Umgangswochenende und Probleme mit der Übergabe

    • (1) 19.06.17 - 10:42

      Hallo liebe Urbia-Gemeinde,

      die Trennung vom Vater der Kinder ist schon mehr als 1 Jahr her. Umgangsmodell haben wir das 14 Tage System und einen festen Tag alle 2 Wochen nur nachmittags.
      Es lief bisher relativ Konfliktfrei, genaue Absprache über den Umgang erreichten wir mit einer Meditation beim JA.

      Gespräche auf der Elternebene sind dennoch recht schwierig, da ich selten bis nie eine Antwort bekomme und die Situtaion durch nahende Scheidung recht erschwert wird.

      Jetzt ist seit ca. 2 Monaten der Fall, dass das eine Kind (aktuell 6 Jahre) bei der Abgabe durch den Kindsvater sehr doll anfängt zu weinen. Sich sehr intensiv an ihn klammert.

      Ablenkung in dem Fall ist sehr schwierig. Ab und an merkt man auch, dass sie sich aus seiner "Hilflosigkeit" einen Spaß machen. Seit kurzem ist es auch der Fall, dass sie dann einfach wegläuft und sich ausserhalb vom Haus versteckt.
      Letztens machte sie 3x anstalten dazu.

      Als ich den Vater nach erfolgslosen Verabschieden zum Gehen aufgefordert habe (Szenerie dauert ca. 20 Minuten) weinte und schrie das Kind lautstark. Rief immer wieder nach Papa. Und wenn ich markerschütternd meinte, meine ich es auch so. Garnicht ansprechbar...

      Es dauerte geschlagene 30 Minuten, eh sie wieder ansatzweise ansprechbar war.
      Nun habe ich dem Vater vorgeschlagen, die Kinder bereits einen Tag ehr zum Umgang zu bekommen und den Mittwoch sein zu lassen, jedoch erhalte ich wieder mal keine Antwort dazu.

      Ich weiß nur von dem Kind, dass sie wohl das ganze Wochenende unterwegs waren. Ob sie Abendbrot bei vor der Übergabe gegessen hatte, konnte er mir auch nicht genau sagen.

      Außerdem waren die Kinder gestern total kaputt ... Auch den Tag darauf waren sie noch wie erschlagen.

      Mein mütterlicher Instinkt sagt mit aktuell, dass gerade irgendwas ziemlich vor die Wand läuft.

      Übrigens die Übergaben durch den Kindergarten sind bis jetzt immer recht gut gelaufen.
      Was habe ich für Möglichkeiten, wenn mit dem Vater in dem Punkt nicht zu reden ist?
      Lg

      • (2) 19.06.17 - 12:15

        Hi,

        verstehe ich es richtig, wenn Dein Kind sich von ihrem Vater verabschieden MUSS; das sie extreme Trennungsängste hat?
        Da hat doch der Vater nichts falsch gemacht!
        Sie liebt ihren Vater eben und kann mit diesem Modell vielleicht nichts anfangen?????

        Und das man Ausflüge, etc. macht und das Kind danach K.O. ist, ist das nicht normal? Erst recht bei diesem Wetter reicht schon ein Schwimmbadbesuch und die Kids sind müde oder Ende. Auch Trennungsschmerz macht einen fix und fertig, wenn es auf die Kinderpsyche geht!

        Denke nicht an Deinen Vorteil oder stell den Vater schlecht hin (du weisst nicht, ob das Kind was zum Essen bekommen hat) sondern denke an Dein Kind!
        Vielleicht ist ja auch ein anderes Modell sinnvoll....jeder hat das Kind volle 14 Tage!

        Das sich der Vater nicht ständig meldet....vielleicht hat er seine Gründe? ein Mutterinstinkt kann dir auch etwas falsches suggerieren.

        LG
        Lisa

        (3) 19.06.17 - 13:29

        Hallo,

        hatten wir auch eine Zeit lang - allerdings umgekehrt. Sie war da vier. Sie hat gebrüllt, wenn er sie mitnehmen wollte. Und das, nachdem anderthalb Jahre vorher alles problemlos lief, die beiden ein gutes Verhältnis hatten. Sie konnte auch nie sagen, woran es liegt, sie hat immer nur gesagt, "Bei dir ist es schöner." Vielleicht hat sie da, größer werdend, registriert, dass sie nie Mama und Papa gleichzeitig haben kann wie andere Kinder. Vielleicht war sie sauer, weil sie ihn zuwenig gesehen hat - er hatte in der Zeit immer mal einen Termin abgesagt oder verschoben. Hat so drei, vier Monate gedauert. Nachdem seine Unter--Wochen-Tage wieder regelmäßig stattfanden und sie in den Ferien zwei Ferien bei ihm hatte, war alles wieder wie nix gewesen.

        Ansonsten, meine Erfahrung: Wechsel über den Kindergarten oder die Schule sind immer einfacher, gerade, wenn diue Trennung noch nicht "normal" ist. Dir entgeht aber auch später mit einer solchen Regelung das Problem, Sonntag-abends ein todmüdes Kind zurückzukriegen, das du dann Mo-früh in Kita oder Schule drangsalieren darfst#schock. Das lass mal schön ihn machen (vorausgesetzt, ihr wohnt in der gleichen Stadt/Ecke). Denn Papa-WE sind immer anstrengend;-). Liegt daran, dass die Kids halt seltener da sind, und die WE dann zum Teil ziemlich actionreich. Das finde ich per se nicht schlimm, habe aber auch keine Lust, das "auszubaden". Deswegen finde ich den externen Wechsel prima (wir machen das auch an seinem Wochentag so - er holt sie Mi ab und bringt sie Do früh in die Schule (früherauch von der Kita genauso).

        Wenn wir etwas zu besprechen haben, machen wir das abseits der Übergaben.

        Probiers mal aus#winke!

        • (4) 19.06.17 - 17:37

          Ich habe mir jetzt eine Meditation geholt für dieses Gespräch und einige andere Themen. Mal schaun was draus wird.

          Ohne dritte Person ist es immer etwas schwierig. Leider hat er vor mir als Person keinen Respekt und das merkt man auch, wenn ich mich allein mit ihm darüber unterhalten würde.

      (5) 19.06.17 - 20:01

      Ich würde auch schauen, dass man die Übergabe über die Schule / den Kindergarten weiter macht.
      Warum habt ihr es gelassen?
      Wir wechseln auch fast immer überdie Kita. Ist auch für mich immer leichter, es sei denn ich bekomme das Kind ;-)
      Auch hilft es bei uns immer a) drauf vorbereiten und b) ein bisschen Zeit gemeinsam zu verbringen. Also nicht an der Tür und dann "Tschüß und weg". Geht alles nicht immer, aber zu 90%.
      Nun ist Sohnemann erst knapp 3,5 und ich weiß natürlich nicht was noch auf mich zu kommt.

      • (6) 19.06.17 - 21:16

        Danke, es ist immer der eine Mittwoch, der immer 2 Tage nach dem Umgangswochenende zusätzlich statt findet und den wollte ich durch Verlängerung des Wochenendes umgehen. Er meldet sich aber nicht auf den Vorschlag.

        Kind sagte vorhin zu mir. Papa ist immer so traurig, wenn wir nicht da sind, deswegen will ich zu Papa...

        • Sorry aus dem Kontext gerissen... also Papa sagt er ist immer so traurig und allein, wenn die beiden nicht da sind

          • (8) 20.06.17 - 11:14

            Blöd, denn da wird dem Kind ein schlechtes Gewissen gemacht:-( - wenn du mit dem Papa nicht drüber reden kannst, kannst du nur deinen Sohn stärken. Sag ihm, dass es ok ist, dass der Papa traurig ist, Aber dass es nicht seine Schuld ist. Denn es sei nuneinmal so, dass man nicht immer bei den Menschen sein könne, die man lieb habe, genauso wie du ja arbeiten musst und nicht immer mit ihm zusammen sein kannst. Kinder denken IMMER, wenn es den Eltern schlecht geht, sind sie schuld. Er muss wissen, dass das nicht so ist. Und bewahr es dir, dass er dir solche Sachen erzählt, indem du ihn in seinen Gefühlen ernst nimmst#liebdrueck. Langfristig werdet ihr so eine viel engere Bindung haben als er und ein Papa. der seine eigenen Gefühle oben anstellt. Aber vielleicht wird das ja mit der Zeit besser. Von den Kindern getrennt sein IST (für die meisten Eltern) total mies, da kriegt man es grade anfangs halt nicht immer hin, souverän und angemessen zu reagieren#schein.

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