Wie geht's euch am Papawochenende?

    • (1) 04.08.17 - 12:14

      Hallo,
      Bei uns steht mal wieder das Papawochenende an und mich würde mal interessieren, wie es euch in der kinderfreien Zeit geht.

      Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich im Vorfeld immer total verrückt mache und es mir ehrlich auch nicht wirklich gut geht. Natürlich lasse ich meine kleine das nicht spüren, aber ich bin immer froh, wenn Sonntag Nachmittag ist und sie wieder bei mir ist. Ich bin eigentlich überhaupt keine Glucke und freue mich, wenn meine Tochter Spaß hat und kann sie auch eigentlich gut abgeben. Aber die Wochenenden, die sie bei ihrem Papa verbringt, kann ich nicht wirklich genießen. Ich kann mir auch gar nicht so genau erklären, woran es liegt. Vermutlich kommt es daher, dass mein Ex mir mein Leben schwer machen will, wo er nur kann und er auch nicht davor zurück schreckt, unsere Tochter als Spielball einzusetzen...
      Geht es euch manchmal ähnlich, oder muss ich wirklich locker lassen? Wir sind erst seit Anfang des Jahres getrennt und durch einige Umstände ist dieses Wochenende erst das 3. Papawochenende. Also alles noch recht neu für uns alle.

      Lg Kokosmilch

      (4) 04.08.17 - 18:18

      Du wirst es lernen... lernen, dass anders nicht falsch ist ;-)
      Sohnemann ist jetzt 3,5 und seid zwei Jahren sind sein Vater und ich getrennt, seid 1 3/4 Jahren auch räumlich. Wir leben allerdings im Wechselmodell, so dass ich noch ein Stück mehr los lassen muss.

      Ich würde einfach versuchen keine Angriffsfläche zu bieten.
      Übergib dein Kind, ohne großartige Abweisungen wie es zu laufen hat, übernehme es mit nem freundlichen Lächeln und tritt ihm innerlich in den Allerwertesten, wenn er geht ;-)
      In der Doku die ich hier letztens gepostet habe, war ein schöner Satz einer Mutter: man muss lernen an der richtigen Stelle die Klappe zu halten.

      Man muss sich im Zweifel noch 18 Jahre in der Konstellation bewegen und es ist einfach anstrengend. Braucht man nicht drum rum reden ;-)
      Und verlang nicht zuviel von dir. Gib dir Zeit auch du musst dich dran gewöhnen.

    • huhu
      ich kann dich verstehen mein ex (sind mittlerweile gut 2,5 jahre auch räumlich getrennt) hat auch anfangs versucht mir alles schwer zu machen. hat den kindern doofe sachen erzählt (damals 3,5 jahre und 2 jahre) und auch mir ständig versucht quer zu schießen...
      ja anfangs habe ich fast jedes wochenende geheult denn er drohte unter anderem ich solle die kids nur alle 14 tage am wochenende sehen (völlig irrational da er bis dahin sich eigentlich null gekümmert hatte) und die angst natürlich immer irgendwo ein teil war...irgendwann konnte ich dann die wochenenden halbwegs unbeschwert angehen (allerdings wusste ich dass er viele dinge deutlich leichter als ich sieht und es mit aufsicht naja etwas lockerer nimmt -> ich lasse die kids auch viel allein machen aber habe in gefährlichen situationen ein auge drauf)
      tja letzten sommer passierte es dann...die kleine ist rückwärts in eine lagerfeuer gefallen...ich bekam um 1:00 nachts einen anruf sie müsse angeblich an der hand operiert werden (da sagte er auch noch sie hätte in eine feuerschale gefasst...)ich habe dann mit dem arzt gesprochen (wahrscheinlich kam der anruf auch nur weil er allein keiner op zustimmen kann) und darum gebeten dass sie in einkh in der stadt kommt. arzt sagte ja. wir wollten uns dann 1 stunde später in diesem kh treffen (auf brandwunden spezialisiert). 15 minuten später bekam ich nochmal einen anruf er hätte mit dem arzt geredet es reicht wenn wir uns 9 uhr im kh treffen würden...
      am nächsten morgen im kh...wunde komplett unbehandelt aberdie blasen zum glück alle zu und nicht entzündet...der arzt dort war ziemlich erzünrtnt und im arztbericht stand auch direkte vorstellung im kh zur behandlung (mein ex hatte scheinbar gelogen)..naja als mini mir dann 1 woche später vorführte was passiert sei ist mir nochmal richtig schlecht geworden (sie ist rückwärts über einen stein gestolpert und lag im lagerfeuer...ihr glück war dass die jacke lang war und die kapuze beim fallen über den kopf rutschte...der papa war natürlich ellen weit entfernt und hat getrunken...)
      lange rede kurzer sinn...noch heute habe ich oftmals ein schlechtes gefühl wenn die kids da sind aber sie lieben ihren papa und ich hoffe er hat daraus gelernt denn die hand ist ohne folgen verheilt und sie hatte mehr glück als verstand...
      ich habe gelernt es auszublenden. es hat nicht mal etwas mit loslassen aus meiner sicht zu tun sondern man lernt einfah damit umzugehen und es halbwegs auszublenden.

      beste grüße

      Die Situation kenne ich auch. Mit ist das damals auch schwer gefallen. Ich hatte zwar immer tausend Sachen, die ich ohne Kinder eigentlich mal hätte machen können, aber wenn sie weg waren hab ich eigentlich gar nichts davon gemacht und hab mir gür diese Zeiten noch einen zweiten Job gesucht, damit ich keine Zeit zum Nachdenken habe. Jetzt bin ich grade in meiner zweiten Trennung und mein Ex Freund holt die Kleine derzeit 2x die Woche. Demnächst soll sie auch mal bei ihm schlafen und ich würde liebend gerne mal ausschlafen, aber vermutlich bin ich dann genau so früh wach wie mit ihr. Diese Anfangsstreitigkeiten kenn ich von beiden Beziehungen und natürlich kann man sein Kind nicht ohne schlechtes Gefühl zu jemandem geben, der einen gerade irgendwie die Pest an den Hals wünscht. Man muss sich immer vor Augen halten, dass die Kinder aber trotzdem Spaß haben und darauf kommt es an. Den Rest versuche irgendwie auszublenden, ich hab mich irgendwann gefühlt als würde ich mir gedanklich Scheuklappen aufsetzten und bin damit dann gut gefahren.

    • Mittlerweile geht es mir an den Papa Wochenenden recht gut und ich genieße die Ruhe allein mit meinem kleinen Sohn. Ich freue mich, dass mein großer Zeit mit seinem Papa verbringen kann und dort auch Sachen macht, die ich mit ihm momentan aufgrund des Babys nicht machen kann. Früher war das auch anders. Aber je älter mein Sohn wurde und je mehr er äußern konnte was er will, umso entspannter wurde das Verhältnis zum Vater und umso ruhiger oder ich. Gibt dem ganzen Zeit und Versuch dich nicht allzu verrückt zu machen. Auch wenn es mal nicht nach deinen Vorstellungen läuft, Kinder sind robust und außerdem können Sie gut unterscheiden, dass bei Papa andere Regeln als bei Mama gelten.

      Vielen Dank, für eure Antworten. Ich bin echt erleichtert, dass es nicht nur mir so geht. Ich arbeite auch tatsächlich fast die komplette Zeit, in der meine Tochter bei ihrem Papa ist, sodass ich einigermaßen abgelenkt bin. Dann warte ich mal ab, wie lange es bei mir dauert, bis ich mich an die Situation gewöhnt habe ;) die Hauptsache ist ja, dass meine Kleine sich wohl fühlt und das tut sie ;) schönen Abend euch noch!

      Hallo, ich muss zugeben dass es mir an den Papa -We sehr gut geht. Meine Tochter wird auch bald zwei und siebest sehr gerne mit ihrem Papa zusammen. Umso schlimmer ist es dann nach den Wochenenden. Sie ist dann nur quer und verheult. Sie versteht noch nicht dass der Papa dann wieder weg ist.

      Die Zeit alleine nutze ich für mich und mit meinem neuen Freund.
      Liebe Grüße

      Manchmal ist es schlimm. So wie jetzt dann, die Kinder gehen 3 Wochen zum Papa und ich hab einfach Angst, dass sie heim wollen bzw. nicht gut betreut sind und mir das keiner sagt. Das hält mich schon manchmal wach. Aber ich versuche dann, mir zu sagen, dass es sie nicht umbringen wird und ich die Zeit genießen sollte und was für mich tun. Schaff ich auch manchmal ;-)

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