Geschwisterstreit und Neid!

    • (1) 21.12.16 - 18:22

      Meine 2 kleinen Elfen bringen mich in letzter Zeit tierisch um den Verstand!
      Es wird den ganzen Tag gestritten, geärgert, getriezt und provoziert!
      Meistens geht das von der Großen (5Jahre) aus.
      Sie haut auch gezielt nach ihrer Schwester (4 Jahre).
      Eigentlich wird die kleinere den ganzen Tag von ihr gehauen, gezwickt, getreten.
      Die Kleine dagegen provoziert gezielt mit Worten.
      Die Große ist bei jeder Kleinigkeit neidisch und verhält sich total gierig, wenn es dann z.b ums Essen geht. Sie hat ständig das Gefühl, sie könnte weniger abbekommen, als ihre jüngere Schwester und schaufelt sich den Teller randvoll, obwohl sie gar keine große Esserin ist. Sie versteckt Lieblingsspielsachen und Kuscheltiere, was natürlich jedesmal ein großes Geheule nach sich zieht.
      Eigentlich können die beiden keine 2 Minuten im selben Raum sein, ohne dass es rießen Krach und Gezanke gibt.
      Im Kindergarten ist es da nicht anders. Die Erzieherinnen sehen das locker, sie sagen Streit unter Geschwistern haben sie öfter und das sei normal.
      Mich macht es trotzdem stellenweile wahnsinnig!
      Manchmal bekomm ich schon nen Horror, wenn wir einen Nachmittag zuhause verbringen, weil ich schon garnicht mehr weiß, wie ich die Streithähne trennen soll.
      Alleine für sich sind beide super lieb und spielen, beschäftigen sich selbst und sind echt extrem pflegeleicht! Woran liegt das nur, dass sie einfach nicht miteinander können?
      Hat jemand Tipps für mich?

      LG

      • Habt ihr schon mal bestimmte regeln ausgehandelt? Vielleicht sollen die Kinder mal überlegen, was sie besonders wütend macht und das auch so formulieren. Anhand dessen könnte man bestimmt Verhaltensregeln festlegen und Rücksicht nehmen.

        Haben Sie getrennte Zimmer? Wie sind Spielsachen aufgeteilt?

        Vielleicht könnt ihr eine Wutecke schaffen, in der sie sich austoben anstatt zu zanken. Lernen, sich aus dem weg zu gehen, wenn sie sich nur nerven. Natürlich alles begleitet durch dich, bis sie es ein bisschen verinnerlicht haben.

        • Und im kindergarten: vielleicht wären getrennte Gruppen sinnvoll gewesen?

          "Habt ihr schon mal bestimmte regeln ausgehandelt?"

          Die Regeln sind eigentlich: keine körperliche Gewalt und keine Schimpfwörter.
          in Ihren Zimmer haben sie ein kleines Igluzelt aufgestellt, in dass sie dann gehen können. Dort dürfen sie schimpfen (in angemessener Lautstärke) um dem Ärger Luft zu machen.
          Meistens ist, dort angekommen, aber schon der Reiz des "Schimpfens" weg und sie sind wieder recht schnell entspannt.
          Hauen lässt sich meist nicht so einfach kontrollieren, weil sie das vorallem dann machen, wenn ich gerade nicht im Raum bin. Zumindest muss derjenige sich entschuldigen.

          "Vielleicht sollen die Kinder mal überlegen, was sie besonders wütend macht und das auch so formulieren"

          Das lässt sich gar nicht so einfach beantworten. Meistens macht sie schon die bloße Anwesenheit des anderen wütend!

          "Haben Sie getrennte Zimmer? Wie sind Spielsachen aufgeteilt?"

          Sie haben ein gemeinsames Zimmer (lässt sich auch nicht anders lösen).
          Spielsachen sind ganz klar getrennt: Meins und Deins!
          Obwohl meine jüngere meistens schon gewillt ist, ihre Spielsachen zu teilen, ganz im Gegensatz zu meiner Großen!

          "Lernen, sich aus dem weg zu gehen, wenn sie sich nur nerven. Natürlich alles begleitet durch dich, bis sie es ein bisschen verinnerlicht haben. "

          Wenn reden und schlichten nicht mehr hilft, muss ich sie trennen. Dann mache ich eine halbe Stunde was mit der einen, danach was mit der anderen.
          Läuft auch solange gut, bis eine von beiden dazu kommt. Dann wird direkt losgenörgelt und gepiesakt!

          Im Kindergarten gehen sie sich eigentlich sowieso schon aus dem Weg. Innerhalb der selben Gruppe haben beide ihren eigenen Freundeskreis. Zumal die kleine eh lieber mit den Jungs spielt.
          Sie hängen eben sehr an ihren Erzieherinnen und die Große ist als Vorschulkind in vielen Projekten, da hielten sie es im Kindergarten für eine schlechte Idee, die beiden in unterschiedliche Gruppen zu geben.

          Ich kann ja schon nachvollziehen, dass sie einfach gegenseitig voneinander genervt sind, schließlich sitzen sie sich den ganzen Tag "auf der Pelle", teilen sich ein Zimmer, sind zusammen im Kindergarten, verbringen ihre ganze Freizeit zusammen usw.

          Theoretisch halte ich mich eigentlich auch für relativ erziehungserprobt, habe meist die richtigen Ansätze, nur funktionieren die in der Praxis oft nur allzu schlecht, oder nicht auf den Punkt und ich fühle mich oft rat- und hilflos.#kratz

          • Hallo,

            Wenn die beiden zu Hause und in der Kita ständig zusammen sind, sind die permanenten Streitigkeiten kein Wunder. Wie würdest Du Dich in dieser Situation fühlen? Getrennte Zimmer und die ganze Familie hat mehr Ruhe.

            LG

            Lana

            • Wie gesagt, das mit den getrennten Zimmern geht leider nicht. Wir sind (bald) 6.personen und wohnen in einer 5-zimmer wohnung. Umzug in eine noch größere Wohnung, ohne Kiga- oder Schulwechsel, absolut aussichtslos!!

              • Dann musst Du damit leben.

                Aber 5-Zimmer-Wohnung bedeutet doch 3 Zimmer, die theoretisch den aktuell 3 Kindern zur Verfügung stehen können, oder? Momentan hat das Schulkind ein eigenes Zimmer und das Baby bekommt auch ein eigenes Zimmer - nur die zwei Kinder, die sich am wenigsten riechen können, müssen sich eins teilen? Das finde ich suboptimal.

                Ich hatte eine ähnliche Konstellation mit meiner kleinen Schwester: Höllisch. Und wir waren wenigstens vormittags voneinander getrennt. Aber ab Nachmittag herrschte Krieg. Solange, bis meine Eltern ihr Schlafzimmer in den Keller verlegten und endlich, endlich jede ihr eigenes Reich hatte.

                Keller ist bei euch vielleicht keine Option, aber das grösste Zimmer zu nehmen und Raumtrenner einzuziehen, müsste doch machbar sein?

                Grüsse
                BiDi

      Hallo!
      Ich kenne das! Da hilft tatsächlich nur trennen!
      Ich würde versuchen beide in unterschiedliche Kurse bzw Sportgruppen o.ä. anzumelden. Oder dafür sorgen, dass nachmittags Verabredungen getrennt stattfinden.
      Das ist zwar nur ein kleiner Zeitfaktor, aber schonmal ein anfang.
      Die Zimmer anders aufteilen geht nicht?

      Den Futterneid habe ich in den Griff bekommen, als ich alles aufgeteilt habe. Also kein Teller in die Mitte, sondern jeder seinen Teller. (Bei Rohkost zum Beispiel jeder bekommt 3 Stücke auf den Teller).

      Für die Nachmittage zu Hause, habe ich keinen ultimativen Tipp, weiß aber wie belastend das sein kann. Vielleicht funktioniert es, wenn du den Kindern kleine Aufgaben gibst, die sie getrennt erledigen sollen. Oder du musst beide so beschäftigen, dass sie nicht zum streiten kommen (was bei mir gut geht, sind Detektivspiele mit Rätseln, geht schnell vorzubereiten). Oft hilft ja auch ein kurzer Spaziergang um so ethitzte Gemüter abzukühlen.

      Extra-Mamazeiten gibt es bei euch schon? Der Konkurrenzkampf dreht sich ja meistens um Aufmerksamkeit.

      Ich wünsch euch alles Gute und dir starke Nerven! LG #winke

      PS.: Bei uns wurde es besser als der Große in die Schule kam...:-)

      hallo,
      ich glaube, deine 2 hocken zuviel aufeinander. x stunden kindergarten zusammen, dann zusammen in einem zimmer, zusammen den nachmittag zuhause - puh!
      ich würde für jeden mehr eigene sachen einrichten. zimmer abtrennen (wand/schiebevorhang o.ä., nicht nur optisch DEINS/MEINS), eigene getrennte hobbys und eigene verabredungen ohne die jeweils andere. am wochenende papa mit der einen, mama mit der anderen. etwas abstand und luft führt oft zu mehr harmonie.
      meine ältesten sind auch 2 mädchen, sie haben 24 monate altersabstand.
      vg

      Wie wäre es denn mal, wenn ihr die Oma fragt, ob sie nacheinander je ein Kind für einige Tage nehmen kann? Wer so lange und so eng aufeinander hockt, kennt den anderen sehr gut...und vermisst ihn auch, wenn er weg ist ;-). Vielleicht ist danach das Problem schon gegessen.

      Kenne ich auch, wir haben Zwillis, also eine ganz ähnliche Situation.
      In dem Alter hat es gut geholfen, wenn sie Mama/Papa Exclusiv Zeit bekamen. Einer hat was mit dem einen unternommen, der andere mit dem anderen. Beim nächsten Mal wurde getauscht.
      Mit unternehmen meine ich jetzt nicht "groß Aktion". Sondern, der eine ist mit Papa einkaufen gegangen, der andere blieb mit Mama zu Hause. Der eine ist mit Mama auf den Spielplatz, der andere hat mit Papa zu Hause Gesellschaftsspiele gespielt. Sowas in der Art.

      Ansonsten kann ich noch empfehlen, für sie unterschiedliche Sportvereine oder was in der Art zu suchen, damit jeder eigene Erfahrungen machen kann.

      Bei meiner Schwester und mir (15 Monate jünger), hat nur ein Überdenkenken der Zimmersituation was gebraucht. Wir waren 5 Kinder und da hatte auch nicht jeder sein eigenes Zimmer. Das hat etwas Entspannung rein gebracht, wirklich gut verstehen tuen wir uns erst, seid wir nicht mehr unter einem Dach wohnen ;)

      Hi,
      Deine Große ist tierisch eifersüchtig und durch jedes Schimpfen wird es schlimmer. Sie fühlt sich immer mehr schlecht behandelt und benachteiligt.

      Erstens würde ich versuchen gar nicht mehr zu schimpfen und nur noch Konsequenzen und Regeln durchzusetzen. Jeder hat 2-4 Lieblingsdinge die der andere nicht anfassen darf, alles andere darf genommen werden, wenn es rumliegt. Wenn es Streit gibt weil jemand nicht teilen will, kommt das Teil in den Keller. Wenn eine das Lieblingsteil trotzdem nimmt oder versteckt, darf die andere deren Lieblingsteil haben. Lass es ruhig einmal richtig eskalieren, damit die selbst merken, dass das Gezicke Ihnen nichts bringt. Gezankt wird im eigenen Zimmer und nicht bei dir: "Wenn Ihr streiten müsst, geht in Euer Zimmer, mir ist das zu laut!"

      Zweitens würde ich mir mal die Kleine genau anschauen, oft haben solche vermeintlich braven Kinder eine ganz stille und sehr subtile Art die Geschwister zu ärgern. Sie machen sich so zu Mamas Liebling.

      Zur Großen: Lass sie Ihren Teller vollschaufeln und servier ihr die Reste am nächsten Tag wieder. Wenn die anderen aufgrund Ihrer Gier nicht satt werden, dann kriegen halt alle außer ihr noch einen Nachtisch! Ja hart, aber heilsam.

      Drittens würde ich der Großen vermehrt Aufmerksamkeit schenken, sie scheint nicht gerade glücklich zu sein.

      Viertens Spiele besorgen, bei denen keiner gewinnt die man aber zusammen spielen muss.

      Fünftens würde ich versuchen die beiden durch Hobbies, Verwandte und Spielbesuche viel zu trennen, dabei aber dringend darauf achten, dass die Eifersucht nicht größer wird. (also Oma soll nicht unbedingt gleich das volle Programm auffahren und auch die Spielbesuche sollten nicht gleich zum MegadupperFunpark / Wasserspielplatz fahren.

      Ich würde, das nicht so weiter laufen lassen, solche Streithammel zerstören das ganze Familienleben, dass muss man sich nicht gefallen lassen.

      Gute Nerven!
      Miriam

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