Aufenthaltsbestimmungsrecht?

    • (1) 26.04.18 - 17:30

      Hallo,
      ich habe mich 2016 von meinem damaligen Ehemann getrennt und bin mit unserer damaligen 1,5 Jahre jungen Tochter ausgezogen.

      Nachdem ich mich dann nach dem Trennungsjahr hab scheiden lassen können, wollten wir bei der der Scheidung auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht für mich beanspruchen - haben dies nicht bekommen. Ein Jahr später eine Verhandlung wegen Umgang, auch da wurde das Aufenthaltsbestimmungsrecht bereits nach der Antragsstellung mit rein gebracht. Haben es wieder nicht bekommen, nun haben wir einen Antrag gestellt für das Aufenthaltsbestimmungsrecht, das Verfahren kann jedoch erst beginnen wenn wir Elternteile jeweils 6 Sitzungen und eine gemeinsame Sitzung bei einer Erziehungsbeihilfe abgeschlossen haben. (Wogegen ich keinesfalls etwas habe!!)

      Jetzt zu meiner Frage:
      Hat jemand von euch bereits ein solches Prozedere durch?

      Ich kenne so einige Fälle, wo dies kein so ein Drama bzw langer Weg war wie bei uns.

      Kurz zur Erklärung warum ich das Aufenthaltsbestimmungsrecht gerne für mich hätte: Mein Ex-Mann stellt sich grundsätzlich quer, ob es um eine Kiga Anmeldung oder den Umzug damals ging, Kinderturnenanmeldung bzw Kündigung ect.
      Das sind meines Erachtens Dinge die normal sind und keinen besonderen Aufstand bedarf.

      Danke!

      • Das hat aber nichts mit dem ABR zutun, sondern mit dem Sorgerecht.

        Aber ja generell bekommt man das alleinige Sorgerecht nicht so schnell.
        Versuch es mal mit einer Generalvollmacht. Da verliert er sein Sorgerecht nicht, aber du brauchst dennoch nicht mehr seine Unterschrift.
        Vielleicht lässt er sich darauf eher ein.

        • ich gebe Dir Recht, jedoch ist es für den Umzug notwendig, dass er Unterschreibt....

          Alles andere wie Kiga und Kinderturnen ect werden wir danach angehen.

          Eine Vollmacht unterschreibt er nicht.

            • Er zahlt nichts - was jedoch nichts mit dem Aufenthaltsbestimmungsrecht zu tun hat.
              Zudem hat er sie zwar alle 14 Tage, jedoch wird meine Tochter dann bei den Großeltern geparkt, was sie mir bestätigen jedoch anscheinend kein Grund für Handlung ist.

              Wenn ich durch private Umstände umziehen möchte und das mit 40 Km Entfernung, ist das kein Grund für mich, da ein Veto einzulegen.

              Er hat sich bisher aus allen Entscheidungen herausgehalten oder ohne Grund erst mal ein Veto eingelegt und mir somit das Leben extrem erschwert - zb der Umzug von den Eltern in eine eigene Wohnung. Warum muss man bei der Ummeldung (8km zu seinem Wohnhaus) denn tatsächlich nein sagen und mir damit mein Arbeitsverhältnis gefährden, weil ich meine Tochter nicht ummelden durfte und somit keinen Anspruch im örtlichen Kindergarten hatte?

              • ich möchte ihm weder den Umgang erschweren noch untersagen oder verhindern oder sonst etwas, aber ich bin der Meinung ich habe auch ein Recht darauf meinen Wohnort an meine privaten Umstände anzupassen. Zudem sind 40 Km keine unzumutbare Strecke mit dem Auto.

                • Du kannst ja auch machen was du willst. Aber eben dann ohne Kind.

                  Ich bin auch getrennt, aber eben ein Verfechter davon, dass der Vater ein wichtige Rolle spielt und ich habe ein Problem damit, dass Mütter der Meinung sind, per se alles machen zu können was sie wollen und der Vater kann gucken wie er klar kommt.
                  In diesem Sinne bin ich froh, dass es alles nicht so einfach ist und ich verstehe, dass der Vater aus diesem Grund nicht mitspielt.
                  Kitaummeldung wäre dann auch wegen des Umzugs?
                  Mhm... naja... es ist ja auch egal wie ich das finde. Im Endeffekt wird das Gericht so entscheiden, dass die Zerrerei um das Kind ein Ende hat. So denke ich zumindest und hoffe fürs Kind.

                  >>Zudem sind 40 Km keine unzumutbare Strecke mit dem Auto.<<
                  Finde ich gut, dass du das so siehst. Dann kannst du ja die Distanz auf dich nehmen um das Kind zu bringen oder zu holen. Wäre nur fair.

                  Im Übrigen kann es dir völlig egal sein, ob das Kind an den Wochenenden überwiegend bei den Großeltern sind oder nicht. Das ist allein Sache des Vaters.

              Den Eintrag habe ich zu spät gelesen und revidiere meine Aussage etwas.
              Wenn der Vater offensichtlich nur aus gekränktem Stolz handelt ist das etwas anderes und wird sicher auch berücksichtigt werden.

              • Ich stimme Deiner Meinung komplett zu!!

                Ich habe mich bis dato so bemüht, das ihr Vater sie annimmt und sich im sie kümmert, bis ich dann irgendwann mitbekommen habe das sie nur "geparkt" wird oder als Frauenmagnet genutzt wird. Jetzt sage ich mir halt: ich sehe es nicht ein mit so viel Energie etwas für meine Tochter zu ermöglichen was anscheinend nicht gewollt ist.
                Meiner Meinung nach ist es auch so, das meine Tochter nur so zufrieden sein kann wie es unser derzeitiges Leben zulässt, und das möchte ich nun mal ändern.
                Jedoch möchte ich KEINESFALLS alles für mich beanspruchen oder NUR MEINE Bedürfnisse geltend machen.

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    Du bist schon der Meinung, dass der Vater deiner Tochter in deiner neuen Familie so gar keinen Platz hat und ganz schnell weit weg soll, oder? Hast du dir mal durchgelesen, wie du deinen Post geschrieben hast?
    Wie würdest du dich denn fühlen, falls nun das Gericht auf die dumme Idee kommen sollte, dass du das Kind dem Vater entfremden willst und daher bekommt er es, samt Aufenthaltsbestimmungsrecht.

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