CMV Positiv nach Geburt

    • (1) 11.06.18 - 18:03

      Hallo an alle. Am 31.5.18 ist unsere Tochter Jasmin zur Welt gekommen. Leider per Kaisserschnit auf Gund von BEL. Wir waren so glücklich. Leider gab es Aufälligkeiten am rechten Ohr und im Kopf. Wohl aber keinen Grund zur Sorge. Zuhause angekommen waren wir noch glücklicher. Happy Eltern eben. Ein paar Tage später mussten wir nochmal zum Hörtest. Wieder nicht i. O. Nach der Geburt wurde auch Urin getestet. Diesr kam am Tag der Nachuntersuchung des Ohres auch an. Dann der Schock. Der Arzt erzählte irgendwas von CMV - kind krank - sofort ins Krankenhaus und und und. Ich verstand die Welt nicht mehr. Nun sind wir im KKH und Jasmin bekommt Antikörper. Wir haben uns stundenlang belesen und könnten ohne Pause weinen. Hat jemand das selbe durchgemacht und kann uns sagen wie eure Kinder sich entwickelt haben? Man möchte ja irgendwie damit zu Recht kommen. Ihr rechtes Ohr kann wohl wieder besser werden - aber sie hat Zisten im Kopf. Diese nehmen den Platz ein, wo sich später Zellen bilden sollen. Ich hoffe sie wird ein ganz normales Kind. Der Augentest heute war unauffällig. Schon mal etwas. Wäre toll, wenn sich jemand meldet. Man liest nur schlechte Sachen. Vielleicht besteht Hoffnung? Liebste Grüße Christin

      Als ich vor 14 Jahren mit meinem zweiten Kind schwanger wurde, wurde ich im 3. Schwangerschaftsmonat positiv auf CMV getestet. Vorher hatte ich noch nie davon gehört und laut meiner Frauenärztin werde dieser Test in der SS von den meisten Ärzten gar nicht gemacht.

      Meine Frauenärztin sagte mir, dass ich die Möglichkeit hätte eine Fruchtwasseruntersuchung zu machen, die zeigen würde ob das Baby den Virus auch hat oder nicht. (Der Test zeigte, dass ich den Virus hatte)
      Falls es den Virus hätte, könne aber nicht vorausgesagt werden ob und wie stark das Kind behindert sein würde. Es könne von schwerstbehindert bis auch komplett gesund sein....

      Der Schock war gross, vorallem nachdem ich gegoogelt hatte und auch via einer Selbsthilfegruppe in Deutschland (in der CH gabs keine) telefonischen Kontakt zu einer Frau hatte, die aufgrund dieses Virus ein schwerstbehindertes Kind hat.

      Wir haben uns gegen eine Fruchtwasser-Untersuchung entschieden, weil das Kind ja auch trotz Virus gesund hätte sein können.
      Die Schwangerschaft verlief körperlich problemlos aber die Diagnose hat uns sehr stark belastet. Ich hab mich verrückt gemacht mit meinen Recherchen im Internet!

      Lange Rede, kurzer Sinn:
      unser Sohn kam etwas verspätet aber augenscheinlich gesund zur Welt. Er wurde sofort auf CMV getestet, was positiv anzeigte, d.h. er HATTE den Virus!
      Daraufhin wurde ein Ultraschall des Gehirns gemacht und abzuklären ob er Verkalkungen im Gehirn hat. Dabei wurde festgestellt, dass er wohl eine Zyste im Gehirn hatte. Diese war dann beim 2. US ein paar Wochen später aber verschwunden.
      Als er ein paar Monate alt war, wurde ein Augentest und ein Hörtest gemacht, der zum Glück zeigte, dass er auch dort keine Schädigungen hat.

      Fazit: Wir durften zum Glück einen kerngesunden Sohn bekommen, der heute schon 13 Jahre alt ist. Er ist sehr sportlich, aussergewöhnlich gut in der Schule, ein Wildfang, einfach ein ganz normaler, liebenswerter Junge.

      Ich wünsche Dir gaaanz fest, dass auch bei Euch alles gut kommt und wünsche Dir viel Kraft für die nächsten Monate! Falls Du noch Fragen hast, dann melde Dich einfach. lg

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