Vagina zu eng, Normalgeburt Kaiserschnitt?

    • (1) 26.07.18 - 11:08

      Hallo ihr Lieben,
      ich leide seit 2012 unter Angststörung mit Schwindelanfällen.
      2015 bekam ich per Notsectio mein Sohn, er kam durch das Becken nicht durch. Das Problem ist auch, dass meine Muskeln immer sehr hart sind, während der GV ist es sehr eng und es tut dann auch weh.
      Jetzt bin ich in der 38. SSW, wir haben ein Termin zur Kaiserschnitt bekommen.
      Ich persönlich möchte nochmals evtl. probieren, aber ich habe Angst wenn das Baby stecken bleibt und es zu einer Geburtsstillstand kommt 😥 Vorallem denkd ich mir wie wird sich die Vagina sich ausdehnen, wenn es eh so eng unten ist🙄
      Die Frauenärztin rät zur Kaiserschnitt, im Krankenhaus zur Normalgeburt.
      Was würdet ihr denn machen?
      Danke für eure Antworten.

      • Hallo, auf der einen Seite hast du ja eine Vertrauensbasis zu deiner FA. Sie hat dich jetzt begleitet und Untersuchungen gemacht, wenn meine FA mir dazu raten würde, dann würde ich es nicht abschlagen. Weil ich genau Weiss das sie ihr Fach versteht. Das Krankenhaus hat aber auch tägl mit Geburten zu tun, ich nehme an das die gewisse Maßnahmen einleiten koennen und deswegen dir dazu raten. Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen, ich persönlich vertraue auf den Rat meiner FA. Denn ohne sie waere ich gar nicht schwanger geworden. Oder haette in einer Kiwu mein Vermögen gelassen.

        Huhu
        Ich hatte auch letztes mal Not-ks.
        Die Frage ist wohl eher, ob du damit gut klarkommen würdest, wenn es wieďer Not ks wird . Bei dir ist ja untenrum auch nichts (naja sagen wir mal gedehnt durch vorherige Geburt) da es ja nicht geklappt hatte.
        Ich persönlich würde da zum geplanten KS tendieren, da bist du wenigstens bei Bewusstsein.

        Alles Gute #winke 92seine mit Mausi

        Hast du schon mal versucht, dich tatsächlich mit der Anatomie von Becken und Vagina zu befassen? Dabei solltest du eigentlich ganz schnell merken, dass die Angst vor "zu eng" völlig unbegründet ist. Vielleicht hilft dir das Wissen dann auch dich zu entspannen und gelassener an die Geburt zu denken.
        Ich persönlich würde es immer spontan versuchen. Selbst wenn es zu einem Geburtsstillsand kommt, bedeutet das nicht sofort Not KS in Vollnarkose. Auch da kann man ganz entspannt einen KS mit Teilnarkose machen ohne jede Hektik.
        Wenn ich vor etwas Angst habe, hilft es mir immer mich mit der Thematik sachlich auseinanderzusetzen.
        Und auch die Möglichkeit einer PDA bei einer spontanen Geburt besteht ja immer. Und Wenn du aus egal welchem Grund der Geburt sagst, es geht doch nicht, dann kann man immer noch ganz entspannt auf KS umschwenken. Ich selber würde mich bei einem geplanten KS wahrscheinlich hinterher immer frage, ob es nicht doch anders gegangen wäre und was ich verpasst habe.

      • Ich würde den KS planen. Dann kannst du entspannter an die Sache Ran gehen. Ihr wisst genau wann und wie das Baby zur Welt kommt und könnt euch um Betreuung für euren Sohn kümmern. Die Belastung von Geburt bis zum Stillstand plus KS kenne ich. Danach braucht man echt lange um wieder auf die Beine zu kommen - auch psychisch. Deine Ärztin kennt dich bestimmt besser als das KH und kann das gut einschätzen.

        Ich habe beim ersten Kind den KS versucht zu vermeiden und hatte eine sekundäre Sectio. Bei Nummer zwei höre ich auf meinen Arzt und lasse den geplanten KS zu ;-)

        Du musst auf dein Gefühl hören.

        Nur weil das erste Kind es nicht durchs Becken geschafft hat, muss dies beim zweiten Kind nicht ebenfalls passieren.
        Meine Freundin hat 3 Kinder, das erste kam nicht durchs Becken - > Kaiserschnitt, die beiden danach kamen ganz spontan ohne Probleme zur Welt.

        Dass deine Vagina zu eng ist, wird wohl weniger der Fall sein, du würdest staunen, was da alles möglich ist 😉
        Oftmals ist dieses "zu eng" rein subjektiv und führt zu Verspannungen der Frau.
        Gut möglich, dass du dich so verkrampfst, weil du ja sicher bist, das Kind kommt nicht durch. Dies ist absolut hinderlich für eine natürliche Geburt.

        Wenn du kein Vertrauen in dich hast, dann wird eine natürliche Geburt nichts bringen.

        Die Entscheidung liegt bei dir. ♥

        Liebe Grüße Christina

      • Hallo, ich glaube auch nicht, dass die Vagina zu eng ist.. soetwas gibt es eigentlich nicht. Du bist ja eine erwachsene Frau und kein Kind! Das Becken kann im Verhältnis zum Baby allerdings durchaus zu eng sein. Aber auch da gibt es verschiedene Lösungen, wie eine andere Geburtsposition einnehmen etc. Ob das aber am Ende reicht, kann keiner garantieren.

        Ich würde bei deiner Vorgeschichte und auf Grund der medizinischen Einschätzung auch zum geplanten Kaiserschnitt tendieren. Ich persönlich halte nichts von der Einstellung es mal spontan „zu probieren“. Für mich wäre ein Not-Kaiserschnitt keine Lösung.

        Die meisten Frauen, die diesen Weg gehen sind am Ende eher enttäuscht. Und du hast auch keine Sicherheit ob es zur Vollnarkose kommt oder nicht... wenn zb sehr schnell gehandelt werden muss.

        Beim geplanten Kaiserschnitt erlebst du wie dein Baby geboren wird, du erlebst den ersten Schrei und kannst auch direkt kuscheln.

        Aber nur du kannst einschätzen was du wirklich willst. Was erhoffst du dir zb von einer spontanen Geburt?.. diese Frage solltest du dir selbst beantworten, schauen ob das realistisch ist und auch abwegen ob es in deinem Fall keine bessere Alternative gibt.

        Alles Gute!!🌸

        Hi,

        beim Geschlechtsverkehr etc. spannt man unbewusst an und das verursacht die Enge. Nennt sich Vaginismus und kann therapiert werden. Sprich die Muskulatur verkrampft - das passt auch zu deinen Angststörungen (wodurch auch immer ausgelöst). Hatte mit Vaginismus direkt nach der Geburt zu kämpfen. Unter anderem tat mir deswegen im ersten Jahr nach der Entbindung jede Form des Eindringens imens weh (wie ne Zweiteilung von unten)... oder mein Mann konnte gar nicht erst eindringen weil sich unten alles versperrt hat wie ne Wand die gebaut wurde.

        Bei der Geburt hast du hingegen keine Kontrolle mehr über deine Scheidenmuskulatur. Die Hormone weichen alles auf und treiben so das Kind heraus. Wenn es beim 1. Kind nicht zur spontan Geburt gekommen ist, weil das Kind nicht durchs Becken gerutscht ist. Ist dein Becken ggf. deformiert. Das hat eine Freundin von mir auch. Die wäre im Mittelalter bei ihrem 1. Kind schlicht gestorben. Manche Frauen (sehr selten aber gibts) haben Beckenanomalien. Ihre Beckenausgänge sind zu eng oder verwinkelt wo sie es nicht sein dürften. Eine natürliche Geburt ist hier nicht möglich. Beim 1. Kind fällt das halt oft erst auf, wenn nix mehr voran geht. Meine Freundin sagte immer "Sie hat immer gespürt wie der Kopf gegen das Becken donnert - sie wollte raus ist aber immer gegens Becken geschlagen statt durchzurutschen." Bei ihr wurde deswegen auch beim 2. Kind direkt der geplante KS vollzogen.

        Wie es nach der normalen Geburt da unten ist, ist höchst individuell. Die meisten Frauen sagen "identisch wie vor der Geburt" und haben vom 1. mal Sex an auch nie Probleme gehabt. Weder was Schmerzen betrifft noch was Erregbarkeit, Lockerheit oder Verspanntheit betrifft.

        Ein Gefühl von "ausgeleihert" sein, gibts tatsächlich ist aber genauso selten wie das Gegenteil - sprich Vaginismus. Letzteres ist ne Angststörung meist in Folge von traumatischen intimen Erlebnissen. Bei mir wars die Saugglockengeburt und die bestialischen Wundheilungsschmerzen die ich deswegen danach hatte.

        • "Wenn es beim 1. Kind nicht zur spontan Geburt gekommen ist, weil das Kind nicht durchs Becken gerutscht ist. Ist dein Becken ggf. deformiert. Das hat eine Freundin von mir auch. Die wäre im Mittelalter bei ihrem 1. Kind schlicht gestorben. Manche Frauen (sehr selten aber gibts) haben Beckenanomalien. Ihre Beckenausgänge sind zu eng oder verwinkelt wo sie es nicht sein dürften. Eine natürliche Geburt ist hier nicht möglich. Beim 1. Kind fällt das halt oft erst auf, wenn nix mehr voran geht. Meine Freundin sagte immer "Sie hat immer gespürt wie der Kopf gegen das Becken donnert - sie wollte raus ist aber immer gegens Becken geschlagen statt durchzurutschen.""

          - Das war bei meiner zweiten Geburt so. Die erste war völlig unproblematisch, eine Spontanentbindung. Kind Nr. 2 hat sich nicht richtig in den geburtskanal einstellen können. Er lag beim Blasensprung noch viel zu hoch und hat dann wohl im Laufe der Wehen seinen Kopf schief gelegt. Er knallte mir später unter Preßwehen auch jedes Mal gegen das Becken, ohne sekundäre Sectio wäre das nie was geworden. War kein Spaß, den KS so vorzubereiten. Herztöne waren noch gut genug, daß ich eine PDA gelegt bekommen habe, aber ich habe arg an diesem KS zu knabbern gehabt. Die Hebamme mußte im OP das Kind dann per Hand zurückschieben, weil er sich verkeilt hatte. Die ersten Tage konnte man schön die Stelle sehen, wo er immer gegen meinen Knochen geknallt war...

      Geburtsstillstand heisst nicht gleich, dass man einen KS machen muss. Ich hatte auch einen Geburtstsillstand da das Baby sich nicht ins Becken drehen wollte. Und genau das ist anatomisch betrachtet die Problemstelle, wenn überhaupt. Deine vagina ist dehnbares Gewebe und das was sich verkrampft sind Muskeln. Diese aber gehen unter der Geburt auf, wie bei jeder anderen Frau. Deine Ängste sind absolut unbegründet.

    Du hast ein schon diverse Antworten bekommen. Was ich gerne noch hinzufügen würde, ist folgendes:
    Ich habe es von einer bekannten erlebt, das sie vor ihrem ersten mal operiert werden musste, da ihre vaginal tatsächlich zu eng war. Ihr Freund hatte überhaupt keine chance, einzudringen. Tampons hatte sie damals auch nie benutzt. Sie dachte such erst sie spinnt, aber es war tatsächlich so. Nach der op ging es dann ganz normal.

    Deine Ärztin wird dich kennen und wird bestimmt einschätzen können, ob ein ks besser ist oder eben nicht. Ob sie das nun auf die Anatomie oder deine Psyche zurück führt, kann man in einem Gespräch klären.

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