Suizisgedanken - stärker denn je, hilfe

Mein Sohn ist vor 6 Monaten, mit 6 Monaten gestorben. Ich war 2 monate mit Ihm im Krankenhaus und musste ihm beim sterben zusehen. Seitdem ist nichts mehr wie es war. Kaum geht es mir etwas besser, kommt wieder ein tief. Ich habe keine Motivation keine Lebenslust keinen Lebenssinn. Wir versuchen zwar wieder schwanger zu werden, jedoch ist die angst vor Enttäuschung oder einem zweiten Verlust so gross und unerträglich. Ich bete jeden Tag dass ich sterbe und Gott mich zu ihm bringt. Ich vermisse ihn so unendlich es tut so weh. Ich will wirklich nicht mehr leben. Der Gedanke dass meine Familie einen erneuten verlust ertragen müssten, ist der einzige grund warum ich noch hier bin. Depressionen Ängste Panik, damit hatte ich schon immer Probleme. Das wovor ich immer angst hatte ist eingetreten. Mein sohn mein ein und alles ist weg und ich kann nichts machen. Mich plagt dass schlechte Gewissen ob ich mich nicht gut genug um ihn gekümmert habe oder ihm irgendwas gefehlt hat. Wobei er an einem gendefejkt gestorben ist der erst kurz vorher gefunden wurde. Was ich mit dem text bezwecken will weiss ich nicht aber ich kann nicht mehr. Bitte sagt mir irgendwas dass mir helfen könnte ich gehe kaputt

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Hallo Nane,
Du bist wertvoll, geliebt und wirst ganz sicher auch wieder einen Sinn im Leben finden. Bitte sende dich an die Hotline aus dem anderen Beitrag. Es gibt Medikamente und Therapien, die dein Leben wieder lebenswert machen. Auch wenn du sie gerade nicht siehst!

Und P.s.: Bitte bitte warte mit einem zweiten Kind. Ein zweites Kind aus Trauer über das erste zu machen ist maximal unfair gegenüber beiden Kindern und gegenüber deiner Psyche. Ich ha e leider schon häufiger erlebt wie übel sowas ausgegangen ist.

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BITTE tu Dir selbst den Gefallen und ruf hier an:
0800 1110111
Dort sitzen Fachleute, die Dir weitere Kontaktadressen nennen können.
Wir sind hier keine Profis, auch wenn schon viele Schlimmes erlebten.

Ich habe in einer verzweifelten Lage dort auch schon angerufen und fand wirklich liebevollen und kompetenten Rat.
Ich saß innerhalb von 6 Monaten an zwei Totenbetten geliebter Menschen....eine Person nach eineinhalbjährigem furchtbaren Sterbens.
BITTE ruf dort an, versprich es.
Ganz liebe Grüße von Moni

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Liebe nane, es tut mir von Herzen leid was dir widerfahren ist. Das ist eine große Last die du mit dir zu tragen hast.
Ich nehme an du bist bereits in therapeutischer Behandlung?
Als es meiner Schwester einmal ähnlich schlecht ging wie dir, haben wir den Schritt gewählt das sie sich in einer Psychiatrie hat aufnehmen lassen. Wir haben eine Tasche gepackt und sind dort vorstellig geworden und sie hat ein Zimmer bekommen. Sie traf dort Menschen mit weitaus schlimmeren oder kleineren Problemen (als das von ihr), ich möchte damit sagen es sind keinesfalls 'nur verrückte' da. Jeder hat einen Schicksalsschlag erlebt.

Lass dich nicht von deinem erdrücken, das wollte dein Sohn bestimmt nicht.
Versuch wieder Licht in dein Leben zu lassen.
Ich hoffe und wünsche es dir sehr das du einen Weg findest damit umzugehen.
Alles Gute

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Liebe Nane. Ich kann mich an Deine Geschichte erinnern. Du kannst NICHTS dafür, dass Dein Kleiner gehen musste ! NICHTS hättest Du anders machen können, rein gar nichts. Es war - soweit ich mich erinnere - ein sehr seltener genetisch bedingter Immundefekt, der seine Immunabwehr so sehr schwächte, dass jedes noch so harmlose Virus / Bakterium für ihn lebensbedrohlich wurde....
Bitte such Dir Hilfe, wende Dich an einen Psychiater - es gibt Medikamente, die Du kurzzeitig nehmen kannst, die Dir helfen eine so schwere Situation besser zu verkraften...zudem Gesprächstherapien etc. Bitte lass Dir helfen, es wird alles langsam wieder werden...auch wenn es seine Zeit braucht. Dein Kleiner ist in Deinem Herzen immer bei Dir - jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde !
Bitte lass Dir helfen !