Arbeitgeber macht Stress wegen Schwangerschaftsbescheinigung

Hallo zusammen,
ich habe gestern meiner Vorgesetzten mitgeteilt, dass ich schwanger bin. Sie sagte, dass ich eine Bescheinigung einreichen soll, wo der ET drauf steht, sagte aber direkt dazu, dass keine Kosten dafür erstattet werden (diese Bescheinigung kostet bei meiner Ärztin 10€, mein letzter AG hat diese anstandslos erstattet). Ich solle eine Kopie vom Mutterpass einreichen, wo der ET ersichtlich ist. Ich finde das unmöglich, aber gut. Ich habe dann alle medizinischen Angaben geschwärzt und eine Kopie eingereicht, der ET ist dort vermerkt. Jetzt beschwert sie sich, dass ja aber auf dieser Seite gar nicht mein Name mit dabei stehen würde. Ja, das stimmt, aber was kann ich denn dafür?! Ich rege mich echt auf. Zwischen den Zeilen sagt sie mir, ich soll mich halt nicht so anstellen und die 10€ einfach selber zahlen und grundsätzlich regt sie sich darüber auf, dass Ärzte überhaupt Geld für solche Atteste nehmen.
Hat eine von euch solche Erfahrungen auch gemacht? Was soll ich machen? Mit geht es da ehrlich gesagt auch ums Prinzip. Die wollen was von mir, dann müssen sie das auch bezahlen, wenn ihnen meine mündliche Aussage nicht reicht. Ist auch nicht so, dass ich hinterm Mond arbeite, sondern im öffentlichen Dienst, mein Arbeitgeber ist die Stadt...

Viele Grüße!

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Hey erstmal Herzlichen Glückwunsch.
Wie gut, dass es das Mutterschutzgesetz gibt.
Sofern dein Arbeitgeber von dir ein gesondertes Attest für den ET haben will, hat er auch die Kosten zu tragen.

Schau mal hier: https://www.etl-rechtsanwaelte.de/frage-des-tages/wer-traegt-die-kosten-einer-schwangerschaftsbescheinigung

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Sorry, das Foto wollte nicht

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Ich hatte solche Probleme mit einem Rechtsanwalt! Der hat sich nachher geweigert, die Arbeitsbescheinigung fürs Arbeitsamt ausfüllen, da ich da nie gearbeitet habe angeblich, denn zwischenzeitlich habe ich böses etwas geheiratet und den Namen gewechselt. Hat ihn nur angeschossen, da er nachher das Bußgeld bekommen hat und selbst das Amt gesagt hat, sorry die Mitteilung über Namenswechsel reicht und wird ja beim Finanzamt auch abgefragt mit den Lohndaten...

Würde die 10 Euro bezahlen und nachher über die Steuer wieder absetzen. Ist nervenschohnender für dich!

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Hallo,

ich kann nur erzählen, daß ich die Seite im Mutterpass kopiert habe, wo der ET steht, und separat dazu den Teil, wo mein Name steht. Beschwert hat sich darauf keiner. Auf der gleichen Seite gibt's ja nicht ET und Namen.

Vielleicht hat Deine Chefin keine Ahnung und fordert darum mehr, als sie müßte.

Liebe Grüße,
Cahdi

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Genauso hab ichs auch gemacht. Bei beiden SS und beide AG sind absolut nicht einfach. Haben es aber anstandslos so akzeptiert als sie die beiden Seiten bekommen haben, da ja dann ersichtlich ist dass es mein MuPa ist.
LG

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Es gibt wirklich komische Arbeitgeber... als ob sich täglich 100 schwanger melden... wenn es bereits an 10 Euro scheitert - oh je!
Hol die Bescheinigung, bezahle sie, lass dir den Betrag von der Praxis quittieren und reiche sie ein mit der Bitte um Erstattung des Betrages.
Niemals im Leben hätte ich eine Kopie vom MuPa gemacht, extra alles geschwärzt und dann zur Verfügung gestellt. Das geht die Chefin überhaupt nichts an.

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Dein AG muss das Attest bezahlen wenn er es erwartet. Ich würde aber die zehn Euro selbst tragen einfach um dir den Stress in der Schwangerschaft zu ersparen. Und wenn dir der Druck zu viel wird würde ich mich krank melden,du wirkst sehr verzweifelt. Dann zahlt dein AG mehr als nur die 10 Euro für ein lächerliches Attest! Lass dich nicht unter kriegen! Denk an dich und dein Baby! Alles Liebe dir für deine Schwangerschaft! 💜 lass dich nicht Stressen.

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Du musst deiner Chefin keine Kopie von deinem Mutterpass aushändigen ! Du hast ein Attest da steht dein Name und der et und das ist ausreichend. Und die 10 Euro muss sie bezahlen ob sie das jetzt will oder nicht spielt da keine Rolle. Du musst ja eh in Vorkasse gehen. Das würde ich machen, die Quittung kopieren und ihr diese mit der Bitte der Erstattung zukommen lassen.

Meine alte Chefin hat auch so ein Theater gemacht. Ich muss zusätzlich noch einen Bluttest machen wegen einer immunitätsfrage auch die muss vom Arbeitgeber bezahlt werden. Auch Dieter hat sie sich quer gestellt . Meine neue Chefin bezahlt alles völlig anstandslos wie es sich gehört. Und eine Kopie von meinem Mutterpass wollte noch keiner haben.

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Hi, die gleichen Probleme hatte ich letztes Jahr auch. Meiner Abteilungsleitung hat der MuPa nicht gereicht, jedoch stellt mein Arzt erst ab der 32. Woche eine solche Bescheinigung aus. Wieso, weshalb, warum hab ich nicht hinterfragt, meine Kollegin unterstellte mir dann, ich würde absichtlich keine herbei bringen und hat selbst sehr unfreundlich beim Frauenarzt angerufen 😂 mal abgesehen davon, dass sie keine Informationen bekommen darf, wurde sie noch gefragt, wieso sie so ne Welle macht und sie sich bitte mit dem ET im Mutterpass genügen soll, da ich ja kein BV oder ähnliches bekomme. Die 10 Euro wollte sie mir dann natürlich auch nicht erstatten, obwohl es lt. Frauenarzt such deren Pflicht sei...

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Das ist aber nicht richtig von deinem Gyn. Es gibt zwei verschiedene Atteste, eines welches zu Beginn der Schwangerschaft ausgestellt wird mit vorläufigen ET bzw. nur Schwangerschaftsfeststellung und ab der 32. SSW dann das Attest mit dem endgültigen ET für Arbeitgeber und Krankenkasse. Ersteres wird nur auf Nachfrage ausgestellt und ist kostenpflichtig. Die Kosten müssen vom Arbeitgeber übernommen werden.

Der Mutterpass ist ein medizinisches Dokument und hat beim Arbeitgeber nichts verloren, in keiner Form.

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ab der 32. SSW dann das Attest mit dem endgültigen ET für Arbeitgeber und Krankenkasse. Ersteres wird nur auf Nachfrage ausgestellt und ist kostenpflichtig. Die Kosten müssen vom Arbeitgeber übernommen werden.

Danke. Dachte schon das wäre nur bei meiner Ärztin so. Das Attest in der 32. Woche ist kostenfrei und hat meinem Arbeitgeber völlig gereicht.

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Mein erster Gedanke: wie ist das Verhältnis zum Arbeitgeber vor der Schwangerschaft gewesen? Hört sich nach sehr viel Unzufriedenheit beiderseits an

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Also wirklich was gibt es denn für schreckliche Arbeitgeber..☹
Bist du sicher, dass das Attest Geld kostet? Ich habe eins von meiner Frauenärztin bekommen und musste nichts zahlen. Das war ein einfaches Schreiben, auf dem Geburtstermin und Beginn der Elternzeit stand. 🙂

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So war es bei mir auch. Einfach gleich zu Beginn für den Arbeitgeber mitgegeben - ohne Kosten.