Umgangsrecht

    • (1) 07.03.18 - 20:04

      Hallo ihr Lieben,

      hier komm ich mal wieder mit einer Frage. :-)

      Ich habe eine 8-jährige Tochter. Mit dem Vater ist das Jahr komplett geplant was den Umgang betrifft. Sie ist alle zwei Wochen bei ihm, die Ferien sind aufgeteilt und auch die Feiertage. Den Umgang fördere ich damit ja schon und ich will ja auch dass sie ihren Vater sieht und bei ihm ist.

      Nun ist es in kürzester Zeit aber vorgekommen, dass meine Tochter von sich aus das Wochenende bei ihm abgesagt hat, weil sie lieber jeweils auf einen Geburtstag von ihrer Freundin wollte. Klar, dass er davon nicht gerade begeistert ist...das versteh ich ja auch...aber letztlich hat sie es ja entschieden nicht zu kommen...

      Nun wollte er mit mir das Wochenende tauschen...in der Vergangenheit hab ich das auch öfter gemacht, aber auch wir haben unsere Wochenenden verplant und ich kann ihm da keinen Tausch anbieten.

      Meine Frage: Bin ich verpflichtet ihm ein anderes Wochenende anzubieten?

      Ich habe etwas Angst, dass er diesbezüglich stresst, da wir schon mal vor Gericht waren...

      Ich bin der Meinung, dass er in solchen Fällen dann mal auf sein Wochenende verzichten muss...Sie ist jetzt ja mittlerweile schon so alt, dass sie selbst entscheidet was sein möchte und was nicht.

      Wie seht ihr das?

      • (2) 07.03.18 - 20:24

        Hi,

        ich kann Deine Frage leider nicht beantworten. Ich würde aber versuchen, eine Möglichkeit zu finden. Wenn der Tausch nicht geht, gibt es vielleicht andere Möglichkeiten, andere Tage, vielleicht unter der Woche...Wir sind da im Laufe der Jahre recht kreativ geworden. Verpflichtungen am Papawochenende macht bei uns dann auch der Papa, so dass deswegen nicht abgesagt werden muss. Geht das bei euch nicht?

        Viele Grüße
        die Landmaus

        • (3) 07.03.18 - 20:31

          Das gestaltet sich eher schwierig, da wir mehr als 300 km auseinander wohnen...

          • (4) 07.03.18 - 21:32

            Ui, das ist natürlich blöd. Jetzt den Tausch würde ich wahrscheinlich nicht machen. Aber ich glaube, bei der Entfernung würde ich Absagen meiner Tochter nicht mittragen. Jedenfalls noch nicht in dem Alter. Ich finde, den Umgang da deutlich wichtiger. Beschwert er sich da nicht bei Dir?

            • (5) 08.03.18 - 05:42

              Nun ja zum Teil...begeistert ist er nicht...aber versteht auch dass sie lieber auf den Geburtstag möchte.

              Ich respektiere ihre Entscheidung. Ich habe ihr selbst ja noch versucht das Wochenende beim Papa schmackhaft zu machen, aber der Geburtstag ist ihr wichtiger.

              Ich glaube wenn sie zu ihm gefahren wäre, hätte sie nur rumgezickt bei ihm und hätte ihm Vorwürfe gemacht. Das würde ich ka auch nicht gut finden.

              Auf der anderen Seite fördert sie hier ja auch ihr soziales Umfeld wenn sie auf den Geburtstag geht...

              • Hallo!

                "Ich respektiere ihre Entscheidung. "

                Naja, wenn Töchterchen dann morgen meint, Schule wäre blöd, und sie will viel lieber mit Ihrer Freundin abhängen die auch keinen Bock auf Schule hat, muss sie dann auch nicht gehen?
                Angenommen du hättest für genau dieses WE einen Kurztrip geplant und bezahlt - würdest du dann auch daheim bleiben damit Sie auf den Geburtstag kann?
                Oder es steht an dem Wochenende irgendeine Familienfeier an - auf welche 8 Jähriger auch regelmäßig nicht die über-lust haben, bleibt ihr dann alle wegen dem Kindergeburtstag daheim?

                Wenn du obige Fragen mit "nein" beantworten mußt - warum ist dann das KV-Wochenende etwas anderes?

              • (7) 08.03.18 - 14:38

                Ich sehe es auch so...Papa Wochenende geht vor.
                Da er so weit weg wohnt, ist es ihm hoch anzurechnen, dass die Regelmäßigkeit von 2 Wochen überhaupt besteht - das würden einige andere sich nicht geben!
                Ein 8jähriges Kind kann nicht entscheiden, was am Wochenende abläuft.
                Sofern sich alle einig sind, dass ein Tausch gemacht werden soll (also zuallererst auch der Papa einverstanden ist), dann kann man ja über den Geburtstag nachdenken.
                Ansonsten kann ein so junges Kind ihre sozialen Kontakte an den anderen 12 von 14 Tagen hinreichend pflegen...

            (8) 08.03.18 - 09:56

            Interessant wäre auch noch, wer "schuld" hat an der weiten Distanz. Falls du mit ihr weggezogen sein solltest bist du noch mehr in der Pflicht dafür zu sorgen, dass regelmäßige Besuche stattfinden können.

    Mit 8 Jahren ist deine Tochter mitnichten alt genug, um selber zu entscheiden, ob sie Leiber zum Kindergeburtstag oder zum Papawochenende geht.

    das Papa-Wochenende hat Vorrang - vor allem dann, wenn der Vater so weit weg lebt und ihr kein Wochenende als Tauchw bieten könnt.

    Hallo,

    wie würdest du es umgekehrt sehen? Wenn du dein Kind nur alle zwei Wochen sehen könntest und es nicht kommen will?

    Da würdest du bestimmt sofort zustimmen. Und ein Tausch gar nicht erst ansprechen, weil ja alle Wochenenden schon fest verplant sind.

    Richtige Lösung ist der Tausch. Und das ist schon ein Entgegenkommen des Vaters.

    Und wenn du den Tausch ablehnst, solltest du auch den schwarzen Peter bekommen.

    Weil du den Tausch ablehnst, kann Euer Kind nicht auf den Geburtstag, da ja Vaterwochenende ist.

    Und weshalb glaubst du, dass es mit 8 den Umgang allein bestimmen kann?

    Entscheidet es auch allein, wo es im Urlaub hingeht? Ob es in die Schule oder zum Arzt geht?

    Weil es schon alt genug ist die Tragweite solcher Entscheidungen zu überblicken?

    Du solltest mal darüber nachdenken.

    Euer Kind ist 8 und nicht 18. Und der Nachwuchs und nicht der gleichberechtigte Partner/Freund.

    LG

    (11) 08.03.18 - 16:27

    Deine und ihre Meinung zählt da leider NULL (!). Der Gesetzgeber hat dazu eine klare Meinung und die widerspricht der deinigen und der deines Kindes. Oder anders gesagt...du riskierst sehr viel, wenn du die Wochenenden beim Papa einfach streichst.
    Ich würde mit dem Papa reden und mich mit ihm auf eine geringe Anzahl an gestrichenen Besuchswochenenden (egal aus welchem Grund) pro Jahr einigen. Der Rest muss zwingend getauscht werden. So hast du einige Geburtstage und er auch.

    • (12) 08.03.18 - 16:55

      Warum soll der Vater auch nur einer geringen Zahl gestrichener Wochenenden zustimmen...?
      Er sieht sie 2 von 14 Tagen, das ist wenig genug.
      Ich würde verstehen, wenn er nicht zustimmt. Der Streichung jedenfalls.
      Einem Tausch vielleicht...wenn man sich einig ist...

      • (13) 08.03.18 - 18:31

        Das hat er doch schon getan ;-).
        Sie schrieb doch, dass er einsieht, dass das Kind auch zu den Geburtstagen gehen möchte. Also wenn man sich vielleicht im Vorfeld darauf einigt, dass das Kind 1-2 Wochenenden mal fehlen darf (Krankheit, Geburtstage,....) und andere Wochenenden getauscht werden müssen, dann überlegt sie sich vielleicht genauer, welche Einladungen sie annimmt. Sie weiß nämlich sehr genau im Voraus, ob sie an dem Wochenende überhaupt da ist. Ich würde sagen, dass ist ein klarer Fall von "Kind spielt Eltern gegeneinander aus.".

        • (14) 09.03.18 - 08:31

          Hallo,

          was hat der Vater schon getan? Einer Streichung zugestimmt?

          Der Vater möchte doch tauschen und nicht streichen oder verstehe du das falsch. Insofern verstehe ich nicht deinen Einwand.

          Weshalb sollen deiner Ansicht nach eine bestimmte Anzahl Umgangswochenenden denn ersatzlos wegfallen statt getauscht werden?

          Welchen Zweck soll das dienen?

          Ist ein Tausch nicht schon Entgegenkommen genug?

          LG

          • Huhu,
            Ich antworte jetzt mal auf den letzten Beitrag und hoffe damit alle zu erreichen. :-)

            Erstmal vorab: Wir haben uns geeinigt und haben getauscht. Meine Tochter kann auf den Geburtstag und sie geht eine Woche später zu ihm. Also von daher alles ok.

            Letztlich war meine Frage aber, ob ich verpflichtet bin zu tauschen...

            Dass er ein Umgangsrecht hat verstehe ich und bin ja auch dafür. Vielleicht sollten wir in der Zukunft fürs nächste Jahr diesbezügliche Änderungen besprechen die gemeinsam abgestimmt werden. Von der Seite her alles in Ordnung.

            Die Entfernung habe ich geschaffen mit seinem Einverständnis. Der Umzug hätte Gründe und nur so viel: Es geht uns dadurch besser!

            Ich persönlich finde es nur ärgerlich, dass er Rechte über Rechte hat die ich natürlich fördern muss (was das Umgangsrecht betrifft). Seinen Pflichten für den Unterhalt kommt er aber nicht nach. Trotzdem fordert er...ich weiß, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Aber ärgern tut es einem trotzdem. ;-)

            Ich danke euch für eure Beiträge. Sie haben mir geholfen, um mir wieder bewusst zu werden, dass Rechte und Pflichten zwei verschiedene Paar Schuhe sind.

            Wichtig im Sinne des Kindes ist ja auch das man Themen neutral regeln/besprechen kann und das haben wir getan.

            Liebe Grüße

            Die Kurze

            • (16) 09.03.18 - 11:11

              Wenn ich nochmal vorsichtig anmerken darf...
              Verpflichtet zum Tauschen - finde ich - bist du nicht.
              AAAAABER...ob deine Tochter einen Geburtstagsfeier an einem VATERWOCHENENDE besucht, kannst du nicht entscheiden. Und das Kind auch nicht.
              Unter der Voraussetzung, dass du in Absprache mit dem Kind dies trotzdem tust, ist ein Tausch das Mindeste...
              Ansonsten bei sämtlichen Terminen an Vaterwochenenden die Entscheidung dem Vater überlassen und gut. Dann habt ihr das Problem, zum Tauschen verpflichtet zu sein, gar nicht...

              (17) 09.03.18 - 20:46

              Hallo,

              Darf ich mal fragen warum er keinen Unterhalt zahlt? Ist er nicht leistungsfähig?

              Wer zahlt denn die Fahrten vom und zum Vater?

              Irgendwann wird er ja zahlen müssen oder zurück zahlen.

              Aber Umgang mit Unterhalt aufzurechnen, finde ich nicht fair. Mein Freund zahlt seiner Ex mehr als er müsste, hat trotzdem nicht mehr Umgang dadurch.

              Hallo,

              eine Pflicht zum Tauschen sehe ich nicht.

              Die Frage muss doch aber sein, ob der Vater die Pflicht hat zu tauschen bzw. auf das Umgangswochenende zu verzichten.

              Und auch hier lautet die Antwort ebenfalls nein.

              Er kann also auf sein Umgangswochenende bestehen und daran wäre nichts verwerflichen.

              Wie also bekommt man den Geburtstagsbesuch doch noch hin?

              Indem der Vater sich mit einem Tausch - ohne dazu verpflichtet zu sein - sein Einverständnis erklärt oder auf das Wochenende freiwillig verzichtet.

              Zu Ersterem ist er bereit. Er zeigt damit Entgegenkommen, Flexibilität und Fairness.

              Warum aber noch mehr und verzichten? Also keine Fairness und kein Entgegenkommen Deinerseits?

              Fazit: keiner ist verpflichtet zu tauschen. Dann geht das Kind zum Vater und kein Geburtstagsbesuch ist möglich. Und der der den Umgangsverzicht fordert ist daran schuld.

              Das musst dir klar machen, dass selbst wenn der Vater auf den Umgang besteht, also nicht tauschen will, dies in Ordnung ist. Und zwar nicht nur rechtlich, sondern auch moralisch. Das hängt ja auch davon ab, wie oft solche Einladungen etc. erfolgen.

              LG

              • Hi,
                Die Mutter hier hätte von Anfang an gar nicht entscheiden dürfen ob das Kind dort hingeht oder nicht, denn die Feier fällt in die umgangszeit und damit in die Alltagssorge des Vaters.

                Sie hätte hier den Vater mit einem Tausch mal ansprechen können und zwar von sich aus.

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