Tod junger Familienvater was Kindern u Frau geben ?

    • (1) 05.10.17 - 13:15

      Ein lieber Kollege zu dem ich aber jahrelang keinen Kontakt mehr hatte ist verstorben / kenne Frau u Kinder nicht möchte Ihnen aber eine Freude machen nur wie ? Er starb plötzlich mit 46 die Kinder sind beide jünger als 10. was tun ? Brief schreiben mit zwei Schutzengeln vielleicht ? Oder lieber nichts dergleichen tun ?

      • Du kannst ihnen jetzt gar keine Freude machen. Schutzengelchen fände ich auch irgendwie sehr albern, zumal ihr lange gar keinen Kontakt mehr hattet und "nur" Kollegen ward.

        Hier in der Gegend ist es üblich, der Trauerkarte Geld beizulegen. Das ist aber regional sehr unterschiedlich, anderswo könnte das schon wieder eine große Beleidigung sein.

        lg

        Es erklärt sich von selber. Ihr hattet jahrelang keinen Kontakt - Du kannst nicht wissen, was nun angemessen wäre. Ich würde nicht schreiben, die Leute kennen Dich ja garnicht.
        LG Moni

        Hallo!

        Ganz einfach: eine Trauerkarte und eine Beigabe für "Grabschmuck" - hier wären es 10,- bei entfernteren Bekannten und entsprechend höher bei engsten Freunden / Verwandten.

        Einen Brief oder irgendwelchen Kitsch würde ich nicht versenden - dafür haben die Leute doch keinen Nerv, zumal Du ja keine Beziehung zu den Hinterbliebenen hast.

        VG, I.

        • Da schließe ich mich voll und ganz an.

          Als mein Dad gestorben ist, haben wir von Grabschmuck abgesehen und für ein Kinderhospitz gesammelt. Und es war in der Zeit der Trauer ein sehr schönes Gefühl, dieses Geld weiterreichen zu können für Menschen, die es noch gebrauchen können. Wir haben uns über jede kleine Spende gefreut.

          LG

      In solch einer verzweifelten Lage kann man auf jeden Fall Geld brauchen. Allein die Beerdigung kostet Tausende. Die Kinder sind noch klein, wer weiß welche Nöte diese Familie jetzt hat.

      Ich würde eine ansprechende Trauerkarte schicken, ein paar kurze Worte zur Erklärung wer du bist und so viel Geld wie du ihnen zu kommen lassen willst. 10 Euro finde ich zu wenig, das ist doch mehr ein Alibi. Es hängt natürlich davon ab, wie deine finanziellen Umstände sind, und die der Familie. Wenn du was hast, kann es doch ruhig 50 Euro sein.

    • Hallo,
      Lass es - mach nichts.
      Wie soll die Frau darauf denn reagieren, allein diese Frage wird ihr mehr Stress bereiten, als dass ihr damit geholfen ist.
      Lg

      • Hallo!
        Mich hat Dein Beitrag geschockt.
        Ich kann Dir aus meiner Erfahrung sagen ,mich habe mich über JEDES persönliche ,anteilnehmende Wort gefreut ,über jede mitfühlende Geste...und es war vollkommen egal von wem! Was ich ganz ,ganz schlimm fand ...Leute die so taten als wenn nichts passiert wäre,keine Reaktion auf den Verlust des geliebten Menschen.
        Es geht sich gar nicht darum zu helfen ,das kann man gar nicht ,gerade wenn man keinen Kontakt hatte ,aber zeigen dass man mitfühlt eine liebe Geste.....das hat mir oft Kraft gegeben für die nächste Stunde oder den nächsten Tag.
        Liebe Grüße Iris

        • Eine enge Freundin stand mit 41 als Witwe da....Zwei kleine Kinder, Verkehrsunfall....
          Da ihr Mann als Handwerker viel Kundenkontakt hatte, bekam sie einige kondolenzpost von Leuten, die sie persönlich nicht kannte. Wir haben erst vor ein paar Monaten wieder darüber gesprochen. Zwei trauerkarten kamen ohne Absender, nur mit Namen. ...Fam. xy...
          In einer war sogar ein Geldschein drin. Sie weiß bis heute nicht von wem und irgendwie "hängt" das in ihr nach. Sie kann sich ja nicht mal bedanken und hat in den vier vergangenen Jahren nicht herausgefunden, von wem diese Post ist.
          Bei allen anderen hat sie sich irgendwann, irgendwie sich bedankt oder Kontakt. Aber dennoch war es für sie ein komisches Gefühl, teilweise Geld von Leuten übersandt zu bekommen, die sie nicht kannte, nie persönlich getroffen hatte zuvor.
          All die Hilfe, die sie von Freunden, Nachbarn , Bekannten bekam konnte sie "leichter" annehmen, dafür war sie jedem dankbar.
          So empfindet das jeder anders.

    Hallo!

    Also ich war letztes Jahr in der selben Situation wie die Frau deines ehemaligen Arbeitskollegen - mein Mann war aber noch jünger :-(
    Ich kann jetzt nur von mir sprechen, aber ich habe mich sehr darüber gefreut zu erfahren, wie viele Menschen mit mir trauern.... Und Ja, die Geldgeschenke konnten wir sehr gut gebrauchen.... Also eine Karte mit ein paar nette Worte fände ich gut!
    LG

    Ich würde eine schlichte Trauerkarte schreiben, dass es dich betroffen gemacht hat, vielleicht eine schöne persönliche Erinnerung, die du an ihn hast erwähnen, und falls es in der Gegend üblich ist, etwas Geld (wieviel angemessen ist, hängt davon ab, wieviel du hast, spontan würde ich vielleicht 20 Euro hineinlegen) in die Karte legen.

    (13) 10.10.17 - 20:57

    Ich finde eine Trauerkarte plus Geld sehr passend, auch wenn dich seine Familie nicht kennt. Schreib vielleicht kurz wer du bist, das ist alles.

    Nach dem Tod meiner Mutter (starb mit knapp 51 an Krebs) bekam ich viele solche Karten, und ich war sehr berührt davon wieviele liebe Menschen an sie dachten. Viele kannte ich nicht persönlich. Ehemalige Kollegen und Kommilitonen, Bekannte....trotzdem war es für mich weder unpassend noch seltsam. Im Gegenteil.

    Hallo !
    Ich finde die Idee mit den Schutzengeln sehr schön!! Oft werden Kinder übergangen bei der Trauer,alles konzentriert sich auf die Ehefrau. Dann haben die Kinder etwas was sie halten können ...sich festhalten können.
    Hör auf Dein Bauchgefühl,dann kannst Du nichts falsch machen.
    Geld ist zwas unpersönlich ,aber später müssen viele Rechnungen bezahlt werden . Uns hat das damals sehr geholfen!
    Vielleicht kannst Du ja auch ein schönes Buch zum Thema Sterben schenken ,kindgerecht ,da gibt es tolle Sachen.
    Glaube mir ,jedes liebe Wort ,jede mitfühlende Geste hilft in einer solchen Situation.
    Natürlich kann man auch so tun ,als wenn nichts passiert wäre, gar nicht reagieren.....ich finde das aus persönlicher Erfahrung gruselig...
    Tu das was sich für Dich gut anfühlt...
    Liebe Grüße Iris

    Mit Geldgeschenken wäre ich extrem vorsichtig. Ich persönlich kenne diese Geste NICHT und würde sie eher als Beleidigung auffassen (habe das so auch noch nie bei Freunden oder Bekannten erlebt - Bayern). Erkundige Dich erst: hier gibt es regionale Unterschiede. Wenn Du jahrelang keinen Kontakt mehr zu Deinem Kollegen hattest finde ich eine Karte eher unpassend. Du kennst Frau und Kinder ja nicht einmal. Sie haben keinen Bezug zu Dir und kein Gesicht. Einzige Alternative wäre, über die Bedeutung dieses speziellen Kollegen für Deine Arbeit o.ä. zu schreiben - als mein Vater letztes Jahr starb, habe ich mich über Briefe ehemaliger Lehrer (mein Vater war Schulleiter) sehr gefreut, in denen sie persönliche Geschichten über meinen Vater erzählen konnten. Nur: das fällt bei Dir ja wohl auch eher weg...

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