4 jährige Maus und meine Nerven liegen blank

Hallo Ihr Lieben,

ich bräuchte mal bitte einen Rat von euch.

Leider bin ich unfreiwillig seit einem Jahr alleinerziehend.

Meine Kleine ist jetzt 4, seeeeehr willensstark und momentan läuft es nicht so zwischen uns.

Klar, es ist ein schwieriges Alter, aber ich möchte von euch bitte Ratschläge und Tipps und würde gerne wissen, ob ich was falsch mache.

Sie ist sehr oft irgendwie unzufrieden, zickig, gnatschig und meine Nerven liegen schnell blank.
Ich habe einen stressigen Job und klar – dadurch dass ich mich um alles alleine kümmern muss, schwinden meine Kräfte schnell.

Ich weiss manchmal nicht, wo mir der Kopf steht. Die Erinnerungsfunktion bei meinem Handy wollte ich nicht mehr missen :-p!

Sie gehorcht erst beim vierten, fünften Ermahnen, sie will alles SOFORT und gnatscht und quengelt und quengelt…

Sie führt meistens das Hauptwort, will ständig volle Aufmerksamkeit und wenn sich

Erwachsene unterhalten oder / und ich Besuch habe oder mit ihr zu Freunden fahre,

quatscht sie ständig richtig laut dazwischen!!

Ich sage ihr dann freundlich, dass sie einen kleinen Moment warten soll und dass
Mama sich unterhalten will – das hält 2 Minuten an…

Meine Eltern meinten, ich müsse härter durchgreifen und ein Klapps hätte noch keinem
geschadet (also wenn sie bockt und gar nicht gehorchen will, nicht beim Reinquasseln).

Das sehe ich nicht so, bei mir gibt es keinen Klapps. Das will ich nicht!

Aber wodurch zeigt man LIEBEVOLL Autorität?

Ich würde eh schon von mir sagen, dass ich streng bin. Vor allem bin ich konsequent.

Wenn ich eine Ansage mache, stehe ich auch dazu. Ich zeige ihr liebevoll Grenzen.

Permanent habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht so viel Zeit für sie habe – klar, ich muss natürlich für unseren Lebensunterhalt arbeiten gehen.

Was bleibt mir anderes übrig, wenn ihr Vater mich erst betrügt und uns beide dann wegwirft, wie Müll?

Und dadurch mache ich mir ständig Gedanken, geht es ihr gut? Hat sie genug Liebe von mir? Ständig Angst, bei ihr was zu verpassen!

Puh, gar nicht so einfach!

Wenn alles nach ihrem Köpfchen läuft, ist sie ein fröhliches Mädchen und wir machen es uns schön.

Lieben Dank euch und ich bin auf eure Tipps gespannt.

Alles Liebe! #winke

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>Sie gehorcht erst beim vierten, fünften Ermahnen, sie will
>alles SOFORT und gnatscht und quengelt und quengelt…

Versuchen Sie das einfach mal aus den Augen Ihrer Tochter zu sehen … dass ist total niedlich: „Die Mama will immer alles SOFORT und knatscht und quengelt und quengelt und quengelt, bis sie ihren Willen bekommt“ Ich kenne das aus eigener Erfahrung … Sturre Kinder hatten häufig gute Lehrer #schein.

Das hat mir jedenfalls immer geholfen; einfach mal in die Rolle des Kindes zu schlüpfen und zu gucken, wie die Welt von da unten tatsächlich aussieht. Ich habe dabei nämlich ganz oft gemerkt: „Hey, da gibt es einen Grund, warum gerade irgendetwas nicht funktioniert.“ Und wenn man den mal gefunden hat, ist die Lösung oftmals schon selbsterklärend.

In Ihrem Beitrag fand ich es jetzt aber auch fast schon zu offensichtlich. Ich habe dieses Alter Ihrer Tochter jedenfalls auch noch als „anstrengender“ in Erinnerung, und, wenn da dann - aus ihrer privaten Situationen - schnell die Nerven blank liegen, kann das eigentlich per Definition schon gar nicht gut gehen. Also ein weiterer Tipp wäre da, mehr für sich selbst und die eigene Erholung zu tun, um in dieser anstrengenden Phase einfach mehr kraft zu haben. Sei es, dass Donnerstagabends ein Babysitter auf Ihre Tochter aufpasst und Sie mit der besten Freundin ins Kino gehen; also Zeit für sich ganz alleine finden. Sei es, dass sie in Situationen, wo Sie vorher schon wissen: „Mist, jetzt müssen wir wieder Zähne putzen, jetzt gibt es wieder Theater“ sich einfach mehr Zeit einplanen und, wenn Sie merken, „gleich explodiere ich“, einfach mal 10 Sekunden tief durchzuatmen. Kinder spiegeln da oftmals einfach nur ihre Eltern mit ihrem Verhalten. Wenn ihre Tochter merkt, dass Mama gar nicht mehr so gestresst ist, wird das wahre Wunder bewirken.

Beim Dazwischenquatschen von Kindern geht es nun mal primär um Aufmerksamkeit, die Kinder erlangen wollen. Die sind halt manchmal noch gerne der Mittelpunkt des Universums. Da kann es vielleicht helfen, dass sie irgendeine Aufgabe oder Beschäftigung für ihre Tochter parat haben. Vor allem auch hier wieder die kindliche Wahrnehmung: Stellen Sie sich vor, sie sind 4 Jahre alt und wollen der Mama unbedingt die Taube zeigen, die sie gerade sehen. Und die Mama antwortet dann: ‚einen kleinen Moment, ich unterhalte mich doch gerade‘ … was meinen Sie, wie lange 2 Minuten plötzlich für Sie als 4-Jähriges Kind werden können? Oder für die Taube. Oder wie wichtig es für sie ich, das Mama die Taube auch gesehen hat.

Ob Erziehung da immer viel mit „Streng sein“ oder „Autorität“ zu tun hat … ich glaube, es ist viel banaler: Die ganz allgemeine Art und Weise, wie wir mit unseren Kindern im Alltag umgehen. Ich habe bei meine Sohn im Kindergartenalter zum Beispiel festgestellt, dass „Ziehst du dir jetzt bitte deine Jacke an“ nicht funktioniert. Und irgendwann habe ich festgestellt: „Hey, du musst da gar nicht strenger sein; du musst jetzt keinen Machtkampf führen“. Die magische Formel war: „Ich möchte, dass du dir jetzt die Jacke anziehst.“ Mein Sohn hat immer total gerne das gemacht, was Papa möchte. Also auch das wäre ein Tipp: Einfach mal sein eigenes Verhalten gegenüber dem Kind zu reflektieren in Situationen, die nicht klappen … vielleicht reicht es ja schon, nur die Botschaft anders zu formulieren oder zu verpacken, damit sie ankommt“

Und für den Rest schließe ich mich meinen Vorschreiben an #schein

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Eigentlich sprichst du dein Problem sehr deutlich an, ich glaube das schlechte Gewissen, dass du deinem Kind (unabsichtlich) kein intaktes Elternhaus bieten kannst aber dennoch das Beste für sie möchtest, Überforderung, Angst vor der Zukunft und Herausforderungen, Trauer und Wut über den Verlust deiner Beziehung, bzw. der Art und Weise wie sie beendet wurde und Unsicherheit.

Lass dir gesagt sein, wenn du deinem Kind offen, liebevoll, interessiert und konsequent begegnest, gibst du ihr, was sie braucht. Lass dich nicht dadurch leiten, dass du glaubst, du gibst ihr zu wenig (sei es emotional oder materiell), diese Gedanken sind normal, wenn sich das Familienleben anders entwickelt, als es ursprünglich geplant war.
Du musst deine Wünsche nicht hinten anstellen, damit die kleine Dame glücklich ist, bzw. alles so einrichten, dass es sich nur um sie dreht, dass ist für euch beide nicht gesund. Kinder sollten in liebevoller Umgebung lernen, das es normal ist, dass man nicht alles bekommt bzw. machen kann was man möchte. Ein Kind, dass sich der Liebe der Eltern bewusst ist, lernt das Verbote Gründe haben, Rücksichtnahme und Verständnis ist die Basis für ein soziales Miteinander, dass kann man auch mit 4 verstehen, bzw. man beginnt es zu lernen. Wenn du etwas nicht möchtest, erkläre ihr ruhig und freundlich, warum es nicht geht, flippt sie aus, lass sie, wenn sie schreit und heult, nimm sie in den Arm, erkläre es ihr mit ruhigen Worten nochmal, aber ändere nicht deine ursprüngliche Meinung, das muss sie lernen. Hilft auch das nicht, versuche lass sie in Ruhe, sie wird wieder zu dir kommen. Es ist anstrengend, aber ihr profitiert beide davon.

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Hallo,

"Aber wodurch zeigt man LIEBEVOLL Autorität?"

Für mich gelingt das, indem man nicht nur das Verhalten, sondern insbesondere auch die möglichen Umstände (Ursachen, Auslöser) sieht. Und je nachdem was die Ursachen sind, fällt die Lösung bzw. der Umgang mit dem "Problem" anders aus.

Darum halte ich nichts von "härter durchgreifen", mehr Konsequenzen oder sogar Strafen. Von Gewalt ("Klaps") ganz zu schweigen.

Du siehst die Umstände doch ganz gut und schreibst gleich zu Beginn, dass sich Euer BEIDER Leben im letzten Jahr stark verändert hat. Bei dir führt das dazu, dass du schnell die Nerven verlierst, nicht weißt wo dir der Kopf steht etc. und deine Tochter reagiert als Kind natürlich anders auf die Veränderungen.

Mit Verständnis kommt man in der Erziehung und vor allem in der Beziehung zu seinem Kind wesentlich weiter, als durch starres Reagieren auf ihr Verhalten.

Habt ihr die Trennung aufgearbeitet? Wie seid ihr mit dem Thema im letzten Jahr umgegangen?

Wenn Deine Grenzen erreicht sind, dann ist das völlig legitim und dann solltest Du das auch so vermitteln. Gleichzeitig würde ich schauen, dass Du für Dich Möglichkeiten findest mal Kraft zu tanken und vor allem mit Deiner Tochter auch entspannte Zeit zu zweit verbringen kannst. Ich denke schon, dass die Trennung eine große Rolle spielt - denn sie hat sich auf euch beide und Euren Alltag ausgewirkt. Ich stelle es mir auch sehr anstrengend vor, ein Kind plötzlich alleine zu erziehen und nebenbei noch Job und Haushalt zu haben.

Unsere Kinder kennen uns sehr gut. Ich bin sicher, dass deine Tochter spürt, wenn es dir schlecht geht oder du gestresst bist. Und genau das überträgt sich dann auch auf sie.

Viele Grüße

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Vielen lieben Dank euch schonmal! Für diese echt guten Beiträge. #liebdrueck
Das tut mal echt gut – zu wissen, ich tue das, was ich kann!
Und ihr habt sicherlich recht – so ausgeglichen oder UNausgeglichen ich bin, genauso überträgt es sich auf meine Kleine!

Aber wie könnte das in der Praxis aussehen? Wenn sie ständig dazwischen quatscht und dauernd volle Aufmerksamkeit will? Ablenkung, das ist eine gute Idee. Ich nehme schon immer Bücher und Mal- sowie Spielsachen mit. Ich würde nie von ihr verlangen, gelangweilt in einer Ecke zu sitzen, bis Mama mit ihrem "Gequatsche" fertig ist :-).
Wie würdet ihr das lösen / angehen?

Mh, die Trennung verarbeitet? Mit viel Ablenkung, Spass, Ausflügen, sie wird von meinen Eltern und meinem Bruder verwöhnt –
wir haben alle versucht, ihr Halt und Geborgenheit zu geben – immer noch, aber besonders letztes Jahr, als alles noch ganz frisch war.

Aber in Bezug auf einen Kinderpsycholgen oder ähnlichem, habe ich nichts gemacht. Sie war immer fröhlich, blieb trocken, isst gut,
spielt unheimlich gerne im KiGa. Da habe ich so eine “Aufarbeitung” nicht in Erwägung gezogen.

Dieses anstrengende Verhalten und das ständige Fordern ist erst seit letzter Zeit. Sie wurde im Januar 4. Vielleicht auch das Alter?

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Hallo,

ich kann dich sehr gut verstehen, meine Situation ist ähnlich: alleinerziehend und anspruchsvollen Job, Kind etwa im gleichen Alter (4,5 Jahre alt).

Meine Beobachtung: Je mehr ich gestresst bin desto nörgeliger und schwieriger wird mein Sohn (oder ich nehme es als schwieriger wahr weil die Nerven sowieso blank liegen), dies wiederrum führt dazu, dass ich ihm gegenüber unverhältnismäßig reagiere (Motzen, Meckern...) was wiederrum bei ihm zu schlechter Stimmung führt. Eine klassische Abwärtsspirale, die meiner Meinung nach aber mit mir als Mutter beginnt.

Ich würde also an deiner Stelle bei dir anfangen und kann dir ein paar Tipps geben die mir helfen/geholfen haben:

1. Eigenen Perfektionismus runterschrauben: Ich hatte immer das Gefühl ich muss alles genauso gut oder besser schaffen wie Mütter in einer "intakten" Familie, einfach um zu beweisen, dass mein Sohn keinen Nachteil durch die Situation hat. Inzwischen sehe ich das etwas differenzierter: ich kann nicht genauso viel schaffen wie zwei Personen und kann es inzwischen auch mal zulassen, dass unwichtige Dinge liegen bleiben und der Haushalt mal nicht aussieht wie geleckt. Die wirklich wichtigen Dinge erledige ich natürlich, aber ich genehmige mir auch mal Zeit zum Ausspannen auch wenn noch soooo viel zu erledigen wäre.

2. Hilfe annehmen: In Verbindung mit "ich muss alles alleine schaffen" hatte ich persönlich Probleme damit Hilfe anzunehmen. Hatte ein schlechtes Gewissen wenn ich mein Kind bei den Großeltern "abgeladen" habe obwohl sowohl mein Sohn als auch die Großeltern Freude daran hatten. Heute nehme ich jede Hilfe an und jede Möglichkeit zur Entlastung wahr und frage auch nach Unterstützung anstatt verzweifelt einen Weg zu finden alles unter einen Hut zu bringen. In deinem Fall wäre das z.B. die Lösung für das Problem mit dem "Dazwischenquatschen". Gibt es irgendjemanden der deine Tochter nehmen kann während du bei deiner Freundin bist? Eine Freundin aus dem Kindergarten bei der sie spielen kann oder die Großeltern? Dann lass sie da...amüsiere dich in Ruhe mit deiner Freundin und komm´ erholt und ausgeglichen zurück :-)

Was ist mit dem Vater? Kann man ihn eventuell mehr einspannen? Ich habe mich immer nach ihm gerichtet, mein gesamter Urlaub ging z.B. für Schließtage im Kindergarten drauf. Heute bitte ich ihn einen Teil der Tage abzudecken und es funktioniert ohne Gemurre...ich hätte nur mal früher fragen müssen ;-)

3. Zeitfresser eliminieren: Gibt es Dinge die du tust weil du dich verpflichtet fühlst? Offen ansprechen, dass du das nicht mehr schaffst und lassen. Ist bei mir ein Knackpunkt weil ich "gerne" Ehrenämter gewinne, was mir Spaß macht, aber sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Bin gerade dabei das einzuschränken und kann nur sagen, dass man viel Verständnis erhält wenn man offen zugibt, dass man es nicht schafft. Gleiches gilt für Menschen die einem nicht gut tun, mit denen man aber aus einer Art Pflichtgefühl Zeit verbringt.

Das sind so Ansatzpunkte die bei mir zum Tragen kommen, bei dir sind es sicher andere aber das Prinzip ist gleich: ich würde mir überlegen was die größten Ressourcen (Zeit, Kraft, Nerven) frisst und das ändern. Selbst wenn das Kind dann eine nörgelige Phase hat kann man es besser ertragen wenn man selbst ausgeglichen(er) ist.

Liebe Grüße und weiterhin alles Gute

Tatjana

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Ich kann dir vielleicht nicht wirklich helfen,aber mir ist neulich etwas bewußt geworden.
Unfreiwilligerweise durfte ich vor kurzem aufgrund einer Stimmbandentzündung zwei Wochen nicht sprechen.Mein Sohn ist 2,5Jahre alt und ich wußte anfangs gar nicht,wie das werden soll.Mein Mann arbeitet Vollzeit und dazu zwei Abende in der Woche.
In der Zeit,in der ich nicht sprechen konnte,war der Alltag mit meinem Sohn viel stressfreier.Nicht,weil er machen konnte was er wollte,es lief alles genauso,wie es sein sollte.
Ich habe meist kurz was geflüstert (sollte ich eigentlich nicht,aber so ganz ohne ging es nicht) z.B. "Los,Pulli anziehen" und habe das meist mit einer Geste unterstrichen :)

Wir hatten in den zwei Wochen keinen Bockanfall,keine großen Diskussionen oder überhaupt Momente,in denen ich hätte laut werden "wollen".
Ich glaube auch,dass meine Körpersprache eindeutiger war.
Kaum war meine Stimme wieder da,gab es die ersten Streiks.Mir ist aufgefallen, dass ich viele Dinge unnötig lange erkläre."Such dir jetzt bitte ein Pulli aus,wir wollen in die Kita fahren und wir müssen auch noch Haare kämen...." bla bla bla.
Kurze,klare Ansagen funktionieren deutlich besser.Auch,wenn es "lieblos" wirkt.

Es ist nicht das härter Durchgreifen und einen Klaps würde es bei mir nicht geben.Ich denke,klare und deutliche Ansagen sind wichtig und da muss man auch nicht immer lang und breit erklären wieso und bitte bitte sagen.
Wenn ich das mit meinem Mann vergleiche,funktioniert ein "Der Müll muss raus" auch besser,als "Könntest du bitte den Müll rausbringen,guck mal,der stinkt schon und da sind Obstfliegen
...." da hört er schon gar nicht mehr zu ;)

Außerdem finde ich,dass heutzutage Erziehung oft einem Machtkampf ähnelt.Ich diskutiere nicht mehr über unwichtige Dinge.Mein Sohn will zwei Mützen aufsetzen, den Fahrradhelm im Auto tragen oder mit Pferde-Papp-Maske in die Kita oder eine Sonnenbrille zum Mittagsschlaf aufsetzen....Bitte schön :)

Mein Mann meinte anfangs auch,ich lasse.Mir auf der Nase rumtanzen. Aber mittlerweile hat er erkannt,dass man sich den Alltag oft selbst unnötig schwierig macht.
Keine Ausnahmen gibt es beim waschen,Zähne putzen und Verhalten im Straßenverkehr.

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Hi,

wenn Dein Partner sich 15 Minuten mit einem anderen unterhält und Du stehst blöde daneben - was machst Du dann? Weitere 30 Minuten warten, bis er Luft holt?

Zitat: "Sie gehorcht erst beim vierten, fünften Ermahnen, sie will alles SOFORT und gnatscht und quengelt und quengelt…"

Ein Kind muss leider auch lernen, das Eltern konsequent sind, sprich nicht 4 x bitten und betteln sondern klare Ansagen tätigen und zwar so, dass das Kind versteht, das beim zweiten Mal die Mama ernst macht.
Das muss nicht unbedingt Bestrafung androhen sein sondern die Stimmlage ist ein guter Zweck, das die Kinder aufhorchen.

Zitat:"Wenn ich eine Ansage mache, stehe ich auch dazu. Ich zeige ihr liebevoll Grenzen."
Meiner Meinung nach widersprichst Du Dich hier gewaltig zum ersten Zitat.
Und genau hier kann das Haar in der Suppe sein.;-)

Was ich bei mir gemerkt habe, wenn ich genervt, gestresst und unleidlich bin, reagieren die Kinder sofort drauf. Sie sind nämlich ein Spiegelbild der Eltern, da sie gar keine Möglichkeit haben anders zu reagieren in diesem Alter.

Wenn Du auf 180 bist, wird das Kind nicht ruhig und ausgeglichen reagieren - verstehst Du?

Nicht Dein Kind wird sich ändern sondern DU mußt Dich in den Griff bekommen!
Nimm eine Auszeit, ändere Dein Arbeitsverhalten, etc. etc.

Tipp: wenn man singt, kann man nicht gleichzeitig wütend sein. Hier kann man bewußt mit dem Kind zusammen "runterkommen".
CD an und singend auf dem Bett hüpfen....oder Abend beim zu Bett gehen...nicht lesen sondern Kinderlieder zusammen singen....

LG
Lisa

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Hallo.

<<<Was bleibt mir anderes übrig, wenn ihr Vater mich erst betrügt und uns beide dann wegwirft, wie Müll?>>>

Ich glaube darin liegt das Problem. Du bist noch nicht durch mit der Trennung. Versuchst sogar den Vater zu ersetzen. Tu das nicht, du bist nur eine Person und kannst auch nur eine Person vertreten. Setze deine Tagespläne nicht so hoch und auch nicht an deine Kleine. Bleibt ihr beide und es geht euch gut. Die Kleine ist völlig normal in diesem Alter.

Alles Gute.

LG

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Hallo,

ich sehe das so:

Ihr habt eine Trennung hinter Euch, Du gehst den ganzen Tag arbeiten, hast nicht mehr so viel Zeit für Dein Kind.

Also fordert es diese Zeit bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ein.

Hier hilft es wahrscheinlich nur, sich so viel Zeit wie möglich zu nehmen. Und das ganz bewusst.

Du sprichst mit einem Erwachsenen. Sie spricht dazwischen. Du sagst zu Deiner Tochter, sie soll einen Moment warten.

Wie lange ist dieser Moment? Ich würde den Satz beenden und mich dann ganz bewusst meinem Kind zuwenden und es fragen, was es möchte.

Nimm den Druck raus. Nicht alles muss sofort. Das gilt nicht nur für Deine Tochter, sondern auch für Dich.

GLG #klee