Beste Freundin Krebs im Ausland, wie helfen?

    • (1) 05.04.19 - 09:59

      Guten Morgen,

      meine beste Freundin und ich haben seit Jahren ein sehr inniges Verhältnis, haben zusammen die Schule gemacht, unsere Firmen während der Ausbildung waren in derselben Straße, in der Berufsschule in derselben Klasse. Wir haben im selben Jahr geheiratet. Sie ist im Oktober 2012 ins Ausland gezogen wegen Beruflichen Gründen ihres Mannes, sie hat 3 Kinder, zuletzt haben wir uns vor Weihnachten gesehen.
      Sie wirkte sehr verändert, ich konnte es gar nicht genau sagen, was genau sie hatte, sie wirklich sehr unglücklich, wusste selbst nicht woran es liegt.
      Danach waren wir im Urlaub (ich hatte bewusst kein Internet, wollten abschalten haben selbst 2 Kinder) sie meldete sich nicht mehr, antwortete nicht auf meine Anrufe oder Nachrichten, ihr Bruder der hier wohnt meinte nur, sie hätten auch weniger Kontakt, sie wäre sehr überfordert und schlapp. im Februar hatten ihre Zwillis Geburtstag denen ich und meine Kinder gratuliert haben. Der morgen danach war für mich ein Schock, sie schrieb, dass sie vor 2 Wochen einen Hirntumor entfernt bekam, dass sie keine Kraft habe sich um die Kinder zu kümmern. Ich musste so sehr weinen, habe vor 2,5 Jahren meine Mutter an Krebs verloren.
      Danach hat sie sich nicht mehr gemeldet, ihre Mutter sagte sie war dort hat sich um die Kinder gekümmert, muss aber wieder nach D, weil sie weiter arbeiten muss und noch 2 Schulkinder hier hat.
      Aufgrund unserer Beruflichen Situationen können wir gerade nicht ins Ausland fliegen, ich will sie nicht bedrängen mir alles zu erzählen, sie sagte Anfang März nur, dass sie Chemo und Bestrahlung bekommt und sehr schlapp ist und den ganzen Tag schläft (die Kinder sind im Kindergarten bis 17 Uhr, ihr Mann holt die Kinder ab) ich will so gerne für sie da sein, ihr helfen aber weiss nicht wie.

      Habt ihr Tipps, Erfahrungen oder könnt mir sonst irgendwie weiterhelfen?
      Ich weiß von meiner Mama damals bzw von ihrer Psychologin, dass man die Erkrankten nicht bedrängen sollte und sie auch etwas in Ruhe lassen sollte aber wir haben immer über alles geredet, viel Kontakt gehabt und jetzt weiß ich nicht mal, wie ich ihr eine Freude machen kann oder ihr helfen kann.

      LG sally

      • Auf die Entfernung wirst Du nicht viel tun können, wie auch? Mein einziger Einfall ist, via Skype o.ä. mit ihr zu reden, dass ihr euch auch SEHT und sie dann direkt zu fragen, wie Du ihr helfen könntest.
        Als meine beste Freundin 500 km weit entfernt an Leukämie erkrankte, telefonierten wir fast täglich, aber das wirst Du kaum leisten können....in ihrer schlimmsten Behandlungszeit war aber sogar das Handy abgeschaltet und ich hatte nur über die Tochter Kontakt. Allerdings bin ich auch zweimal hingefahren. Ich weiß allerdings auch nicht, wie eng ihr wirklich seid, wie verbunden.....
        LG Moni

        • Hallo Moni,
          sie blockiert komplett ab, geht nicht auf die anrufe (videoanruf via whatsapp wie sonst auch oder auch nachrichten) nicht ein.
          Zufällig habe ich ihre Mutter heute getroffen und sie meinte, sie ist völlig in sich hineingekehrt, sie will mit niemandem Kontakt, auch mit ihr nicht. Weiss nicht ob es irgendwelche Nebenwirkungen sein können?? Oder ob es psychisch ist, dass sie vllt. keine Kraft hat??
          Ich habe erst im Juni Urlaub zum Geburtstag meiner Tochter 2 Tage und dann im Juli 3 Wochen, weil die Kita geschlossen ist.
          Würde sie gerne dann im Juli besuchen.
          Ihre Mutter meinte auch dass diese plötzliche Wesensänderung (wie im ersten Post geschrieben) wegen dem Gehirntumor kam, dass sie eigtl. Angst um ihre Kinder hat (was machen sie, wenn ich das nicht überlebe).
          Ich habe gefragt ob sie dort von guten Ärzten behandelt wird, die Mutter meinte auf jeden Fall wäre es eine große Privatklinik und die Eltern haben auch auf englisch Kontakt zu den Behandelnden Ärzten.

      Wo lebt deine Freundin? Wie weit ist die Entfernungen? Vielleicht möglich, um mal ein WE hinzufliegen? Sprich mal mit ihrem Mann, was du vielleicht tun kannst...

      • Sie lebt seit 2012 in der Türkei, sie und ihr Mann arbeiten in einer deutschen Firma. Wir könnten erst im Juli hinfliegen, vorher ist auch für ein Wochenende nicht möglich, da niemand auf unsere Kinder aufpassen kann (möchte sie da ungern mitnehmen für ein Wochenende).
        Wir sind mittlerweile so weit informiert, dass ihre Wesensveränderungen wieder etwas besser werden, sie wieder Mut und Hoffnung hat, den scheiß zu bekämpfen aber eben sehr sehr angeschlagen ist von Chamo + Bestrahlung. Ihr Mann sagte, sie freut sich sehr über meine Nachrichten ist aber dann zu müde oder schwach zum Antworten und das ist völlig ok, ich kenne es von meiner Mutter noch.
        LG Sally

    Wenn es meine wirklich beste Freundin wäre, und ich habe eben kur eine allerbeste Freundin, würde ich alle Hebel in Bewegung setzen und zu ihr fliegen! Ich weiß genau das wir uns in die Arme fallen würden und erstmal ne Runde ausheulen. Dann würden wir weiter sehen. Ich würde wirklich alles für sie tun!
    Da es aber möglich ist bei dir würde ich vermutlich ein schönes Päckchen schicken, mit nummerierten Briefen. Da ich sehr spontan schreiben kann, kann ich dir jetzt nicht sagen was ich schreiben würde, aber meine Freundin und ich uns sehr verbunden.

    Außerdem wäre in dem Päckchen ein Glücksbringer, vielleicht ein kleines Stofftier welches sie bei sich haben kann im Krankenhaus, etwas wo sie weiß dass ich jeden Moment bei ihr bin wenn sie es sieht.

    Aber ich glaube wirklich ich würde erstmal zu ihr hin und wenn es nur wenige Tage wären.

    Alles Gute deiner Freundin

    • Danke!
      Mein Mann ist momentan viel beruflich unterwegs und am Wochenende muss er für seine baldige Prüfung lernen, ich bekomme zur Zeit kein Urlaub und habe sonst keine Betreuung für die Kinder daher kann ich erst im Juli zu ihr fliegen. Vor fast 2 Wochen haben wir ein Paket zugeschickt mit Dingen die sie mag, die es dort nicht zu kaufen gibt, ist noch nicht angekommen. LG

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