Wie lange Elternzeit?

    • (1) 17.11.16 - 09:59

      Hallo Ihr Lieben,

      ich werde im April zum ersten Mal Mama.
      Ich bin derzeit als Bilanzbuchhalterin in einer Maschinenbau-Firma angestellt.
      Die fragen schon, wie lange ich Elternzeit nehmen will. Momentan befinde ich mich leider schon im Beschäftigungsverbot.

      Ich kann mich nicht so recht entscheiden. Am liebsten würde ich 3 Jahre zu Hause bleiben, weil ich es furchtbar finde, mein Kind schon mit 1 und in die Windel sch***end an Fremde abzuschieben. Da bin ich wohl altmodisch.
      Natürlich ist es schwer danach in meiner Position wieder reinzukommen. Wobei wir eigentlich eh vorhaben falls es klappt in der Zeit Kind 2 zu zeugen.
      Da mein Arbeitgeber 60km entfernt ist, würde ich glaub bald mehr fahren als arbeiten.

      Wie ist das mit der Kündigungsfrist in der Elternzeit, muss man die wie während der normalen Beschäftigung einhalten? Meine ist ziemlich lange.

      Wie lange habt ihr Elternzeit genommen?

      Liebe Grüße
      Moba

      • (2) 17.11.16 - 12:31

        >>Am liebsten würde ich 3 Jahre zu Hause bleiben, weil ich es furchtbar finde, mein Kind schon mit 1 und in die Windel sch***end an Fremde abzuschieben. Da bin ich wohl altmodisch.<<
        Ziemlich altmodisch #augen
        >>Wie lange habt ihr Elternzeit genommen?<<
        1,5 Jahre, ich Rabenmutter #cool

        (3) 17.11.16 - 12:48

        Mir geht's genau wie dir :-) unter 3 halte ich absolut nix von fremdbetreuung. Ich bin da altmodisch, stehe dazu und glücklich damit :-)

        Habe "erstmal" 2 Jahre Elternzeit beantragt - und gerade mit Nummer 2 schwanger. Für die kleine Bauchmaus werden es wohl gleich 3 Jahre werden, oder 2 und Dannach Teilzeit während die Oma aufpasst. Aber genau wissen wir es noch nicht :-)

        (4) 17.11.16 - 14:02

        Hallo,

        verlass dich ruhig auf dein "Bauchgefühl"... mit "altmodisch" hat es meiner Meinung nach überhaupt nix zu tun, wenn du drei Jahre zuhause bleibst. Das sollte jeder für sich so entscheiden, wie er/sie möchte, bzw. es sich halt auch leisten kann. Lass dir da bloß nix einreden! Meine Kinder sind mittlerweile erwachsen, damals war es eher noch "normal" 3 Jahre Elternzeit zu nehmen, ich kann mir vorstellen, daß man sich heute teilweise schon dafür rechtfertigen muß, nicht nach einem Jahr wieder arbeiten zu gehen.

        Meine Freundin arbeitet seit vielen Jahren in einer KiTA. Sie sagt, ihr zerreißt es manchmal schier das Herz, wenn die ganz Kleinen mehr an ihr hängen als an der Mama.

        LG

      • (5) 17.11.16 - 16:45

        Moin,

        ich bin auch altmodisch aber sehr glücklich damit. Ich habe 2 Jahre genommen, mit dem Vermerk dass ich eventuell Teilzeit arbeite. Hätte jetzt aber auf 3 Jahre verlängert, habe aber einen neuen Job nächstes Jahr so dass ich statt dessen gekündigt habe und nach 2 3/4 Jahren den neuen antreten.

        Jede Mutter sollte das so machen wie sie es für richtig hält, beide Modelle haben Vor und Nachteile die man aber ausgleichen kann. Am wichtigsten ist dass sie gut damit leben kann.

        Ich denke aber auch dass Du mit Deiner Zusatzqualifikation gar keine schlechten Chancen auf einen Wiedereinstieg haSt, ich arbeite in einem ähnlichen Beruf und hatreffen sogar Jobangebote bekommen weil Firmen meinten für eine ganze stelle wären sie zu klein aber halbtags wäre toll dann müssten sie das nicht outsourcen.

        LG
        Pikku

        In dem Moment, als ich das Wort "abschieben" gelesen habe, ist mir die Lust am Antworten vergangen.

        m.

      • (7) 17.11.16 - 21:25

        Ob altmodisch oder nicht es ist allein Deine Entscheidung! Höre einfach auf Deinen Bauch, dann wird es richtig sein.

        Ich hatte zwei Jahre Elternzeit genommen, mit dem Vermerk, dass ich das zweite Jahr Teilzeit in Elternzeit arbeiten möchte und danach meine Stunden reduzieren werde. Für mich/uns war es die richtige Entscheidung. Töchterchen ist mit 13 Monaten in die Kita gegangen. Sie fand und findet es da toll. Wir hatten zwei Monate Eingewöhnungszeit eingeplat für uns. Brauchten wir nicht. Nach 3 Wochen war der Drops gelutscht, ohne Tränen. Hätte es nicht geklappt, wäre ich auch das zweite Jahr daheim geblieben. Jetzt fürs zweite Kind (kommt Ende Dez.) haben wir es ähnlich geplant. Mal sehen wie es diesmal wird. Hängt ja auch vom Kind ab.

        Du siehst gänzlich anderes Modell als Deins, aber passend für uns. Höre einfach auf Dein Gefühl, dann ist es richtig!
        Alles Gute
        reiskorn8

        • Bezüglich Kündigungsfrist glaube ich schon, dass Du diese auch in Elternzeit einhalten musst. Dein ursprünglicher Arbeitsvertrag bleibt ja in Elternzeit bestehen.

      (9) 17.11.16 - 23:53

      Hi,
      beim 1. Kind habe ich mir 2 Jahre Elternzeit geleistet.

      Er war aber auch absolut reif für den Kindergarten mit 2 Jahren. Da ging es aber erst mit 2,5 Jahren los, und es wurde wirklich Zeit.

      Der Kleine musste schon mit 9 Monaten in die Krippe, wollte an seinem 1. Geburtstag wieder los, ging dann aber schon nach 11 Monaten los. Ihm hat es sehr gut gefallen.

      Andere Kinder sind doch besser, als der Mutter beim Haushalt zu zusehen.

      Jetzt, wo auch das 2. Kind in der Schule ist, würde ich eher sagen, max. die ersten 2 Jahre, und dann noch mal im 1. Schuljahr das 3. Jahr Elternzeit nehmen.

      In der Kindergartenzeit kann man besser arbeiten gehen. Ab der Schulzeit ist man mehr gefragt. Es gibt Hausaufgaben, Hobbies wo hingefahren werden muss, usw.

      Gruß Claudia

      Völlig egal, ob du "altmodisch" denkst oder nicht (auch wenn ich deine abwertende Art etwas daneben finde), ist die richtige Antwort "2 Jahre".

      Damit hält man sich alle Möglichkeiten offen. Wenn man nicht im Vorhinein weiß, dass man nach einem Jahr wieder Vollzeit arbeiten möchte, so ist sowohl für Mütter, die zu Hause bleiben als auch für die, die Teilzeit (bis 30 Stunden) wieder einsteigen wollen, Elternzeit die beste Option.

      Weniger einreichen ist in diesem Fall fatal, weil man somit auf den restlichen Anspruch innerhalb der ersten 2 Jahre verzichtet. Mehr einreichen wäre ebenfalls unnötig, da man die zwei Jahre ohne Zustimmung des Arbeitgebers auf 3 verlängern kann und sich so alle Möglichkeiten offen hält.

      Will dein Arbeitgeber wissen, ob du innerhalb der ersten 2 Jahre TZ wieder anfängst? In dem Fall sagst du eben, dass du es noch nicht sicher sagen kannst oder du sagst eben "Nein, das habe ich nicht vor" - du bist ja altmodisch und willst dein Kind nicht "zu Fremden abschieben"...

      Ob man mehr fährt als arbeitet, kommt natürlich auf die Arbeitszeitverteilung und die Betreuungsmöglichkeiten an. Du klingst aber nicht so, als wolltest du wieder arbeiten - dann kannst du das deinem AG gegenüber auch ehrlich kommunizieren.

      Grüße great

      (11) 18.11.16 - 13:09

      Hallo!

      Ich habe meine Kinder nach 6 Wochen bzw. nach 8 Wochen in die Hände einer Kinderfrau "abgeschoben", aber 3 Jahre Windelschei**** waren ohnehin nicht eingeplant - die waren damit schon nach 12 Monaten durch .... - ganz anderes Konzept, ganz böse Mutter! - Hat gepasst, jetzt sind die Kinder 11 und 14.

      Wenn DU aber 3 Jahre zuhause bleiben WILLST - dann tue es doch, mach aber in keinem Fall jemals das Kind verantwortlich für Deine Entscheidung zur Nichtberufstätigkeit, auch nicht später, wenn es Dir in der Rente oder wenn andere Urlaube in Ouagadougou machen oder neben den 3 Autos auch noch ein Boot und 2 Ferienhäuser haben ... Es ist alles erlaubt und es ist alles sehr möglich (im Gegensatz zu vor 15 Jahren!!!). Und es ist politisch alles gewollt!
      Jeder ist für sein Handeln allein verantwortlich! Die Parameter sind bekannt! Und das alleine ist der Maßstab!

      LG, I.

      • (12) 18.11.16 - 13:59

        Hallo Zusammen,

        als erstes möchte ich mich entschuldigen, offenbar haben die Mütter, die nicht allzu lange zu Hause waren sich angegriffen gefühlt. Warum weiß ich jetzt nicht genau, jeder darf ja eine eigene Meinung zu dem Thema haben. Das war meine und ich freue mich über eure.
        Niemals würd ich jedoch abwertend darüber reden, wenn jemand nach 1 Jahr oder sogar nach einigen Wochen wieder arbeitet. Wieso auch? Ich bin sicher das ist gut durchdacht und funktioniert auch so.
        Also bitte Mädels, nehmt es nicht persönlich, ich entschuldige mich dafür, dass ich offenbar was falsch rüber brachte.

        Ich habe 5 Geschwister und wir alle sind damals erst mit 4 oder 5 Jahren in den Kindergarten gekommen. Klar, das ist heute nicht mehr vorstellbar. Wir hatten einen großen Bauernhof, sodass Mutter quasi zu Hause gearbeitet hat und mein Dad der Arbeitgeber war. Sie hatte zwar keine Zeit für uns, aber wir hatten tolle Möglichkeiten und waren gern zu Hause.
        Vielleicht ist es auch das, was mich geprägt hat.

        Was für mich ideal wäre, wäre ein Job, indem ich teilweise auch von zu Hause arbeiten könnte. Das sollte eigentlich auch möglich sein in der Buchhaltung, jedoch ist das bei uns hier auf dem Lande nicht sonderlich verbreitet.

        Was ich auf jeden Fall NICHT wusste ist, dass ich nachdem ich 2 Jahre beantragt habe, problemlos noch um ein drittes verlängern kann. Das war mir bisher nicht klar und damit hat mir die Info schonmal viel weiter geholfen :) Vielen Dank!

        Mir ist klar, das heute der Beruf für eine Frau einfach sehr wichtig ist und es manchmal einfach nicht geht, zu Hause zu bleiben, wenn man weiterkommen will. Geht mir ja genauso. Aber nun haben sich Prioritäten bei mir einfach verschoben.

        Achja und dass ich kein Luxusleben führen werde, wenn ich jetzt 3 Jahre zu Hause bleibe ist mir übrigens klar. Ich würde im Traum nicht auf die Idee kommen, mein Kind dafür verantwortlich zu machen. Welcher Mensch macht denn sowas?
        Außerdem hab ich mich beruflich auch immer weiter hochgearbeitet, um auch finanziell die Grundlage zu haben mir das zu erlauben. Aber keiner sagt, dass es einfach wird.
        Natürlich ist auch das eine große Sorge, die mich eben in dem Thema unsicher werden lässt. Ich kann verzichten, aber dem Kind will man ja auch was bieten können.

    (13) 18.11.16 - 17:35

    Hallo Zusammen,

    als erstes möchte ich mich entschuldigen, offenbar haben die Mütter, die nicht allzu lange zu Hause waren sich angegriffen gefühlt. Warum weiß ich jetzt nicht genau, jeder darf ja eine eigene Meinung zu dem Thema haben. Das war meine und ich freue mich über eure.
    Niemals würd ich jedoch abwertend darüber reden, wenn jemand nach 1 Jahr oder sogar nach einigen Wochen wieder arbeitet. Wieso auch? Ich bin sicher das ist gut durchdacht und funktioniert auch so.
    Also bitte Mädels, nehmt es nicht persönlich, ich entschuldige mich dafür, dass ich offenbar was falsch rüber brachte.

    Ich habe 5 Geschwister und wir alle sind damals erst mit 4 oder 5 Jahren in den Kindergarten gekommen. Klar, das ist heute nicht mehr vorstellbar. Wir hatten einen großen Bauernhof, sodass Mutter quasi zu Hause gearbeitet hat und mein Dad der Arbeitgeber war. Sie hatte zwar keine Zeit für uns, aber wir hatten tolle Möglichkeiten und waren gern zu Hause.
    Vielleicht ist es auch das, was mich geprägt hat.

    Was für mich ideal wäre, wäre ein Job, indem ich teilweise auch von zu Hause arbeiten könnte. Das sollte eigentlich auch möglich sein in der Buchhaltung, jedoch ist das bei uns hier auf dem Lande nicht sonderlich verbreitet.

    Was ich auf jeden Fall NICHT wusste ist, dass ich nachdem ich 2 Jahre beantragt habe, problemlos noch um ein drittes verlängern kann. Das war mir bisher nicht klar und damit hat mir die Info schonmal viel weiter geholfen :) Vielen Dank!

    Mir ist klar, das heute der Beruf für eine Frau einfach sehr wichtig ist und es manchmal einfach nicht geht, zu Hause zu bleiben, wenn man weiterkommen will. Geht mir ja genauso. Aber nun haben sich Prioritäten bei mir einfach verschoben.

    Achja und dass ich kein Luxusleben führen werde, wenn ich jetzt 3 Jahre zu Hause bleibe ist mir übrigens klar. Ich würde im Traum nicht auf die Idee kommen, mein Kind dafür verantwortlich zu machen. Welcher Mensch macht denn sowas?
    Außerdem hab ich mich beruflich auch immer weiter hochgearbeitet, um auch finanziell die Grundlage zu haben mir das zu erlauben. Aber keiner sagt, dass es einfach wird.
    Natürlich ist auch das eine große Sorge, die mich eben in dem Thema unsicher werden lässt. Ich kann verzichten, aber dem Kind will man ja auch was bieten können.

    Liebe Grüße

    (14) 18.11.16 - 17:36

    Ps:.sorry bin neu und hatte nur auf die Antwort statt auf den gesamten Beitrag geantwortet. Daher nochmal

    (15) 19.11.16 - 00:51

    es gibt verschiedene Aspekte, die eine Rolle spielen. Sicherlich gehört die eigene grundsätzliche Einstellung dazu. Ich z.b. liebe meine Kinder, und spiele und bastel, backe und koche gern mit ihnen und erledige mit ihnen zusammen auch gern alles, was in Haus und Garten so anfällt. ABER ich fühle mich damit und mit Playmobilgesprächen geistig nun wirklich nicht gefordert. Gerade wenn man mehrere Kinder bekommt muss man sich überlegen:
    1. möchte ich beim 1. Kind 3 Jahre daheim bleiben und beim zweiten "flüchte" ich womöglich nach 1 Jahr in die Berufstätigkeit, weil mir die Decke auf den kopf fällt? Wäre das den beiden Kindern gegenüber dann fair?
    2. Kann ich mir vorstellen bei 2 (o. mehr) Kindern in Folge womöglich 6 Jahre (o.mehr) am Stück daheim zu bleiben?
    3. Wie sind meine beruflichen Aussichten nach 6 Jahren Abwesenheit aus dem Beruf? (Meistens ziemlich weit weg vom Fenster übrigens :-p)
    4. Was mache ich, wenn sich meine persönlichen Umstände ändern (Trennung vom Vater der Kinder z.b., ist leider nix ungewöhnliches)? Kann ich dann weiter gut über die Runden kommen mit dem gewählten Modell?
    5. Kann ich mir 3 Jahre daheim (bei mehr Kindern entsprechend mehr Jahre) unproblematisch leisten? Was passiert, wenn der Hauptverdiener schlechter verdient/seinen Job verliert? Funktioniert dieses Modell dann immer noch?
    6. Bekomme ich für mein 3jähriges Kind tatsächlich einen Kita-Platz? Wenn Dein Kind im April geboren wird, wirst du (zumindest in den meisten Einrichtungen) erst zu Beginn des Schuljahres einen Platz bekommen (Also je nach Bundesland August/September), da erst dann Plätze frei werden wenn die ältesten kiga-Kids eingeschult werden. Nachdem die EIngewöhnung auch ein paar Wochen dauert, wirst du vor Mitte Oktober/Anfang November nicht arbeiten gehen können. Somit hast du also die Option, dein Kind entweder mit 2,5Jahren oder mit 3,5 Jahren in den Kindergarten zu geben (nicht aber zum Ende deiner Elternzeit am 3. Geburtstag)
    7. Gibt es ein alternatives Modell mit beispielsweise versetzten Arbeitszeiten, das mir ermöglicht zu arbeiten während der Papa (die Grtosseltern) auf das Kind aufpassen? Kann ich im Homeoffice arbeiten?

    Ich bin bei der Großen arbeiten gegangen als sie 1 Jahr alt war. Geplant waren 18 Monate Elternzeit (Mehr hätte mein AG nicht akzeptiert, rechtliche Lage hin oder her - meine Position wäre weg gewesen). Aufgrund der Trennung vom Kindsvater musste ich schon früher wieder anfangen als geplant und es war genau richtig für sie dann in die Krippe zu gehen!

    Bei der Kleinen bin ich direkt im Anschluss an den Mutterschutz wieder arbeiten gegangen. Dadurch werde ich 18Monate Elternzeit haben, in denen ich zeitversetzt zum vollzeit arbeitenden Papa 20h pro Woche nachts arbeite. Meine Kinder vermissen mich also tatsächlich noch nicht mal, weil sie während meiner Abwesenheit größtenteils schlafen. Würde ich nicht jetzt schon arbeiten, hätte wir bis zum Ende der Eingewöhnung ordentlich finanzielle Einbussen. Mein Arbeiten ermöglicht also die 18 Monate Elternzeit erst.

    von vielen höre ich übrigens auch, dass die Kinder mit 2-2,5 auch einfach reif für die Kita sind und sie nicht mehr wissen, was sie mit ihnen noch machen/wie sie sie fördern/bespassen usw sollen. Das ist wohl auch der Grund, weshalb in meinem Umfeld Zweitgeborene oft früher in die Einrichtung gegeben werden (das fände ich persönlich total unfair z.b.).

    (16) 19.11.16 - 16:11

    Wenn du es willst und davon überzeugt bist, dann bleib doch drei Jahre zu Hause. Wo ist das Problem? Solche Threads arten früher oder später doch immer zu klassischen Mommy Wars aus, wie die Amerikaner dazu sagen, und jede verteidigt ihr eigenes Konzept mit Klauen und Zähnen. Ich nehme mich da nicht aus.

    Jede Frau geht mit ganz unterschiedlichen Vorraussetzungen und Vorprägungen in die Elternzeit. Eines schickt sich nicht für alle, so ist es im Leben.

    Was ich mittlerweile allerdings weiß, hatte ja schon ein paar Jahre Zeit, zu beobachten: Elternschaft ist kein Sprint sondern ein Marathon, und es kommt nicht auf 12-24 Monate mehr oder weniger Elternzeit an, ob die Kinder sich gut entwickeln und die Familie glücklich ist oder nicht, sondern hängt von einer Vielzahl von anderen Faktoren ab.

    Ich selber war 12 Monate in Elternzeit, dann hat mein Mann übernommen und ich bin 18 Stunden wieder arbeiten gegangen. Unsere Kinder waren vormittags bei der Tagesmutter und ab 2,5 vormittags im Kindergarten. Ich hätte nie die Vorstellung, sie abzuschieben und sie haben mir auch nie da Gefühl gegeben, abgeschoben zu werden.

    Wir als Familie passen vom Lifestylegefühl wohl nach Skandinavien, da kommen auch meine Großeltern her. ;-)

    (17) 20.11.16 - 16:50

    Hallo,

    wenn Du beim ersten Kind 3 Jahre zu Hause bleibst und beim 2. ebenfalls, bist Du dann 6 Jahre aus dem Beruf raus. Das würde ich nicht machen. Kollegen wechseln, einge Arbeitsvorgänge werden geändert, neue Software usw. Du fängst nach 6 Jahren wieder neu an. Statt auf den 3 Jahren zu beharren nimm erstmal weniger und geh auf Teilzeit. Mit einem Kind 3 Jahre lang zu Hause zu bleiben - das geht an die Substanz. Du musst selbst entscheiden, wie Du das handhabst, aber beruflich schießt Du Dich mit einer dermaßen langen Elternzeit ins Aus.

    LG
    Lana

    Hallo,

    ich habe bei beiden Kindern jeweils 3 Jahre Elternzeit "eingereicht". Gearbeitet hab ich aber trotzdem schon früher, denn man darf ja innerhalb der Elternzeit bis zu 30 h die Woche arbeiten ohne diese abbrechen zu müssen.

    Bei unserem Großen bin ich nach 13 Monaten wieder für 12 h die Woche eingestiegen. Junior war währenddessen bei meinen Eltern. Bei unserer Tochter bin ich nach 24 Monaten für 20 h die Woche wieder eingestiegen. Sie wurde auch von meinen Eltern betreut. Ich hab bei der Kleinen sogar nach Absprache mit meinem Arbeitgeber mir eine neue wohnortnähere Arbeitsstelle gesucht. Elternzeit lief trotzdem weiter, zum Ende derselben habe ich beim "alten" AG gekündigt und bin nur noch beim neuen AG angestellt.

    Aktuell bin ich mit dem 3. Kind schwanger, werde auch wieder 3 Jahre Elternzeit nehmen und voraussichtlich nach 2 Jahren stundenweise wieder in TZ einsteigen. Vorausgesetzt die Betreuung meiner Kidies ist gesichert.

    Möglich ist alles was du willst und kannst. Fremdbetreut heißt ja nicht gleich komplett fremd und eine gute Tagesmutter, bei der das Kind gut eingewöhnt ist, ist ja nicht viel anders als eine Oma.

    LG

    (19) 22.11.16 - 08:38

    Guten Morgen Ihr Lieben,

    ich möchte euch vielmals für die zahlreichen Antworten danken!
    Es hat meine Sicht doch etwas geweitet würde ich sagen... Mein "Problem" ist vielleicht einfach meine eigene Kindheit und dass ich es gewohnt war, dass Mutter zwar kaum Zeit aber dafür immer in der Nähe war.

    Aber natürlich denk ich auch an meinen Job, denn der Weg bis dahin wo ich nun stehe war lang und steinig, ihr habt Recht damit, dass ich nach einigen Jahren ziemlich schlecht da stehe.

    Ich werde nochmal mit meinem Mann reden. Zu unserem Glück verdient er recht gut, ABER das hab ich bisher auch und natürlich merkt man es, wenn plötzlich beinahe die Hälfte des EInkommens fehlt.

    Nach einiger Bedenkzeit und euren Meinungen überlege ich, ob ich zwar 3 Jahre einreiche, aber nach 1 Jahr evtl. mindestens in Wohnortnähe einen 450 Euro-Job finde (mit Kindsbetreuung durch Schwiegermama)und nach 2 Jahren evtl.aufstocke. Mein Traum wäre was mit Home-Office zu finden. Aber bei meinem bisherigen Arbeitgeber ist das nicht machbar und auch sonst sind bei uns auf dem Lande viele Firmen noch recht altmodisch in der Hinsicht.
    Ich weiß auch nicht, ob mein jetziger Arbeitgeber da mitspielt, aber notfalls muss ich dann eben kündigen, denn insgeheim habe ich eh nie vor in diese FIrma zurück zu gehen. Dann lieber ein paar Stunden in einer neuen Firma arbeiten, bei der ich ne Aussicht hab auf Dauer aufzustocken und zu bleiben.

    Danke, dass ihr meine Sichtweise etwas aufgelockert habt!

    Viele Grüße

    • (20) 22.11.16 - 13:09

      Wenn möglich halte Dir möglichst alle Optionen offen. .. ich konnte mir vor der Ss nicht einmal richtig vorstellen ein ganzes Jahr zu Hause zu bleiben und jetzt Ware es tolle knapp 3 Jahre

      (21) 23.11.16 - 14:37

      Ich glaube, Du hattest noch nach einer Kündigungsfrist während der Elternzeit gefragt:

      § 19 BEEG
      Kündigung zum Ende der Elternzeit

      "Der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin kann das Arbeitsverhältnis zum Ende der Elternzeit nur unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten kündigen."

      Mach was Du für richtig hälst. Ich bin nach 1 Jahr wieder eingestiegen (bin Lohn- und Finanzbuchhalter), das hat für uns super gepasst.

      Ehrlich gesagt finde ich jedoch, dass gerade in unserem Job eine Auszeit von mehr als 2 Jahren sehr viel ist, weil man da doch eine Menge aufholen oder auch nebenbei privat immer viel fortbilden muss.

      Alles Gute!

(22) 22.11.16 - 19:16

Hallo,

ich finde es bei dieser Diskussion immer wieder interessant, dass diese ersten drei Jahre daheim oder nicht wild diskutiert werden.

Wenn es die Möglichkeit gäbe würde ich:

- das erste Lebensjahr zu Hause bleiben und dann TZ arbeiten

- das erste Schuljahr daheim sein

- und das erste Halbjahr der fünften Klasse daheim sein.

Junior wird im Januar acht und der Sprung in die erste Klasse empfand ich als heftiger als der Eintritt in den Kindergarten. Fremdbetreut wurde Junior ab seiner 8. Lebenswoche daheim. Der Kindergartenstart war super, das Einfinden in den Schulalltag brauchte mehr Begleitung. Liegt vielleicht auch an unserer ländlichen Heimat.

LG Reina

  • (23) 13.12.16 - 11:22

    Letzten Endes muss erstmal jeder für sich selber nach seinem Bauchgefühl handeln.
    Aber auch nach seinen finanziellen Möglichkeiten. Ich konnte mir mehr als 1 Jahr nicht leisten.

    Bei 2 Jahren hätte man nur die Hälfte pro Monat. Und im dritten Jahr gibt es gar kein Geld, das kann nicht jeder...

    Wenn ich gekonnt hätte, wäre für mich wahrscheinlich die Variante 2 Jahre in Frage gekommen...aber wir haben auch so nichts zu bereuen. :-D

    (24) 29.12.16 - 21:01

    daher kann man das 3 ez Jahr bis zum 8. lj übertragen wenn der ag zustimmt. und soweit ich weiss ist genau dass als bsp. aufgeführt damit das 1. Schuljahr begleiten kann.

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