Schwangere Lehrerinnen hier?

Hallo, ich bin ganz frisch schwanger (6. Woche) und arbeite als Lehrerin. Meine Schulleitung weiß noch von nichts und ich bin hin- und hergerissen, ob ich jetzt schon etwas sagen soll. Eigentlich möchte ich bis zur 12. Woche nichts sagen (man weiß ja nie) auf der anderen Seite ist mir der erhöhte Infektionsschutz wichtig (Scheibe am Pult, keine Aufsichten etc.) der für Schwangere vorgesehen ist.

Wie war das bei euch? Wann habt ihr es erzählt? Welche Maßnahmen werden an eurer Schule getroffen und wie hat die Leitung reagiert? Wurde jemand von der Schulleitung ins Berufsverbot geschickt?

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Hallo 🙋‍♀️

Das kommt aufs Bundesland an. Dir Schulen entscheiden ja nicht alle individuell über ein BV, sondern das Land. Hier in BRE müssen Schwangere unter Einhaltung des Mutterschutzes (keine Pausenaufsichten, nicht abends und am Wochenende arbeiten, keine Überstunden) so wie vorher auch arbeiten. Einziger Unterschied: In der Gefährdungsbeurteilung des Gesundheitsamtes steht, dass schwangere bei Corona Fällen an der Schule für 2 Wochen rausgenommen werden müssen.
Aber selbst wenn du weiter arbeiten musst, würde ich es unter den momentanen Umständen sofort sagen, damit eben genau das passieren kann - dass du bei Coronafällen zu Hause bleibst. Die Schulleitung hat eine Schweigepflicht und darf den Kolleginnen nichts sagen, darauf kannst du auch mich mal verweisen bei der Bekanntgabe.

Lg

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Ich habe es bei der ersten Schwangerschaft gleich am ersten Schultag nach den Ferien in der 6. Woche gesagt und war froh, weil es im Kollegium einen Fall von ringelröteln gab und ich nicht immun bin.
Dieses Mal stellte sich die Frage nicht, da ich gerade in Elternzeit bin.
Ich würde es der Schulleitung aber immer wieder so früh mitteilen, wenn ich im Dienst wäre. Auch ab von Corona gibts einige Sachen, bei denen Schwangere aus dem Verkehr gezogen werden müssen (influenza, Scharlach etc.). Dafür ist auch eine gefährdungsbeurteilung nötig.
In Niedersachsen gibt es kein konkretes beschäftigungsverbot für Corona, aber die meisten Schulen schicken schwangere auf eigenen Wunsch hin ins Home Office.

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Hallo. Ich bin in der sechsten Woche. Ende 7. Woche habe ich meinen ersten Arzttermin und dann werde ich es sagen. Ich wollte auch bis Woche 12 warten. Aber nicht unter diesen Umständen. Ich wohne in Sachsen und hier darf man wohl als Schwangere nicht mehr am Präsenzunterricht teilnehmen. Ich habe ja ein wenig Schiss vor der Schule nächste Woche. Aber vor dem Arzttermin will ich es nicht sagen.

Ich bin sehr gespannt, was dann passiert. Meine Chefin ist krank. Soll ich dann meine eigene Gefährdungsbeurteilung schreiben?

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Danke für eure Beiträge. Hier ist es so, dass Schwangere weiter arbeiten, aber erhöhter Infektionsschutz gewährleistet werden muss (Spuckschutz, Abstand von 1,5 m darf nicht unterschritten werden). Da ich in der Grundschule arbeite, ist mir im Moment schleierhaft, wie das mit dem Abstand gehen soll.
Grundsätzlich möchte ich gerne weiter arbeiten, weiß aber nicht, ob meine SL mich nicht direkt ins Betufsverbot schickt. Das habe ich von einer benachbarten Grundschule gehört. Ich habe meinen Arzttermin auch erst in einer Woche und werde es dann wohl der SL bekannt geben, denke ich.

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Hallo, ich bin auch Lehrerin in Niedersachsen und mittlerweile in der 15. Woche. Ich habe es am letzten Tag vor den Herbstferien der Schulleitung mitgeteil, als ich dann in der 12. Woche war. Allerdings habe ich mich bis dahin auch noch sicherer gefühlt, was das Thema rund um Corona angeht. Bei uns gibt es kein BV, aber ich höre immer wieder, dass schwangere Kolleginnen von den Frauenärzten ins BV geschickt werden, weil es unverantwortlich sei lt. deren Ärzte. Meine Frauenärztin war bisher immer eher weniger ängstlich und meinte, dass wir dann je nach Lage schauen müssten. Nächsten Dienstag habe ich meinen nächsten Termin und mal sehen, wie sie es mittlerweile einschätzt. Mein Abteilungsleiter hat auch vor den Herbstferien gemeint, dass wir natürlich auf die Corona-Situation dann spontan reagieren müssten, aber da würde bisher noch keine besondere Gefährdung für mich gesehen. Mich verunsichert es dann schon, wenn man mitbekommt, wie um einen herum Schwangere in verschiedenen Branchen (nicht nur im Lehramt) ins BV geschickt werden und man selbst ganz normal seinen Alltag beschreitet.
Viele Grüße und weiterhin alles Gute und vor allem Gesundheit!

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Ich bin in NDS. Aktuell in der 13. SSW. Habe es meiner SL in der 12. SSW gesagt.
Ich muss zunächst weiter im Präsenzunterricht arbeiten, ohne Pausenaufsichten und werde eine 4. Klasse in Mathe zeitnah abgeben für den Fall der Fälle, dass ich aufgrund von Krankheit oder einem BV im (Verdachts-)Fall von Covid-19 ausfalle. Dann muss das Hauptfach nicht ständig vertreten werden. Stattdessen übernehme ich ausschließlich Nebenfächer oder Förderunterricht...
Damit kann ich gut leben. Ich bin ohnehin nur Fachlehrerin und habe aktuell keine Klassenleitung.

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Hallo!

Ich bin Lehrerin an einem bayerischen Gymnasium und bin seit der Mitteilung der Schwangerschaft in der 6. Woche im Beschäftigungsverbot. Ich habe es diesmal (3. Schwangerschaft) wegen Corona so früh mitgeteilt und habe die Schulleitung um absolute Verschwiegenheit bis zur 12. Woche gebeten. Das wurde auch so respektiert.

Liebe Grüße

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Ich würde es einfach sagen. Warum warten. Und wenn es doch eine Fehlgeburt wird, brauchst du ja auch ein paar Tage Krankschreibung, dann wissen sie es evtl ja auch. Weißt wie ich meine?
Mit Corona würde ich es vor allem sagen. Steh für dein Kind und sag es und erst dann kannst du und dein Kind geschützt werden

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Hier Baden Württemberg- Förderschule. Ich habe es auch nach Bekanntwerden gesagt. Ich musste sofort zum Betriebsarzt und bin bis zur Geburt aus sämtlichem Publikumsverkehr (Präsenzunterricht, Elterngesprächen etc. raus).

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Hat der Betriebsarzt das wegen Corona so entschieden? Oder hast du ein Berufsverbot aus einem anderen Grund bekommen?

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Hauptsächlich wegen Corona- ich bin bei den jüngeren Schülern, wo Abstand nicht unbedingt gegeben ist. Desweiteren sind die Schüler stark Verhaltensauffällig (Spucken, treten, impulsgestört)... Maske tragen deswegen auch nicht immer alle permanent, deswegen war es für den Arzt gar keine Diskussion.

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