sich bitte ALLE stillliebende und stillende Mütter sich nicht angegriffen fühlen und mich hier auch nicht anfahren, ich berichte über mein persönliches Empfinden und auch ich greife ja niemanden an. Es wäre toll wenn ihr einfach weiter scrollt wenn ihr mich nicht versteht aber vielleicht findet sich die ein oder andere die ähnlich fühlt wie ich oder mich zumindest versteht

Nun zum eigentlichen:

Ich habe mein erstes Kind gestillt, ich habe es über mich ergehen lassen weil es die Gesellschaft von einem so erwartet hat, ich war unter Druck und dazu auch noch 18 Jahre jung. Jede Mahlzeit war ein innerlicher Kampf mit mir…
Ich weinte viel
Ich hab nach einem Monat auf

Meine Brüste sexualisiere ich zu dolle, ich verbinde damit sexuelle Intimität und allein der Gedanke ans stillen, stößt schlicht einfach Ekel in mir 🤷🏻‍♀️ Es tut mir auch leid aber ich kann das absolut nicht anstellen und weigere mich mein zweites Kind zu stillen ( von jetzigen Partner )

Mein Partner jedoch versteht mich absolut null

Er will es einfach nicht akzeptieren und macht mir ständig schlechtes Gewissen

Was sollen bloß die Leute denken ?

Wie soll unser Kind aufwachsen ?

Keine Muttermilch ?
Das kommt für ihn nicht in Frage…


Ich bin erschöpft und bin es leid darüber zu diskutieren

Meine Entscheidung steht felsenfest, da wird es auch keine Versuche geben


Bloß, wie bringe ich meinen Mann dazu es zu akzeptieren??

Er redet nun seit einigen Tagen nicht mehr mit mir 😒

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Wenn das mein Mann wäre, der seit Tagen mich ignoriert, den würde ich ganz gepflegt erst m vor die Tür setzen, bis er sich wieder wie ein Erwachsener benimmt.
Und dann kann man da in Ruhe noch mal drüber reden. Sollte er sich weiterhin so stur stellen deswegen, dann dürfte so ein Mann, der mich und meine Bedürfnisse so wenig respektiert auch gerne für immer gehen.

Es ist dein Körper, deine Psyche und ein Kind wird auch mit Pre Nahrung gut groß.

Mein 1. Kind hat fast nur Pre bekommen, keine Allergien, ist jetzt 7, war bisher 3x krank.
2. Kind 6 Monate gestillt, keine Allergien, bisher 1x krank (bald 3).

Also ich merke keinen Unterschied.

Und lass dir von den Frauen, die meinen ungefragt missionieren zu müssen nichts einreden. Du bist keine schlechte Mutter, nur, weil du nicht stillen möchtest.

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Hast du eine Hebamme? WEnn ja, redet gemeinsam mit ihr darüber. Sie kann ihm eventuell erklären, dass Stillen nicht die einzigste Nahrung für Babies ist und eurer Kind auch damit groß und stark wird. Nur du musst es wollen.

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Frag ihn doch mal, was denn dann mit den Babys ist, deren Mütter nicht stillen können? Die sterben ja deswegen nicht.

Natürlich bringt stillen sehr viele Vorteile, ABER es muss der Mutter damit gut gehen.
Bei meinem 3. Baby wollte ich nach drei Monaten abstillen, denn ich habe mich eingeengt gefühlt. Habe sehr oft geweint und fühlte mich nur noch wie eine Milchkuh.
Ich habe ein unfassbar schlechtes Gewissen gehabt, aber meine Hebamme meinte dann ich soll abstillen, denn ich muss mich damit wohlfühlen.
Ich war dann endlich soweit und junior nahm die Flasche nicht mehr. Egal was drin war.
Ich habe dann weiter stillen müssen, habe aber dann auch mit brei angefangen, somit war ich nach 5 Monaten durch. Nachts hat er sich nach 7 Monaten selbst abgestillt.

Ich kann dich verstehen und es bringt nix es zu erzwingen.
Und was sollen die Leute denken? Flaschenkinder werden auch groß... Wie schon vorgeschlagen wurde, ggf mit einer Hebamme reden, damit er es versteht.

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Hey ich hatte mir sehr gewünscht stillen zu können, bin auch absolut dafür, aber es hat bei meinem ersten Kind leider nicht so richtig geklappt. Nach 2 Monaten hab ich nur noch abgepumpt und nach 3 Monaten gab es nur noch Prenahrung. Bei mir war es nicht nur mein Mann, sondern die komplette Familie und Schwiegerfamilie. Ich hab mich so heftig unter Druck gesetzt gefühlt, dass ich am Ende sogar froh war, die ganze Stillerei hinter mir zu lassen.
Ich habe meinem Mann erklärt, es ist mein Körper. Ich habe die Geburt hinter mich gebracht, die ganze Schwangerschaft, mit allem was dazu gehört. Die Schmerzen, die Hormone, wir haben ein wunderbares Kind bekommen. Natürlich hat der Vater, in Bezug auf das Kind ein Mitspracherecht, aber wenn es mir halt nicht gut geht und ich einfach nicht (mehr) stillen kann/möchte, dann hab ich das letzte Wort, es geht schließlich um meinen Körper. Das, was wir Mütter geschafft haben, das müssen die Männer uns erstmal nachmachen. Das sollte ihnen klar sein.
Nun bin ich mit Kind Nr. 2 schwanger und wünsche mir von ganzem Herzen, dass es diesmal klappt, mir ist aber von vornherein klar, dass ich dieses Theater nicht mehr zulassen werde. Falls es wieder nicht klappt, werde ich ohne Wenn und Aber abstillen und niemanden um seine Meinung bitten. Da hat mein Mann leider auch kein Mitspracherecht.

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Ich habe die gleichen Empfindungen wie du. Alleine der Gedanke an das Stillen verursacht in mir Ekel.
Theoretisch weiß ich, es ist das beste für das Kind. Genau erklären warum ich so empfinde kann ich auch nicht und finde jede Frau, welche es kann beneidenswert.

Bei Kind 1 habe ich mir eingeredet es unbedingt versuchen zu müssen. Genau 1x habe ich es angelegt, da ist selbst der Hebamme und dem Arzt aufgefallen, dass irgendetwas nicht stimmt. Alles in mir war dagegen, ich hätte das Kind am liebsten weit weggehalten und mein Blick sprach wohl für sich.
Das ist meine gesamte Erfahrung was das Stillen betrifft.
Wenn alles in dir nach Ablehnung und Ekel schreit, bringt es weder dir noch dem Kind etwas, denn ein Kind sollte dabei Zuneigung und Nähe spüren, keine Anspannung und Ablehnung.

Die drei anderen Kinder habe ich überhaupt nicht mehr angelegt. Pure Flaschenkinder. Keins davon war häufig krank, hat Allergien oder Unverträglichkeiten.

Das soll kein Contra-Stillen Beitrag sein, aber ein Todesurteil ist es eben auch nicht die Flasche zu geben und was die Leute dazu sagen, interessiert wohl niemanden (...außer deinen seltsamen Mann)

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Ich dachte wirklich ich bin die einzige die so fühlt 🙄
Ich habe schon sogar oft schlechte Gedanken und frage mich wieso und weshalb ich so empfinde…weil bewusst ist es ja einem dass es Mutternatur so gewollt hat und das es das beste fürs Kind ist, aber mein Kopf und mein Körper sagt mir was anderes 🤷🏻‍♀️

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Ich dachte wirklich ich bin die einzige die so fühlt 🙄
Ich habe schon sogar oft schlechte Gedanken und frage mich wieso und weshalb ich so empfinde…weil bewusst ist es ja einem dass es Mutternatur so gewollt hat und das es das beste fürs Kind ist, aber mein Kopf und mein Körper sagt mir was anderes 🤷🏻‍♀️

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Vielleicht kannst du ihn ja mit anderen Argumenten überzeugen?

- Flasche bedeutet, dass er sich genau so um euer Kind kümmern kann wie du
- Flasche gibt dir mehr Freiheit und engt dich psychisch nicht so ein. Er kann sich ja mal vorstellen, wie es für ihn wäre nie mal schnell irgendwohin zu können oder einfach mal alleine zu sein
- Stillen kann einfach schrecklich weh tun - will er dich wirklich so leiden sehen?
... gibt bestimmt noch diverse Gründe.

Und Pre ist doch nun wirklich nicht schädlich fürs Baby...

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Eben huschte er an mir vorbei und sagte: Naja, schade dass du es wenigstens nicht versuchen willst, ich werde es nicht verstehen aber muss es wohl so hinnehmen…


Das Problem ist, während er das sagt weiß ich jetzt schon dass er trotzdem weiterhin pissig sein wird oder mir das in irgendeiner Art und Weise vorwerfen wird irgendwann

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Dann solltest du dir nochmal Gedanken über die Partnerwahl machen.
Ich bin zwar pro Stillen, aber finde, dass der Mann einfach zu akzeptieren hat, wenn die Frau nicht stillen will. Fertig, da gibt's nichts zu diskutieren.

Ich finde es krass, der er dich nun so ignoriert und seinen Unwillen über deine Entscheidung an dir ablässt. Jetzt hat er dir ein paar Sätze entgegen geschleudert, um nochmal beim schlechten Gewissen nachzutreten, aber du weißt dennoch, dass er es dir nochmal vorwirft.

Ist er immer so zu dir? Dass er versucht, auf dich einzuwirken? Akzeptiert er deine Meinung sonst schon?

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Es ist dein Körper und wenn du es nicht kannst oder willst ist das vollkommen in Ordnung, das sollte auch dein Mann akzeptieren.
Selbst meine Kinderärztin sieht das so, obwohl sie natürlich muttermilch empfiehlt.. Das einzige was von ihr empfohlen wird und was du überlegen könntest ob du es über dich bringst wäre das Kolostrum zu geben.

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"Keine Muttermilch ?
Das kommt für ihn nicht in Frage…"

#rofl, dann soll er es selber versuchen. Läuft bestimmt super.

"Er redet nun seit einigen Tagen nicht mehr mit mir "
Das wäre dann der Punkt, wo ich überlegen ob so eine Beziehung Sinn macht.

Hm, was soll man dir jetzt raten? Eigentlich ganz kurz und schmerzlos: Dein Körper, deine Entscheidung! Es gibt gar keine Diskussionsbasis, fertig. Stehe zu deiner Entscheidung, niemand stellt dich dafür an den Pranger....außer dein Mann. Mach dir bewußt, das er dich überhaupt nicht verstehen kann, aber er hat es schlichtweg zu akzeptieren.

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Prinzipiell kann ich ihn verstehen. Ich war auch nicht die begeisterte Stillmama, aber mir war und ist es einfach wichtig, dass mein Kind immer das beste bekommt, auch wenn ich dabei zurückstecken muss oder es mir unangenehm ist. Und stillen ist und bleibt gesundheitstechnisch für Babys nun mal das Beste. Da kann man rumdiskutieren und es sich schönreden, wie man will.

Aber und jetzt kommt das grosse ABER, es ist Dein Kòrper und Deine Entscheidung. Wenn du nicht willst, willst du nicht. Sag ihm das in einem ruhigen Gespräch, erklär ihm Deine Argumente und steh dann zu Deiner Entscheidung, ohne Dich auf weitere Diskussionen einzulassen.