Hebamme notwendig wenn die Mutter Kinderärztin ist?

    • (1) 21.12.18 - 17:54

      Hi,
      meine Frage steht eigentlich schon oben im Text. Meine Mutter ist Kinderärztin und wohnt 100m entfernt. Sollte ich mir trotzdem zur Nachsorge eine Hebamme suchen? Die Vorsorgeuntersuchungen möchte ich beim FA machen lassen.
      Falls das wichtig ist, es ist mein erstes Kind.
      Bin gespannt auf eure Antworten!
      Viele Grüße
      Freya

      • Frag doch mal Deine Mutter, wie sie das sieht. Eine Hebamme ist ja nicht nur für das Kind zuständig, sondern auch für die Mutter. Geburtsverletzung, Kaiserschnittnarbe, wunde Brustwarzen, Stillprobleme aller Art. Ist Deine Mutter da auch kompetente Ansprechpartnerin?

        Hey...
        Ob du eine Hebamme möchtest oder brauchst solltest du für dich entscheiden. Ich hatte bei meinem ersten Kind keine und werde auch jetzt keine in Anspruch nehmen.
        Mir hat sie nicht gefehlt.
        Falls du dir unsicher bist dann würde ich mir eine suchen. Die "guten" sind ja relativ schnell vergeben.

        LG

        Hallo,

        ich bin Kinderkrankenschwester auf einer Früh- und Neugeborenenintensivstation. Für die Versorgung meines Kindes brauche ich also eigentlich definitiv keine Hilfe, außer die Hormone drehen richtig mit mir durch. Eine Hebamme habe ich mir aber trotzdem gesucht. Die guckt ja nicht nur nach dem Kind, sondern auch nach der Mama. Grade in Sachen Geburtsverletzungen und ggf. Sectionarbe halte ich das für sinnvoll. Auch in Sachen Stillen ist es sicherlich nicht verkehrt, wenn nochmal jemand mit etwas Abstand auf eventuelle Probleme guckt. Letzten Endes ist es aber deine alleinige Entscheidung womit du dich besser fühlst.

        Liebe Grüße
        Anne mit Benjamin (22+2)

      • Ich finde das eine Hebamme nur dann... aber dann unvermeidlich... nötig ist. Wenn man unter der Geburt eine 1 zu 1 Betreuung wünscht. Denn die ist im KH praktisch nie oder zumindest sehr selten möglich. Diese Hebamme macht haltdas komplette Programm inklusive Nachsorge.

        Diesmal (2. Schwangerschaft) hab ich mich früh dafür entschieden weil ich gemerkt hab wie prekär die Situation in kh ist. Und ich würde fachlich kompetent und menschlich korrekt begleitet. Aber ich war die meiste Zeit allein. Das wäre ok daheim aber in einem KH fühlt man sich unbegleitet eher wie aufm abstellgleis und gerade beim 1 wo einem geburtserfahrung fehlt führt das oft zu Unsicherheiten. Jetzt beim 2. Will ich bewusst außerklinisch entbinden und mein Kinderarzt ist mega begeistert. Musste so Unterlagen für meine Hebamme unterschreiben lassen und ich dachte der Macht bei der Nachricht "außerklinische Geburt" einen freudentanz und meinte "Sie kommen auf gar keinen Fall in die Praxis. Ich komm zur u2 zu ihnen... oh ich freu mich schon auf den Termin." Also wenn der Kinderarzt schon einen auf Cheerleader macht vor Begeisterung... ich bin von überzeugt das meine 2. Geburt besser und vor allem komplikationsärmer bis komplikationslos verlaufen wird.

        Heute frag ich mich viel mehr "braucht man ein KH zur geburt...ein Krankenhaus ist eher ein ort von kranken" als "braucht man eine Hebamme". Aber das ist meine Reflektion der 1. Geburt. Im kh würd ich nur zum KS gehen.

        Ich würde trotzdem einf haben wollen. Möglich, dass du Geburtsverletzungen hast und genäht werden musst. Würdest du das deiner Mutter zeigen wollen und dir evtl von ihr Fäden im vaginalbereich ziehen lassen. Auch mit Rückbildung der Gebärmutter und den Wochenfluss wurd sie wahrscheknlich wenuger beurteilen können. Und ob sie die perfekte Ansprechpartnerin ist, wenn du stillen willst musst du selbst wissen. Aller Erfahrung nach ist das Wissen vieler KiÄ da doch recht veraltet.

      • Der Kinderarzt kennt sich nicht mit allen Sachen aus, die eine Hebamme kennt. Auch in Sachen Babys. Gerade wenn Du stillen willst ist eine Hebamme eine super Hilfe. Auch haben Hebammen viel Wissenwas kleine weh wehchen angeht, die nicht gleich medikamentös sind.
        Wenn du Geburtsverletzungen hast, kann sich die Hebamme diese einfach bei dir Zuhause angucken.
        Den Stand deiner Gebärmutter ebenso. Ob deine Mutter all das gut beurteilen kann, wage ich zu bezweifeln.
        Auch in du möchtest das deine Mutter deinen Inimbereich unter Umständen untersucht...

        Ich habe mich beim zweiten Kind gegen eine Hebamme entschieden und bereut.
        Beim ersten habe ich sie quasi nicht gebraucht, aber sie hat meine übrigen Fäden vom Dammschnitt gezogen und die Rückbildung der Gebärmutter immer im Blick gehabt. Dieses mal wie gesagt ohne. Wir waren die ersten Wochen wöchebtlich beim Arzt. Wegen dem Nabel vom Krümel, wegen nem Pilz wegen den Fäden der Ks Narbe beim Gyn und dann nochmal wegen nee Kleinigkeit beim Kinderarzt. Es war ätzend, zumal das auch jede Hebamme völlig ohne Probleme zu Hause hätte angucken können. Evtl zum Kinderarzt wegen dem Pilz, aber das wäre es auch gewesen

        Dieses mal habe ich eine und bin darüber auch sehr glücklich die Vorsorge läuft komplett bei der Frauenärztin und nach der Geburt kommt dann meine Hebamme.

        Liebe Grüße Janina mit Logan 11 Jahre, Leo fast 11 Monate und kleine Raupe 17+1

        Auch ohne Mutter die kiä ist braucht man keine Hebamme 😉

        Geht ein bißchen an der Frage vorbei.

        Aber wisst ihr was ich mich oft bei Beiträgen und den dazugehörigen Antworten frage bzw. was ich daran ja schon fast unverschämt finde!?
        Wie die Hebammen hier degradiert werden. Es wird meist nur darüber gesprochen wie unnütz sie doch sind, das wickeln und baden wird einem schon im KKH von den selbstverständlich kompetenten Schwestern gezeigt ... Bei Stillproblemen geht man eben zum Gynäkologen der/die selbstverständlich Ahnung hat ...
        Wozu schon eine Hebamme ...

        Ich finde das so dermaßen respektlos!
        Unter der Geburt eures Kindes begebt ihr euch ganz selbstverständlich in die Hände dieser Frauen, obwohl ihr sie für unnütz und nicht kompetent genug haltet.
        Das spiegelt leider so sehr unsere derzeitige Geburtshilfliche Situation wieder ... Traurig, erschreckend, ...

        Zu der Frage.
        Ja, ich halte eine Hebamme für absolut unverzichtbar.
        Schwangerschaft, Geburt, und Wochenbett sind absolut gesunde und freudige Lebensphasen. Leider nicht immer, das ist mir bewusst. Dann ist ein hinzuziehen von an die Situation angepassten Ansprechpartnern richtig und möglich.
        Den meisten Frauen geht es wie Dir um die Begleitung im Wochenbett. Und neben den vielen tausend Kniffen und Ratschlägen einer Hebamme halte ich noch was anderes für absolut unverzichtbar und so kostbar!

        Kaum einer spricht vom psychosozialen Aspekt.
        Dieses kleine Menschlein lässt Gefühle aufkommen von denen man nicht geahnt hat das es sie gibt 💕 Vorallem nicht in diesen Ausmaßen. Die Welt steht Kopf.
        Es ist so schön mit jemandem darüber sprechen zu können wie glücklich man ist!

        Und dann gibt es natürlich auch noch Situationen die nicht so schön sind, bei denen man auch eine Schulter braucht und ein offenes Ohr. Babyblues, traumatische Geburtserfahrungen, etc.

        Oder einfach jemanden der einem sagt das alles gut ist wie es ist. Das es so sein darf.

        Sorry das es so lang und ausschweifend geworden ist!

        Dir und Deinem Baby alles Gute!

        • (10) 22.12.18 - 11:21

          Dem ist nichts hinzuzufügen, vielen Dank.

          Ich bin zum 5. Mal schwanger und habe eine Hebamme, diese war auch vor und nach meiner stillen Geburt bei Kind 4 für mich / uns da und ist es auch dieses Mal.

          Vielleicht werden die fachlichen Fragen mit jedem Kind weniger, aber sie kennt mich, ich vertraue ihr, kann auch unangenehme Fragen stellen. Sie kommt zu mir nach Hause, ich muss nirgends hin und sie kümmert sich in dem Moment nur um mich.

          Weder bin ich ein Mensch der besonders betüdelt werden will und ich mag es auch lieber klar als rosarot verklärt. Und meine Hebamme kann und weiß das und sie wird mir im Wochenbett eine große Hilfe sein. Und sei es im besten Fall zum Tee trinken und darüber reden wie es uns mit Baby geht. Mir ist dieses Feedback wichtig.

          LG Ana

          • (11) 22.12.18 - 16:38

            Freut mich das mein Beitrag (anscheinend 😉) nicht nur auf Unverständnis stösst.
            Mir geht dieses schon so lange im Kopf herum ...
            Alleine die Formulierungen machen mich schon wütend. "Braucht man eine Hebamme?" oder "Soll ich mir eine Hebamme nehmen?"
            Unglaublich ...

            Ich erwarte im März unser fünftes Kind. Und ich bin so dankbar und glücklich meine Hebamme an meiner Seite zu wissen. Ihr Wirken und Sein lässt sich nicht beschreiben und ist unbezahlbar!
            Und ich meine damit nicht das erklären des wickelns 😏

      Eine Hebamme betreut nicht nur das Kind, sondern auch dich. Ich kann nicht nachvollziehen wie an sich dagegen entscheiden kann, dass eine versierte und ausgebildete Person alle paar Tage nach Mutter und Kind schaut und bei Problemen hilft. Auch bei milchstau oder Entzündungen. Da wäre dann dein Ansprechpartner der Frauenarzt.

      • Ich finde auch etwas anderes erstaunlich: ist das Kind noch nicht geboren, kann kaum von einer Vorsorge zur nächsten abgewartet werden. Es soll laufend alles kontrolliertwerden was nur geht. Keiner käme auf die Idee einen UTermin oder Impfung nicht fristgerecht wahrzunehmen. Aber eine Hebamme braucht kein Mensch.

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