Wie erzieht ihr?

Woher nehmt ihr eure Erziehungsgrundlagen?

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    • (1) 21.11.16 - 15:26

      Hallo ihr! :)

      Mich interessiert, wie ihr euren Erziehungsstil so beschreiben würdet und woher ihr eure Grundlagen dafür nehmt: Bauchgefühl, Ratgeber, die eigenen Eltern oder ganz was anderes?

      Ich habe das Gefühl, der Trend geht immer weiter weg von dem, wie unsere Eltern uns erzogen haben, hin zu Ratgebern, wenn ich mich mit anderen Müttern unterhalte. Wie seht ihr das so und was haltet ihr davon?
      Ich persönlich mache vieles ähnlich wie meine Mama und bin gleichzeitig ein großer Freund vom berühmten Bauchgefühl. ;) Ich entscheide situativ und zwinge mein Kind nicht in starre Regeln, versuche aber schon, meine persönlichen Grenzen klar zu ziehen.
      Den Anspruch, perfekt zu sein hatte ich nie und ich bin mir auch mal unsicher. Rat suche ich dann mal bei meiner Mama, mal bei Freundinnen und selten im Internet.

      Bin gespannt auf eure Ansichten! ;)

      Alles Liebe!!!

      • Hallo,

        ich habe meinen beiden mittlerweile erwachsenen Kinder wie du es so schreibst "nach Bauchgefühl" erzogen.

        Mein Vater war nie da, immer arbeiten oder in der Kneipe und meine Mutter hatte keine Lust in irgendeiner Art mich zu erziehen oder was mit mir zu unternehmen, sich zu kümmern, Interesse an dem zu zeigen was ich mache. Die meiste Zeit konnte ich machen, was ich wollte - das war in den 70ern. Von daher habe ich viel Lehrgeld bezahlt für mein Handeln, andererseits war ich meinen Freundinen in meiner Selbständigkeit weit, weit vorraus.

        Ich hatte zwar materiell alles und auch eine schöne Kindheit, nur so wie meine Eltern mich erzogen haben, wäre das für meine Kinder nie in Frage gekommen.

        Meine Erziehung setzt sich zusammen aus Liebe, da sein für mein Kind, mich für es einsetzten in Kiga, Schule etc. und ganz wichtig waren mir Werte wie Höflichkeit, Ehrlichkeit, gutes Benehmen, Tischmanieren, wissen, wie man eine Waschmaschine bedient, kleine Gerichte kochen, auch, dass es keine Menschen 2. Klasse gibt, hilfsbereit und und und.

        Meine Erziehung war locker, meine Kinder durften viel solange ihr Verhalten vernünftig war. Sie sich an Abmachungen hielten. Ich hatte aber auch Glück, beide Kinder waren pflegeleicht, haben von Säuglingsalter an gut und viel geschlafen.

        Es gab keine Endlosdiskussionen, es wurde immer gemeinsam nach einer Lösung gesucht und jeder musste Kompromisse eingehen.

        Meine Kinder standen immer an erster Stelle, zuerst mein Kind dann ich - das kannte ich von meiner Mutter nicht, ich fühlte mich von ihr oftmals allein gelassen mit allem

        Hallo,

        ich habe viel nach Bauchgefühl erzogen, war auch mal strenger und ziemlich konsequent. Heute ist die Erziehung unterschiedlich, finde sie aber insgesamt zu frei. Manche Kinder werden zu sehr in Entscheidungen einbezogen, mit denen sie überfordert sind.

        LG
        Lana

        • Hallo ! :)

          Ich stehe noch am Anfang mit meiner Maus aber mir kommt es auch so vor, als wäre heute alles sehr locker und ich stehe mit meinen Ansichten oft allein da. Ich möchte vieles wie meine Mama machen. Sie hat uns immer "an der langen Leine" gelasssen: sprich, wir Kinder durften sehr viel, haben uns ausprobieren dürfen und dennoch gab es klare Grenzen und Rituale. Bei uns waren Tugenden wie Hilfsbereitschaft und Höflichkeit einfach etwas, was uns vorgelebt wurde und ich kann oft nicht verstehen, wo die Moral der Menschen geblieben ist? Respekt gegenüber allen Menschen und Tieren ist das höchste Erziehungsziel. Meine Mama sagte immer:"Der Rest ist Persönlichkeit und kommt von allein".

          Alles Liebe dir! ;)

          • wenn diese Antwort mir gilt

            genau das, kenne ich nicht von meiner Mama

            Wobei man aber sagen muss, es waren die 70er, mit Kuchen backen und so war damals noch nicht

            Mich hat dies aber in meiner Erziehung bestärkt, genau so NICHT zu erziehen bzw. war ich überall dabei, was meine gemacht haben. Sport, Schulveranstaltungen etc.

            Bei meinen Kindern habe ich das komplett anders gemacht, und aus dem Bauch heraus und habe nie niemals einen Erziehungsratgeber dafür gebraucht

      Hallo
      Zum einen nach meinem Bauchgefühl und zum anderen so wie ich auch schon aufgewachsen bin. Ich will meine Kinder zu selbstständigen Menschen erziehen die sich auch ihre eigenen Gedanken machen. Das selbständig- bzw. erwachsen werden ist für mich auch ein Prozess der schon relativ früh beginnt und auch das spiegelt sich in meiner Erziehung wieder.
      Ein Kind ist schon erwachsen und kann sich über meine Erziehung nicht beklagen. Demnach habe ich wohl was richtig gemacht.
      Natürlich muss man aber auch bedenken das auch Geschwister unterschiedlich sind. Ob ich bei den jüngeren Kindern wenn sie älter werden genau so handeln kann wie bei ihr wird sich zeigen.

      LG

    (8) 21.11.16 - 18:53

    Hallo,

    da ich eine bescheidene Erziehung mitmachen musste , funktioniert mein Bauchgefühl nur begrenzt.

    Ich habe in der Vergangenheit die Erziehungsberatung aufgesucht, Bücher und Zeitschriften gelesen , in Foren quer gelesen, mich mit anderen unterhalten.

    Ich finde es gut, wenn sich Eltern ein informieretes Bauchgefühl benutzen.

    Gruß Sol

    (9) 21.11.16 - 23:14

    Huhu

    Für mich nur teilweise passend von den Vorschlägen ;)
    Ich habe eine Ausbildung zur sozialassistentin gemacht,daher habe ich das meiste dort her ;))
    Danach die Erfahrung durch Kinder von Verwandten^^

    Lg

    Hallo,

    ich erziehe nach Bauchgefühl, was nicht bedeutet, dass ich nicht hin und wieder mal Ratgeber oder Blogs lese. Aber die Auswahl beruht dann ja auch wieder auf meinem Bauchgefühl - ich lese nicht, um konkrete Probleme zu lösen oder mir Tipps zu holen, sondern eher um zu schauen, wie andere das machen, wie Experten das einschätzen, etc.

    Meine Eltern frage ich nicht. Die teilen sich mir ungefragt mit. ;-) Ich weiß schließlich, wie ich erzogen wurde und bei meinen deutlich jüngeren Geschwistern habe ich es auch erlebt. Ich mache vieles anders, ich erlaube mehr, bin insgesamt lockerer, mir sind andere Dinge wichtig als meinen Eltern, aber letztlich sind wir nicht soooo uneinig, dass wir deswegen streiten würden oder dass ich ihnen meine Kinder nicht überlassen könnte.

    Viele Grüße!

    Ich habe viele Ratgeber gelesen und manchmal fand ich Sachen gut und wende sie an, aber eigentlich erziehe ich ganz nach meinen Vorstellungen, ich finde Kinder sollten selbstbewusste Menschen werden,die immer nachdenken sollten und selbstständig ihre Entscheidungen treffen sollten, da mische ich mich gar nicht ein und ich unterstütze all ihre Entscheidungen die sie persönlich betreffen, sprich Schule, Hobbys, Freunde usw. Aber ich finde auch dass Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Verantwortung wichtig sind, deshalb gibt es bei uns kein Bäumchen wechsle dich wenn eine Entscheidung getroffen wurde, sie wird dann auch durchgezogen. Schimpfwörter oder sowas ist zu Hause inakzeptabel und man macht Dinge die anstehen gemeinsam.

    Zum anderen finde ich gewisse Regeln wichtig, an diese haben sich die Kinder zu halten, wenn sie sonst verantwortlich handeln dürfen sie auch mitsprechen über die Regeln das letzte Wort haben aber wir Eltern, die Regeln betreffen das Familienleben.

    da meine Mama bei uns schon sehr bedürfnisorientiert erzogen hat und Einschlafbegleitung und Familienbett hier nicht unter neumodischer Kram fallen sondern unter altbewährt kann ich schon sagen dass ich viel wie meine Mutter mache.

    Bei mir ist es auch eine Kombination aus mehreren Punkten. So wie meine Eltern erzogen haben, möchte ich in den allermeisten Momenten nicht sein. Aber gerade in Stresssituationen merke ich, wie schnell man sich leider in der gleichen Fahrspur befindet. Daher helfen mir Ratgeber um Verhaltensweisen zu verändern. Sprich mein Bauchgefühl merkt schon, es läuft etwas schief. Manchmal kann ich mir selber helfen, aber ich hatte auch schon viele Aha-Erlebnisse durch Beiträge in Foren, Bloggs und Ratgeber. Aber da selektiere ich ja auch wieder, was so zu mir und meinen Wertvorstellungen passt.

    "Ich habe das Gefühl, der Trend geht immer weiter weg von dem, wie unsere Eltern uns erzogen haben, hin zu Ratgebern, wenn ich mich mit anderen Müttern unterhalte. Wie seht ihr das so und was haltet ihr davon?"

    Wirklich? Wenn ich mich mit anderen Müttern unterhalte, überwiegt häufig eher die alte Schule. Kommt wohl auf das Umfeld an. Aber ich würde es begrüßen, wenn dem so ist. Wobei, es kommt ja stark auf die Auswahl des Ratgebers an. Letztlich wollen doch alle Eltern ihre Kinder auf die Zukunft vorbereiten. Solange ein kind tragfähige, liebevolle und authentische Beziehungen erfährt, muss man wohl die Eigenheiten der anderen irgendwo respektieren. Persönlich wünschenswert fände ich da noch einiges mehr, aber das ist rein subjektiv.

    LG

    • Hallo du!

      "So wie meine Eltern möchte ich in den allermeisten Momenten nicht sein"
      Ich finde es immer sehr schade, wenn jemand so etwas sagt, denn das bedeutet, dass die Eltern deine Kindheit nicht so gestaltet haben, dass du damit glücklich warst.
      Ich habe wohl großes Glück, denn meine Eltern haben sehr feinfühlig erzogen und auch wenn sie nie perfekt waren kann ich sagen, meine Kindheit war voll von Respekt und Liebe und ich durfte genau so sein, wie ich bin. Natürlich gab es Regeln und Rituale aber ich glaube, die waren wichtig um uns Kindern Sicherheit zu geben.

      Ich hoffe, meinen Kindern eine ähnlich tolle Kindheit geben zu können und habe eher Angst, nicht so eine tolle Mama wie meine eigene zu sein. Verrückt, oder?! ;)

Hallo,

interessante Umfrage.

Ich mache viel nach Bauchgefühl und ab und zu habe ich mir auch schon mal Rat hier bei Urbia geholt.
Aber wer mir auch viel hilft ist eine liebe Freundin, die bereits drei fast erwachsene Kinder hat und selber als Tagesmutter arbeitet.
Ihr Konzept finde ich gut, sie lässt den Kids viel Freiraum und Mitsprache, aber sie kann auch mal konsequent werden und jedes Kind hat auch schon immer gewisse Aufgaben bekommen.
Und als ihre Kids oft frech waren, erzieht sie auch mit einem gewissen Humor.
(Ihr Sohn war mal eine Zeit lang nur am Mist machen (Schwestern ärgern, etc) und sie hat ihn dann immer schnell zu irgendeiner Tätigkeit verdonnert. Müll wegbringen, Kartoffeln schälen, zum Bäcker radeln oder eine Butter im Supermarkt holen, Fahrrad säubern...).
Und wenn er seine Schwestern ärgerte (am Ohr schnicken, in den Hintern treten, Zeitschrift auf den Kopf hauen), dann hat sie ihm postwendend aus dem Hinterhalt mal das Gleiche "angetan" (immer in der Lightversion ;-), einen Ohrschnick mitgegeben, einen strumpfbesockten Knuff in den Hintern... aber es hat gewirkt). Sie sagte mir auch mal, das ist halt Bauchgefühl.

Von meinen Eltern habe ich nicht viel übernommen - meine Mutter war weniger die Mum, die sich auch mal in puncto Kindergartenaktivitäten oder Schulprojekte mit engagiert.
Sie hat mal selber kürzlich gesagt

"Ach diese ganzen Sportfeste und Klassenfahrten und Sommerfeste, was da immer alles gemacht werden muss und vorbereitet werden muss und dass die Kinder dieses und jenes dabei haben, da hatte ich noch nie was mit am Hut!"
Und mein Vater war meistens gar nicht groß im Bilde, was eigentlich in der Schule los ist.

Auch war sie viel alleine mit uns und es gab oft schon wegen Kleinigkeiten mal eine Ohrfeige oder den Kochlöffel. Und sie schimpfte und keifte viel, wenn man mal was erzählen wollte, kam oft ein genervtes "Jaaaaaaa!" (so nach dem Motto "Komm, lass mir mei Ruh!")

Und Erziehung wurde bei uns auch manchmal richtig auszelebriert, soll heißen: Wenn Mist gebaut wurde, gab es erst ein Donnerwetter und auch mal die Hucke voll und dann wurde oft tagelang schweigend und mit eisigem Blick herumgeschlichen und man wurde richtig ignoriert.

Oder es gab mal eine Situation - meine ältere Schwester hat was angestellt, ich habe eine Watschn mitbekommen, weil ich dabei war. Prophylaktisch sozusagen. Und unser jüngerer Bruder hat abends ohne Anlass einfach so ein Spielzeug bekommen. Weil er ja so lieb ist.#wolke

Das waren schon manchmal unschöne Episoden.
Ich versuche aber, für mich damit abzuschliessen und bei meinen Kids nach vorne zu schauen.

Ab und zu merke ich auch, wie ich mal keifig werde oder genervt - meine Große steckt gerade in einer schönen Prinzessin-von-Zickewitz-Phase - aber dann versuche ich mich schnell wieder zu fangen.
Manchmal muss ich schimpfen - neulich war es mal aus Faulheit, sie aß eine Banane und die matschige Schale lag erst auf dem Sofa. Als ich sie aufforderte, die Schale zu entsorgen, lag sie später einen Meter weiter auf einer Kommode. Da werde ich halt sauer, aber sie muss es auch lernen. Im Kindergarten klappt sowas ja auch.
Mir gefällt dieses Geblaffe selber nicht, und ich sage mir dann selber immer "Komm mal wieder runter!" - nur manchmal kommt man mit dem Schmusekurs auch nicht weiter, wenn man es schon 10x gepredigt hat.

  • Hallo du!

    Danke für deinen Bericht! :)

    Schade, dass du solche negativen Erinnerungen an deine Kindheit hast.
    Ich frage mich immer, ob es nicht schwer ist, auf einer solchen Basis sein eigenes Erziehungskonzept zu kreieren?
    Ich

    Meine Mama hat alles gemacht: war auf allen Fußballturnieren, Tabzauftritten und Gitarrenvorspielen, hat Kuchen gebacken und für Basare gebastelt. Experimente für die Schule mit uns gemacht, Kekse gebacken, Lieblingsessen am Geburtstag gekocht, spontan im Herbst Blätter gesammellt und Mobiles gebastelt usw und so fort.
    Ich wäre froh, wenn ich nur halb so eine gute Mama werde und mache mir da selbst oft Druck...!

    • Hallo,

      danke Dir.
      Sowas hätte ich mir damals auch sehr gewünscht!

      Materiell ging es uns durchaus gut, nur Emotionales wurde nicht diskutiert, sondern wir sollen halt so gut und unkompliziert es geht funktionieren.Es wurden gute Noten erwartet und dass wir bei Theaterstücken etc mit auf der Bühne sind. Dinge, mit denen man bei den Leuten quasi gut da stand.

      Dinge wie Freizeitpark, Spaßbad, wurden nicht gemacht, da hatten unsere Eltern einfach null Ambitionen zu.

      Kino vl 2-3x als sehr kleines Kind mit dem Vater. Ansonsten eher Museen, Ausstellungen, Dinge die die Eltern mögen und die uns als Kinder eher gelangweilt haben, weil es meistens um irgendwelche Bilder oder alte Möbel ging. Ausnahme war ein großes Technikmuseum.

      Wir drei sind halt mitgelaufen, haben irgendwann Schmarrn gemacht und dann war wieder Stress vorprogrammiert.
      Das ist nicht böse gemeint und unsere Eltern saßen auch nicht nur faul herum.

      Mein Vater hat gearbeitet und meiner Mutter war ein sauberes Haus und piccobello Garten wichtig. Sie machte den ganzen Tag was im Haushalt, kochte, usw.

      "Ich frage mich immer, ob es nicht schwer ist, auf einer solchen Basis sein eigenes Erziehungskonzept zu kreieren?"

      Genau die Situation, dass meine Eltern da damals nicht so die "Lust hatten", sich im Kindergarten oder Schule zu engagieren und einzubringen (zu viel zu tun , zu viele Leute, da sind die ganzen Bauerntrampel, da wird nur geratscht, ich brauche meine Ruhe, die Tante Lise ist da) oder dass solche Dinge wie Freizeitaktivitäten nur wenig und wenn dann nach dem Geschmack der Eltern umgesetzt wurden, macht es aus, dass ich es bei meinen Kids anders angehen möchte.

      Wir unternehmen viel mit ihnen, auch viele Freizeitsachen.
      Bringen uns im Kindergarten ein, die Kids dürfen Freunde mitbringen, und wir beide bevorzugen auch nicht eines der Kinder oder vergleichen sie dauernd mit anderen Kindern.
      Mein Mann hatte auch immer unter der Vorzugsmeierei zu leiden.

      Jedes Kind hat seine Stärken und Schwächen, aber wir würden nicht dem einen ein Spielzeug schenken nur weil der andere frech war oder dem einen absichtlich das größere Kuchenstück geben, weil es "der Kleine" ist oder so.

      Und bei Festivitäten im Kindergarten etc backe ich auch mal gerne einen Kuchen oder helfe mit, sofern es meine Arbeit zulässt (das ist bei mir oft der Knackpunkt, dass ich an den Vorbereitungsnachmittagen oft beruflich nicht kann). Aber ich versuche es und wenn es eben nur Dinge sind, wie einen Kuchen zu backen. Meine Mutter zum Beispiel findet das affig (Hach ja, die ganzen ratschenden Weiber da, das war nie meins!) aber ich sehe es eben anders.
      Und bei Aufführungen, etc sind wir dabei, das ist Ehrensache.

      LG

(18) 23.11.16 - 12:13

Ich finde, meine Eltern haben ihre Sache damals ziemlich gut gemacht. Wenn ich meinen Kindern so eine Kindheit bieten kann, wie ich sie selber hatte, bin ich zufrieden. Ich erziehe überwiegend nach Bauchgefühl, bin aber nicht immer 100% zufrieden mit mir. Ich weiß, die immer harmonische Rama-Familie gibt es nicht, aber ich erwische mich manchmal selber dabei, wie ich beim Schimpfen so eine ganz unangenehme Mecker-Stimme bekomme, und bin dann von mir selber total genervt. In meiner Erinnerung waren meine Eltern früher immer ausgeglichen und Herr (oder Frau!) der Lage- wenn ich allerdings mit meiner Mutter spreche, sagt sie mir, dass auch sie damals Selbstzweifel hatte und mal an ihre Grenzen kam. Das beruhigt mich dann wieder. Ab und zu lese ich ganz gerne mal in einem Ratgeber- natürlich suche ich mir dann schon von vorneherein die aus, die auch zum meinem Bauchgefühl passen. Aber man bekommt dann doch den einen oder anderen Gedankenanstoß oder eine neue Sichtweise auf bestimmte Dinge...

(19) 23.11.16 - 15:35

Ich würde sagen, dass es eine Mischung ist aus Bauchgefühl, eigene Eltern und Ratgeber.

Ich erziehe in erster Linie aus dem Bauch heraus, allerdings ist der natürlich sehr stark von meinen Erfahrungen mit meinen Eltern geprägt. Da denke ich immer: meine Eltern haben das so und so gemacht, und aus mir ist auch was geworden - also kann es ja nicht falsch gewesen sein.

Wenn ich aber in Situationen kommen, in denen ich nicht weiter weiß, lese ich auch durchaus mal einen Ratgeber (wobei ich damit nicht sehr erfolgreich war) oder treibe mich mal hier bei Urbia rum und höre, wie andere Mütter meine Erziehungsprobleme stemmen.....

bei uns ist es eine mischung aus allem. wenn ich etwas sehe, was freunde von uns machen und wir es sinnvoll finden, dann scheue ich mich nicht, es auch anzuwenden. vieles geht aus dem bauch raus aber ich wuerde jetzt nicht behaupten, dass es 100% sind. ich hab auch schon im internet sehr interessante methoden gefunden. wie gesagt, es ist etwas von allem.

Hallo,

ich habe "Erziehen" erst gelernt, als ich selbst ein Kind hatte. Damals war ich auch schon hier im Forum unterwegs und war sehr unsicher.

Meine eigene Erziehung war da leider keine Hilfe, denn die war katastrophal. Das ist höchstens ein gutes Negativbeispiel und würde mir heutzutage (Gott sei Dank) wohl eine Strafanzeige einbringen.

Ich habe durch viel Lesen in Büchern, Foren usw. erst mal eine grundlegende Sensibilisierung für Erziehung, Probleme, kindliches Verständnis und Entwicklung gelernt. Auch heute lese ich noch gern quer und profitiere von der Meinungsvielfalt, weil ich einfach selbst sensibilisiert werde, welche Probleme auftreten könnten und wie das Familienleben und die Psychohygiene verbessert werden können. Es ist interessant zu lesen, wie es in anderen Familien zugeht, was Sinn macht und was nicht, was gut klappt und was nicht. Auch mit Freunden und anderen Müttern unterhalte ich mich gern darüber - da geht es aber weniger um Erziehung nach "x" oder "y", sondern mehr um einzelne Besonderheiten.

Und oft hat jemand auch eine tolle Idee, die ich auch umsetze, weil sie gut zu unserer Familie passt.

Mein eigenes Kind erziehe ich heute nach meinem Bauchgefühl. Das habe ich mir seit der Schwangerschaft aber auch hart antrainiert durch Lesen, Lernen und Ausprobieren! Ich war nicht immer so selbstsicher im Bereich Erziehung.

Ratschläge aus Büchern nehme ich gern mal mit, ABER jedes Kind ist anders! Es kann ein Buch mit vielen Ratschlägen geben, davon passen aber nur die Hälfte oder weniger zu DIESEM Kind. Macht ja nix, dann nehm ich für mich mit, was ich kann und lasse den Rest bleiben.

Du siehst also, es ist eine Mischung aus allem! Wir haben heutzutage viel mehr Einflüsse von außen, die ich durchaus als bereichernd empfinde und über die ich mich sehr freue.

Viele Grüße

jg

Hallo,

unsere Kinder werden hauptsächlich nach dem Bauchgefühl erzogen, bei bestimmten Sachen hole ich mir den Rat meiner Mama.

Bei uns gibt es schon bestimmte Regeln, ich denke die sind einfach wichtig für Kinder. Wir versuchen sie relativ früh (natürlich dem Alter entsprechend) selbständig zu erziehen und sie auch in alltägliche Aufgaben mit einzubinden, auch dem Alter entsprechend.

Perfekt sind wir sicher auch nicht, will ich auch gar nicht sein. Ich reagiere der Situation entsprechend und versuchen ihnen wichtige Werte mit auf den Weg zu geben.

Lg #winke

(23) 27.11.16 - 18:27

Hallo

es war eine Mischung aus Bauchgefühl, Vorbild der Eltern, Ratgeber/Bücher, Zeitgeist und Beobachtungen im Umfeld.
Ich hatte genug Zeit mir darüber Gedanken zu machen, da ich mit 31Jahren mein erstes Kind bekam.
Ich habe mir, wie ich glaube, das für mich Beste aus Allem zu eigen gemacht.Vieles gestaltete sich auch in der Praxis ganz anders, zumal jedes Kind andere Anforderungen stellt.
Oft stellte ich mit Erstaunen fest, wie viel ich dann doch von meinen Eltern übernommen hatte.
Ich denke das ich Extreme vermeiden konnte.Extreme sind für mich absolutes Gewähren lassen ( ob jetzt aus Überzeugung oder Bequemlichkeit ) oder strenges Reglement.
Die Vorbildfunktion sollte man auch nicht unterschätzen, viele Kinder spiegeln die häusliche Atmosphäre.
Mit den bisherigen Rückmeldungen bin ich sehr zufrieden :-)
Meine Älteste meinte mal ,sie hätte im Schnitt, mehr Freiheiten als ihre Mitschüler gehabt.
Meine "Kinder" sind nun 29, 21 und 19 Jahre alt.Sie würden mir alle bedenkenlos ihre Kinder anvertrauen, sagen sie.Ich habe es sogar schriftlich.#verliebt
Zwei wohnen noch in unserem Haushalt.
Allgemein hielt man sie in der Schule durchgängig für sozial verträglich und gut erzogen.
Allerdings liegt das ja im Auge des Betrachters.Ob gut erzogen oder nicht, erzogen sind sie jedenfalls.;-)
Die Früchte ernte ich heute, es ist schön die Jüngeren noch im Haus zu haben.Zumal sich das jetzt bald ändern wird.

L.G.

  • (24) 28.11.16 - 12:25

    Hallo!

    Danke für deinen Bericht. Das klingt total schön, wie du über deine Familie sprichst.
    Du hast ja nun schon so viele Jahre Erziehungserfahrung hinter dir - würdest du nir eventuell ein paar Fragen beantworten?

    Undzwar wird bei Babys und Kleinkindern oft von Außenstehenden behauptet, es würde dieses oder jenes Verhalten nur zeigen, weil die Eltern es "verbockt" haben. (Grob gesagt)
    Wie viel, denkst du, ist da wirklich Erziehung und wie viel auch die Persönlichkeit der Kinder? Was kann man wirklich anerziehen?
    Mir fällt es immer schwer, zu glauben, sensible Kinder seien so, weil sie verhätschelt wurden und die, die Regeln schwer akzeptieren und oft negativ auffallen seien bloß zu locker erzogen worden. Es wird oft so getan, als seien die Eltern allein verantwortlich für den Charakter des Kindes. Ich will das einfach nicht glauben.

    Alles Liebe!

    • (25) 28.11.16 - 13:23

      Auch Leute die Kinder haben vergessen so schnell wie es in diesem Alter war.
      Babys und Kleinkinder sind einmal sehr unterschiedlich vom Temperament, zum anderen eben unterschiedlich sensibel.Da habe ich mich auch gewundert bei meinen.
      Allein schon die Fremdel- ( beginnt bei manchen Kindern schon sehr früh, bei anderen ist sie kurz und spät )und Trotzphase fällt doch bei jedem Kind unterschiedlich aus.
      Das entscheidet man wohl von Situation zu Situation, ob in diesem Alter und der speziellen Situation bereits "erzogen" werden sollte, oder ob Ablenkung das gerade geeignete Mittel ist.
      Wenn Kinder trotzen trifft man oft auf Unverständnis.Ich hatte im Supermarkt mit meinem Sohn auch so klassische Situationen: auf den Boden werfen, schreien, Kopf aufschlagen.
      Was glaubst du wie manche Leute das kopfschüttelnd beobachtet oder gar kommentiert haben.
      Da muss man ruhig bleiben und sein Ding durchziehen.Nur du kennst dein Kind .Im Falle meines Sohnes ( der nicht ansprechbar war in dieser Situation ) hatte ich Glück.Sobald ich mich aus seiner Sichtweite entfernte, kam er mir ganz schnell hinterher gerannt.Das Objekt seiner Begierde ( das den Anfall auslöste ) bekam er nicht.Auch weil er sich zuvor meist schon eine Kleinigkeit aussuchen durfte.Weniger anhängliche Kinder sind vielleicht auch mal nicht zu beruhigen.Deshalb ist alle Theorie grau.
      Gerade mein Sohn hat z.B. die Stimmung zwischen seinen Eltern gespiegelt.Da muss man sich dann nicht wundern.Seine Wutanfälle waren legendär und endeten erst Monate nach unserer Trennung.
      Ich bin der festen Überzeugung , dass Kinder auf jeden Fall Stimmungen, Ängste und Unsicherheiten der Eltern spiegeln.
      All zu spät sollte man also mit Erziehung nicht anfangen.Auch wenn ich das im Babyalter in vielen Situationen für zu früh halte. Man beobachtet das Kind, schützt es z.B. vor Reizüberflutung, Übermüdung etc, lebt ihnen erwünschtes Verhalten vor., dann verhalten sie sich doch meist entsprechend!?
      Ich fand diese Zeit sehr schön, auch wenn man überall seine Augen haben muss.Das eine haut bei jeder Gelegenheit ab oder entdeckt etwas, das andere Kind ist eher gemütlich.
      Vielleicht sollte man vorsichtshalber mal die Schwiegermutter fragen ,wie denn der Gatte so als Baby war.;-)
      So unterschiedlich meine Kinder auch sind/waren.Alle haben gut geschlafen und gegessen.......wie ich.:-)

      Ganz allgemein ist mein Eindruck, heutzutage wird eher weniger erzogen . Oft aus Bequemlichkeit, das wird dann als antiautoritär und freiheitlich verkauft.
      Tischmanieren mit 6 Jahren? Warum denn, das lernt es schon noch.Ja sicher, aber mühsamer und bis dahin ist das Kind in Gesellschaft schon unangenehm aufgefallen.Nur mal so als Beispiel.

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