Hilferuf! Überforderung mit 12-jähriger Tochter

    • (1) 15.05.16 - 13:37

      Hallo liebe Mitglieder,

      ich bin neu hier! Habe ein wenig im Netz gestöbert und bin auf die Seite gekommen.

      Kurz zu meiner / unseren Vorgeschichte. Ich bin schon immer allein erziehend gewesen. Der Kindsvater wollte nie und möchte auch keinen Kontakt zu seiner Tochter.

      Meine Tochter ist jetzt 12. Vor ca. 2 Jahren haben die Probleme schleichend angefangen und sich immer mehr verschlimmert. Seit ca. einem Jahr habe ich dauerhaften Kontakt zum Jugendamt.

      Fakt ist, dass meine Tochter natürlich in der Pubertät ist, dennoch ist die jetzige Situation so schlimm, dass man dies meiner Meinung nach nicht nur auf die Pubertät schieben kann.

      Angefangen hat alles mit dem typischen trotzigem Verhalten und weglaufen. Bei jeder Problematik ist meine Tochter einfach weggelaufen, zu Freunden, hat sich versteckt etc. Immer wider habe ich sie wieder eingefangen. Damals haben die ersten Gespräche mit dem Jugendamt stattgefunden, weil ich schon damals die Polizei informiert habe, um nach ihr zu suchen. Damals war sie 10 Jahre alt.

      Inzwischen sind wir so weit, dass schulisch gar nichts mehr geht. Sie raucht, trifft sich mit älteren Jungs (14-17 Jahre) lügt nur noch. Mein Bruder, meine Eltern, das Jugendamt, Erziehungsberatungsstelle, wir haben alle Gespräche geführt. Nichts bringt etwas, keine Verbesserung. Ganz im Gegenteil, inzwischen haben wir so viele Gespräche geführt, dass sie weder mich noch das Jugendamt, noch sonst Jemanden für voll nimmt und macht was sie will. Sie kommt nach Hause wann sie möchte, ist mir gegenüber aggressiv, respektlos, macht mich fertig.

      Bei meinem letzten Gespräch mit dem Jugendamt wurde vereinbart, dass ich beim nächsten mal nicht nach Hause kommen ihrerseits, die Polizei einschalten soll und diese sie dann in die Jugendschutzstelle bringen soll. Das ist so geschehen, doch nach zwei Tagen wurde dann von mir verlangt, dass ich sie wieder abhole, da ja zu Hause keine Gefährdung für das Kind besteht. Daraufhin habe ich dies getan. Das Jugendamt agiert nur, wenn eine Gefährdung für das Kind besteht, sonst nicht! Ist leider so! Bis auf Gespräche, die meine Tochter eh nicht für voll nimmt und an Abmachungen, die da getroffen werden sich auch nicht hält, ist nichts passiert.

      Ich bin keine Mutter, die alles unversucht lässt, um ein zumutbares Miteinander zu verschaffen. Ich nehme Termine wahr, lese, tue und mache, nehme mir Tipps an, versuche auch an mir zu arbeiten, aber ich kann einfach nicht mehr. Ich fühle mich vom Jugendamt im Stich gelassen. Ich habe dem Jugendamt gegenüber sehr deutlich gemacht, dass ich nicht mehr möchte, dass meine Tochter bei mir lebt, da sonst zwei Seelen zerbrechen. Das Jugendamt agiert nicht. Teilweise habe ich Angst vor meiner Tochter.

      Bei unserem letzten ehrlichen Gespräch zwischen meiner Tochter und mir, hat sie mir sehr deutlich gemacht (nicht aus Wut, sondern unter Tränen) dass sie keinen Respekt vor niemanden hat, nur vor ihren Freunden und dass auch diese nur für sie zählen. Ihre Freunde kommen aus "bildungsfremden Schichten", ich habe versucht mit deren Eltern zusammenzuarbeiten und die Gespräche gesucht, doch jedoch völlig erfolglos. Ein Beispiel: ich rufe die Mutter einer Freundin an und bitte um ein Gespräch, damit wir uns mal kennen lernen, da unsere Kinder ja so oft zusammen sind. Antwort: ich weiß nicht was mein Kind draußen macht, das ist ihr überlassen.

      Da komme ich null weiter. Ihre Freunde sind mir gegenüber genauso respektlos wie meine Tochter. Wenn ich nach ihr suche und sie finde und diese mir gegenüberstehen, werde ich ausgelacht, beschimpft etc.

      Inzwischen bin ich so weit, dass ich sage, dass ich meine Tochter schlagen werde, damit etwas passiert. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Meine Ärztin sagt, dass mein Zusammenbruch vorprogrammiert ist, wenn sich nichts ändert. Ich bin mit meinen Kräften am Ende, kann nicht mehr.

      Gruß

      • Hallo Martina,

        ich kenne Ähnliches von meinem ältesten Sohn. Wir haben, als er 12/13 Jahre alt war, jeden Einfluss auf ihn verloren. Falscher Umgang, rauchen, bald auch kiffen, "selbstverständlich" Alkohol, Straftaten - es war ein rasanter Abstieg trotz Jugendamt, Sozialarbeitern, psychotherapeutischer Kinderklinik. Schulabbruch vier Monate vor dem Abi bei wirklich guten Noten, Ausbildungsplatz gefunden und verloren, Kontaktabbruch vor bald drei Jahren, seitdem absolute Funkstille. Überleben kann ich das nur, weil ich noch drei weitere Kinder habe, die völlig im normalen Rahmen unterwegs sind was Studium, Schule, Hobbies, Freunde etc. angeht.

        Gestört hat mich damals, dass JA und Sozialarbeiter gebetsmühlenartig von Pubertät und Provokation sprachen. Ich wollte für meinen Sohn damals gerne Hilfe in einer therapeutischen Wohngruppe oder lieber noch in einem Internat haben. Ersteres lehnte das Jugendamt ab, weil er dort nur andere "böse Buben" kennen gelernt hätte und alles nur noch schlimmer geworden wäre. Das Internat kam aus Kostengründen nicht in Frage - wir konnten, das JA wollte es nicht bezahlen. Als mein Sohn 18 war und alle Maßnahmen gescheitert waren, ließ das JA ihn bei der ersten Gelegenheit fallen. Am Ende hatten ich und meine jüngeren Kinder Angst vor ihm. Nach einigen untragbaren Vorfällen blieb uns nichts anderes übrig, als ihn (zum zweiten Mal) aus dem Haus zu werfen - wir mussten um unsere Sicherheit fürchten, wenn er da war. Seitdem: Funkstille.

        Mein Fazit: Es tut unendlich weh. Aber: Er hat entschieden. Es gab bis zu einem gewissen Punkt die Möglichkeit für ihn, seine Richtung zu ändern. Er wollte es so wie es ist. Unsere Tür ist für ihn offen, wenn er uns sagt, welche Hilfe er braucht und anzunehmen bereit ist.Er wird aber nicht kommen, auch das ist seine Entscheidung. Es tut weh, aber ich kann mich nicht darin aufzehren, einen jungen Mann von Mitte zwanzig zu pampern.

        Deine Tochter wird sich entweder besinnen (für sie ist noch nichts zu spät) oder auf diesem Weg weitergehen. Wenn Du nur die üblichen Fehler gemacht hast, die eben jeder in der Erziehung macht, liegt die Schuld nicht bei Dir. Manchmal ist es Glückssache und eine Charakterfrage. Ich glaube nicht an die stereotype Begründung "schlechtes Elternhaus": Pädagogen und Psychologen haben mir bestätigt, dass die Kinder bei uns gut aufgehoben waren und bei uns alles "im grünen Bereich" ist. Also: Nimm die Hilfe an, die Du bekommen kannst. Versuch, mit Deiner Tochter im Gespräch zu bleiben. Pass auf Dich auf (ich war in der schlimmsten Zeit soweit, dass ich mich umgebracht hätte, wären nicht die anderen Kinder gewesen).

        Ich wünsche Dir viel Kraft und den Blick dafür, wann Du für Dich die Reißleine ziehen musst. Und natürlich hoffe ich, dass es bei Euch besser ausgeht als bei uns!

        LG, basta.pasta

        • @basta.pasta

          vielen lieben Dank für deine lieben Worte. Deine / Eure Geschichte hört sich für mich, wie meine Befürchtungen an, die ich habe.

          Ich glaube jedoch nicht, dass ich die Kraft noch haben werde dies die nächsten 5/6 Jahre mitzumachen. Ich finde es toll, wie ihr es so lange "ausgehalten" habt. Oft habe ich inzwischen "dunkle" Gedanken, weil ich nicht mehr kann. Diese habe ich ebenfalls dem JA gegenüber geäußert, doch ohne jegliche Reaktion oder Unterstützung für mich. Ich kann es leider leider nur noch einmal erwähnen, das JA reagiert nur bei Kindsgefährdung und da ich in ganz "normalen" Verhältnissen lebe, tut sich einfach nichts.

          Wie kann es möglich sein, dass in meinem Fall nicht reagiert wird?? Ich schreie um Hilfe, weine etc., nichts passiert!!!!

          Muss ich mein Kind wirklich erst verprügeln, damit etwas passiert??

          LG

          • Hallo Martina,

            eine drastische Möglichkeit wäre, das Sorgerecht auf das JA zu übertragen. Hast Du mal mit dem Vorgesetzten Deines bisherigen Ansprechpartners beim JA geredet?

            Du bringst hier sehr klar rüber, dass Du Entlastung brauchst. Wenn Du Dir sicher bist, dass Du am Ende Deiner Kraft und Möglichkeiten bist: Könntest Du Dir vorstellen, Dich von einem Rechtsanwalt (Familienrecht?) über Deine Hilfsansprüche gegenüber dem JA beraten zu lassen und den Anwalt zu einem Gespräch mit Deinem Sachbearbeiter und dessen Vorgesetztem mitzunehmen? Mach Druck, damit sich die Amtsmühlen in Gang setzen, aber denke daran, dass Du sie möglicherweise nicht mehr anhalten kannst. Darum sei Dir sicher, was Du willst!

            Na ja, dass wir so lange ausgehalten haben, ist keine Leistung, sondern im Nachhinein Versagen. Aus heutiger Sicht hätten wir das Sorgerecht - eher: die Sorgepflicht - aufs Jugendamt übertragen müssen. Aber solange man in dieser unerträglichen Situation steckt, sieht man nicht klar. Du hast es ja als AE doppelt so schwer wie wir. Ich kann Dir nur raten, jetzt alle Kraftreserven anzuzapfen und Deine Rechte mit allen Mitteln einzufordern. Du hast keine andere Wahl: Du musst durchhalten, bis Du die Hilfe bekommst, die Du brauchst und die Dir zusteht. Darum mach Druck (Rechtsanwalt).

            Viel Glück, Kraft und Überblick für gute Entscheidungen wünschr Dir
            basta.pasta

            • man kann das sorgerecht nicht einfach abgeben wie einen alten handschuh.

              das sorgerecht kann ganz oder teileweise entzogen werden, wenn eine kindeswohlgefährdung besteht, aber nicht weil mama keine lust mehr hat.

              ich stimme dir allerdings zu, dass etwas passieren muss. da mama offenbar komplett überfordert ist, muss hilfe her, und die wird übers jugendamt finanziert. also muss man dort druck machen. da sind wir ganz auf einer linie.

              übrigens: ich habe viele jahre lang in einer therapeutischen wohngruppe gearbeitet. da wohnen keine "bösen buben", sondern kinds, deren eltern überfordert sind. bei uns haben sich alle kids bald gefangen und den für sich machbaren lebensweg eingeschlagen.

              leider gibt es immer mal wieder sozialarbeiter im jugendamt, die keine ahnung von nichts haben, in dem fall wendet man sich besser direkt an den amtsleiter.

              • Ich war bei den Gesprächen mit dem JA mit sehr wachem Kopf anwesend. Die "bösen Buben" und die Übertragung des Sorgerechts wurden vom JA thematisiert.

                Dieses Thema ist emotional belastend für mich. Ich wäre Dir dankbar, wenn Du meine Aussagen in dieser Angelegenheit nicht anzweifeln würdest. Es ging um Gruppen, die für meinen Sohn in Frage gekommen wären; das mögen andere gewesen sein, als Du kennst. Zumal wir nicht generell überfordert waren - das hat den Touch von "Schuld". Und ich bin heute so weit "Schuld" von mir zu weisen. Mein Glück ist, dass ich drei weitere Kinder ohne "Überforderung" gut erziehen konnte. Sprich nicht von dieser meiner schlimmsten Zeit, ohne was darüber zu wissen. Bei uns hat das JA Schmalspurhilfe ohne Wert finanziert. In unserem Fall war es so, wie ich es schreibe. Deine Erfahrungen mögen anders sein.

                LG, basta

                • das meinte ich mit den unfähigen sozialarbeitern, wenn sie dir so einen blödsinn erzählen.

                  insofern habe ich keine aussage von dir angezweifelt, sondern den unsinn, der da bei euch verzapft wurde.

                  in eine therapeutische wohngruppe kommt man ja normalerweise ohnehin nicht ohne diagnose, da diese erheblich mehr kosten als normale betreute wohngruppen. das bindet sich natürlich kein amt gerne ans bein.

                  überforderung ist keine schuldfrage, sondern hat immer gründe. ob die gesundheitlicher art sind oder durch irgendwelche anderen probleme verursacht werden, es geht nie darum, dass einer der böse wäre. ich glaube daran, dass jede mutter ihre sache so gut macht wie es ihr möglich ist. trotzdem kann jeder in die situation kommen, in der er hilfe braucht, weil er überfordert ist. wenn dann das jugendamt versagt, ist das natürlich grosser mist. (und hat leider auch wieder gründe, weil die mitarbeiter ja auch meist unter permanenter überforderung leiden :-()

      Ich hab Dir eine PN geschrieben.

      Liebe Grüße
      Anja

      Ich weiss auch nicht aber ich glaube ich würde meiner Tochter einen Brief schreiben, dort all meine Emotionen rein werfen... angefangen von meinen glücksgefühlen bei ihrer Geburt bis hin zu meinen schmerzen die ich nun durch ihr verhalten habe und das ich nun nicht mehr kämpfen möchte/kann. Ich würde ihr in dem Brief mitteilen, dass sie ihren weg gehen kann und dass sie wenn sie in meiner Wohnung ist sich zu benehmen hat. Wenn sie draußen ist, ist es ihre Sache. Und fertig. Vielleicht Fotos aus besseren Zeiten dazu und gut ist. Manchmal kriegt man Kinder auf der emotionalen Basis. Nicht im Gespräch sondern wenn sie für sich sind. Leg es ihr aufs bett und versuche Abstand zu ihr zu nehmen. Informiere aber das Jugendamt über dein Vorhaben nicht mehr jeden Abend nach ihr zu suchen wenn sie weg ist und wie es ist wenn sie nicht zur Schule geht. Zur Not übertrage wirklich das Jugendamt das Sorgerecht, aber kläre deine Tochter darüber auf und sage ihr dass du sie über alles liebst aber dies der letzte Ausweg für dich ist.

      So aufsässig wie ich auch als teenie war für mich ging eine Welt unter als meine Mutter damit drohte, dass sie zum Jugendamt geht und ich von ihr komplett weg muss... für immer. Als ich für mich alleine war und über die worte meiner mama nachgedacht habe bekam ich solche Angst dass ich eine Wende in meinem verhalten eingelegt habe und heute bin ich mehr als dankbar so eine mama zu haben.
      Ich wünsche euch alles gute und hoffentlich wird bald alles gut.

      (10) 17.05.16 - 11:53

      Betreutes Wohnen fällt mir da ein hoffe dir wird und auch ihr wird geholfen, denke ihr müsst euch räumlich trennen um aus der Spirale rauszukommen

      (11) 17.05.16 - 13:13

      Du redest und denkst zu viel - und handelst zu wenig, Wahrscheinlich läuft das bei Dir schon die letzten 12 Jahre so. JETZT willst Du Deine Tochter schlagen?! Kann ich gut verstehen - aber wenn es so weit gekommen ist heißt das nur, dass Du ihr nie deutlich genug ihre Grenzen aufgezeigt hast. Im Prinzip regen mich Berichte wie der Deine auf. Klar hat jedes Kind seinen ganz speziellen Charakter, manche Kinder sind leichter zu lenken, manche schwieriger. ABER: Respekt und Achtung vor den eigenen Eltern lernen Kinder nur (gerade die etwas rebellischeren Kandidaten) wenn Mütter und Väter das von Beginn an einfordern. Mit 12 ist es zu spät, da ist der Zug abgefahren. Wenn Du nun das Gefühl hast, an der Situation zu zerbrechen bleibt Dir als radikale Konsequenz nur eines übrig: stell Deine Tochter vor die Alternative - entweder sie benimmt sich zu Hause so, wie DU es für richtig hältst - oder sie fliegt raus. Wenn ihre Freunde ihre Referenz sind: bitte sehr, soll sie zu ihren Freunden ziehen. Versteh mich recht: mir tut auch Deine Tochter leid - die Situation ist komplett verkorkst, das Mädel weiß nicht, wo es sich Orientierung holen soll. All Dein emotionales an-sie-hinreden bringt Deiner Tochter nichts - im Gegenteil, damit ist sie überfordert. Was Deine Tochter braucht ist mal ein ordentlicher Knall, damit sie merkt: SO geht das nicht. Den bringst Du aber vermutlich nicht fertig - MIR wäre bei so einem Verhalten schon viel früher die Sicherung durchgebrannt (nein, ich schlage meine Kinder nicht - es gibt andere Möglichkeiten.) Aber Autorität muss man ausstrahlen, das lässt sich nur bis zu einem gewissen Grade anerziehen. Wenn Du das nicht fertigbringst, wirst Du weiter leiden müssen. Das JA ist nun auch nicht für sämtliche Erziehungsfehler zuständig. Tut mir leid. Ich glaube nicht an das "grundsätzlich Böse" in Kindern.

      • Wir kennen hier alle die Te nicht - ich finde es problematisch zu pauschal zu sagen, dass da "Erziehungsfehler" für die Misere jetzt verantwortlich sind, genauso wie es falsch wäre, von dem "Bösen" in einem Kind zu sprechen.

        Ja, vielleicht hatte und hat die Te nicht die Kraft, Autorität auszustrahlen, und es kann auch gut was daran sein, dass das Mädchen sich Orientierung bei den anderen Jugendlichen holt und deshalb zu Hause so auf Krawall gebürstet ist. Und dass zwischen "Reden und Handeln" manchmal eine ganze Welt liegt, das ist sicher wahr.

        Trotzdem: Das Jugendamt ist dafür da, in so einer Situation zu schauen, wie Mutter und Tochter miteinander wieder besser zurecht kommen können - und im Moment sieht es so aus, als könnte (vorübergehende Distanz) da hilfreich sein. Die Alternative: "Wenn Du Dich nicht an die Regeln hältst, geh doch zu Deinen Freunden" kann man für eine 12-Jährige nicht wirklich anwenden!

        So dramatisch wie bei der Te ist die Situation bei uns nicht, aber auch wir sind im Moment in enger Zusammenarbeit mit Jugendamt, Erziehungsbeistand und Erziehungsberatung, weil wir unseren 13-Jährigen einfach nicht erreichen. Es geht nicht um Fehler, die man gemacht hat, sondern darum, JETZT einen Weg miteinander zu finden!

        LG

        • Da hast Du natürlich recht - natürlich war meine Antwort sehr polemisch. Es verblüfft mich einfach oft auf negative Weise, wie spät manchmal gehandelt wird...ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein derart problematisches Verhalten erst in der Pubertät entsteht. Ich habe selbst einen fast 13-jährigen zu Hause (dito seine Freunde und SEHR oft auch meine 9 Neffen, von denen 5 im Alter zwischen 12 und 17 liegen) - ich weiß also durchaus, was Pubertät bedeuten kann. (Das, was Du beschreibst trifft ja gerade auf Jungs in diesem Alter oft zu). Remo Lago hat das mal sehr treffend so beschrieben: Pubertierende sollten ein dickes Schild vor dem Kopf haben: wegen Umbau geschlossen!
          Dennoch: bestimmte GRUNDregeln können und müssen weiterhin gelten, wenn ich höre, dass Eltern ANGST vor ihrem Kind haben finde ich das nicht nur alarmierend, sondern desaströs. Und zwar vor allem für den betreffenden Jugendlichen. Und sorry: meiner Ansicht nach ist es absolut nicht legitim sich damit zu entschuldigen, dass das eigene Kind eben "schwieriger" oder "problematischer" ist als andere Kinder. Richtig ist, dass es um ressourcen- und lösungsorientiertes Denken gehen muss und darum, einen Ausweg zu finden, sprich: nach vorne zu blicken. Das funktioniert aber wirklich nur, wenn man erkennt, welche Fehler am Anfang standen und wie man - ANDERS!!!! - weitermachen muss. Und da sind einfach nach wie vor in erster Linie die Eltern gefragt - das Jugendamt kann nur unterstützen. Klar kann das Kind nicht zu ihren Freunden gehen, das war natürlich provokant. Aber wenn die Mutter es nicht schafft, dem Mädchen STARK gegenüberzutreten ist es daheim auch nicht gut aufgehoben. Ich habe wirklich Empathie mit jeder allein erziehenden Mutter, ich will mir gar nicht vorstellen, was das auf Dauer bedeutet - aber schließlich geht es hier unter anderem um einen jungen Menschen, dessen Leben auch etwas wert sein soll.

          • (14) 17.05.16 - 22:54

            Hallo,

            das klingt immer alles so schön von Personen, die nie als Eltern solche Probleme hatten. Ich wünsche Dir ganz ehrlich, dass Du das nie erlebst: Guter Draht zu Deinem Kind, alles gut - neue Schule - neue Klassenkameraden - alte Freunde in neuen Konstellationen - Anschluss an die schwierigen Jungs - Dein guter Draht zum Kind vom Kind gekappt, ohne Vorwarnung - innerhalb von zwei(!) Tagen Kind außer Kontrolle - Straftaten - Jugendgerichtshilfe und in der Folge Sozialarbeiter schnell im Boot - aber es geht unaufhaltsam abwärts. Du bist machtlos: Sagst Du Deinem Kind, dass es zu Hause bleiben soll, stellt oder schubst es Dich aus dem Weg und geht. Sagst Du Deinem Kind, was sein Handeln bei Dir auslöst, sagt es "Halt die Fresse" und geht. Schreibst Du Deinem Kind emotionale, später sachliche, noch später Konsequenzen aufzeigende Briefe, spuckt es vor Deinen Augen drauf und geht. Ziehst Du die Konsequenzen durch, bricht Dein Kind den Kontakt ab. Das ist ein Bruchteil dessen, was ich mit meinem Sohn im Alter von 12 bis 17 Jahren erlebt habe. Die Hilfe des Jugendamts: Klettern im Hochseilgarten. Ich schreibe von einem Jungen mit einem IQ von 140. Clever genug, um zu manipulieren und jeden Sozialarbeiter wie eine Marionette zu bewegen.

            Ich weiß, dass die Kombination aus Charakter und Umgang, Glück und Pech in der Erziehung unbeeinflussbar sind und über Erfolg und Misslingen entscheidend mitbestimmen.

            Man kann nicht beurteilen, was man nicht kennt. Und ich wünsche Dir, dass Du diese Probleme niemals beurteilen können wirst!

            LG, basta

            • (15) 18.05.16 - 18:51

              Ich kann verstehen, dass Du aus Deiner sehr persönlichen Erfahrung heraus sehr dezidierte Ansichten zu dem Thema hast. Das ist legitim. Du solltest aber auch bezüglich meiner Rückmeldung nicht vorschnell urteilen - immerhin weißt Du ja nicht sehr viel von mir. Richtig: meine Söhne sind glücklicherweise (noch) auf Spur (den Kleinen lasse ich jetzt ohnehin mal außen vor, mit knapp 7-Jährigen hängt bei den meisten Familien der Haussegen ja noch sehr gerade) - ich arbeite aber seit Jahren im Konfliktlösungs- und Mediationsbereich und habe schon wirklich schwere Jungs gesehen. Nicht nur hier in Deutschland, sondern weltweit. Ich habe 5 Jahre lang mit ehemaligen Kindersoldaten gearbeitet, da reden wir von teils äußerst gewaltbereiten Jugendlichen. Aber auch deren Entwicklung hat ihre Geschichte und ihre Gründe - und die liegen aus meiner Sicht nun mal in der Sozialisation begründet - und NICHT (aber auch schon gar nicht!) im Menschen selbst. JA: es gibt Kinder, die anfälliger für bestimmte Dinge sind als andere, aber auch die werden nicht automatisch zu Verbrechern.
              Richtig ist, dass die Eltern nicht alles in der Hand haben, da stimme ich Dir zu. Und ich bedaure Dein Schicksal. Ich stelle mir das sehr schwer vor. Das meine ich ehrlich.
              evi

          (16) 18.05.16 - 08:41

          Hallo,

          ich finde du machst es dir mit deinen Argumentationen wahrlich zu einfach. Schön, wenn das bei euch (bisher) alles so gut klappt.

          Ich bin der Meinung, daß Eltern nicht alles richtig machen können von Anfang an! Wobei keiner bewusst einen Erziehungsfehler einprogrammiert! Es ist definitiv so: Jeder hat sein ganz persönliches Potenzial zur Verfügung und lernt natürlich in der Elternrolle peu a peu hinzu!

          HIer nun von "Fehler die am Anfang standen" zu reden finde ich komplett daneben. Du kannst fünf KInder haben und ich sage dir eins: sie werden sich nicht alle durch ein "Erziehungsschema" zu bodenständigen, selbstbewussten, charakterstarken Erwachsenen "heranziehen" lassen, glaube mir.

          Den Umgang mit Neffen kannst du bei weitem nicht mit eigenen Kindern vergleichen. Ich könnte dir Geschichten erzählen, welch perfekten Eindrücke meine Jungs fähig sind bei Onkel und Tanten zu hinterlassen.... wenn die manche "Hintergründe" kennen würden - sie würdens wohl nicht glauben!
          LG

          • (17) 18.05.16 - 18:57

            Nein, Eltern können nicht alles richtig machen - tu ich bestimmt auch nicht. Das ist unmöglich. Dennoch gibt es vermeidbare Fehler und wer permanent den Kopf in den Sand steckt und das nicht sehen will, verhält sich meiner Ansicht nach unverantwortlich. Und komm mir nicht mit 5 Kindern - das ist doch ein Klischee, dass jedes Kind verschieden ist - so schlau bin ich auch. (Wir waren übrigens 4 Kinder, meine Geschwister haben auch jeweils mehrere Kinder und wir sehen uns nicht nur ab und zu - insofern habe ich durchaus den täglichen Vergleich). Und es ist ja nun auch wirklich nicht so, dass es gang und gäbe wäre, dass Kinder DERARTIG neben der Spur stehen irgendwann. Kinder, die ihre Eltern körperlich bedrohen und tun und lassen was sie wollen - mit ZWÖLF?! Nee, sorry - da muss ich mich als Mutter schon fragen, was ich versäumt habe.

            • (18) 18.05.16 - 21:17

              Nein, ein derartiges Verhalten ist nicht gang und gäbe. Womöglich hat sich da im Laufe der Jahre auch unterschwellig etwas eingeschlichen, was zu dieser Entwicklung geführt hat. Dennoch bin ich der Meinung, daß es herzlich wenig bringt, der Mutter nun Steine an den Kopf zu werfen getreu dem Motto "Selber schuld". Sie hat einfach das ihr Bestmögliche zur Erziehung ihrer Tochter beigetragen und ihr nun zu sagen: Alles falsch - das geht nur so und so... das wird ihr absolut nicht weiterhelfen.

              Mag sein, daß bei dir und auch in deiner kompletten Großfamilie alle wohlgeraten und gut erzogen sind. Vielleicht hattet ihr (du und deine Geschwister) einfach ebenso tolle Eltern und somit ein gutes Potenzial zur Verfügung. Ich kann nicht auf derartige Familienbande zurückblicken!
              Und ich bleib dabei: Was für den einen gut ist, kann beim Anderen genau das Gegenteil bewirken. Ich habe nur zwei Kinder und gebe zu, ich war immer sehr streng und konsequent in der Erziehung. Für den Einen war das so absolut gut - der Zweite war dafür einfach viel zu sensibel. Ich habe lange gebraucht, um das zu kapieren, zu akzeptieren, mein Handeln zu ändern.

              Ja - meine Neffen sind mir gegenüber auch alle wohlerzogen, wenn sie hier zu Besuch sind, verstehe ich mich prächtig mit ihnen und selbst wenn ich sie täglich sehen würde - ich bin mir sicher daß ihr Benehmen den Eltern gegenüber dennoch völlig anders sein kann!

              • (19) 18.05.16 - 22:55

                "Was für den einen gut ist, kann beim Anderen genau das Gegenteil bewirken."
                Eben. Das ist ein Kernsatz. Den auch ich zu berücksichtigen lernen musste - denn auch meine beiden Kinder sind grundverschieden. Das meine ich aber auch damit: es geht nicht darum, im Glashaus sitzend (denn das tun wir ja irgendwie alle) mit Steinen zu werfen, sondern ressourcenorientiert zu denken. Habe ich ja an anderer Stelle geschrieben. Trotzdem hilft es der Mutter nicht, wenn man ihr erklärt, sie hätte sicherlich alles richtig gemacht, nur die böse Umwelt sei schuld (war bei dem ein oder anderen Beitrag Tenor). Erst wenn man gemachte Fehler erkennt, kann man anders weitermachen. (Allerdings nicht mehr mit 12, glaube ich). Oder jedenfalls nur noch sehr schwer.

                • Eigentlich habe ich hier aus keinem Posting herausgelesen: "Du hast alles richtig gemacht, die Umwelt ist Schuld". Und natürlich geht es auch um Ursachenforschung: Was an meiner Erziehung hat zu der Entwicklung meiner Tochter beigetragen?

                  So wie wir Dich nicht kennen, kennen wir auch die Te nicht, und ich finde es schon sehr hart zu sagen, dass man mit 12 nicht mehr anders weitermachen kann. Das es einfach ist, hat niemand behauptet, aber ich halte es für vollkommen legitim, wenn eine Mutter hier in einem Forum sagt: "Ich kann nicht mehr". Und Hilfe durch das JA bedeutet ja nicht, dass dieses Erziehungsfehler ausmerzt, sondern dass es - im Idealfall mit der Tochter gemeinsam - nach Wegen sucht, wie Mutter und Tochter aus der jetzigen Situation herauskommen. Das man als Mutter im so einem Prozess auch seine Erziehung kritisch hinterfragt und Dinge anders macht, gehört dazu.

                  Ich wünsche der Te jedenfalls von Herzen, dass sie dies schafft!
                  Liebe Grüße
                  Anja

                  • (21) 19.05.16 - 12:49

                    ... dem kann ich mich nur anschließen!

                    Ich bin auch überzeugt, mit 12 sind noch nicht alle Züge abgefahren.

                    @everest: du scheinst ein recht gutes soziales "Großfamilienumfeld" um dich zu haben. Das kann bei Kindererziehung Gold wert sein! Das ist nur ein kleines Beispiel dafür, wo es eine Alleinerziehende die das evtl. nicht hat, schon mal viel schwerer haben kann. Wie heißt es doch: Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf ...
                    LG

        Ich habe schon verstanden, dass Du bewusst polemisch und provokant formuliert hast - aber trotzdem: Sei froh, dass Du nicht in der Haut von Eltern steckst, bei denen sich in der Pubertät derartig heftige Verwerfungen zeigen, dass man einfach nicht weiter weiß.

        Doch, manche Kinder sind einfach "schwieriger", das ist keine Entschuldigung, sondern es ist einfach manchmal so, dass ganz verschiedene Faktoren eine Rolle spielen, weshalb ein Kind oder ein Jugendlicher mit sich und seiner Umgebung nicht zurecht kommt: Erziehung ist nur einer davon.

        Und das mit der Autorität ist gerade in der Pubertät eine nicht so einfache Sache: Was machst Du mit einem Jungen, der einerseits ganz offenkundig Dein Vertrauen möchte, andererseits aber nicht in der Lage ist, bestimmte Regeln einzuhalten und auf deutliche Konsequenzen mit Flucht oder Rückzug oder auch Aggression reagiert? Ohne einen Weg, auch nur ein bisschen von seinem Innenleben zu verstehen und miteinander wieder ins Gespräch zu kommen, hilft auch keine Autorität.

        LG

        Anja

        • Ich denke, jeder Fall ist anders - das muss man immer individuell beurteilen. Was mir aber in dieser Diskussion (wieder einmal) auffällt ist, dass gerade Mütter offenbar oft versuchen, in verfahrenen Situationen tränenreiche, emotionale Appelle an ihre Kinder zu richten - ich halte das für grundfalsch (wenn auch für verständlich). Eine Jugendliche, die auf Durchzug schaltet wird durch die offen zur Schau gestellte emotionale Verwundbarkeit der Mutter nur noch kratzbürstiger. Das ist ein oft zu beobachtendes Phänomen (ich kenne es übrigens aus meiner eigenen Rebellenzeit auch). Eltern überfordern ihre Kinder damit, wenn sie um Verständnis für ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse werben - und es ist übrigens auch nicht Aufgabe der Kinder, die Verunsicherung der Eltern aufzufangen. Was Jugendliche in so schwierigen Situationen brauchen sind superklare und deutliche Ansagen und konsequente Hinweise darauf, dass sie deutlich Grenzen überschreiten - bis hierher und nicht weiter. Da kann ich dann übrigens auch SEHR laut und sehr physisch werden. Wenn allerdings Kinder von klein auf die Erfahrung gemacht haben, dass Grenzüberschreitungen dann doch immer wieder geduldet werden, wird's schwierig. Falsche Freunde, Drogen, Alkohol...ja, es gibt viele Gefahren und nicht alle haben wir Eltern in der Hand. Das weiß ich. Aber das Jugendamt kann auch nicht alles auffangen. Das ist auch eine Tatsache.
          evi

(24) 18.05.16 - 08:52

Liebe martina,

lass dich erst mal #liebdrueck!
So wie du es beschreibst, kann es für deine Tochter wirklich so sein, daß wohl viel geredet, gedroht wird und sie aber mittlerweile merkt: Es ändert sich ja doch nichts!
Ihr ständiges Weglaufen, das ja bereits sehr früh begann - das macht für mich so den Eindruck, als ob da etwas in ihrem "Inneren" stark verletzt/zerstört wurde! Hat sie denn damit in irgendeiner Art "Bekanntschaft" gemacht? War der Kontakt zum Vater noch NIE da oder wurde der i-wann abgebrochen?

Gibt es in eurer Nähe evtl. eine heilpädagogische Wohneinrichtung? Mir ist klar, diese Häuser sind voll. Doch ich würde an deiner Stelle wirklich versuchen, dort direkt vor Ort ein offenes Ohr zu bekommen.

Gibt es Momente, wo du einen leichten Draht zu deiner Tochter herstellen kannst? Weiß sie, wie sehr DU leidest?
LG

  • (25) 29.05.16 - 20:02

    @neppas

    Hallo erstmal,

    ich war ein paar Tage nicht online. Erstmal zu deinen Fragen bzgl. des Kindsvaters.

    Dieser wollte nach der Trennung (Tochter 8 Monate) keinen Kontakt mehr zu seiner Tochter. Ich dachte anfangs, dass es nur die Trennungswut, die man ja so oft hat, war. Hinter dieser Entscheidung steht er jedoch bis heute.

    Im Sommer 2015 hat meine Tochter den Wunsch geäußert, Ihren Vater kennen zulernen. Da damals schon Gespräche mit dem JA stattgefunden habe, wurde dies mit der Sozialarbeiterin diskutiert. Meine Tochter sollte einen Brief an ihren Vater schreiben, sodass das JA daraufhin diesen an den Kindsvater überreichen würde und den Kontakt herstellen würde.

    Meine Tochter hat den besagten Brief nicht geschrieben. Sie ist jedoch im Spätsommer mit Ihrer Freundin zu den Eltern ihres Vater gegangen (hat einfach geklingelt) und sich mit diesen zusammengesetzt. Diese haben wohl dann ihren Vater gerufen und so haben die beiden sich das erste mal gesehen. Nummern wurden ausgetauscht. Mehr weiß ich nicht.

    Daraufhin ist jedoch monatelang nichts passiert. Ihr Vater hat sich nicht gemeldet.

    Dann ist sie wohl Anfang des Jahres ein zweites mal zu ihren Großeltern (wo ihr Vater genau wohnt, weiß weder sie, noch ich). Beim zweiten mal haben ihre Großeltern ihren Vater nicht kontaktiert. Sie hat wohl nur kurz mit ihren Großeltern gesprochen.

    Das wars.

    Zu deiner zweiten Frage.

    Den Draht zu meiner Tochter habe ich komplett verloren. Momente, in denen ich das Gefühl habe, dass wir nur für diesen Moment auf einer "Wellenlänge" sind, gibt es nicht mehr.

    Zu den bisherigen Antworten auf meinen Beitrag, vor allem die Aussage mit der Autorität, möchte ich folgendes sagen.

    Vielleicht strahle ich wenig, oder weniger Autorität aus. An dieses Problem habe ich sofort gedacht, als die Probleme anfingen. Diese Thematik hatte ich auch schon in diversen Gesprächen. Ich selber kann dies schwer einschätzen, denke aber schon, dass ich auch lauter werden kann und immer auf den Tisch geklopft habe. Vielleicht strahle ich zu wenig Autorität aus, mag sein, aber ich habe immer Regeln aufgestellt und diese konsequent durchgezogen.

    Meine Tochter hat auch immer entweder die Regeln akzeptiert, oder die Konsequenzen. Was macht man nun, wenn das Kind sagt, stirb doch, ich scheiß auf deine Regeln, auf dich, auf die Regeln vom JA, von Oma und Opa, von Onkel etc.???

    Was macht man, wenn das Kind abhaut und dem Kind die Konsequenzen egal sind? Beispiel: Absprache JA, ich und meine Tochter:

    Beim nächsten mal abhauen wird dich die Polizei suchen, in die Jugendschutzstelle bringen und dort bleibst du 2 Tage.

    Beim nächsten mal abhauen wurde genau dies vollzogen. Nach zwei Tagen kommt es wieder nach Hause und lacht darüber.

    @ everest

    Du hast von Autorität gesprochen etc. Mag sein, dass dies der Fehler ist. Was würdest du mir denn in solchen Situationen raten?? Was bedeutet für dich Autorität? Wie setzt du diese um?

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