Wie soll das gehen?

    • (1) 28.08.18 - 13:53
      Inaktiv

      Mein Partner und ich haben einen 1,5 jährigen Sohn, leben aber noch nicht zusammen ( geplant für nächstes Jahr).
      Er hat aus seiner Ehe 3 Kinder darunter 2 Unterhaltsplichtige (12,17).
      Nach der Scheidung hat er die gemeinsam Schulden übernommen und war bis zum 12. Geburtstag der kleinen von Unterhalt befreit.
      Nachdem er seiner Ex damals alles gelassen hat, musste er sich einen Kredit für Möbel sie nehmen und hat ein Auto geliest.
      Für meinen Sohn zahlt er 249 für die 2 anderen soll er jetzt auch noch 273 pro Kind zahlen, bei einem Verdienst von 1800 wie soll das funktionieren?
      Ihm bleibt ja nichts mehr im Monat und wie ist das wenn wir zusammen ziehen?
      Bleibt der Unterhalt trotzdem so hoch? (Meiner fällt natürlich weg)

      • Hallo

        Sein Selbstbehalt beträgt 1080 Euro, er würde also zum Mangelfall. Muss neu berechnet werden. Es könnte ihm auferlegt werden, sich einen Nebenjob zu suchen, damit er den Mindestunterhalt zahlen kann.
        Ausserdem kann es passieren, das, wennn die Ex es drauf anlegt, sein Selbstbehalt durch euer zusammenziehen gesenkt wird durch ein Gericht. Dann kann er mehr Unterhalt zahlen.
        Wie man bei so einem Verdienst 4 Kinder in die Welt setzt, verstehe ich allerdings nicht.

        • (3) 28.08.18 - 15:54

          Das ist ja schon der berechnete Unterhalt normalerweise wären es ja pro Kind aus der Ehe über 400 Euro.
          In der Ehe hat er ja mehr verdient plus Kindergeld und Verdienst der Ehefrau ging das natürlich alles.

          • Es zählt nur sein bereinigtes Nettoeinkommen, das KG zählt da nicht mit rein.
            Er muss es neu berechnen lassen, denn mit diesen Zahlen kommt er unter den Selbstbehalt.

            • (5) 28.08.18 - 16:50

              Das KG war in der Ehe.
              Die jetzigen Zahlen kommen ja aus der neuen Berechnung, er war ja extra beim Anwalt darauf hin kam eben das neue schreiben.
              In der neuen Berechnung wurde aber nur mein Sohn mit einberechnet und das kann es doch nicht sein!?

              • Das kindergeld hat auch in der Ehe nichts darin zu suchen.
                Natürlich hat dein Sohn da auch was zu suchen, denn er ist nun 3 Kindern zu Unterhalt verpflichtet.
                Wenn du aber von 1800 diese Zahlen abziehst, rutscgt er unter den Selbstbehalt! Das geht eigentlich nicht.

                • (7) 28.08.18 - 17:02

                  Das mein Sohn mit einberechnet wird ist mir ja klar, soll ja auch so sein.
                  Aber die Unterhaltszahlungen sind halt eben zu hoch so bleibt ihm ja nichts mehr übrig.
                  Das versteh ich eben nicht.

                  • Doch, es bleibt ihm was über. Es müssen ihm 1080 über bleiben, er zahlt ca 75 Euro insgesamt an alle Kinder zu viel.

                    • (9) 28.08.18 - 17:20

                      Ja also nichts

                      • (10) 28.08.18 - 17:23

                        1080 Euro bleben ihm. Daran wird sich nichts ändern, wenn er Pech hat und seine Ex vor Gericht geht, könnte es noch weniger werden. Sorry, aber das wußte er doch vorher.

                        • (11) 28.08.18 - 17:30

                          Ja 1080 - Miete, Kredit, Leasing, Versicherungen usw = nicht's
                          Dann kann er weder Leben noch sonst was und wir sehen ihn auch kaum noch. Ich kann auch nicht jedes Wochenende mit d3m Zug zu ihm fahren.
                          Tolle Aussichten für die Zukunft!

                          • (12) 28.08.18 - 17:34

                            Sorry, aber wer mit dem niedrigen Verdienst 4 Kinder in die Welt setzt muss hinterher nicht jammern. Ihr wußtet doch vor dem Kind was er verdient.
                            Dann auch noch ein Kredit und Leasing, da fehlen einem die Worte.
                            Dann wirst du wohl euer Leben zum größten Teil finanzieren müssen.

                Doch, das geht.
                Er wird wohl Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld bekommen.
                Das wird auf das Gehalt angerechnet, Summe durch 12 Monate, Abzug von Fahrtkosten (150€ Pauschale oder bei mehr als 15 km der tatsächliche Betrag bspw bei 20 km 200€)
                Von dem Betrag wird der Selbsterhalt abgezogen und der rest dann prozentual auf die drei Kinder verteilt.

                Lg

    (15) 28.08.18 - 21:48

    Demnächst ist ein Kind volljährig. Ab dann wird auch die Mutter unterhaltspflichtig. Wenn das volljährige Kind nicht mehr zur allgemeinbildenden Schule geht, sind die minderjährigen Geschwister vorrangig zu berücksichtigen. Dann entspannt sich die Situation. Für das erwachsene Kind bleibt dann nichts mehr übrig, weil es (sobald in Ausbildung) im Rang hinter den minderjährigen Geschwistern steht.

    In die Bredouille hat er sich aber wirklich selbst gebracht. In der wirtschaftlich desaströsen Situation weiteren Nachwuchs zu zeugen ist nicht besonders problembewusst gehandelt.

    LG

    • (16) 28.08.18 - 21:59

      Dann ist zwar das mittlere Kind volljährig aber dadurch steigt ja dann der Unterhalt für das 12 jährige Kind.
      Von daher ändert das nichts an der Situation

      Danke für eure Antworten

      • (17) 28.08.18 - 22:18

        Falsch. Das ändert sehr viel!

        Die minderjährigen Kinder stehen im ersten Rang. Wenn dann nur noch 2 minderjährige Kinder vorhanden sind, wird die Verteilermasse (= der Teil über dem Selbstbehalt) auf diese beiden Kinder verteilt. Das heißt, für das 12jährige UND euer Kind steigt der Unterhalt.

        Wenn er nach dem Unterhalt für die minderjährigen Kinder weniger als 1300 Euro übrig hat (und das ist wohl der Fall), bleibt für die erwachsenen Kinder nichts mehr übrig.

        Durch den steigenden Unterhalt für das 4. Kind bleibt faktisch mehr Geld in eurem Haushalt.

        LG

        • (18) 29.08.18 - 06:53

          Beim volljährigen ändert sich nur was, wenn es nicht mehr privilegiert ist. Sonst bleibt es gleich.

          • (19) 29.08.18 - 11:10

            Ist mir bekannt. Es bezog sich aber darauf; dass es grundsätzlich auch Einfluss auf die Kinder im eigenen Haushalt hat und nicht nur auf die Kinder, für die Unterhalt ausbezahlt wird.

            Außerdem wird das KG voll angerechnet und es erfolgt eine Neuberechnung wegen der Barunterhaltspflicht der Mutter.

            • (20) 29.08.18 - 14:59

              Das 18 jährige Kind hat dann in seiner Altersstufe einen Anspruch auf 333 Euro, das volle KG schon abgezogen.
              Wenn das Kind noch bei der Mutter wohnt kann freie Kost und Logis als Unterhalt gewertet werden.

              • (21) 29.08.18 - 17:28

                Wie sie ihren Unterhalt gewährt ist Absprachesache zwischen ihr und dem Kind.

                Der Unterhaltsanspruch muss aber gequotelt nach den Einkommen der Eltern gezahlt werden, zB einer 3/5 und einer 2/5. Wenn die Mutter ihre 2/5 in Kost und Logis zahlt, erhöht das aber nicht den Baranteil des Vaters.

                Ab 18 ändert sich der Unterhalt dadurch immer.

(23) 28.08.18 - 23:58

Ich bin bei dem Thema immer hin und her gerissen.
Was dem Unterhaltspflichtigen bleibt, finde ich persönlich auch sehr gering und frage mich wie das gehen soll.

Andererseits ist es wie andere hier schreiben: wenn man Kinder in die Welt setzt, muss man das vorher wissen.

Kinder kosten Geld. Das weißt du ja selber, denn du bestehst ja auch auf deinen Teil des Unterhalts.
Wieso sollte die Ex das anders handhaben?

  • Hey, du würdest dich wundern was manche neue in dem Bezug denkt.
    Ich selbst hab es erleben dürfen und war im ersten Moment echt geschockt.
    Sie, selbst ein Kind in die Beziehung mitgebracht und bekam UHV, schwanger von meinem Exmann hat mir vorgeworfen wie unmenschlich ich doch wäre von ihm Unterhalt für seine Kinder zu fordern. Habs aber nett wie ich war auf die Hormone geschoben.

    Nachdem der Unterhalt festgesetzt wurde war ich mir relativ sicher das sie es so gemeint hat. Die Zahlungsmoral sprach zumindest dafür, denn die festgesetzte Summe wurde nicht einmal voll gezahlt.
    Je mehr Einkommen sie hatten, desto weniger konnte er laut Anwalt zahlen.

    Wegen dieser Zahlungswilligkeit wurde vom Gericht nach der Neufestsetzung extra eine Klausel mit rein gesetzt, das bei nicht oder nur Teilzahlung nach einem Monat gepfändet werden darf.

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