Allein erziehend

    • (1) 13.10.17 - 09:52

      Umgangsrecht Baby 5 Wochen alt

      Hallo ihr Lieben!

      Ich bin alleinerziehende Mama von 3 Kindern ( Zwillinge 10 Jahre alt und ein Baby 5 Wochen alt)

      Mit dem Kindsvater des kleinen war ich nie zusammen, haben uns aber gemeinsam dafür entschieden das Kind zu bekommen. Während der SS war er schon immer sehr wankelmütig. Von ich freue mich so bis du hast nur einen Samenspender gesucht war alles dabei. Haben das gemeinsame Sorgerecht und der Kleine trägt auch seinen Nachnamen, das war dem KV wichtig und ich hab ihm den Wunsch erfüllt.

      Jetzt ist es so, dass er den kleinen immer nur nach seiner Arbeit besuchen möchte/kann. Das ist dann aber 18 Uhr und ab dem späten Nachmittag ist der kleine total überreizt. Er clustert seit knapp 1 Woche extrem und lässt sich generell nur an der Brust beruhigen. So kam es, daß bei den wenigen Besuchen bisher ( immer abends) der kleine nur an meiner Brust ist und wenn ich ihn ablege oder abgebe, er nur schreit. Der KV gibt ihn dann auch sofort überfordert zurück. Er mag ihn auch nicht wickeln. Ist dann nur sauer auf mich das der kleine ihn ja nicht kennt.
      Ich würde mir das Baby auch absichtlich an die Brust kleben damit er es nicht haben kann. Während der SS war er auch kaum bei uns, somit ist die Stimme auch fremd. Jetzt möchte er weiterhin so spät kommen, auch am Wochenende kann/will er nicht. Ich habe aber noch 2 Kinder und mir ist nach 2 Stunden Schlaf in der Nacht und den anstrengenden Tagen 18 Uhr zu spät. Daraus schließt er nun ich sei inkompetent und er will den kleinen zu sich holen. Das Argument, er hat tagsüber keine Zeit zählt für ihn nicht, dann sollten seine Eltern, die mir unbekannt sind, auf das Baby aufpassen.

      Ich biete immer wieder Termine an, aber eben vor 18 Uhr und auch am Wochenende, aber es bringt nichts.

      Jetzt ( endlich 🙃) meine Fragen: muss ich ihm so späten Umgang gewähren?
      Muss ich Angst haben dass er mir das Baby weg nehmen kann?

      Sorry das es so lang geworden ist😐

      Liebe Grüße

      • Du musst ihm den Umgang gewähren, der für das Kindeswohl das Beste ist. Bei Babies auf jeden Fall so oft wie möglich, das scheint ja schon so stattzufinden. Oder verstehe ich das falsch, dass er mehrmals pro Woche vorbei kommt?

        Was meinst Du mit "er könnte Dir das Baby wegnehmen"? Ein Vater, der nicht einmal wickeln will, wird sich wohl kaum einen Säugling stundenlang an die Backe nageln. ;-) Er kann ihn also vorerst weiter bei Dir besuchen, zudem stillst Du ja auch. Oder meintest Du, er will, dass sein Sohn bei ihm wohnt? Dann wäre es für ihn a) noch anstrengender, wieso sollte er das also wollen und b) könnte er das nur mit Deinem Einverständnis. Kein Gericht der Welt würde ihm den Jungen ganz zusprechen, Du kümmerst Dich ja offenbar sehr gut selbst um ihn.

        Deinem Ex scheinen aber die Bedürfnisse eines Stillkindes völlig abzugehen. Hast Du vielleicht eine Hebamme, die mal zufällig da sein könnte, wenn der Vater auch vorbeikommt? Sie könnte ihm ein wenig näher bringen, warum das Kind so viel Brust braucht, vielleicht kann sie ihn anstupsen, dass er den Kleinen mal wickelt und ihm vielleicht einfühlsam etwas mehr Babywissen vermitteln.

        Falls er das dann wieder ablehnt und sich weigert würde ich ihm auch mal (weiterhin freundlich) den Spiegel vorhalten und ihm sagen, dass ich sein Verhalten als Interessensverweigerung sehe und man wohl mal eine Elternmediation mit Umgangsvereinbarung wahrnehmen sollte.

        • Danke für deine Antwort!

          Ich biete ihm viele Termine an, aber er nimmt sie nicht wahr. Letzten Freitag abends war er 10 Minuten hier und blieb im Türrahmen stehen. Nachträglich gab es ne SMS das ich schuld bin da seine Gefühle für den kleinen nicht mehr da sind. Heute Abend wollte er wieder kommen, hab ihm gesagt es ginge nur vormittags oder am Wochenende. Jetzt kommt er gar nicht.

          Die Hebamme kann nur vormittags, sonst ist die Idee super 😊
          Ja, er will das der Kleine bei ihm wohnt. Und seine fremden Eltern dann auf ihn aufpassen bis abends. Es gibt ja Flaschen Milch dann bin ich nicht wichtig. Hab jetzt Angst das ein Richter oder Amt ihm den kleinen zuspricht.

          Natürlich bin ich müde nach 2 Stunden Schlaf in der Nacht, hatte auch nen großen Blutverlust beim Not Kaiserschnitt und das ist alles erst 5 Wochen her. Meine großen brauchen mich ja auch noch, dennoch bin ich keine schlechte Mama.

          Werde Mal beim Jugendamt nachfragen müssen wegen dem Umgang, denke nicht dass ich immer spät abends Besuch zulassen muss.

          Liebe Grüße

          • Warum sollte ein Richter ihm ein Baby zusprechen, welches gestillt wird von der Mutter und um das sich dann hauptsächlich die Großeltern kümmern sollen? Erklär mir bitte mal, wie Du glaubst, dass er das durchbekommen sollte. Im Moment vermute ich, hat er Dir da einfach Angst gemacht und da Du Dich nicht mit den Gesetzen gut genug auskennst, bist Du unter Druck geraten und kannst nicht mehr klar denken. Weisst Du denn, wann einer Mutter ein Kind überhaupt weggenommen werden kann? Ich glaube, das sollten wir hier mal klären, damit er da keine Macht mehr über Dich hat. ;-)

            Deine Hebamme weiss auch schon Bescheid? Wenn sie sich mit merkwürdigen Vaterforderungen auskennt wird sie dazu auch eine gute Ratgeberin sein. Es bringt ja wirklich nichts, wenn der Vater ausschließlich unter der Woche spätabends kommt.

            Umgekehrt kann er sich aber für die Umgänge nun auch nicht ständig Urlaub oder frei nehmen, außer er hätte Schichtdienst und müsste auch dann nicht am Morgen ewig schlafen. Biete ihm schriftlich folgendes an: Samstag und Sonntag tagsüber stundenweise nach Absprache. Unter der Woche weiterhin einen Abend, z.B. Mittwoch wegen der Regelmäßigkeit.

            Er kann sich ja nun auch nicht die Arbeitszeiten wegzaubern, da solltest Du etwas einsichtiger sein. Wenn das Baby dann clustert und brüllt kann er es ja immer noch baden oder wickeln. Das müsstest Du ja auch tun und das Geschrei hinnehmen.


            • Du hast Recht, Angst trifft es momentan ganz gut. Aber du sagst es, warum sollte ein Richter das machen.

              Ich hab ihm sogar 2 Abende plus Wochenende angeboten, mal sehen wie er es annimmt. Verstehe ja auch das er sich nicht immer frei nehmen kann, daher der Vorschlag mit den Wochenenden.

              Lieb von dir und Danke nochmals 😊

      Du schaltest ab 18 h oder wann du halt deine Ruhe haben willst, die Klingel und das Telefon aus und fertig.

      Um diese Uhrzeit hätte bei uns kein Mensch kommen dürfen, da hat mein Sohn in dem Alter nur gebrüllt.

      Die großen Kinder müssen doch dann auch essen und sich fürs Bett fertigmachen, oder?

      Gemeinsames Sorgerecht und den Namen hätte ich niemals in dieser Situation gemacht, ich kann dich gar nicht verstehen.

      Jetzt wird es Zeit, dass du dich auf dich und deine Kinder konzentrierst.

      Wende dich wegen den Umgangszeiten an den Kinderschutzbund, die haben für uns damals einen guten Kompromiss vereinbart.

      In 3 Monate sieht alles ganz anders aus, da drückst du ihm um 18 h das frisch gestillte Baby in den Arm, er fährt eine Stunde mit dem Kinderwagen spazieren und fertig.

      Die Babys werden so schnell groß, habe Geduld.

    • Hallo ellieeddie,

      zuerst einmal möchte ich dir deine größte Angst nehmen: Er kann dir dein Baby nicht wegnehmen.
      Ich spreche da aus Erfahrung, bei uns wurde der Mutter das Baby vom Jugendamt weggenommen, glaube mir, das geht nur bei Kindeswohlgefährdung. Selbst das Jugendamt braucht dafür eine richterliche Anordnung.
      Der Vater deines Babys droht dir und versucht dich einzuschüchtern. Kein guter Zug von ihm.

      Bitte wende dich an das für dich zuständige Jugendamt und bitte dort um Vermittlung.
      Macht feste Termine aus, die für euch beide tragfähig sind. Dein Baby ist gerade mal 5 Wochen alt und du damit noch im sogenannten Wochenbett, also schonbedürftig.

      Im Hinblick auf die bereits gemachten Drohungen, dir das Kind zu entziehen, würde ich vorläufig darauf bestehen, dass er das Kleine nur unter deiner Aufsicht sieht. Eine Mitnahme, auch nur für einen Spaziergang, wäre mir da doch zu gefährlich.
      Solche Drohungen können für ihn übrigens auch nach hinten losgehen. Das Jugendamt kann das als Kindesentziehungsgefahr werten und ihm den Umgang erstmal komplett untersagen, bzw. dies beim Familiengericht empfehlen. (gibt dir vielleicht ein etwas besseres Gefühl, dass er sich damit in eine schlechte Position bringt und nicht du).

      Sein Gedanke, das Baby könnte tagsüber von den dem Kind unbekannten Großeltern betreut werden, ist absurd. Es gibt zwar ein Umgangsrecht für Großeltern, doch dazu müssen diese Großeltern regelmäßigen Kontakt pflegen und dein Baby eine Bindung zu ihnen haben.

      Du stillst und dein Baby ist noch soooo klein, es hat nur eine Bindung zu dir, alles andere kommt später.

      Bitte habe keine Angst, er kann dir nichts tun. Ich finde es immer wieder fürchterlich, zu lesen oder zu hören welche Kriegsschauplätze aufgemacht werden, sobald ein Kind im Spiel ist. Bleibe du bei deinem Weg, das klingt alles mehr als vernünftig, was du schreibst.

      Ich verstehe deine Sorgen, ich bin eine Großmutter, die ihren Enkel großzieht, weil der Papa arbeiten muss. Das ist nicht so einfach, wie der Vater deines Babys sich das denkt.
      Ich wünschte es wäre anders als es ist, aber das ist ein anderes Thema ;)

      Kopf hoch,

      liebe Grüße
      omamufu

      • Danke für die lieben Worte!
        Es hat sich jetzt eh wieder alles geändert. Da ich seine Eltern auf neutralem Boden kennen lernen möchte und nicht zu ihm nach Hause will, möchte er jetzt zum Anwalt. Er meint das Recht zu haben den kleinen mehrere Tage bei sich zu haben, ich verpflichtet bin zu ihm zu fahren. Er will jetzt einen Vaterschaftstest obwohl er die Vaterschaft anerkannt hat und möchte die Unterhaltszahlungen einstellen.
        Ich hoffe sehr, das der Anwalt ihm saft, daß Säuglinge nicht mehrere Tage von der Mama getrennt sein können. Und den Test, das sehe ich locker, ich weiß ja das ich nichts zu befürchten hab.
        Trotzdem macht mich alles fertig und das zum Schlafmangel macht gleich doppelt müde. Morgen kommt er her und ich hab richtig Angst.
        Für seine Eltern biete ich immer wieder was an, zum Beispiel in einem Cafe, das findet er frech. Aber sie sind doch Fremde für uns, warum versteht er das nicht :(

        Liebe Grüße

        • "Er meint das Recht zu haben den kleinen mehrere Tage bei sich zu haben"

          Hat er nicht, Du stillst und bist nicht verpflichtet, auf Flasche umzustellen. Das wird also nix.

          "ich verpflichtet bin zu ihm zu fahren"

          Bist Du nicht, er hat Umgangsrecht und muss daher zu Dir kommen, wenn er den Kleinen sehen will. Genauso später, wenn der Kleine alt genug ist und das Verhältnis zwischen den Beiden gefestigt ist, muss er ihn abholen. Liefern musst Du nicht, das wäre nur eine freundliche Geste, wenn z.B. mal sein Auto kaputt wäre und dann tust Du das ja auch eher fürs Kind, damit es seinen Papa sehen kann.

          "Er will jetzt einen Vaterschaftstest obwohl er die Vaterschaft anerkannt hat"

          Ich habe beiden Vätern gesagt, wenn sie einen Test wollen, wann und warum auch immer, dann soll mir das Recht sein. Man kann ja mal Zweifel bekommen. Wollte keiner der Beiden, beide haben die Vaterschaft auch problemlos anerkannt. Sie waren sich sicher. Das ist nämlich auch der Punkt: Man erkennt ja keine Vaterschaft an, weil man eventuell vielleicht der Vater sein könnte. Heisst auf Deutsch, den Test kann er schön selbst bezahlen, den zahlt ihm jetzt niemand mehr, falls er das denkt. Und: Der Test kann nur mit Deinem Einverständnis stattfinden, das solltest Du noch als Hintergrundwissen haben. Du könntest das auch ohne Nennung von Gründen verweigern.

          "möchte die Unterhaltszahlungen einstellen."

          Kann er tun, dann sitzt Du im nächsten Moment beim Jugendamt und beantragst eine Beistandschaft. Dann forder die nach Einsicht der Gehaltsunterlagen das Geld ein, zahlen es dann an Dich weiter und Du hast nie wieder Scherereien wegen ausfallender Unterhaltszahlungen, weil das Jugendamt dann für Euer Kind dem Vater sofort auf die Füsse latscht. Klingt traumhaft, gell? ;-)

          Er kann Dir gar nix.

    Hi,
    viele Väter kommen erst um 18.00 oder später nach Hause. Ich wüsste nicht, das Mütter dann den Umgang verbieten.

    Es liest sich eher, das du keine Lust hast und alles vorschiebst.
    Würde er am Nachmittag kommen stört es, weil das Baby auch schlafen will.

    entweder ihr plant zusammen einen Umgang, der für euch beide passend ist oder ihr geht über das Jugenamt, für einen regelmäßigen Umgang.
    Das Baby ist erst fünf Wochen alt, da ist eh alles noch schwierig und ja, ich kenne auch andere Väter, die mit den Frauen zusammen leben, die nicht wickeln. Ob das ein üassende Argument ist wage ich zu bezweifeln.
    Lass den Vater doch auch ein bisschen Zeit sivh dran zu gewöhnen.
    Ich habt beide für das Kind entschieden!

    lg
    lisa

    lg
    lisa

    Ich kann dir von mir berichten das der KV dir jederzeit das Kleine nehmen kann.
    War bei mir so:

    Der KV trennte sich,
    wollte die Kinder und fand 3 Menschen die dem JA deutlich machen konnten das ich meine Kinder täglich schlage und umbringen möchte...

    Es waren meine Mutter und meine Schwestern, zu denen ich keinen Kontakt mehr habe seit meine Mutter mich mit 13 Jahren fast tot geschlagen hätte...

    Ich habe keine Ahnung wie mein Ex-Mann sie finden konnte.

    Das JA kam und nahm mir meine Kinder.
    Der Große ist traumatisiert, jetzt in der Pupertät und tendiert Richtung schiefe Bahn.

    Es ist die Hölle auf Erden.
    Mein Kleiner schläft seit dem nicht mehr allein und benötigt oft Körperkontakt zu mir.

    Falls das hier ein Drehbuchautor liest, bitte melden denn meine Geschichte muss auf die Leinwand...

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